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Datum: 15.04.2017 bis 16.04.2017
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Stadt: München
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Der zweite Tag begann gleich mit einer Überraschung. Die Bonner Doomster von VALBORG, die gerade mit PILLORIAN auf Tour sind, eröffneten im Club und hinterließen einen mehr als beachtlichen Eindruck. Den konnten DECEMBRE NOIR – zumindest beim Verfasser dieser Zeilen – nicht ganz halten, obschon die knackvolle Halle dem Erfurter Death/Doomern einen durchaus imposanten Rahmen bot. Im Endeffekt kamen die Songs der beiden Langdreher „A Discouraged Believer“ und „Forsaken Earth“ durchaus gut aus den Speakern, Sängern Lars sollte allerdings dringend an seinem Kontakt zum Auditorium arbeiten, ein wenig mehr Schmackes statt der gezeigten Schüchternheit würde hier sehr viel helfen.

Auf Platte sind die Iren von MOURNING BELOVETH durchaus eindrucksvoll, im großen Backstage Werk war dieser episch-angehauchte, von Grunts und klarstimme unterlegte Doom dann doch eher ein wenig ermüdend. Das kann man von FÄULNIS natürlich nicht behaupten. Die Hamburger fegten über die Halle hinweg und hatten mit ihrer Seuche on Vocals eine Frontsau am Start, die das Backstage im Nu eroberte.
Im Werk wurde weiterhin auf nicht ganz leicht verdauliche Kost gesetzt. Das Heidelberger Funeral Doom-Monster von AHAB enterte die Bühne und das Quartett verwandelte die mittlerweile durchaus volle Halle in ein Tollhaus der anderen Art. Zwischenzeitlich hatte man durchaus den Eindruck, Moby Dick würde einen elendslangen Überlebenskampf on Stage vollziehen, so schwermütig, so schön, dann aber auch wieder so abgrundtief böse walzten sich die Doom-Salven der Badenwürtemberger aus den Boxen. Wenn auch nicht für jedermann eine Offenbarung, aber mit Sicherheit eine beeindruckende Vorstellung.

In der Halle luden dann die österreichischen Post Blackies von HARAKIRI FOR THE SKY zur Messe und schon beim Opener „Calling The Rain“ sah man, dass das Publikum dem Quintett mehr als zugetan war. Die hochmelodischen, von Gitarrist M.S. dargebotenen, Gitarrenläufe faszinierten ein ums andere Mal und auch Sänger J.J. projizierte die depressive Note der Band einwandfrei Richtung Auditorium. Im Werk kamen ASPHYX, schwangen den „Deathhammer“ und siegten auf voller Linie. Martin van Drunen war bestens gelaunt, punktete mit seinen höchst-sympathischen in Deutsch gehaltenen Ansagen und wuchtete mit seiner Hintermannschaft 50 Minuten lang eine Best-Of durch das Werk, welche für einige offene Münder sorgte. Zwar fehlt den Holländern (mit deutschem Drummer) on Stage nach wie vor eine zweite Gitarre, wer aber mit Tracks á la „Division Brandenburg“, „Wardroid“, „The Rack“ oder „Wasteland Terror“ an den Start geht, kann wenig bis gar nichts falsch machen.

In der Halle präsentierte nach der Death Walze von ASPHYX ex-AGALLOCH Fronter John Haughm seine neue Band PILLORIAN, die sich mit düsteren, dem Black Metal verbundenen Sounds ein Stelldichein gaben. Dass hierbei der Schwerpunkt auf dem aktuellen „Obsidian Arc“-Album (im März 2017 bei der Eisenwald Tonschmiede erschienen) lag, lag auf der Hand, zwar keine Abrissbirne wie ASPHYX oder ein Orkan wie bei FÄULNIS, aber mit PILLORIAN hat der gute J.H. eine mehr als potente Truppe am Start.

Im Werk war ab nun nur mehr Kult angesagt. Zuerst verwandelten MARDUK die volle Halle mit einemwahren Black Metal-Orkan in einen Hexenkessel. „Beyond The Grace Of God“ war ein infernalischer Opener und in dieser Tonart ging es weiter. Der Sound war zwar bescheiden, aber die Schweden donnerten ihre Salven unbarmherzig ins Auditorium und spätestens ab „Legion“, „Frontschwein“, „The Blond Beast“, sowie dem abschließenden „Panzer Division Marduk“ war klar, dass der Vierer nur ein Ziel hatte: Völlige Vernichtung, Mission Accomplished!

Der Abschluss im Werk gehörte jedoch einzig und alleine MAYHEM. Die norwegische Kulttruppe rund um Attila Csihar, Teloch, Ghul, Necrobutcher und Hellhammer verschwand zur Gänze in einer Nebelwand, kleidete sich zudem mit Kutten und überließen Zeremonienmeister Csihar nahezu freie Hand eine satanische Messe zu feiern. Grundlage dafür war natürlich „De Mysteriis Dom Sathanas“, dessen acht Songs mit zahlreichen Intros, Interludes usw. auf eine knappe Stunde gestreckt wurden, Csihar spie seine Galle hinter einem Altar aus, Drummer Hellhammer thronte in luftigen Höhen hinter einer Art Käfig versteckt und ward den kompletten Gig lang nicht zu sehen. Die donnernden Drumsalven spürte man auch ungesehen. Das was MAYHEM hier auch optisch zelebrierten war auch für den Nicht Black Metal-Fanatiker mehr als beeindruckend. Eine satanisch, wie sakrale Black Metal-Messe, die in dieser Form eine völlig neue Dimension erreichte und somit für den Rezensenten einen würdigen Schlusspunkt unter ein rundum gelungenes DARK EASTER METAL MEETING 2017 setzte.

Pics © by http://www.flickr.com/photos/-mrsvertigo-

Reini

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Autor: Reinhold Reither [Reini] | 24.04.2017 | 08:22 Uhr
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