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Datum: 16.12.2004Stadt: Frankfurt/Main

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind, ääähhh kommt das X-mass Festival in schöner Regelmäßigkeit in unsere Städte, um uns metallische Nächstenliebe, ein kühles Bier und derben Metal unter den Baum zu legen.
Auch dieses Jahr beehrte man uns mit einem extrem hochwertigen Line-up. Zum ersten Mal enterte ich deshalb den neu geschaffenen Veranstaltungsort Cafe Royal. Bei diesem handelt es sich um ein ehemaliges umfunktioniertes Lichttheater, sprich Kino. Von der Akustik her dürfte es also keine all zu großen Probleme geben. Positiv fielen mir auch die sehr freundlichen und ultracoolen Jungs der Security auf. Damit hat es sich aber leider auch schon. Ein Blick auf die Getränkekarte an einem der zahlreichen Ausschankstände sorgte schlagartig für Nüchternheit für den Rest des Abends. Erstens waren noch nicht mal die Hälfte der auf der Karte befindlichen Getränke verfügbar, was nicht nur bei mir, sondern auch bei der Bedienmaus am Tresen erstmal für Verwirrung sorgte und zwotens sind drei Euro fuffzich für eine kleine Flasche Bier absolut unverschämt.
Wenigstens waren die Preise am Merchandise-Stand mehr als freundlich und das Angebot mehr als umfangreich. Vor allem FINNTROLL hatten ein paar sehr schöne Teile aushängen.
Aber zurück zu den Mängeln, es ist ja schön, dass es eine Garderobe gibt. Dass diese aber erst „nach“ der ersten Band besetzt wird und man seine Jacken selber hinhängen muss, kann man auch noch verschmerzen. Man ist schließlich selbstständig und von Hause aus mit einer gewissen Eigeninitiative ausgestattet, aber dass einem dann noch ein Euro abgeknöpft wird beim Abholen seiner Jacke ist frech. Des Weiteren ist es absolut unverantwortlich, dass im Bereich des Balkons die Treppenstufen nicht beleuchtet waren.
Überhaupt ist die Hallenbeleuchtung teilweise unterirdisch und der Fußboden doch mit der einen oder anderen Stolperfalle belegt. Es grenzt an ein Wunder, dass sich niemand die Gräten gebrochen hat.
Der Zugang zum Hallenbereich befindet sich im selben Eck wie die Toiletten. Alles viel zu eng für eine Veranstaltung in dieser Größenordnung. Es wurde gedrängelt, geschubst und gemault. Wäre das Bier nicht so teuer und fast alle in der Halle nüchtern gewesen, hätte es wohl doch hier und da mal zu einer Handgreiflichkeit kommen können. Als sehr skurril wirkte nicht nur auf mich der Toilettenbetreuer, der einem mit seinem Gekicher und dämlichen Sprüchen ziemlich auf den Sack ging. Statt WC hätte man auch Teletubbie-Land an die Tür schreiben können.
Bei diesen vor allem baulichen Mängeln muss zwingend Abhilfe geschaffen werden, sonst ist das Abenteuer Cafe Royal für den Betreiber schneller wieder vorbei als er denkt. Aber genug genörgelt. Kommen wir zum Eigentlichen, den Bands.


::BELPHEGOR::

Die Speerspitze des österreichischen Black Metals musste zu eine Zeitpunkt (18:00 Uhr) auf die Bühne, als sich die meisten Metaller noch die Zeit auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt vertrieben oder gerade erst auf dem Heimweg von der Arbeit waren. Eigentlich auch eine Sauerei vom Veranstalter. Auf der Homepage von Sub-Kultur stand als Beginn 18:15 Uhr. Also prügelte man seinen derben Metal, der ähnlich wie bei BEHEMOTH, mehr in der Nähe zum Death als zum Black anzusiedeln ist, vor gerade mal 80 Nasen. Diese zog es aber bei den ersten Klängen sofort von den, sich teilweise noch in der Halle befindlichen, Kinosesseln vor die Bühne. Die Ösis spielten sehr routiniert und technisch einwandfrei ihr Set runter. Leider spielte der Technikteufel dem Sänger/Gitarristen den einen oder anderen Streich. Aber auch damit wusste man locker umzugehen. Mich riss die Mucke zwar nicht vom Hocker, aber ein guter Opener waren sie allemal.


::THE BLACK DAHLIA MURDER::

Auf die Jungs war ich besonders gespannt. Ihr offizieller Erstling „Unhallowed“ rotierte schließlich öfters dieses Jahr in meinen CD-Player. Vom Aussehen wirkten die Amis aber doch recht befremdlich. Wie eine schräge Mischung aus Hardcore, Skater und Tom Sawyer-Lookalike hüpften diese Wahnsinnigen über die Bühne. Es war sauschwer von den einzelnen Musikern Fotos zu machen. Kaum waren sie an dem einen Fleck, schon waren sie wieder weg. Unglaublich agil und trotzdem sehr präzise feuerten sie ihre Melodic Death-Geschosse auf die mittlerweile ansprechend gefüllte Halle. Mit diesem Auftritt hat man sich mit Sicherheit eine weitere Hörerschaft erschlossen.







::VADER::

Mit dem mitunter ein wenig stumpf rüber kommenden Death Metal der Polen konnte ich bisher nicht viel anfangen. Umso weniger erwartete ich auch von ihrem Auftritt. Aber Überraschung, die Band setzte von Beginn an ein Ausrufezeichen nach dem anderen. Man hatte den mit Abstand besten Sound aller Bands, spielte auf unglaublich hohem Niveau und überzeugte mich vor allem mit ihren mächtigen, leicht thrashigen Parts. Stellenweise erinnerte mich das Ganze an längst vergangene SEPULTURA-Zeiten als man noch solche Granaten wie „Arise“ abschoss.
Die Resonanz im Publikum war unglaublich. Wohin man blickte gen Decke gereckte Fäuste. Warum diese Band so früh schon auf die Bretter musste, ist für mich völlig unbegreiflich. VADER hätten auf die Headliner-Position gehört. Basta!


::FINNTROLL::

Die Humpa-Könige sind zurück. Diesmal allerdings ohne den gesundheitsbedingt verhinderten Trollhorn. An seiner statt bediente die Tastenmaid von ENSIFERUM die Polka-Soundmachine. Sie machte ihre Sache zwar ordentlich, aber ohne die obskuren Einlagen Trollhorns fehlte dem Auftritt doch das gewisse Etwas. Wirklich große Überraschungen gab es dafür in der Setlist keine. Man spielte die üblichen Verdächtigen. Die Band wirkte auf mich aber ein wenig angeschlagen und müde. Dafür ging es beim Moshpit vor der Bühne umso munterer ab. Coole Sache, bis auf die drei Idioten, die wirklich jeden (egal ob Männlein oder Weiblein) so penetrant anrempelten, als würden sie um Schläge geradezu betteln. Es war schon ein Wunder, dass niemand diesem „Wunsch“ freudig nachkam. Dem einen oder anderen hat es aber gehörig in den Fäusten gekitzelt.
Aber ansonsten war der Auftritt ok, ich habe die Finnen aber schon wesentlich besser gesehen. Vielleicht wieder beim nächsten mal.





::NAPALM DEATH::

NAPALM DEATH bleiben NAPALM DEATH. Was soll man zu ihren Auftritten noch groß schreiben. Nach ihrer endgültigen Rückkehr vom „normalen“ Death Metal zum Grindcore überzieht die Band unser Land ähnlich inflationär wie MARDUK. Ich war allerdings auch noch nie der große Fan der Briten. Also rauschte ein Song nach dem anderen recht schnell an meinen Ohren vorbei. Die große Masse der Zuschauer sah es wohl ähnlich. Gegenüber den Resonanzen die VADER kurz vorher erzielten, war es in der Halle fast schon still.
Da ich mir MARDUK verkniff, machte ich mich auf den Heimweg, allerdings nicht ohne am Merchandise-Stand noch für ordentlichen Geldwechsel zu sorgen. Ich weiß aber nicht, ob alle T-Shirts die an diesem Abend verkauft wurden auch bezahlt waren. Immerhin durfte ich dem nach reichlichem Biergenusses stark vernebeltem Shirt-Verkäufer vorrechnen, wie viel Geld er von mir zu kriegen hatte. Na ja, er musste seine Plörre wohl auch nicht bezahlen.


FAZIT: Selten war das Billing abwechslungsreicher. Für jeden Geschmack war etwas dabei, die Spielzeiten waren auch in Ordnung. Langeweile kam so zu keiner Zeit auf. Trotzdem sollte man sich überlegen, ob es wirklich Sinn macht mit sechs Bands auf Tour zu gehen, wenn unter der Woche zwei Drittel der Zuschauer keine Möglichkeit haben die ersten zwei Bands zu sehen. Trotz aller Nörgelei über die vorhandenen Mängel, gelohnt hat es sich aber auf alle Fälle.

(Frank „Azriel“ Zschäbitz)


Azriel

Autor: Frank Zschäbitz [Azriel] | 17.12.2004 | 14:19 Uhr
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