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Datum: 18.04.2008 bis 19.04.2008
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Stadt: Tilburg [NL]
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Bereits zum dreizehnten Mal fand dieser Tage das kultige Roadburn Festival im holländischen Tilburg statt. Die Planungen für das Event liefen über beinahe zwölf Monate auf Hochtouren, doch dass auch bei ihrem Fest nicht immer alles so läuft wie erhofft, mussten Veranstalter Walter und seine Crew in diesem Jahr gleich mehrfach schmerzlich erfahren. Denn nachdem bereits frühzeitig ELECTRIC WIZARD und GRAILS ihren Auftritt canceln mussten, war das Billing kurz vor knapp auch noch vom Ausstieg Thomas Gabriel Fischers bei CELTIC FROST und damit deren Absage aller noch anstehenden Konzerte betroffen. Mit WOLVES IN THE THRONE ROOM, BLACK SHAPE OF NEXUS und ENSLAVED konnten die Macher jedoch auch kurzfristig noch für adäquaten Ersatz sorgen, auch wenn das Fernbleiben des WIZARDs für viele Besucher sicher nicht zu kompensieren war. Doch all diese Besetzungswechsel erscheinen Auge in Auge mit dem Tod als bedeutungslos. Mit Pascal Bouma aka DJ Groefrider verschied eines der Mitglieder der Roadburn-Crew und so war das Festival 2008 seinem Gedenken gewidmet.
Ansonsten „The same procedure as last year": Bereits einen Monat nach dem Anlaufen der Ticketverkäufe waren die Pässe für das Wochenende restlos vergriffen und so mancher zu spät Gekommene legte bei eBay eine halbe Monatsmiete auf die virtuelle Ladentheke. Unterkunft fanden die Besucher in den wie immer blitzschnell ausgebuchten Hotels Tilburgs oder im nahe gelegenen Ferienpark Beekse Bergen [vergleichbar mit Center Parks], der nicht nur über einen Campingplatz verfügt, sondern auch über genügend Hütten und Bungalows in verschiedenen Preisklassen. Soviel vorab zu den Rahmenbedingungen. Und nun hinein ins 013 Popsentrum, das sich mit seiner architektonisch für Konzerte perfekten Haupthalle und den beiden Nebenschauplätzen Green Room und Bat Cave als perfekte Location für ein Indoor-Festival erweist. [sk]


.: BLOOD OF THE SUN :.
Zur späten Nachmittagsstunde eroberten die Texaner BLOOD OF THE SUN als Opener die Mainstage des 013, um den noch nicht so zahlreich erschienenen Roadburnern eine ordentliche Packung groovebeladenen 70er Jahre Heavy Rock um die Ohren zu pusten. Die Freude, ihr aktuelles Album „Death Ride“ live zu präsentieren, merkte man Sänger und Schlagzeuger Henry Vasquez und seinen Mannen ohne Zweifel an. Satte 70er Orgeln, fette, bluesige Gitarrenwände, singende Leadsounds und dazu der klasse Gesang, sowie das groovige Schlagzeugspiel von Vasquez beamten das Publikum förmlich drei bis vier Jahrzehnte zurück in die Vergangenheit. Dem Publikum wurde vor allem Songmaterial des neuen Albums präsentiert, wovon Nummern wie „One More For The Ride“, „Rise From The Underground“ oder „The Witchin’ Hour” den damaligen Zeitgeist förmlich heraufbeschworen. Leider zelebrierten BLOOD OF THE SUN ihr Retrospektakel angesichts ihrer Openerrolle viel zu früh. Zu einem späteren Zeitpunkt hätten die Texaner sicherlich zahlreichere Festivalbesucher auf eine Zeitreise zurück in die musikalischen 70er schicken können. Wer dieses Jahrzehnt liebt und auf Bands wie MOUNTAIN, DEEP PURPLE, CAPTAIN BEYOND oder GRAND FUNK RAILROAD steht, kommt an BLOOD OF THE SUN definitiv nicht vorbei! [Gastschreiber Kay F.]

.: BABY WOODROSE :.
Dank einer schier endlosen Odyssee durch die vom freitäglichen Feierabendverkehr verstopften Straßen Tilburgs mit dem Beekse Bergen-Shuttlebus gab es von den Dänen BABY WOODROSE leider nur noch die Schlussminuten zu erhaschen. Schade, denn deren psychedelischer Hippie Rock mit Gute-Laune-Garantie machte schon nach kurzer Zeit Lust auf mehr. Ärgerlicherweise war für alle Verspäteten jedoch schon Schluss bevor man sich richtig auf den Wohlfühlsound der Skandinavier hatte einlassen können. Zwei Erkenntnisse zum Schluss: Nächstes mal ein oder gar zwei Busse früher nehmen und das letzte BABY WOODROSE-Album „Chasing Rainbows“ kaufen. [sk]

.: ZONE SIX :.
In der lauschigen Bat Cave, dem kleinsten Raum des Tilburger 013, waren mittlerweile die Berliner Krachmusikanten ZONE SIX am Werk und gaben ihrer Vorstellung von Post Hardcore und Noise lautstark Ausdruck. Trotz guten Sounds wanderten jedoch im Laufe der ersten Viertelstunde immer mehr Leute in den Green Room oder zur Main Stage ab – zu zäh und uninspiriert gestaltete sich zunächst der Auftritt. Schade nicht nur für ZONE SIX, sondern auch für die Abgewanderten, denn die Berliner konnten sich nach erwähnten Anfangsschwierigkeiten noch ordentlich steigern und sorgten insbesondere in den ruhigen, verspielten Passagen ihrer Stücke für etliche Gänsehautmomente. Dass diese nur noch von vergleichsweise wenigen Zuhörern gewürdigt wurden, muss man wohl einfach als Pech bezeichnen – andererseits ist der Wandertrieb zwischen den Bühnen auf Grund kurzer Wege, vieler Überschneidungen und vieler anderer guter Bands gerade auf dem Roadburn enorm. [Grim_Rieper]

.: WITCHCRAFT :.
Die Schweden WITCHCRAFT mausern sich langsam aber sicher zur Roadburn’schen Haus- und Hofband. Vor zwei Jahren noch offiziell auf dem Festival zugegen, spielten sie im Vorjahr immerhin ein Parallelkonzert im Café Little Devil, einer netten Rockkneipe in der Innenstadt Tilburgs. Doch zurück ins Hier und Jetzt: Wobei die Gegenwart in der Musik WITCHCRAFTs nicht einmal eine untergeordnete Rolle spielt, sie existiert schlicht nicht. Das Roadburn besucht man ja auch nicht auf der Suche nach dem letzten akustischen Schrei – und so verzauberten die vier Skandinavier mit ihrem originalgetreuen End-60er/70er Rock über eine Stunde lang die Massen vor der Mainstage. Das Hauptaugenmerk richtete die Band dabei mit u.a. „Walk Between The Lines“ und „Hey Doctor“ auf ihre aktuelle Scheibe „The Alchemist“. Doch auch den beiden Vorgängern wurde in Form von „No Angel Or Demon“ oder dem extrem BLACK SABBATH-lastigen „Queen Of Bees“ gedacht. Den Kehraus markierte dann folgerichtig das furiose Finale des letzten Albums. Mit dem Mammuttrack „The Alchemist (Pt. 1, 2 & 3)“ zeigte das scheinbar den ‚Wilden Siebzigern’ entsprungene Quartett noch einmal sein ganzes Können und holte sich im Anschluss daran die wohl verdiente dicke Portion Applaus ab. Schön wars! [sk]



.: BLACK SHAPE OF NEXUS :.
Des einen Leid, des andren Freud... Während GRAILS ihren Auftritt wie eingangs erwähnt absagen mussten, sprangen überraschenderweise die in Mannheim/Dortmund/Mainz beheimateten BLACK SHAPE OF NEXUS noch auf den Roadburn-Zug auf. Überraschenderweise deshalb, weil die sechs Downtempo-Doomer doch selbst in Deutschland noch so etwas wie ein Geheimtipp sind. Nichtsdestotrotz versammelte sich ein ordentlicher Mob im Green Room, um sich von den schleppend-dröhnenden Kompositionen mit Überlängegarantie in Trance versetzen zu lassen. Dabei verfingen sich die Musiker nicht in sinnlosem Herumgepose – einen Großteil der Spielzeit drehte die Saitenfraktion dem Publikum gar den Rücken zu – sondern konzentrierten ihr Auftreten einzig und allein auf die Huldigung des heiligen Riffs. Doch auch die spärlichen Vocals, vom mit einem ungewohnten Halsbandmikrofon ausgestatteten Sänger Malte eindrucksvoll zelebriert, saßen wie die berühmte Faust aufs Auge. Einen perfekten Ausstand feierte die selbst ernannte ‚machine that’s killing fascists’ dann mit ihrem wohl abwechslungsreichsten Stück „VI“, welches nach beschwörend-repetitivem Beginn noch einmal richtig zum Abgehen einlädt. Mächtig! [sk]



.: TROUBLE :.
Während sich draußen die Sonne über Tilburg allmählich senkte, ging sie im Inneren des 013 Popzentrums um viertel vor acht am Abend gleich wieder auf. Mit TROUBLE trat der erste Freitagsheadliner an, die versammelten Riffsüchtlinge ordentlich zu dopen. Was soll ich lange schwadronieren: Die Doomlegenden um Eric Wagner lieferten ein absolutes Musterbeispiel für würdevolles Altern und beinhartes Rocken ab. Vom ersten bis zum letzten Moment zeigten die Chicagoer, dass Spielfreunde und Coolness kein Privileg der Jugend sind und schickten einen Hit nach dem anderen ins Rund. Langjährige Wegbegleiter der Band werden vielleicht nörgeln wollen, dass ich als relativer TROUBLE-Neuling keine Setlist herunterbeten kann, aber seien wir ehrlich: Dass eine Band, die älter ist als ich existiere, mich [und sichtbar auch anderes junge Gemüse] derart überzeugen konnte, ist ja wohl wichtiger. Der langen Rede kurzer Sinn: TROUBLE rockten wie Sau. Die Welt der Riffs braucht sie! Ende der Durchsage! [Grim_Rieper]



.: LA IRA DE DIOS :.
Ab 21:00 Uhr brach in der Bat Cave der Zorn der Götter los: LA IRA DE DIOS aus Lima spielten ihren Cocktail aus Metal, Krautrock und energischem Space Rock mit einer Vehemenz, als ginge es um ihr Leben. Das mag vielleicht eher im übertragenen Sinne der Fall gewesen sein, doch die Peruaner und ihr Einsatz mit Leib und Seele kamen nicht nur bei mir gut an – die Bat Cave blieb bis zuletzt gut gefüllt. Zurecht, denn LA IRA DE DIOS zogen alle Register und überzeugten sowohl in ihren hart rockenden als auch in den sphärisch wabernden oder zerbrechlich-melodiösen Passagen. Chino, Carlos und Enrique spielten sich in einen regelrechten Rausch und haben sicherlich viele neue Freunde gewonnen. Ihre Europatournee dauert noch an; wer sich auch nur ansatzweise als Freund dröhnender Riffs und psychedelischer Klangwände sieht, sollte sich die Südamerikaner nicht entgehen lassen! [Grim_Rieper]

.: ISIS :.
Während die Roadburn-Macher im Vorjahr mit NEUROSIS eine der einflussreichsten Bands [wenn nicht sogar die einflussreichste überhaupt] der mittlerweile florierenden Post Hardcore-Szene eingeladen hatten, nahmen mit ISIS deren legitime Kronprinzen 2008 den Posten des Headliners am Freitag ein. Und das völlig zurecht, denn die letzten [mindestens] drei Scheiben der Band um den Hydra Head Records-Chef Aaron Turner gehören mit zur Crème de la Crème was im Bereich der härteren Rockmusik in den letzten Jahren erschienen ist. Dementsprechend lag kurz vor dem Auftritt der fünf Amis eine gewisse Spannung in der Luft vor der Hauptbühne, die die gesamte Show über u.a. durch eine projizierte Grafik, vermutlich aus der Feder von ISIS Haus- und Hofkünstler Seldon Hunt, erhellt wurde. Schade eigentlich, denn nicht nur zu Stücken wie „Dulcinea“ oder „Not In Rivers, But In Drops“ vom noch aktuellen Output „In The Absence Of Truth“ hätten sich sicher auch ein paar verschickte Video-Projektionen [im Vorjahr noch genial beim Auftritt von BIG BUSINESS mit THE MELVINS umgesetzt] sehr gut gemacht. Wie dem auch sei, die Band jedenfalls ließ sich von diesem Umstand nicht beeindrucken und schickte mit „So Did We“ vom über alle Zweifel erhabenen „Panopticon“-Album oder dem genialen „The Beginning And The End“ vom Vorgänger weitere Hochkaräter ins akustische Rennen. Die Songs verfehlten natürlich auch live ihre emotionale Tiefenwirkung nicht, schlichen sich quasi von hinten an und zogen dem unvorbereiteten Zuhörer unversehens eine mit der melancholischen Keule über den Hinterkopf. Letzten Endes spielten ISIS einen guten Gig, der allerdings durch die knappe Spielzeit von ‚nur’ 75 Minuten statt der angekündigten zwei Stunden etwas getrübt wurde. Da wäre noch mehr drin gewesen. [sk]



.: CHURCH OF MISERY :.
Um 22:30 Uhr war es schließlich Zeit für den lang ersehnten Doom-Vierer CHURCH OF MISERY aus Tokio, Japan. Zahlreich erschienene Zuschauer wollten sich das wilde Treiben nicht entgehen lassen, sodass die kleine Bat Cave beinahe aus allen Nähten platzte. Time for DOOM im wahrsten Sinne des Wortes! Die Japaner legten munter mit fett groovigen Nummern los und brachten die ‚Fledermaushöhle’ förmlich zum Beben. Klassiker wie der „Red Ripper Blues“ oder „I Motherfucker“ pusteten nahtlos alles weg. Sänger Hideki Fukasawa sprang wie ein wildgewordener Fugu über die Bühne und schrie sich wie kein Zweiter die Kehle aus dem Leib, während Gitarrist Tom „Satan“ Sutton als englischsprachiger Nichtjapaner für die nötige Kommunikation sorgte und dem Publikum einen Doomer nach dem anderen vor die Füße riffte. Die Rhythmusfraktion, bestehend aus Tatsu Mikami (Bass) und Junji Narita (Drums), tat ihr Übriges und sorgte für einen dichten, groovebeladenen und fuzzgetränkten Soundteppich, der ordentlich schepperte. Die klasse Bühnenshow und die Atmosphäre, die der Vierer aus dem Land der aufgehenden Sonne vermittelte, wurde Roadburn-typisch durch ein projiziertes Banner visuell unterstützt, welches verschiedene Serienkiller à la Charles Manson, John Wayne Gacy und Ted Bundy zeigte. Was sonst hätte man auch als Banner der japanischen Doom Hippies erwarten sollen, die schließlich nahezu ihr gesamtes Songmaterial auf den Massenmörderkult berufen! Nun gut, genug der Schwärmerei! CHURCH OF MISERY waren für mich eines der absoluten Roadburn-Highlights 2008 und sind live ein gewaltiges Erlebnis! Wer die Chance hat, angucken! LET THERE BE DOOM!!! [Gastschreiber Kay F.]



.: SCOTT KELLY :.
Im letzten Jahr noch mit seiner Band NEUROSIS auf dem Roadburn vertreten, stattete SCOTT KELLY dem Festival heuer allein einen Besuch ab. Sein erstes Soloalbum „Spirit Bound Flesh“ im Rücken und das kommende, „The Wake“ betitelte Werk am Horizont [veröffentlicht wird das gute Stück am 23. Mai], betrat der Kalifornier nur von seiner Gitarre begleitet zur Geisterstunde die Bühne des Green Room. Und trotz dieser spärlichen Besetzung von ‚nur’ Gitarre und Stimme entfalteten die melancholischen Folk Noir-Stücke des passionierten Kampfsport-Fans eine äußerst dichte Atmosphäre. Das Zusammenspiel von simpler Gitarrenarbeit und KELLYs kauzig-kratzigem Organ macht das Faszinosum dieser Musik aus. Das Publikum schien diese akustische Verschnaufpause zwischen all den wilden Rockklängen dankbar anzunehmen und verhielt sich während den [be]ruhigen[den] Liedern dementsprechend mucksmäuschenstill. Demut lautete das Stichwort. Demut, die einem großartigen Musiker entgegengebracht wurde. Sein im Song „Remember Me“ vorgetragenes Anliegen werden die Anwesenden nach diesem Auftritt mit Sicherheit nicht enttäuschen. [sk]

.: EARTHLESS :.
Die aus San Diego angereisten EARTHLESS profitierten von der kurzfristigen Absage der spontan aufgelösten CELTIC FROST – die aus drei Jungs bestehende Jam-Band fand sich unversehens auf der Hauptbühne wieder und dort taten sie auch unverdrossen das, was sie nach eigener Angabe immer tun. Will heißen, sie spielten teilweise strukturierten, ansonsten aber reichlich ausufernden psychedelischen Rock ohne Gesang, aber mit reichlich Effekten. Dabei wirkten sie leider über weite Strecken recht verloren auf der für sie viel zu riesigen Fläche. Hinzu kam, dass bei aller Rauschhaftigkeit, welche ihre Improvisationsorgien sichtbar für sie selbst besaßen, der Funke nicht auf alle uneingeschränkt übersprang. Ich habe auch mit etlichen gesprochen, die von EARTHLESS' Darbietung vollends begeistert waren, für mich persönlich war ihr Auftritt jedoch ein Paradebeispiel für die Gefahren, die in endlosen Jams lauern – gar mancher, der nicht auf der Bühne selber daran teilnimmt, verliert schnell den Faden und das Interesse. [Grim_Rieper]

.: MOS GENERATOR :.
Als letzte Band des bisher sehr gelungenen und abwechslungsreichen ersten Festivaltages sollten MOS GENERATOR aus Port Orchard, Washington den letzten noch standfesten Besuchern um 1:15 Uhr noch mal so ordentlich einheizen. Während nebenan die Jungs von ORANGE GOBLIN weiterhin fleißig Platten auflegten, präsentierten MOS GENERATOR im Green Room ein verdammt fettes Bühnenprogramm. Riffbeladener, bluesiger Heavy Rock, der seine Wurzeln ganz klar irgendwo zwischen klassischem '70s, Stoner und Southern Rock hat, lockte nach und nach immer mehr Festivaljünger heran. Sänger und Gitarrist Tony Reed überzeugte durch genialen Gesang, der ordentlich Eier bewies, sowie brachiale Gitarrenarbeit. Gemeinsam mit seinen Bandkollegen Shawn Johnson (Drums) und Scooter Haslip (Bass) lieferte Reed eine durchweg satte Bühnenshow ab. Freudig strahlende Gesichter im Publikum sprachen für sich. Mit MOS GENERATOR war genau die richtige Band zur richtigen Zeit am richtigen Ort und machte definitiv Appetit auf mehr! ROCK‘N’ROLL!!! [Gastschreiber Kay F.]

Grim_Rieper, Kay F. [Gastschreiber], sk

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Autor: Sebastian König [sk] | 07.05.2008 | 23:07 Uhr
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