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Datum: 04.11.2016Stadt: Bad Oeynhausen, Druckerei




Einmal im Jahr macht aus vielen nicht ganz verständlichen Gründen eine größere Metal-Tour in Bad Oeynhausen halt. Quasi direkt vor meiner Haustür. Wo sonst Kurgäste durch gepflegte Parkanlagen flanieren, Eisbecher verdrücken und ihr Geld für überteuerte Designerklamotten raushauen, sammeln sich an diesem Abend die Schwarzgekleideten, leeren die kurstädtischen Bierkeller und sorgen dafür, dass ihre Nacken am Ende der Nacht selbst einen Physiotherapeuten gebrauchen könnten. Nach MARDUK, KRISIUN oder OBITUARY ist diesmal eine beachtliche Death-Metal-Walze zum Tourauftakt zu Gast in der Druckerei. Neben VADER als Zugpferd sind das im Tourkern HATE ETERNAL und THREAT SIGNAL, als spezielle Gäste heizen LORD OF WAR und APOPHYS vor. Netto also knappe fünf Stunden Geholze, für rund 25 Euro echter Wert fürs Geld.




APOPHYS legen pünktlich um 19 Uhr einen Start hin, der für den Verlauf des Abends einiges verspricht: instrumental sind die Holländer eine beachtliche Macht, da gibt’s überhaupt nichts zu meckern. Gerade Drummer Michiel van der Plicht (auch bei GOD DETHRONED tätig) und Basser Mickeal Schuurman legen ein technisches Fundament, das absolut internationalen Standards genügt und auf dem Sänger Kevin Quilligan mit ausdrucksstarker Mimik aufbaut. Kein Wunder, dass Metal Blade die 2012 gegründete Band vom Fleck weg verpflichtet hat. Leider haben die Songs verhältnismäßig wenig Wiedererkennungswert, was für die Livesituation zwar zunächst egal ist, aber ja möglicherweise auf zukünftigen Alben noch ausgebaut werden könnte. Das scheint auch das noch etwas verhaltene Publikum ähnlich zu sehen.




Dagegen sind LORD OF WAR, eine 2008 gegründete kalifornische Death/Deathcore-Truppe, stilistisch anders gelagert und auch optisch deutlich von den Holländern unterscheidbar (offenbar weniger Fitnessstudios und Fastfood in den Niederlanden). Mit deutlich mehr Speed, schlichteren Songs und mehr Partyfaktor ist der Fünfer weniger mein Geschmack, dafür aber mehr der des mittlerweile fast vollzählig anwesenden Publikums. Die ersten Haare fliegen, die ersten Leute taumeln, und LORD OF WAR schaffen es mit sympathischer Attitüde und viel Schweiß, in der ostwestfälischen Death-Metal-Szene einen soliden Eindruck zu hinterlassen.

THREAT SIGNAL, die mit ihrem Progressive/Djent/Metalcore-Gemisch deutlich eher den jüngeren der Gästeschaft ansprechen, mussten ehrlicherweise leider einem späten Abendessen zum Opfer fallen. Kurze Interviews nach dem Slot erbrachten das Ergebnis, dass das kanadische Quartett zwar eine solide Leistung abgeliefert hatte, aber stilistisch tatsächlich weniger in den eher oldschooligen Rahmen des Abends passte.




Das hatten HATE ETERNAL, rund um Genrelegende Erik Rutan versammelt, ziemlich schnell verstanden: Verstärkt durch den Nürnberger Sessiondrummer Hannes Grossmann, knüppelte sich das Duo durch ein brutales, dreiviertelstündiges Set, und das ohne jedes Zeichen von Abnutzung. Rutan ist bester Laune, gut motiviert und spielerisch auf der Höhe (na gut… als einziger Gitarrist minutenlange Solofiedeleien zu bringen, das würde ich nicht mal Zakk Wylde durchgehen lassen). Dass High-Speed-Death nicht jedem gefällt und auch nicht so recht bangkompatibel ist, versteht sich dabei von selbst. Trotzdem ist die Stimmung gut, nicht zuletzt wegen der ungezwungenen Publikumsnähe der Truppe. Dass der Bandchef selbst unmittelbar nach dem Gig mithilft, das Drumkit abzubauen, ist jedenfalls keine Selbstverständlichkeit.




Apropos Drumkit: Dass VADER die Chefs des Abends sind, zeigt sich alleine an dem eigens für James Stewart reservierten mächtigen Kit im Hintergrund, das keine andere Band benutzen durfte. Deshalb ist der Sound bei den Polen auch noch etwas fetter, die Bühne ein bisschen aufgemotzter und der Laden brechend voll. Vielleicht hätten sie's mit der Lautstärke nicht übertreiben sollen, dann wäre auch nicht direkt beim zweiten oder dritten Song – passenderweise „Silent Empire“ - der Strom ausgefallen. Auch das hält den mittlerweile zur grauen Eminenz des Death/Thrash aufgestiegenen Peter nicht auf. Nach einem selbstironischen „nothing can stop Vader, except a lack of power“ ballern VADER „Silent Empire“ nochmal von vorne. Sympathisch. Das gilt für den gesamten, gut einstündigen Gig, in dem Peter zwar auf den Release des neuen Albums hinweist, aber trotzdem einen ausgewogenen Querschnitt durch die gesamte Diskographie spielt. Und das authentisch, wenn auch nach über 30 Jahren nicht mehr ganz so neu.

Dank der straffen, aber entspannten Organisation des Druckerei-Teams endet dieser Abend (trotz des Stromausfalls) noch lange vor Mitternacht. Löblich, so kann man Tragödien wie dem vorübergehenden Entzug der Betriebserlaubnis nach 22 Uhr, wie sie dem Falkendom im benachbarten Bielefeld widerfahren ist, sicher verhindern. Das ostwestfälische Niemandsland braucht mehr solcher Veranstaltungen!

Fotos: Nicole Sielermann (Bild 1), Florian Dammasch (Rest)

Florian Dammasch

Autor: Florian Dammasch [Alboin] | 26.11.2016 | 12:16 Uhr
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