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Datum: 19.09.2014Stadt: Leipzig




Nachdem sowohl YOB als auch PALLBEARER erst vor Kurzem neue Alben über Neurot Recordings bzw. Profound Lore veröffentlicht haben, tun sich die beiden US-amerikanischen Bands nun zudem für eine Europatour zusammen, die jedem Freund der Doom/Sludge-Klänge das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen sollte. Grund genug also, im kultigen und nebenbei wunderschönen UT Connewitz in Leipzig beim Gastspiel der Bands im Rahmen dieser Tour vorbeizuschauen. Und gleich eins vorab: Jeder, der das alte Lichtspielhaus in wuchtiger Betonoptik [laut Aussagen das älteste noch erhaltene seiner Art in Deutschland], das man durch einen schmalen und fast unscheinbaren Zugang erreicht, noch nicht gesehen oder dessen umwerfende Akustik erlebt hat, sollte dies schleunigst ändern!

.: DEZAFRA RIDGE:.
Den bunten Reigen eröffnet das Leipziger Quintett DEZAFRA RIDGE mit brachialem bis progressivem Sludge, der zwar im [keifend-angepissten] Gesangsbereich ein bisschen eindimensional daherkommt und hier keine wirkliche Ausnahme des Genres darstellt, aber insbesondere durch den wuchtigen Bass sowie das sehr druckvolle Schlagzeugspiel zu punkten weiß. Insgesamt noch nicht von internationalem Format, aber alles in allem eine gute Leistung und somit ein prima Start in den Konzertabend.

.: PALLBEARER :.
Nach nur 15 Minuten Umbaupause stehen bereits die vier Musiker aus Little Rock, Arkansas, auf der Bühne, um die Zuschauer für eine Dreiviertelstunde mit ihrem elegischen, durchaus von Pathos gezeichneten Doom zu beschallen. Apropos Pathos: Bassist Joseph D. Rowland meint es damit fast ein bisschen zu gut, wirft sich überaus leidend in Pose und schmachtet sich durch die gesamte Spielzeit. Doch egal, auch wenn es anfangs mit dem Sound noch nicht so ganz hinhaut und die mehrstimmigen Gesangs- und Gitarrenanteile aufgrund des überpräsenten, dröhnenden Viertöners nicht ihre ganze Wirkung entfalten können, so wird dieses kleinere Problem im Laufe des Auftritts weitgehend behoben. Dieser steht im Zeichen des neuen Albums, „Foundations Of Burden“, das natürlich ausreichend bedient wird [z.B. mit dessen schönem Opener „Worlds Apart“]. Hierbei werden auch die Live-Qualitäten von Sänger/Gitarrist Brett Campbell deutlich, der überaus souverän agiert, stimmlich zu glänzen weiß und so manchen Fan von TROUBLE oder auch CANDLEMASS begeistern dürfte. Mein Ding sind PALLBEARER, insbesondere aufgrund des Gesangs [ich gebe zu, der Funeral Doom spricht mich deutlich mehr an], dann dauerhaft zwar nicht. Aber: Der frenetische Beifall, den die Amis zwischen den Songs sowie nach Ende des gelungenen Auftritts erhalten, spricht da jedoch ganze Bände, auch wenn ich den momentanen Hype um die Band nach wie vor nicht ganz nachvollziehen kann.

.: YOB :.
Nach einer erneut angenehm kurzen Umbaupause steht das Trio aus Eugene, Oregon, um kurz vor halb zwölf auf der Bühne und legt ohne große Umschweife mit „Kosmos“ [wenn mich nicht alles täuscht] los. Natürlich steht Sänger/Gitarrist Mike Scheidt mit seinem charismatischen Auftreten ganz klar im Fokus des Geschehens, doch auch Bassist Aaron Rieseberg weiß zu überzeugen, während für mich der stille und heimliche Gewinner des Abends eigentlich Schlagzeuger Travis Foster ist. Dieser spielt sich mit einer derartigen Präzision, Konzentration und Hingabe durch das Set, dass er mit diesem Understatement die Wucht und hypnotische Wirkung eines YOB-Auftritts umso mehr unterstreicht. Wer sich übrigens auf alte Klassiker gefreut hat, wird an diesem Abend mit der etwas zweischneidigen Entscheidung der Band konfrontiert, das neue Album, „Clearing The Path To Ascend“, komplett und dessen Songs in identischer Reihenfolge zu spielen. Eine mutige Entscheidung, immerhin ist das Album erst seit einer guten Woche auf dem Markt, und ein „Hit“ wie „Burning The Altar“ von „The Great Cessation“ wäre meiner Ansicht nach Pflichtprogramm gewesen. Andererseits ist zu verstehen, dass YOB natürlich vor allem die frischen, neuen Songs live spielen wollen, was bei „In Our Blood“ – live noch mehr ein Hammer von Song! – und dem nachfolgenden, treibenden „Nothing To Win“ ausgezeichnet funktioniert und für einige Bewegung und Mitgehen im sehr gut gefüllten UT Connewitz sorgt, aber im Laufe von „Unmask The Spectre“ und dem erneut überlangen, fast schon post-rockig, psychedelischen „Marrow“ ein bisschen abflacht. Vielleicht bin ich selbst nach einem langen Tag einfach müde, aber der gleiche Effekt hat sich interessanterweise auch auf dem Studioalbum bei mir eingestellt. Ein paar ältere Songs und eine ausgewogenere Setlist wären somit nicht verkehrt gewesen, zumal nach 75 Minuten und somit fünf Songs Schicht im Schacht ist und auch – obwohl lautstark eingefordert – keine Zugabe gespielt wird [bei anderen Shows der Tour wurde laut Setlist.fm z.B. zusätzlich noch „Quantum Mystic“ und „Adrift In The Ocean“ bzw. eben „Burning The Altar“ geboten].
Bei der dicken Luft im Konzertsaal und in Anbetracht der Tatsache, dass es schon kurz vor ein Uhr nachts ist und es eben kaum „kurze“ Songs von YOB gibt, durchaus verständlich, aber eine schöne Geste wäre dies allemal gewesen. Dennoch: YOB zeigen trotz einer Songauswahl, die schlichtweg Geschmackssache sein dürfte, wieder einmal, dass sie live eine absolute Macht sind, alles ausgezeichnet im Griff haben und für jede Menge Druck sorgen können. Der überragende Auftritt mit EYEHATEGOD vor vier Jahren in Karlsruhe bleibt für mich zwar immer noch unübertroffen, aber allen Fans der Band [und vor allem des neuen Albums] sei die laufende Tour von YOB und deren Mitstreitern PALLBEARER absolut ans Herz gelegt!

P.S.: Sorry, keine Digicam dabei gehabt... :-(



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 21.09.2014 | 18:40 Uhr
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