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Datum: 08.11.2013Stadt: Geiselwind

Wenn sich ein Urgestein der deutschen Metalszene wie Udo Dirkschneider die Ehre gibt, wäre es eine Schande, diese Gelegenheit ungenutzt verstreichen zu lassen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich ein beträchtlicher Mob von Hardrockern und Metalheads im Eventzentrum Strohhofer im sonst eher beschaulichen und für seinen Freizeitpark bekannten Geiselwind einfindet, um dem Altmeister und seiner Entourage zu huldigen.



:: PIKE'S EDGE ::

Mit im Gepäck hat Herr Dirkschneider neben seiner eigenen Truppe gleich zwei Vorbands. Das Konzert beginnt früh und die Anreise ist weit, von PIKE'S EDGE bekommen wir daher leider nur noch vier Songs mit. Der Vierer aus der bayerischen Landeshauptstadt spielt melodischen, vor allem recht modern angehauchten Heavy Metal und liefert dabei eine sehr energiegeladene Show mit schönem Stageacting ab. Schade, dass die Halle zu diesem Zeitpunkt noch relativ leer ist! Nach der Show äußern sich einige Besucher eher negativ, was meiner Meinung nach weder an schlechtem Songmaterial, noch an der Performance liegen kann. Die Jungs geben dermaßen Gas, dass Fronter Pike schwitzt, wie ein Stahlbetonbauer an einem 45-Grad Sommertag – Respekt! Die moderne Stilrichtung der Band will eben einfach nicht wirklich zum Publikum passen, das verständlicherweise eher auf die klassische Schiene geeicht ist. Wer keine Berührungsängste mit modernerem Material hat, der riskiert ruhig mal ein Ohr. Die Jungs haben's verdient!





Nach einer kurzen Umbaupause folgen die Schweden BLOODBOUND. Bei diesem Namen muss ich unweigerlich an MANOWAR denken und meine Erwartungen werden auch prompt erfüllt. Die sechs Jungs sind eine ziemlich genaue Schnittmenge aus alten EDGUY und MANOWAR, wobei Frontmann Patrik Johansson zumindest live wirklich fast genauso klingt wie Tobias Sammet und auch auf der Bühne ebenso agil ist. Addiert man hierzu die typischen MANOWAR-Chöre und oftmals leider auch den typischen MANOWAR-Kitsch ("In The Name of Metal"), könnt ihr euch ziemlich gut vorstellen, was dem Publikum geboten wird. Unterm Strich für Gernefans zwar eine sowohl technisch als auch optisch sehr ansprechende Show, mir persönlich wirkt die Band zumindest für die Art von Musik die sie spielt zu wenig authentisch. Ja, fast möchte ich glauben, sie ist gecastet. Hier gilt: Kann man mögen, muss man aber nicht. Fans von EDGUY oder MANOWAR rate ich, mal reinzuhören, könnte euch echt gut gefallen.





Immer wenn ich an Udo Dirkschneider denke, kommt mir unweigerlich und ohne dass ich etwas dagegen tun kann der Werbeslogan eines großen deutschen Süßwarenherstellers in den Kopf: "Quadratisch. Praktisch. Gut." Damit möchte ich mich nicht über die Statur von Herrn Dirkschneider lustig machen, für die er dennoch wohlbekannt ist. Vielmehr bringt dieser Slogan genau das auf den Punkt, was man von U.D.O. erwartet und bekommt: Schnörkellosen Heavy Metal ohne unnötigen Pomp und Tand, handgemachte, einfache, vor allem echte Musik mit Herz und Eiern.




Nach einer weiteren Umbaupause ist es dann endlich soweit: Udo Dirkschneider und seine Schergen entern die Bühne und knallen den Anwesenden erst einmal den Titeltrack des aktuellen Albums "Steelhammer" vor den Latz, um sofort "King of Mean" und "Future Land" nachzuschieben. Der Troubardour selbst ist gut bei Stimme, jedoch wird mehr als deutlich, dass er sich seiner mittlerweilen 61 (!) Lenze durchaus bewusst ist und somit die Bühne für ein sehr gut aufeinander abgestimmtes, bewegungsfreudiges Gitarrenduo freigibt, welches der Band sowohl optisch als auch musikalisch hervorragend zu Gesicht steht. Vom leider Gottes reichlich deplaziert wirkenden Keyboarder kann man das beim besten Willen nicht behaupten. Der nämlich sieht aus, als hätte man ihn direkt von einer Pop- oder Eurodance-Truppe abgeworben, seine wippenden Bewegungen verstärken diesen Eindruck nur noch, hören konnte man ihn dafür jedoch kaum.

Gegen Ende des regulären Sets, bei "Mean Machine", dürfen sowohl die Gitarrenfront, als auch Schlagzeuger und Bassist ihre Solokünste zur Schau stellen: Die Saitenhexer geben ihr Bestes, um das Publikum mit eingängigen Soli zu beschallen, die einigen Anwesenden die Kinnlade auf Kniehöhe herunterklappen lassen. Über den Sinn oder Unsinn von Schlagzeugsoli kann man allerdings diskutieren. Fest steht jedoch, dass Schlagwerker Francesco Jovin seinen Job beherrscht, dem entsprechend seien ihm seine drei Minuten Ruhm durchaus vergönnt.




Das viel zu frühe Ende des Sets sorgt bei vielen Besuchern für verwundertes Stirnrunzeln: Haben mit "Steelhammer", "A Cry of a Nation", "Stay True", "Metal Machine" und "Devil's Bite" zwar wie erwartet fünf Songs der neuen Scheibe ihren Weg in die insgesamt 17 Lieder (ohne Zugabe!) umfassende Setlist gefunden, so wartete man jedoch auf Klassiker wie "Man and Machine" – immerhin der beliebteste U.D.O.-Song auf Spotify – leider vergebens.

Eine Sache, die ich mich sehr oft nachdenklich stimmt, ist die Frage, warum dem guten Herrn Dirkschneider immer das "Ex-Accept" Stigma anhaftet. Musikalisch ist es mir absolut ein Rätsel, funktionieren doch die Eigenkompositionen sowohl auf Langrille, als auch live hervorragend. Während des Zugabenblocks gibt der Meister jedoch selbst eine zumindest naheliegende Antwort auf diese Frage: Findet während der 17 selbst komponierten Songs des regulären Sets wenig bis gar kein Publikumskontakt statt, taut Udo im fünf Songs umfassenden Zugabenblock, vier davon alte Accept-Klassiker, bei dem die Halle zugegebenermaßen Kopf steht, erst richtig auf. Das hat er meiner Meinung nach gar nicht nötig, allerdings ist das Kritik auf hohem Niveau über ein ansonsten sehr sehenswertes Konzert.



SETLISTE

Steelhammer
King of Mean
Future Land
A Cry of a Nation
Trip to Nowhere
They Want War
Never Cross My Way
Stranger
Stay True
In the Darkness
Azrael
No Limits
Mean Machine (+ Gitarren- und Schlagzeugsoli)
Metal Machine
Devil's Bite
Go Back to Hell
Timebomb
=========
Holy
Metal Heart (Accept cover)
Balls to the Wall (Accept cover)
I'm a Rebel (Accept cover)
Fast as a Shark (Accept Cover)


Text: Florian Weigand
Photographie: Michael [Sm62] Klimczak




Sm62

Autor: Michael Klimczak [Sm62] | 16.12.2013 | 17:47 Uhr
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