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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
| Datum: 11.08.2011 bis 13.08.2011 | Share: | ||
| Stadt: Schlotheim | |||
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Der ein oder andere unserer Leserinnen und Leser wird sicherlich bemerkt haben, dass im Festivalsommer 2011 kein Festivalbericht auf Metalnews.de zu finden war. Der Grund hierfür ist die im vergangenen Herbst getroffene Entscheidung, Festivalberichte gänzlich aus unseren Berichterstattungen zu streichen. Ein Versprechen galt es jedoch seit eben jenen Tagen zu halten: der erneute Besuch des PARTY.SAN FESTIVALS, das im letzten Jahr eines der besten Festivalerlebnisse bot, das man in Deutschland und Europa erfahren kann. So reisen wir also in diesem Jahr zu unserer letzten Festivalberichterstattung, zu unserem letzten, bei Metalnews.de beschriebenem Festival, dem PARTY.SAN 2011. Bis auf die Location [Bad Berka ist Geschichte, Schlotheim ist der „place to be“] hat sich in diesem Jahr nicht viel verändert. Noch immer erstrahlt das Festival in der Gesamtwertung in unvergleichlichem Glanz. Die Orga ist perfekt, die Ordner stets freundlich, immer zu einem Plausch aufgelegt und für jede Information gut. Der Zeltplatz hat seine Nachteile [Heringe dürften in diesem Jahr tonnenweise draufgegangen sein], das furchtbar göttliche Köstritzer wurde um 0,50 EUR im Preis angehoben, das Essen ist immer noch zu hervorragenden Preisen zu haben und die Merch-Stände bieten eine absolut perfekte Auswahl zu fairen Preisen. Kurzum: wir sind verdammt froh, wieder hier zu sein und die besten drei Festivaltage des Jahres zu erleben. Nachdem am Donnerstagmorgen dank grausamer Sturmböhen der Zeltaufbau mal eben zwei Stunden in Anspruch nimmt, geht es allerdings zum Nachmittag direkt zur Bühne. Moment mal... Bühne... ja, da steht sie, nur ist keine Musik zu hören. Das Partyzelt hingegen ist proppevoll und es erklingen Anzeichen eines Soundchecks. Schnell wird klar: der Sturm fordert seinen Tribut, die Hauptbühne bleibt sicherheitshalber geschlossen und das Donnerstagsprogramm startet im Zelt. Angesichts der tragischen Geschehnisse, die später in Belgien stattfinden werden, sollte dies eine verdammt weise Entscheidung gewesen sein! Donnerstag, 11. August 2011 .: BYFROST :. Das norwegische Trio BYFROST gibt sich die Ehre, aufgrund der gesperrten Hauptbühne im Zelt seinen Platz auf der Bühne einzunehmen. Man muss sich nicht schämen, die Herren aus Bergen nicht zu kennen, existieren sie mit ihrer eigenen Mischung aus rotzig-traditionellem Thrash und Black Metal doch erst seit 2007. Dennoch ist das Zelt ganz schön gefüllt und vorn kreisen bereits nach den ersten Sekunden wohlwollend die Birnen. Sountechnisch ist die Zeltbehausung für die „Legionen des Todes“ zwar keine dankbare Bühne, doch BYFROST machen das Beste daraus und präsentieren sich als hervorragender Opener einer drei Tage andauernden Extreme Metal Party. Die Jungs sollte man auf jeden Fall im Auge behalten, denn sowohl der musikalische, als auch der leibhaftige Eindruck fallen recht positiv aus. .: DEW SCENTED :. Auch die hoffentlich endgültig dem Underground entsprungenen DEW SCENTED dürfen die in greifbarer Nähe stehende Bühne nicht betreten, sondern begnügen sich mit der Zeltbühne. Ein Blick nach draußen verrät, dass das heute sicher nichts mehr wird, denn soeben wird das komplette Dach der Traversenkonstruktion heruntergefahren, um das Foliendach neu zu befestigen. DEW SCENTED hingegen lassen sich nicht lange bitten und feuern hoch motiviert ihr gewohntes Thrash-Set in die Menge. Angeheizt durch die energische Stimmung auf der Bühne geht auch das Publikum schon kurz nach Beginn steil und 45 Minuten Traditionsstahl bahnen sich den Weg in die Herzen der Zuhörer. Schön zu beobachten ist, dass das Zelt beinahe bis hinten durch gefüllt ist und sich das hart gesottene Party.San-Publikum nicht von diesen Querelen abhalten lässt. DEW SCENTED jedenfalls geben einen hervorragenden Opener für die nächste Schippe Gewaltverbrechen - ABORTED. .: ABORTED :. Zeit für den ersten richtigen Auf‘s-Maul-Hammer. Die belgischen ABORTED werden von nicht wenigen Fans bereits sehnlichst erwartet und lautstark begrüßt. Hier wird dann auch nicht lange gefackelt und die kleine Bühne im Zelt wirkt skurrilerweise genau richtig für die energische, eigenwillige Mischung aus Slamdown, Brutal Death und vereinzelten Core-Anleihen. ABORTED reißen alles ab, machen auf der Bühne richtig was los und prügeln sich herrlich angestachelt durch ihr 45-Minuten-Set. Enttäuschte Gesichter findet man ob der alles andere als enttäuschenden Songauswahl kaum. Auch Fans der frühen Stunden werden bedient und ABORTED feiern ein gelungenes Comeback beim PSOA 2011. .: NEGURĂ BUNGET :. OK, weg mit den Nackenbrechern, NEGURĂ BUNGET treten an, um den andächtig lauschenden und beobachtenden Fans ihre Genugtuung zu bescheren. Mittlerweile ist offiziell, dass die Hauptbühne für den restlichen Abend komplett geschlossen bleiben wird, was besonders angesichts dieser Band schade ist. Zuletzt beim Summer Breeze 2008 gesehen, fand dieser Gig ebenfalls bereits in einem Zelt statt, so dass ich mich im Vorfeld bereits freute, die Rumänen auf der großen Freiluftbühne des PSOA zu sehen. Aber gut, man kann ja nicht alles haben. NEGURĂ BUNGET jedenfalls haben anfänglich große Not, ihr komplettes Equipment mit all den traditionellen Elementen auf der verhältnismäßig kleinen Bühne unterzubringen. Das Bild erinnert ein wenig an die Clubshow im Kölner Underground vor einigen Jahren, als man auf der Bühne nicht einmal einen Meter Bewegungsfreiheit hatte. Die Band hingegen nimmt es hin, wie es leider angeordnet ist und überzeugt von der ersten Minute als eingesessene und augenscheinlich einige neue Fans. Alles in allem bieten NEGURĂ BUNGET eine hervorragende Show, allerdings habe ich noch nie erlebt, dass man zum 2006er Massenliebling „Norilor“ so deutlich aus dem Takt kommt, was das traditionelle Holzbrett angeht. Man möge es ihnen verzeihen, denn sicherlich hatte man sich für den heutigen Abend auch etwas anderes vorgestellt. .: DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT :. Die rheinischen DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT - oder kurz DNS - sorgen meist für zwiegespaltene Reaktionen. Während der Kern der Fanschar kalter und unterproduzierter Klangeskunst dem Ganzen wohlwollend huldigt und ordentlich abfeiert, sind es die Soundverwöhnten, die naserümpfend in den Ecken stehen und sich fragen, ob der Soundmann zwischen NEGURA BUNGET und DNS einen zu viel gehoben hat. Macht aber nichts, denn Frontfrau Onielar zeigt mit ihrer Truppe ein weiteres Mal, warum das Party.San genau die richtige Heimat für die thrashenden Schwarzattacken ist. Scheppernde Stampfer im traditionellen Gewand bohren sich durch die Masse, das Zusammenspiel ist sichtlich erprobt und der vorherrschende, von Höhen geprägte Sound ist bei dieser Band einfach ein Muss. Ab und an könnte man zwar die Becken und den Gesang etwas herabregeln, da das Klirren in den Ohren nicht ganz so angenehm ist, aber wem das nicht passt, der soll halt ein Softeis lutschen gehen. .: DECAPITATED :. Zeit für die Rückkehr der polnischen Brutal Death Abrissbirne DECAPITATED! Nach so viel Schwarzmalerei füllen sich die Reihen mit Jenen, die gewillt sind, sich zu den typischen Hyperblasts der Südpolen ordentlich die Birne abschrauben zu lassen. DECAPITATED selbst genießen ihren Auftritt sichtlich, wenngleich so manche Note auch präziser kommen dürfte. Das ein oder andere Mal ist der Takt nicht 100% synchron, was man jedoch, angesichts der wirklich minimalen Abweichungen, nicht weiter kommentieren muss. Wer die Band bereits vor dem tragischen Unfall vor einigen Jahren gesehen hat, dürfte auch heute wieder voll auf seine Kosten kommen, den man hegt scheinbar den Anspruch, nichts von der Energie vermissen zu lassen, die - noch mit Covan und Vitek in den Reihen - den Ruhm der Band einst erbaute. Ein starkes Stück technischen Death Metals findet seinen Weg auf die Zeltbühne des Party.San 2011 - so muss es sein! .: TRIPTYKON :. Auch Tom Gabriel Fischers Antwort auf die Auflösung von CELTIC FROST, TRIPTYKON, müssen sich mit der Zeltbühne begnügen, denn mittlerweile ist die Hauptbühne komplett stillgelegt und mit einem Absperrband versehen. Erste Befürchtungen machen die Runde, dass das gesamte Festival im Zelt stattfinden wird, doch diese sind zunächst verflogen, als der Mainact des Abends die Bretter betritt. Man mag nun darüber diskutieren, ob eine so frische Band mit gerade einmal einem Album wirklich den Headlinerposten verdient hat. Rechtfertigung hierfür bietet allerdings Fischer als Kultperson des Schwermetalls. So wabert man sich also, wärmstens begrüßt und gefeiert, durch das zu erwartende Set - das übrigens auch das ein oder andere CELTIC FROST Cover bereit hält. Fischer selbst macht auch keinen Heel aus seinem Unmut und gibt dem Publikum zu verstehen, dass man liebend gern mehr Songs gespielt hätte, dies jedoch leider aufgrund der Gegebenheiten nicht möglich sei. Durch die zeitlichen Verschiebungen müssen TRIPTYKON also Gas geben, halten sich nicht lange mit ausladenden Interaktionen auf und wirken vielleicht auch deswegen leider zu abgeklärt, zu steril und teilweise sichtlich betrübt. Es gibt allerdings Bands, denen ihr Ruhm so weit zu Kopf gestiegen ist, dass sie diese besondere Situation erst gar nicht ermöglicht hätten. Von daher gehen auch TRIPTYKON den richtigen Weg und geben, den Umständen entsprechend, ihr Bestes. Border | |||
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| Autor: Patrick Franken [Border] | 26.08.2011 | 12:02 Uhr | |||
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