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Datum: 22.05.2004Stadt: Lörrach

Zum mittlerweile siebten Mal fand in diesen Tagen das von Daniele Milizia und Svea Schlageter initiierte Metal Forces Festival im SAK Burghof zu Lörrach statt. Das Billing konnte sich wie immer sehen lassen und so hielt man für das Publikum ein buntes Stilallerlei, vorgetragen durch vier Bands aus verschiedenen Teilen Deutschlands, bereit.


Den Anfang machten an diesem Abend die aus der Region stammenden Jungspunde von DEAMOGORGON. Jungspunde vor allem wegen dem äußerst niedrigen Durchschnittsalter (welches nicht einmal 20 Jahre beträgt), doch der Auftritt des Quartetts konnte an manchen Stellen durchaus überzeugen, auch wenn es einige Kritikpunkte zu verzeichnen gab. Gitarristin und Sängerin Babs röhrte zu den thrashig-rockigen Kompositionen in bester Sabina Classen (HOLY MOSES) bzw. Tairie B. (MY RUIN) Manier und mit den beiden Cover-Versionen „Roswel 47“ (HYPOCRISY) und „Metal Heart“ von ACCEPT (an dem sich später ja auch DIMMU BORGIR versuchten), hatte man zwei absolute Metal-Klassiker im Repertoire. Weniger prickelnd hingegen kamen die mehrminütigen Gitarren- bzw. Basssoli gegen Ende des Auftritts rüber. Und auch am Songwriting sollten die drei Jungs und ihre Mitstreiterin noch feilen, denn an einigen Stellen plätscherte das ganze doch ein wenig zu lasch vor sich hin. Nichtsdestotrotz ein guter Auftritt, vor allem wenn man noch einmal bedenkt, dass die Gruppe quasi noch in den Kinderschuhen steckt.

Das Kontrastprogramm folgte auf dem Fuße: Oldschooliger und abgezockter als die darauffolgenden BY BRUTE FORCE geht es eigentlich kaum. Mit ihrem brutalen, blasphemischen US Death Metal dürften die Gummersbacher nicht nur den Anwesenden DEICIDE-Fans das ein oder andere Freudentränchen entlockt haben. Ihrem energiegeladenen „Stageacting“ - wobei man natürlich auch auf übelste Posereien nicht verzichten durfte - und ihren knackigen Songs war es zu verdanken, dass sich zum ersten Mal an diesem Abend durchweg gute Stimmung unter den Anwesenden breit machte. Eine kleine Besonderheit bei BY BRUTE FORCE stellt der Gesang dar, denn nicht nur der eigentliche Sänger (und Gitarrist) Simone kreischt seine Hasstiraden Richtung Christentum. Auch Schlagzeuger Aldo drischt nicht nur allererster Güte in die Felle sondern unterstützt seinen Fronter desöfteren nach Leibes- bzw. „Kehleskräften“. Ein sehr geiler - um nicht zu sagen „tighter“ - Auftritt. Weitermachen!

Stilistisch in eine ganz andere Richtung ging es weiter mit ABADDON. Auf der fortan mit sieben(!) Musikern besetzten Bühne wurde es dann zwar etwas eng aber keinesfalls weniger energisch. Der symphonische Black Metal à la THERION des Weseler Septetts schien bei diesem Konzert zahlenmäßig die meisten Zuschauer zu ziehen, demzufolge eng ging es auch vor der Bühne zu. Mit grunzendem Sänger und nachtigallgleicher Sängerin hatte das ganze in gewisser Weise etwas von „Die schöne und das Biest“ und so wurden die tiefen Töne von Shouter Markus durch das NIGHTWISH-Tarjasche Geträller von Grazie Diana unterbrochen bzw. umgarnt. Dass die Band durchaus für das ein oder andere Späßchen zu haben ist, bewieß sie dann gegen Ende ihres Auftritts, als das über alles erhabene „In der Halle des Bergkönigs“ von Edvard Grieg (was z.B. auch schon von SAVATAGE und VINTERSORG in Liedern verarbeitet wurde) mit dem Text „Ja, ich bet’ den Teufel an“ versehen wurde. ABADDON lieferten eine souveräne Show ab und wenn sie so weitermachen, wird man wohl in Zukunft noch viel von ihnen hören…

Nach einer kurzen Pause näherte sich dann endlich der Höhepunkt des Tages: DISILLUISON. Durch ihr kürzlich erschienenes Debut-Album „Back To Times Of Splendor“ von der Presse einhellig mit Lob überschüttet, war die Spannung äußerst groß, wie sich die Songs denn live entfalten. Zuschauermäßig war der Saal dann zwar komischerweise nicht mehr so gut wie bei ABADDON gefüllt doch der fast magischen Stimmung, die die Leipziger Hoffnungsträger in der Folge verbreiteten tat dies überhaupt keinen Abbruch - und das mit nur drei Leuten. Denn da man anscheinend noch keinen adäquaten Bassisten gefunden hat, setzt sich die Band momentan nur aus den zwei Gitarristen Rajk und Vurtox (der außerdem mit seinem Goldkehlchen die Lieder veredelt) sowie Drummer Jens (neuerdings mit modischer Kurzhaarfrisur) zusammen. So kam der Bass nebst zahlreichen Kleinigkeiten und soundtechnischen Unterlegungen zwar aus der Konserve und auch showmäßig haben DISILLUSION nicht viel zu bieten, doch das ist bei solch großartiger Musik auch überhaupt nicht von Nöten, das Trio ließ Töne statt Taten sprechen. Im großen und ganzen lassen sich die Kompositionen - falls überhaupt kategorisierbar - wohl als eingängigen Progressive (Death) Metal bezeichnen, mal melancholisch, mal aufbrausend impulsiv, wobei an dieser Stelle auch die gesangliche Leistung von Vurtox gewürdigt werden soll, der, durchweg variabel clean und ohne tiefes Gegrunze auskommend, den Liedern das i-Tüpfelchen aufsetzt.
Das Hauptaugenmerk bei der Songauswahl lag logischerweise auf dem o.g. formidablen ersten Album, wobei auch Lieder von der davor erschienenen Maxi „Three Neuron Kings“ und der Single „The Porter“ dargeboten wurden, die sich ohne weiteres in die Stimmungen von „Back To Times Of Splendor“ einordneten.
Wie schon anfangs erwähnt spielten DISILLUSION ein wirklich magisches, ergreifendes Konzert, das ich in dieser Form bisher eigentlich nur von OPETH und GREEN CARNATION (zu „Light Of Day, Day Of Darkness“-Zeiten) erleben durfte. Und anscheinend ging es mit dieser Auffassung nicht nur mir so, denn anders sind die nicht enden wollenden Zugabeforderungen nicht zu deuten. G r a n d i o s !


Auch das siebte und im Burghof letztmalig stattgefundene Metal Forces Festival konnte die ca. 250 Zuschauer vollends überzeugen und man kann nur hoffen, dass auch die achte Auflage in der neuen Location wieder so ein Erfolg wird, wobei man diese Tatsache eigentlich kaum anzweifeln kann, da sich das MFF so langsam aber sicher zu einer wahren Underground-Institution im süddeutschen Raum mausert.

sk

Autor: Sebastian König [Seelenkrebs] | 29.05.2004 | 18:35 Uhr
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