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Wolves In The Throne Room
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Band(s):
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Datum: 17.02.2009Stadt: Wien

Vor über 20 Jahren sang ein gewisser Rolf Kasparek, besser bekannt als Rock’n’Rolf, die folgende Textzeile: „Into the Arena - the beasts are prepared“. „Into the Arena“ ist hier das Stichwort. Das heutige Konzert hat zwar nichts mit Power Metal oder mit Piraten zu tun, es findet aber im kleinen und alternativen Club „Arena“ in Wien statt. Da dieser Club eigentlich eher für links-alternative Musik wie Ska, Indie Rock und Punk bekannt ist, ist es dann doch etwas verwunderlich, dass die Avantgarde Black Metaller WOLVES IN THE THRONE ROOM ausgerechnet hier spielen sollen. Doch es gibt noch so einiges, was verwunderlich werden sollte …

Beginnen sollte das Konzert eigentlich um 20:00 Uhr, als aber ich und meine Begleitung um 19:45 den Club betreten wollen, ist dieser noch nicht einmal offen und man muss draußen in der Kälte warten. Macht aber nichts, denn wer ein echter Black Metaller sein will, der liebt die Kälte und die Dunkelheit. Währenddessen kann man ein Gespräch zwischen einem Tour-Helfer und einem Besucher hören, bei dem klar wird, dass die Band WOLVES IN THE THRONE ROOM scheinbar sechs Stunden lang im österreichischen Verkehr festgesteckt hat [an dem Anreisetag herrschte in Österreich großes Schneechaos] und deshalb viel zu spät angekommen ist. Das erklärt auch die Tatsache, warum das Konzert etwas später losgeht. Sei es, wie es sei, um zwanzig nach acht bekommen wir dann Einlass und können uns zuerst im Merchandise-Stand mit einem ansehnlichen Tour-T-Shirt für gerade mal 15 Euronen eindecken – sehr schön! Knapp nach 21:00 Uhr beginnt dann das Spektakel mit der österreichischen Vorband OUR SURVIVAL DEPENDS ON US.




::OUR SURVIVAL DEPENDS ON US::
Als OUR SURVIVAL DEPENDS ON US loslegen, ist der kleine Konzert-Raum der Arena schon mehr als gut gefüllt und die Herren können quasi vor einem vollen Haus spielen. Ein langsames Intro ertönt und die Show beginnt. Eine Mischung aus Doom, Sludge und etwas Rock’n’Roll wälzt sich über das Publikum. Schwere Kost, welche die Salzburger Kombo hier präsentiert. Verzerrte Gitarren, lautes, aber verständliches, Geschrei und durchaus eine gewisse Basslastigkeit, was allerdings auch mit dem Abmischen des Sounds zusammenhängen könnte. Ansonsten kann man dem Soundmann hier keinen Vorwurf machen, denn der Gesang der Herren kommt gut rüber und man kann die Sänger wirklich verstehen. Rein von meinem Eindruck würde ich sagen, dass OUR SURVIVAL DEPENDS ON US textlich in die Sparte der sozialkritischen Lyriker einzustufen sind. Die Band zeigt sich spielfreudig und ist wohl durchaus davon angetan, dass sie vor so vielen Leuten auftreten können. Allein der Applaus des Publikums hält sich etwas in Grenzen, was sich allerdings bei den Wölfen aus den USA fortsetzen sollte. Schlecht ist es auf keinen Fall, was die Salzburger auf der Bühne fabriziert haben, aber das Publikum hatte sich wohl auch eher auf Black Metal eingestellt. Doom Metal bzw. Sludge Fans sollten aber zumindest mal die MySpace Seite der Österreicher anchecken. Nach gut 45 Minuten beenden OUR SURVIVAL DEPENDS ON US ihren Gig und machen Platz für die Headliner des Abends.




::WOLVES IN THE THRONE ROOM::
Ist die Halle bei OUR SURVIVAL DEPENDS ON US schon voll gewesen, so kommen jetzt noch ein paar mehr Leute, um die Nordlichter aus den Vereinigten Staaten zu begutachten. Nach einer kurzen Umbauphase und einem Soundcheck, der von den Bandmitgliedern selbst durchgeführt wird, kann die Show losgehen. Es wird dunkel im Saal und sogleich legen die Wölfe mit ihrem avantgardistischen Black Metal los. Wer die CDs der Amerikaner kennt, der weiß, dass ihn jetzt Songs, die sich vor allem durch ihre hypnotische und mystische Aura von der Genre-Masse abheben, erwarten. Hier wird kein normaler Black Metal geboten, sondern etwas Innovatives und nahezu Klischeefreies. WOLVES IN THE THRONE ROOM spielen ihr Set runter, ohne allerdings Ansagen zu geben oder die Namen von Songtiteln zu nennen. Trver geht’s kaum! Da sie auch [verständlicherweise] ohne ihre Sängerin angereist waren, muss natürlich auf die weiblichen Vocals verzichtet werden. Der gute Soundmann hat es dafür geschafft, dass man die speziellen Melodien, welche die Songs der Amerikaner ausmachen, durchaus heraushören kann. Auch wenn die Mehrheit der Songs der Wölfe eher im härteren Bereich liegen, hätte ich mich trotzdem gefreut, wenn sie zum Beispiel den Anfang von „Cleansing“ laufen gelassen hätten. Es wäre allerdings gelogen zu sagen, dass sie gar keine ruhigen Parts in ihrer Setliste haben. Hin und wieder gibt es kurze Auflockerungen, die sich sehr gut neben den härteren Klängen eingefügen. Obwohl ich und meine Begleitung uns eher im hinteren Bereich der Halle aufhalten, können wir sehen, dass sich die Amerikaner wirklich Mühe bei ihrem Stageacting geben. Da wird gebangt, was das Zeug hält, und der Bassist bemerkt wohl irgendwann, dass sein T-Shirt sein wunderbares Ganzkörper-Tattoo verdeckt – also weg damit. Mein persönliches Highlight ist der Song „Queen Of The Borrowed Light“. Fantastisch umgesetzt und für mich der beste Song des Abends. WOLVES IN THE THRONE ROOM haben somit auch live bewiesen, dass sie zu den besten [Black] Metal Bands aus den USA gehören. Es steht lediglich die Frage im Raum, ob die Musik der Amerikaner nicht eher etwas ist, was man zu Hause im dunklen Zimmer zelebriert, als in einem Club, eingedrängt zwischen 100 anderen Fans. Diese Frage muss aber wohl jeder für sich selbst beantworten.

Am Anfang habe ich geschrieben, dass nicht nur der ausgewählte Club kurios war und was ich damit gemeint habe, möchte ich jetzt noch kurz schildern. Das erstaunlichste Phänomen ist definitiv das Publikum der Wölfe. Vom ultra-trven Black Metaller mit Lederweste und Black Metal Patches bis hin zum Typen mit feiner Stoffweste und einem modischen Schal ist hier wirklich alles vertreten. Auch wie die Musik aufgefasst wird, ist sehr verschieden. Nur ganz vorne sieht man Leute headbangen, der ganze Rest steht die meiste Zeit still da und lässt die Musik auf sich wirken. Leider ist auch der Applaus bei den Wölfen sehr spärlich ausgefallen, was eigentlich schade und nicht gerechtfertigt ist. Kurios ist auch, dass die Vorband ein großes Transparent mit ihrem Namen hatte, die Wölfe hingegen aber komplett ohne irgendwas ausgekommen sind.

Fazit: Das Konzert kann man durchaus als Underground bezeichnen, und die Wölfe aus den USA einmal live zu sehen, kann definitv nicht schaden! In diesem Sinne … „I see a star … in the nightsky!“

Squiggofant, dowl [Gastschreiber]

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 26.02.2009 | 20:54 Uhr
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