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CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


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"Bleiben sich treu!"
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Melodic Death Metal
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"Alles wie immer: Alles gut."
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"Del Vecchios neue Platte"
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Sleaze Rock
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"Voll auf den Punkt"
CD Review: Marty Friedman - Wall Of Sound

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Heavy Metal, Instrumental
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"Saitenhexerei auf die angenehme Art"
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"Detroit liegt jetzt in Schweden"
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Black 'n Roll, Black Metal, Progressive
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CD Review: Air Raid - Across The Line

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Heavy Metal
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"Yngwies Erben"
CD Review: Jag Panzer - The Deviant Chord

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US-Metal
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"Große Gefühle, harter Stahl"
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Black Metal, Melodic Black Metal
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"Die dunkelste Versuchung"
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True Metal
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"Stimmt."
CD Review: Josh Todd & The Conflict - Year Of The Tiger

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Rock
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Atmospheric Rock, Black Metal
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"Black Metal von 1870"
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"Erfolgreich zurück"
CD Review: Demons Dream - Nuclear Attack [EP]

Demons Dream
Nuclear Attack [EP]


Heavy Metal
5 von 7 Punkten
"Starker Auftritt"
Datum: 30.04.2008 bis 03.05.2008
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Stadt: Jüterbog, Altes Lager
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Sodomized At The Gay Parade

Am traditionsreichen Fuck The Commerce-Festival kann man gut ablesen, wie sehr der Festival-Overkill der letzten paar Jahre den renommierten Veranstaltungen schadet. Knapp 700 Nasen fanden sich zum Himmelfahrts-Kommando in Altes Lager bei Jüterbog ein, um sich drei Tage in derbstem Geknüppel zu sonnen. Sonnen im wahren Sinne des Begriffs, denn die Temperaturen streichelten die vernarbten Seelen und Vor- sowie Haupthäute der angetretenen Deathgrind-Meute ein weiteres Mal. Fantastisches Wetter, perfekte Organisation, die dieses Mal für ein erweitertes kulinarisches Angebot gesorgt und den erneuten Verzicht auf eklige Dixies zugunsten feiner Wasserklosetts durchgezogen hatte, die nach wie vor netteste Security der gesamten Festival-Szene sowie ein perfektes Gelände ließen die äußeren Umstände schon mal zum Gewinn werden. Doch wie stand es um den musikalischen Input? (mat)

DEBT OF NATURE

Die undankbare Aufgabe, das Festival zu eröffnen und das auch noch am ersten Tage, hatten diesmal die Rheinländer von DEBT OF NATURE. Einem im nationalen Underground noch recht unbeschriebenen Blatt, welches sich durch diesen Auftritt jedoch ändern soll und ganz bestimmt auch wird. Mit ihrer kompromisslosen Symbiose aus [Achtung, Selbstbeschreibung der Band:] NAPALM DEATH, CHILDREN OF BODDOM und DYING FETUS schafften sie es bemerkenswert schnell, sämtliche der bis jetzt angereisten Knüppelfans vor der jungfräulichen Bühne auf eine recht ansehnliche Meute anwachsen zu lassen. Und das als erste Band! Den Jungs scheint diese recht arschige Position jedoch überhaupt nichts auszumachen. Vielmehr freuen sie sich einfach im Jetzt und Hier zu sein, nutzen das gesamte Bühnenareal und zimmern ein Kantholz nach dem Anderen von ihrem nagelneu erschienenen Album „Dreams Kill On Command“ ins Volk. Deathgrind mit leichter Thrash- und Punkattitüde, abwechslungsreich und stets voll auf die Zwölf. Als kleinen Gimmik gab’s beim Song „Peanut Butt Butter“ noch den Gastauftritt der EXECRATE-Sängerin Masae. Ein besonderer Hingucker: Wenn die kleine Asiatin ihre Stimme auspackt, kann Sabina von HOLY MOSES aber weinen gehen! Genau so und nicht anders muss ein solches Festival beginnen!
Fazit: DON haben die Latte schon am Beginn recht hoch gelegt! (trey)




DEBT OF NATURE - verstärkt durch Masae von EXECRATE


THE BURNING

Als zweites kamen die Landsmänner, der noch später am Abend auftretenden ILLDISPOSED auf die Bretter. THE BURNING teilen nicht nur Ihre Herkunft mit den großen Brüdern, sondern scheinbar auch Ihren musikalischen Geschmack. Ziemlich modern klingender Old Schood Death mit einprägenden Stampfparts und simpel gehaltenen Melodien gab’s zu hören. Sie gelten ja ein wenig als der neuste Exporterfolg der dänischen Metalfabrik, auch wenn es Ihnen nicht leicht fallen dürfte aus dem Schatten Ihrer Kollegen wie auch MNEMIC oder HATESPHERE zu treten. Den Fans schien der Stoff vom Debüt „Storm The Walls“ jedenfalls zu gefallen und vielleicht war gerade dieser Sound das Richtige um die Meute langsam aber sicher an die anstehenden Festtage zu gewöhnen. Ihnen gelingt es zumindest, den von DEBT OF NATURE vorgelegten Level zu halten. (trey)

URKRAFT

URKRAFT - ebenfalls aus Dänemark - überraschten die anwesenden Sickos mit einer gut durchdachten Mischung aus Death Metal und dezent angedeuteten Melodylines über eisigen Grooves, die sofort Leben in die Bude bzw. auf das Gelände brachte. Relativ trendneutral und absolut tight brachten die Mannen aus dem Norden den Sound auf dem Gelände unter und hinterließen größtenteils fröhliche Gesichter. Bedenkt man, dass das letzte reguläre Album des Fünfers schon zwei Jahre auf dem Buckel hat und man sozusagen kurzfristig ins kalte Wasser springen musste, ein reife Leistung. (mat)

BITTERNESS

Die deutschen BITTERNESS passten rein musikalisch erst mal gar nicht ins Billing. Melodischer Death Metal – fernab jeder Göteborg-Jammereimer bestimmte die Chose. Erinnerungen an DISSECTION und Konsorten blitzten ab und an auf. Und auch, wenn man die Hauptbestandteile der Songs alle schon mal gehört zu haben glaubte, punkteten BITTERNESS durch sympathisches Auftreten, viel Herzblut und die Auswirkungen des steigenden Alkohol-Pegels. Die Meute jedenfalls liebte das Material der Jungs und skandierte pausenlos Beifall. Außerdem war die kleine Auflockerung des ansonsten regierenden Grind und Brutal Death-Unwetters nicht wirklich unwillkommen. (mat)




BITTERNESS - mit Herz und MASTER


STERBEHILFE

Letzteres kann man von den Pfeifen STERBEHILFE nicht gerade behaupten. Keine Ahnung, mit wem diese „Band“ schlafen musste, um es auf das Billing zu schaffen. Eine Horde Besoffener, die nicht in der Lage war, auch nur einen Song zu spielen, bei dem alle Mitglieder gleichzeitig fertig werden, war nichts weiter als eine Beleidigung für die Fans, die teures Geld für ihre Tickets bezahlt hatten. Mal Klartext: ROMPEPROP wirken gegen diese Vollpfosten musikalisch wie DREAM THEATER. Die Typen dann noch als fünften Act des Tages auf die Bretter zu lassen, das Ganze „Scarecore“ oder wahlweise „Tank Punk“ zu nennen und damit zu entschuldigen, war zudem ein Schlag ins Gesicht jeder ernstzunehmenden Lärm-Combo und der sehr guten Eröffnungs-Bands der drei Tage. Ganz furchtbar! (mat)

GORE

Die tschechischen GORE gingen da ganz anders zu Werke. Ohne, dass der Spaß zu kurz kam, bretzelte man ausgesprochen präzise ein wuchtiges Deathgrind-Geschoss nach dem anderen in die hungrige Meute und konnte sich über die ersten größeren Circle Pits des Tages freuen. Die simplen, aber enorm effektiven Riffs der Combo frästen sich ohne Umwege ins Stammhirn und gingen schnurstracks in die Beine. Nicht nur aufgrund des Partyfaktors eine Empfehlung für alle weiteren Sommerfestivals. (mat)

POOSTEW

Ein wenig schwerer als gewöhnlich taten sich die Münsteraner Grinder von POOSTEW auf dem elften Fuck The Commerce. Trotz gewohnt explosiv-energetischer Performance sprang der Funke erst nach den ersten drei bis vier Nummern auf die Zuschauer über. Danach konnte man mit Songperlen wie „Happiness“ zwar recht ordentlich bei den Anwesenden punkten, zog aber im Vergleich zu GORE klar den Kürzeren. Da halfen auch die „ey – was ist los mit euch“ – Anmachen des wie angestochen auf und ab laufenden Shouters Christian nichts. Trotzdem insgesamt immer noch ein souveräner Gig einer Band, die ihren ganz großen Wurf wohl noch vor sich hat. (mat)



POOSTEW - das Beste noch vor sich!


STOMA

STOMA machten den Sack dann endgültig zu. Die grindenden Niederländer können neben HOLOCAUSTO CANIBAL getrost als diesjähriges Pendant zum DEVOURMENT-Gig des letzten FTCs gesehen werden. Riesige Pits, witziges Auftreten und Gassenhauer wie „Sodomized At The Gay Parade“ trainieren Bein-, Nacken- und Bauchmuskulatur zu gleichen Teilen. Dass der extraterrestrische Typ in dem Badekostümchen die Mucke der Kasköpp nutzte, um dem genervten Rezensenten nach jeder Circle Pit-Runde eins mit seinem beschissenen Gummihammer überzuziehen und ihm dabei einmal sogar das kostbare Pils aus der Hand schlug, wirkte sich allerdings negativ auf dessen Psyche aus. Ergebnis: Die Badenutte wurde erbarmungslos, aber aufgrund grobmotorischer Unpässlichkeiten reichlich erfolglos über das Gelände gejagt. Ausgang offen.(mat)

LAY DOWN ROTTEN

Nun war es an der Zeit die Lampen zu dimmen und Platz zu schaffen für Germany’s Next Dampfhammer LAY DOWN ROTTEN. Wer die Hessen schon einmal live erleben durfte wusste, was ihn in den nächsten, rund 60 Minuten erwartete: Eine zähfliesende, alles vernichtende Lavamasse an feinstem Death Metal, jede Menge Haare und Bärte und natürlich DEN Mettgott, der allein mit seiner Körperfülle Wucht und Zerstörung demonstrierte! Aber LAY DOWN ROTTEN sind eine Einheit und das bewiesen sie auch an jenem Donnerstag. Mit jeder Menge Spaß bei der Sache, Rumgeulke en masse und unzähligen Bechern Bier wurden Dampframmen aus der gesamten Bandbio verteilt. Vornehmlich konzentrierte man sich natürlich auf die letzten beiden Alben „Breeding Insanity“ und dem aktuellen „Reconquering The Pit“ mit dessen Titelsong es auch gleich losging. Ihr, dem Schwedendeath artverwandter Mix aus Melodie und basslatigem Midtempo, kombiniert mit der geilen Perfomance on stage machte halt schon beim Zuschauen Spaß (ständig gab’s den Heli von Sänger Jost, Basser Uwe und Gitarrist Nils) und daher ist´s für die Band auch ein Leichtes den Pit vor der Bühne so richtig zum Kochen zu bringen. Es ist fraglich, ob dies die Jungs von DERANGED besser hinbekommen hätten, die eigentlich an dieser Stelle spielen sollten. Ich denke LAY DOWN ROTTEN waren ein mehr als würdiger Ersatz und schaute man ins Publikum, hätte dem wohl auch niemand widersprochen. (trey)




Mettgod "Jakobulus" vs. Gozilla! LAY DOWN ROTTEN


ILLDISPOSED

ILLDISPOSED-Sänger Bo macht keinen Hehl daraus, dass er Live-Gigs scheiße findet und darum immer sturztrunken die Bühne betritt. Dementsprechend lautet das Motto des Donnerstags-Headliners: Breit und breiter. Klar, es waren nicht die meisten Leute vor Ort – deswegen aber gleich die Oberchecker zu mimen, die sonst nur bessere Slots bekommen und die lästige Setlist stoisch abzuspulen, passt nicht so ganz zu einer echten Death Metal-Band. Das hat sich wohl auch der strunzbesoffene Bo gedacht und zwei wesentliche Elemente in seine Darbietung eingebaut: 1. Die ansonsten recht unauffällige Stimme wurde auf Gurgelgrind tiefer gelegt. Das passt zu dem Designersound des Fünfers zwar wie musikalisches Talent zu Bohlens Dieter, aber ist ja soooo witzig. 2. Jede Ansage ist ein Schwulenwitz. Man, wie asi – wow, bin echt geschockt, gähn. Nee Jungens, spielt lieber bei Rock am Ring zusammen mit den Heulsusen von IN FLAMES und METALLICA (Ey! Lass METALLICA da raus! Anm. trey) – das dortige Bravo-Publikum ist definitiv eher eure Kragenweite! (mat)




Voll wie tausend Dänen: ILLDISPOSED

Trey, Mataru

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Autor: Christian Treude [Trey] | 26.05.2008 | 20:34 Uhr
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