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Datum: 26.11.2005Stadt: Elterlein

Die Herren des Chaos waren geladen und was ursprünglich nur im musikalischen Sinne gemeint war, sollte an diesem Novemberwochenende ironische Doppeldeutigkeit erlangen. Ganz Deutschland versank im Schneechaos und auch über das Erzgebirge legte sich der schwere Mantel des weißen Todes. Glücklicherweise ist man in dieser Region derartige Wintereinbrüche gewohnt, so dass sich jegliche Befürchtungen betreffs der Anreise nicht bewahrheiteten.
Anscheinend hatten jedoch auch viele andere der insgesamt 200 Besucher an jenem Abend derartige Befürchtungen gehabt und waren zeitiger gestartet.


.:CASKET:.

Denn als ich zur besten Hagalaz-Startzeit gegen neun die unheilige Halle betrat, war diese schon fast voll und die erste Band wieder verschwunden. Gerüchteweise spielten CASKET groovenden Death Metal der Marke PUNGENT STENCH. Die Bewertungen reichten von „ganz gut“ bis „da haste nischt verbasst“. Damit konnte ich leben.


.:TRIMONIUM:.

Wirklich in den Arsch gebissen hätte ich mir dagegen, wenn mir TRIMONIUM entgangen wären. Die vier Bitterfelder, die auch in der Festung Bitterfeld und ins United Metal Manics involviert sind, legten eine Show auf die Bretter, dass man um die Statik der Halle Angst haben musste. Zweieinhalb Jahre ist es her, seid ich sie das letzte Mal im alten „Hagalaz“, abfeiern konnte und ich muss sagen, die Band hat sich konsequent weiterentwickelt. Die abgegebene Vorstellung hätte man stellvertretend für die letzten zwanzig Jahre Schwer-Metalls als Lehrvideo aufnehmen sollen. In gewichteter Reihenfolge wurden Death, Black und Thrash auf eben die Art verwoben und unters Volk geworfen, dass einem jeden Metaller das Blut kochen musste.
Bestialisch geschundene, treibende, thrashende Drums, fettes, variables, doppelläufiges Gitarrenspiel – genau im Lot zwischen Melodik und Blastattacken – und heiserer Grunzgesang – ihr Hunde, was wollt ihr mehr?
Vielleicht noch die optische Entsprechung?! Einen sympathischen, souveränen Frontmann, augenscheinlich euphorisierte, wahnwitzige Klampfenknechte und einen Stöckeschwinger, der die nächsten sechs Wochen die Arme wahrscheinlich in Gips behalten muss?!?
Genau so muss Metal dargeboten werden, so und nicht anders, so wie es TRIMONIUM an diesem Abend brachten! Musik die einem unter Umgehung des Kleinhirns sofort in den Nacken fährt und selbst Tode wieder zum Leben erweckt. Beziehungsweise treue, aber besoffene Fans, die sich zwischendrin zum Nickerchen vor der Bühne ausbreiteten. Beste Grüße an den Maniac mit dem ABYSSOS-Shirt, hehe!
Mehr als verdient kamen dann auch lauthals Rufe nach Zugabe auf, die auch trotz des (eigentlich) engen Zeitplans erfüllt werden durften. Das geniale „The Prophecy Of The Gyula“ bildete den Abschluss eines gelungenen Gigs und riefen bei mir Vergleiche wie „DESASTER des Ostens“ hervor. Ganz groß!

Setlist TRIMONIUM:
01. In Darkness I Grow
02. Son Of A Blizzard
03. When The Ravens Fly
04. My Blood For Yours
05. The Burning Witchhammers
06. A Sign In The Sky
07. Blow The Horns
08. Zugabe: The Prophecy Of The Gyula


.:SEAR BLISS:.

Die ungarischen Symphonic Black Metaller von SEAR BLISS sind die mit Sicherheit häufigsten und hoch geschätzte Besucher im Erzgebirgischem. Das mag zum Einem an einer über die Jahre gewachsenen Bruderschaft zu der hiesigen Szene liegen, die auch mit der Ansage „It’s great to be here again in this area!“ bezeugt wurde. Zum anderen hat man von der Band in den letzten Jahren keinen Auftritt gesehen, der nicht zumindest sehr gut gewesen wäre.
Bei einem dermaßen hochgesteckten Standard war es im Grunde unvermeidlich, dass wir irgendwann einmal einem Auftritt erleben würden, der „nur“ gut sein würde. Irgendwie war die Band etwas geschlaucht und ging nicht derart in der eigenen Musik auf, wie man es von ihr kennt. Mag es an der langen Anfahrt (nur für diesen einen Gig aus der Heimat) oder an sonst was gelegen haben, die Magie ihrer Musik kam jedenfalls nicht dazu so auf die Fans überzuspringen, wie man es schon erlebt hat. Klar blieben zeitlos-brilliante Hymen wie „Beyond The Darkness“ nicht ohne Wirkung auf die Zuhörerschaft. Selbstverständlich gaben sich die fünf Recken, inklusive Trompeter, technisch keine Blöße und in der Darbietung von Liedgut aus allen Schaffensphasen sichtlich Mühe. Alte Stücke aus der „Phantoms“-Periode wie „Far Above The Trees“ wurden genauso makellos dargeboten wie die ruhigeren, neuen Sachen wie „Birth Of Eternity“ vom letzten Album. (Wobei wieder mal kein einziger Song von „Forsaken Symphonies“ dabei war.)
Trotzdem wirkte die Vorstellung ein wenig müde und verhalten. So lautete nach dem Konzert der einheitliche Tenor: Geile Songs, geile Band, aber man hat sie schon besser gesehen.


.:MORRIGAN:.

Es war der Abend des Wiedersehens. Auch die beiden Einzelgänger von MORRIGAN zählen zu alten Bekannten im Hagalaz und natürlich zu gern gesehenen, auf deren Auftritt man alleine wegen der Umsetzung der neuen Lieder vom extrem epischen „Headcult“-Album gespannt sein durfte. Nach langer und sorgfältiger Soundabstimmung war es endlich soweit. Das Licht wurde gedämpft, mit „Morrigans Flight Over Celtic Lands” erklang das geniale Headcult-Intro vom Band und unter erwartungsvollen Blicken schritten Balor und Beliar auf ihre Plätze um sich vorzubereiten. Auch unter dem Warpaint sah man es Beliar an, wie er sich mit geschlossenen Augen stetig mit der aufbrodelnden Melodie in Ekstase wiegte, um jeden Moment zu explodieren, immer schneller und heftiger wurden seine Bewegungen … - bis plötzlich das Band stoppte. Nicht nur bei Beliar war damit die Konzentration dahin, auch Teile des Publikums hätten den Soundmann in dem Moment am liebsten gekillt, so harsch wurde man aus der Stimmung gerissen. Die Bemerkung ans Mischpult „Sag mal hast du nen Sprung in der Schüssel?!“ war schon fast zu human.
Schnell wurde dort das Band noch mal vom Anfang gestartet. Drummer Balor nahm’s mit Lachen, Sänger Beliar sah man die längste Zeit der erneuten vier Minuten (!) nur von hinten und kopfschüttelend.
Nach diesem versauten Einstand konnte es nur noch besser werden und wie es das wurde!
„Crom Cruach“ brach herein wie ein Sommergewitter – machtvoll, Respekt gebietend, aber auch schwelgerisch, warm und willkommen. Auf diesem Weg ging es weiter. Mit „Warstained Iron“ und „Requiem“ bewegte man sich kontinuierlich Album um Album zurück, um mit „Cythraw“ auch einen Song der Vorgängerband MAYHEMIC TRUTH einzubauen. Womit auch gleichzeitig die Bandentwicklung vom Old School Black Metal zum zeitlosen pathetischen Viking Black Metal, der keinen Zweifel am mächtigen Vorbild BATHORY läst, rücklaufend abgerissen wurde. In dieselbe Kerbe schlugen auch die nachfolgenden Stücke. Immer getragen, dann aber auch wieder verdammt schnell und hinreisend melodisch brachten die Stücke die meisten Fans mindestens zum andächtigen Lauschen, wenn schon nicht zum mitbangen, was aber zumindest bei Liedern wie dem eingängigen „The Bitch Will Burn Tonight“ aus meiner Sicht beinahe unmöglich gewesen ist.
Ein so gefälliger bis mitreisender Auftritt verlangte freilich auch noch einer Zugabe, die nach kurzem Zögern seitens des Publikums dann doch lauthals herbei geschrieen und gewährt wurde. Mit der Ode ans Erzgebirge „Beyond The Green Hills” (joke) verabschiedeten sich die Schwaben beeindruckend und standesgemäß. Auf das sie uns bald wieder beehren!

Setlist MORRIGAN (rekonstruiert):
01. Intro: Morrigans Flight Over Celtic Lands
02. Crom Cruach
03. Warstained Iron
04. Requiem
05. Cythraw
06. The Bitch Will Burn Tonight
07. In Memoriam
08. To Honour The Brave
Zugabe 09. Beyond The Green Hills

.:URGEHAL:.

Danach war der geneigte Freund metallischer Unterhaltungsmusik erstmal durstig und froh über Zeit zum verschnaufen. Trotzdem ließen sich URGEHAL für meinen Geschmack eine halbe Stunde zuviel Zeit bevor sie sich gegen 1:15 Uhr vors reduzierte Publikum raus getrauten. Wahrscheinlich war’s die aufwendige Bemalung und Nietenbewehrung, die solange gedauert hatte. Die Bilder sprechen für sich. Gerade Gitarrist Enzifer bewegte sich mit seiner Stachelschweinmaske knapp an der Grenze zur Realsatire.
Doch wer kurz unschlüssig war, ob es die verrückten Norweger ernst meinen, wurde schnell auf den richtigen Pfad zurückgeführt. Mit „Blood Hunt“ legten URGEHAL ein Kaliber auf, für das es nur eine Bezeichnung gibt.
SCHWERSTER KULT!
Zumindest für die einen. Für das Dutzend Leute, das bereits nach den ersten drei Akkorden dermaßen ausklingte, dass alle anderen vor der Bühne eiligst das Weite suchten.
Für mich war die Begeisterung relativ unverständlich. URGEHAL spielten aus meiner Sicht von jeher und auch an diesen Abend gänzlich unspektakulären und ideenarmen Primitive Black Metal. Punkt.
Dass der durch infernalische und wahrlich besessene Aufführung live aufgewertet wurde, war ersichtlich, aber ein derartiges Abfeiern simpelster Kanonaden al a „The Sodomizer“ bleibt mir dennoch ein Rätsel.
Na ja, wie gesagt, die Meute vor der Bühne hatte ihren Spaß und die Darbietung des Liedguts lies keine Wünsche offen. Der Drums machte mächtig viel Druck, die Instrumente waren differenziert herauszuhören, die Musiker handwerklich ihrer kompositorischen Fähigkeit meilenweit voraus und trotzdem voller wütendem Bewegungsdrang und keifendem Hass – kurzum, die Band war voll in ihren Element. Auch aufgrund des Zuspruchs des Publikums. Obwohl oder gerade weil im Moshpit zwischenzeitlich erstmal eine Schlägerei verhindert werden musste?
Derart aufgestachelt trieb es Sänger Trondr Nefas zum Schluß dazu sämtliche Bierflaschen auf der Bühne zu zertrümmern, um sich mit den Scherben den Arm zu ritzen, auf dass das Blut in Strömen fließe. Geil, das nenne ich gelebter Black Metal. Blutend peitschten URGEHAL die Fans mit „Maatte Blodet Flamme“ ein letztes Mal noch bis zum Äußersten, was denen aber nicht genug war. So gab man dem Ruf nach Zugabe(n) auch bereitwillig nach, bevor man sich letztlich hoch zufrieden und mit finsterem Dank verabschiedete.

Setlist URGEHAL:
01. Intro
02. Blood Hunt
03. Invasion
04. Atomkinder
05. Mirror Satan
06. Image Of The Horned King
08. Possessed
09. The Sodomizer
10. Mankind Murder
11. Dead Cold December
12. Dethronation Of God
13. Maatte Blodet Flamme
14. Zugabe(n): ???

ERNEUTER DANK AN SVEN BODDIEN FüR DIE BILDER!

Lone Wolf Winter

Autor: Karsten Heim [Lone Wolf Winter] | 08.12.2005 | 00:08 Uhr
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