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Datum: 08.01.2011Stadt: Schweinfurt



Wer immer noch meint, Metal muss zwangsläufig neben Doublebass-lastigem Schlagzeug und einem/r ausdrucksstarken Sänger/In v.a. schroffe Gitarrenriffs und einen pumpenden, verzerrten Bass beinhalten, der hat sich nicht nur geschnitten, sondern auch noch nie ein Konzert der A Cappella-Metaller von VAN CANTO besucht.
Die gastierten nämlich im Rahmen ihrer - ganz nonchalant mit „We Sing Some Metal Songs“ übertitelten - Tour auch in der unterfränkischen Metallerhochburg Schweinfurt, unterstützt von IN LEGEND und den Melodic Metal-Durchstartern von ORDEN OGAN.


.:ORDEN OGAN:.
Auch wenn die Veranstaltung relativ kurzfristig von der hiesigen Stadthalle in den wesentlich kleineren „Stattbahnhof“ hatte verlegt werden müssen, waren die Fans offensichtlich gut informiert, denn die Bude ist richtig gut voll mit einem interessanterweise recht heterogenen Publikumsmix aus „Normalos“, Klischee-Bogenstulpenträgern und BLIND GUARDIAN-Fans.
Davon profitieren ORDEN OGAN zwar noch nicht in vollem Umfang, aber dennoch ist das Venue zu ihrem Auftritt allemal bereits ordentlich gefüllt und die Melodic Metaller stoßen definitiv auf offene Ohren.
Allerdings haben die Arnsberger etwas mit widrigen Umständen zu kämpfen: zum einen kann krankheitsbedingt Keyboarder Nils nicht mit von Partie sein, Sänger Sebastian hat Stimmprobleme und zudem herrschen auf der Bühne recht beengte Verhältnisse, denn die Band hat nur einen schmalen Streifen Bühne zugestanden bekommen, auf dem Basser Lars, die beiden Gitarristen und - ganz rechts an den Rand gequetscht - auch noch das Drumset von Trommler "Ghnu" Platz finden müssen.
Die Nordrhein-Westfalen machen aber das Beste daraus, sind offenbar guter Dinge und nach dem Opener „To New Shores of Sadness“ lässt man sich erstmal herzhaft beschimpfen und gibt dann gleich noch „Farewell“ [ebenfalls von „Vale“] zum Besten.
Doch zum Abschiednehmen ist es noch viel zu früh, so dass Schweinfurt zunächst noch „Welcome Liberty“, den Titeltrack des famosen aktuellen Albums "Easton Hope" und mit dem mitreissenden „[We Are] Pirates!“ auch noch ihre Ode an das Computerspiel „Monkey Island“ bzw. RUNNING WILD um die Lauscher geballert bekommt.



Selbst wenn alle Chöre vom Band/DAT kommen: sämtliche Refrains, Riffs und Gitarrenmelodien sitzen, der Sound ist ordentlich druckvoll, die Performance engagiert und grundsympathisch und ORDEN OGAN beweisen nachhaltig, dass sie mittlerweile eine echte Macht in Sachen Melodic Speed/Power Metal darstellen und – eigentlich – schon längst einen größeren Status verdient hätten.
Mit „Angels War“ von ihrem Debüt von 2004 bekommt/nutzt der „Stattbahnhof“ seine letzte Chance zum Mitbangen, die Band lässt nochmal mächtig und v.a. schön synchron die Haare fliegen und geht kurz ab von der Bühne.
Zum Encore beweisen ORDEN OGAN erneut Humor, denn als Zugaben gibt es die Death Metal-Persiflage „Splattered In Seconds“ und gleich hinterher auch noch „Splattered In A Half-Minute“ in herrlichster SODOM-On Speed-Manier.
Hier drängt sich eine Clubtour im kommenden Jahr als Headliner doch geradezu auf...

.:IN LEGEND:.
Als nächster Support gibt es das Trio IN LEGEND zu sehen, das mir zwar bislang gänzlich unbekannt ist, dafür aber die „große“ Bühne und das VAN CANTO-Schlagzeug bespielen darf und das auch noch direkt vor dem Headliner.
Kein wirkliches Wunder allerdings, wenn - wie sich wenig später herausstellt - IL-Frontmann/-Keyboarder Bastian nebenher eben auch noch der Drummer von VAN CANTO ist.
Geboten bekommt das unterfränkische Publikum hier zwar etwas gewöhnungsbedürftigen, aber allemal interessanten „Piano Metal“ [die Band nennt es wesentlich griffiger und durchaus medienwirksam „Hand Hammered Piano Craft“], bei dem - man ahnt es mithin bereits - ein [zugegeben furios gespieltes] Piano/Keyboard die Gitarre bei ansonsten eher melodischem Hardrock-/Metal-Sound ersetzt, der hin und wieder an eine gitarrenfreie, dafür aber angeproggte Version von TRIUMPH gemahnt.
Die Band agiert ambitioniert, Drummer Dennis hat einen satten Punch und v.a. Basser Daniel mit seiner superlangen Matte post und geht ordentlich ab, aber auch Sänger/Tastenmann Bastian [der ob seiner maritimen Bühnenmontur und seiner liebevoll zusammengeschweißten Orgelattrappe ein bisschen wie die Metal-Version von Jules Vernes Kapitän Nemo 'rüberkommt] hängt sich ordentlich 'rein und parliert mit dem Auditorium.



Nebenher werden u.a. die Songs „Prestigate“, „Soul Apart“, das eingängige „Pandemonium“ oder „Heaven Inside“ präsentiert, was gegen Ende des Sets dann sogar – wenn auch auf Geheiß des IN LEGEND-Mainmans – einen veritablen Moshpit hervorruft. Sachen gibt’s...

.:VAN CANTO:.
Nach kurzem Umbau betreten unter tosendem Applaus und „Rakka-Takka, Motherf*#%er“-Gebrüll des anwesenden Mobs dann die Headliner VAN CANTO die Bretter des „Stattbahnhofs“.
Die vier Sänger und Chanteuse Inga legen sich ordentlich ins Zeug und so gibt es als zweiten Song gleich mal Gothic Elsenmetal vom Feinsten mit der Coverversion des NIGHTWISH-Hits „Wishmaster“.
Da dies meine persönliche VAN CANTO-Gigpremiere darstellt und man sich ja auch erstmal an das initial etwas befremdliche „Rakka-Takka“ und „Da-Doo-Ron-Ron“ etc. der menschlichen Saiteninstrumente gewöhnen muss, bin ich [als vielleicht etwas engstirniger Old School-Freund] allerdings erst ab der Eigenkomposition „To Sing A Metal Song“ von ihrem aktuellen Opus „Tribe Of Force“ milde gestimmt, die vielleicht nicht über einen sonderlich pfiffigen Text, dafür aber über reichlich Mitgehpotential und Eingängigkeit verfügt, was dann auch gleich schamlos für das erste Mitsingspielchen des Abends [das nicht das Letzte bleiben sollte] ausgenutzt wird.



Frontmann Sly und v.a. Stefan [ansonsten für die etwas tieferen „Rakka-Takkas“ verantwortlich] plaudern unterdessen charmant und launig mit dem bereits hinlänglich euphorisierten Auditorium und so gerät spätestens mit dem nächsten Song, „The Mission“ [vom „A Storm To Come“-Album von 2006], der durch die wirklich unglaublich gut gelungene/interpretierte Cover-Version von METALLICAs „Master Of Puppets“ aufgepeppt wird, dieser Auftritt zu einem wahren Triumphzug.
Zwischendurch gibt es noch ein kleines „Duell“ zwischen IN LEGEND-Basser Daniels Fünfsaiter und Vokalbasser „Ike“ von VAN CANTO, was allerdings bestenfalls als „Unentschieden“ ausgeht...



„One To Ten“ [ebenfalls von „Tribe Of Force“], die GRAVE DIGGER-Hymne „Rebellion“ und natürlich „The Bard's Song“ von BLIND GUARDIAN lassen sämtliche Fanherzen höherschlagen.
IN LEGEND-Pianist und VAN CANTO-Drummer Bastian post mit nacktem Torso und besorgt den treibenden Unterbau von „Speed Of Light“ [von der 2008er „Hero“], dem aktuellen „Water Fire Heaven Earth“ und dem, vom Schweinfurter Publikum lauthals/vielstimmig mitgeplärrten, MANOWAR-Cover „Kings Of Metal“.
Nach kurzer Künstlerpause gibt es natürlich auch noch ein Encore, bevor das ebenfalls geglückte Cover von IRON MAIDENs „Fear Of The Dark“ die VAN CANTO-Schlachtenbummler nach fast 90 Minuten durchaus schweißtreibenden A Cappella-Metals Richtung Merchandise-Stand entlässt.

d

Autor: Dirk Konz [dkay] | 09.01.2011 | 22:30 Uhr
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