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"Ramrod, der Zerstäuber"
Datum: 16.08.2007 bis 18.08.2007
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Stadt: Dinkelsbühl
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Das Summer Breeze lädt zum zehnjährigen Bestehen ein! Inzwischen nicht mehr in Abtsgmünd, sondern in Dinkelsbühl beheimatet, kann das Festival seit letzten Jahr mit einem neuen, wesentlich Besucherfreundlicherem Gelände aufwarten. Auch das Billing zum Geburtstag kann sich mit Bands wie BOLT THROWER, die exklusiv nur diese eine Show im Jahr 2007 spielen, sehen lassen. Alles in allem Grund genug, da mal vorbeizuschauen:

.:Tanzwut:.
TANZWUT sind auch Festivals, im Gegensatz zu ihren Kollegen vom Schlage SUBWAY TO SALLY und IN EXTREMO ja eher seltene Gäste. Deswegen und weil die Band grundsätzlich über eine ganz stattliche Fangemeinde verfügt, ist der Platz vor der kleinen Partystage zu Konzertbeginn brechend voll.
Die Show ist wie immer ziemlich sehenswert, dank dem geschickt eingesetzten Licht, der lustigen Kostüme, die inzwischen etwas an "Mad Max" erinnern und der Effekte und Showeinlagen, wie durchsichtige Instrumente, Instrumententausch unter den Musiker und andere Scherze. Dass die Musiker kein Corpsepaint tragen und die Musik doch recht Technolastig ist, scheint aber viele Zuschauer nicht so zu begeistern, wenn man deren Gesichtsausdruck betrachtete. Alle andere freuten sich über einen kurzweiligen Gig am ersten Festivalabend, auch wenn die Publikumsreaktionen insgesamt eher zurückhaltend waren. Am Ende gibt es von der Bühne noch die obligatorische Coverversion der ÄRZTE und damit ist die dreiviertel Stunde auch schon vorüber. Länger hätte hier auch nicht sein müssen.

.:Amon Amarth:.
AMON AMARTH sind schon langsam so etwas wie die Stammband des Summer Breeze und dürfen am Donnerstag mit stattlichen 75 Minuten Spielzeit als Headliner fungieren. Zu recht: Schon bei NEVERMORE und TANZWUT ist das Gelände brechend voll. Die Wikinger legen mit gleich vier Songs vom neuen Album los und die Euphorie des Publikums setzt sich, wie den ganzen Gig über, bis weit hinter die Türme fort. Der Sound ist zwar traditionell etwas matschig, aber hörbar. Da haben wir von den Schweden schon wesentlich schlimmeres aber auch besseres gehört. Besonders Melodien und Leadgitarren gehen im basslastigen Livesound der Band gerne verloren. Die meisten Riffs funktionieren aber dennoch. Außerdem haben AMON AMARTH ja nicht nur ihre Wikingerkomparsen, sondern eine ganze Drachenschiffattrappe parat. Die spuckt übrigens auch noch Feuer. Ob man das alles braucht, sei jetzt mal dahingestellt, aber wenn man so was durchzieht - das muss man AMON AMARTH lassen - dann wüsste ich nicht, wie man es überzeugender machen könnte. Das Schiff sieht wirklich beeindruckend aus und die Kämpfe der Wikinger wirken auch nicht so lächerlich, wie man es sich vielleicht vorstellt. Wem's gefällt. Letztendlich wollen die Fans ja aber ihre Klassiker hören und die bekommen sie auch. Besonders bei "Death In Fire" und "Pursuit Of Vikings" gibt es kein halten mehr.
Beeindruckend ist vor allem an den heutigen AMON AMARTH, dass sie trotz nun inzwischen jahrelanger Livepräsenz auf allen Festivals doch noch Spaß machen. Hoffen wir, dass sie noch lange durchhalten.

Nicki

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Autor: Nicolas Freund [Nicki] | 26.10.2007 | 13:29 Uhr
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