Die aus dem kalifornischen San Diego stammende Symphonic Deathcore-Band CARNIFEX hat mit "Bury Me In Blasphemy" eine neue EP veröffentlicht.

Der frühere TWISTED SISTER-Frontmann DEE SNIDER hat ein Video zu seinem Song "For The Love Of Metal" vom gleichnamigen Album im Internet Veröffentlicht

Die finnischen Metal-Superstars CHILDREN OF BODOM haben mit "Under Grass And Clover" einen ersten Song von ihrem neuen Album "Hexed" veröffentlicht.

Die schwedischen Melodic Death Metaller ARCH ENEMY werden am 7. Dezember eine strikt limitierte 7"-Single mit dem Titel "Reason To Believe" veröffentlichen.

Die um den gleichnamigen Gitarristen versammelten HERMAN FRANK haben mit "Hail & Row" einen ersten Song mitsamt Lyric-Video veröffentlicht.

Die holländischen Death Metal-Grazien SISTERS OF SUFFOCATION haben ein Video zu ihrem Song "Humans Are Broken" ins Netz gestellt.

HomeReviewMotorjesus – Race To Resurrection
Das Artwork von Race To Resurrection

Motorjesus – Race To Resurrection

Das Artwork von Race To Resurrection

Wertung
6.5/7 Punkten


Info
VÖ: 15.06.2018
Label: Drakkar Entertainment
Spielzeit: 00:57:15


Line-Up
Chris Birx – Vocals
Andreas Peters – Guitar
Oliver Beck – Drums


Tracklist
Tales From The Wrecking Ball
King Collider
Re-Ignite
Speedway Sanctuary
Casket Days
The Infernal
Burning Black
The Damage
The Storm
Engines Of War
The Chase
Running Out Of Time
Awaken The Tyrants

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Im Bereich des Heavy Rock made in Germany kommt man auf keinen Fall an dieser Band vorbei: MOTORJESUS. Die Gruppe aus Mönchengladbach lärmt unter dem aktuellen Banner jetzt schon seit 12 Jahren und zeigte bisher mit jedem Album, wie Heavy Rock zu klingen hat. Nach dem Release von „Electric Revelation“ kam es zu einem größeren Besetzungswechsel und hätte man befürchten können, dass sich dies auf die folgenden Werke negativ auswirken würde. Denkste Puppe, mit dem neuen Album „Race To Resurrection“ zeigen uns die Mannen um Rockröhre Chris Birx, wo der Hammer richtig hängt.

 

„Die Hitdichte ist nahezu ausgeschöpft, mehr geht nicht.“

 

Dass diese Band ein echtes Stehaufmännchen ist, hat sie schon lange bewiesen. Denn sowohl Namensänderungen und Besetzungswechsel gingen nahezu Spurenlos an MOTORJESUS vorbei – zumindest für den Hörer. Und der darf sich bei „Race To Resurrection“ auf 13 knackige Heavy Rock-Hits freuen, die ihresgleichen suchen. Kein Scherz, die Hitdichte ist nahezu ausgeschöpft, mehr geht einfach nicht. Schon der grandiose Opener „Tales From The Wrecking Ball“ lässt bei Rockern die Rübe wackeln und bisher Ungläubige mit offenen Mündern stehen. In den letzten vier Jahren haben MOTORJESUS noch mehr am Songwriting und ihren Skills gearbeitet, was man recht deutlich hört. Natürlich strotzt das Album nur so von Andreas Peters fetten Riffgewittern und die Soli hängen jede noch so gute Band locker ab. Von Anfang bis Ende gibt es hier die Vollbedienung, kein Song lässt auch nur Ansatzweise in Richtung Skipfunktion schielen, im Gegenteil. Songs wie „Re-Ignite“, „Speedway Sanctuary“, die Power-Ballade „The Infernal“, „Burning Black“, „The Damage“ (ganz klar eine Huldigung an das Album „Dirty Pounding Gasoline“ unter dem Banner THE SHITHEADZ) oder „Awaken The Tyrants“ (fette Gitarren- und Bassläufe, eine Verbeugung vor IRON MAIDEN bzw. 80ies Metal), gehören mit zu den besten Ergüssen, die MOTORJESUS in petto haben. Dabei klingt das Album frisch wie ein Morgen im Frühling, aber auch irgendwie ein wenig back to the Roots, die MOTORJESUS ausmachen. Die Band bleibt sich und ihrem Stil treu, bewegt sich dabei jedoch nicht auf der Stelle. Leichte Experimente sind jedenfalls zu vernehmen, die allerdings perfekt in das Heavy Rock-Konstrukt eingeflochten worden sind.

Mit „Race To Resurrection“ hauen MOTORJESUS das vielleicht beste Album ihrer Karriere raus. Und das, obwohl sie mit „Dirty Pounding Gasoline“ bereits ein perfektes Album erschaffen haben. Songwriting, Sound (Producer Dan Swanö hat mal wieder alles gegeben), Chris Birx´s Gesang – das Gesamtpaket ist eine Granate, eine volle Ladung Nitro für jeden Turbolader. Diese Band gehört zu Speerspitze der deutschen Metal- und Rocklandschaft und musste sich auch im internationalen Vergleich noch nie verstecken. Die Chartplatzierung des Vorgängers „Electric Revelation“ hat gezeigt, dass auch die Mehrheit unserer geliebten Szene endlich den Wert dieser Gruppe zu schätzen gelernt hat. Grandios.

Ingo Nentwig / 08.06.2018

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