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Amenra
Mass VI


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CD Review: Hexx - Wrath Of The Reaper

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"Erfolgreich zurück"
Datum: 13.08.2009 bis 13.08.2009
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Stadt: Dinkelsbühl
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Das erste Summer Breeze, das seinen Namen auch verdient, war in jeder Hinsicht ein monumentales Ereignis: Spitzen-Orga, nette Security, kurze Wege, himmlisches Wetter auf der positiven Seite standen eklig langen Schlangen vor den zu wenigen Bezahl-Duschen/WCs und den ebenfalls viel zu wenig vorhandenen Schattenplätzen auf dem Festivalgelände gegenüber. Auf jeden Fall aber war es die Party des Jahres!

Donnerstag

JACK SLATER [Party Tent]

Sobo, Horn und die Jugens aus der Hasenbrigade bewegen sich mittlerweile auch auf größeren Bühnen mit ähnlichem Fun- und Blastfaktor ausgesprochen sicher und ungemein unterhaltsam durch ihr Set. Speziell Gitarrero Sobo ist mit seinen ulkigen Verrenkungen bei gleichzeitig irrwitziger Fingerflitzerei eine echte Augenweide. Das komplexe Songmaterial liefert zwar keine Nahrung für Dauergroover, aber diverse fette Moshparts vor allem der neueren Nummern bringen die Meute dennoch gut zum Schwitzen. [mat]




UNHEILIG [Main Stage]

„Wat is dat denn fürn Scheiß?“ grunzt der bierselige Kutten-Metaller und wischt sich die Senfschnute an seinem VENOM-Shirt ab. „Fresse Mann“, wird ihm von seinem anderen Nachbarn direkt die Bratwurst wieder verbal hoch geknufft. Nun ja, UNHEILIG sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Doch Letztere machen sie – so man denn auf die EBM-Sparte abfährt – verdammt gut. Mit theatralischer Show, einem völlig in seiner Musik aufgehenden Grafen und glasklarem Sound werden den zahlreich anwesenden Fans schnell schweißtreibende Rituale abverlangt [nein, Ihr Schweinchen – das natürlich nicht, also nicht von jedem jedenfalls, na egal]. Das „Lampenfieber“ beschränkt sich auf die Einstiegsklänge, denn das Summer Breeze beweist einmal mehr sein feines Gespür für Toleranz, das es insgesamt zu einem der schönsten und kulturell vielfältigsten Festivals der deutschen Open Air-Landschaft macht. Daumen hoch! [mat]




SYLOSIS [Party Tent]

Die britischen modern Thrasher betreten am späten Nachmittag schon bei beachtlich gefülltem Zelt die Party Stage, um beim folgenden Gig einen wahren Wirbelsturm zu entfachen. Durch die, seit dem Release ihres ersten Full-Length, "Conclusion Of An Age", gemeisterten Tourneen ist die junge Truppe mittlerweile schwerstens eingespielt, macht auf der Bühne ordentlich was her und Fronter Jamie beweist einmal mehr ein Händchen als Publikumsdirigent, das ihm blind in mehrere Circlepits und sogar eine beachtliche Wall Of Death folgt. Das abschließende "Teras" mit seinen mörderischen Breaks beschließt gekonnt ein leider viel zu kurzes Set. [schnitte]


EQUILIBRIUM [Pain Stage]

EQUILIBRIUM haben verdammtes Glück, dass sie momentan so beliebt sind und ihr Songmaterial genug Atmosphäre schafft, um sich auch live einem beschaulichen Film hingeben zu können. Denn außer dem wie immer motiviert agilen Shouter Helge, der sich beinahe vor Glück in die Hose pieselt, weil die Leute so dermaßen abgehen, fahren die Münchener die SLAYER-Show-Variante, sprich: null Bewegung. Aber gut, mit Songs wie „Wurzelbert“, „Met“, „Der Sturm“, „Blut im Auge“ und dem abschließenden Gänsehäuter „Nordheim“ kann man nichts falsch machen. Das wissen auch die Fans, die Deutschlands Pagan Metallern Numero Uno dermaßen anfeuern, dass man sich im Pulk zwischenzeitlich vorkommt wie eine Zitrone auf der Presse. Ein Phänomen, diese Band – und das wissen die Protagonisten wohl auch selbst. [mat]




BACKYARD BABIES [Pain Stage]

Gute Laune Rock ’n’ Roll, von den cool transigen Skandinaviern BACKYARD BABIES – wer kann sein Tanzbein da schon still halten? Die Glammer-Boys tun alles, um wirklich den gesamten Rockstar-Posen-Klischee-Katalog abzuarbeiten und haben hundertpro hinterher versucht, die Groupies durch die Fenster in den Bus zu lassen. Gewürzt wird der Zirkus mit Zutaten wie „Dysfunctional Professional“ oder „Degenrated“, die das Publikum reagieren lassen, als wären sie Kamelle fischen beim Rosenmontagszug. Wunderbar, Party Pur, das ist Festival-Feeling. [mat]


BENEATHE THE MASSACRE
Meine Lieblingskanadier sind mal wieder am Start! Und diesmal sogar zu abendlicher Zeit und im vollen Genuss einer amtlichen Lightshow. Viel zu oft musste ich sie mittags, vor irgendwelchen mäßig besuchten Festivalbühnen sehen. Heute schien mal alles zu passen. Und siehe da, ich wurde nicht enttäuscht: Das proppenvolle Zelt ließ darauf schließen, dass die Jungs nun endlich ihre gebührende Anerkennung bekommen und ein brachialer und sehr differenzierter Sound setzte dem Ganzen die Krone auf. Immer wieder beeindruckend, wie präzise BENEATHE THE MASSACRE ihren extrem technischen Death Metal ins Volk ballern. Wie schon gewohnt, gibt Basser Dennis dabei den irren Fratzenspacko und belustigt nicht nur die Fotografenriege mit seinen Grimassen. Sänger Elliot ist im Reich der Wut und brüllt mit der Mimik eines rasenden Gorillas, während Gitarrist Chris und Drummer Justin hochkonzentriert ihrer filigranen Kunst nachgehen. Als besonderes Schmankerl gibt’s heute sogar den Song „Never More“ in Überlänge und man lässt den Killer-Breakdown zum Schluss extra lang wirken. Mächtig! [trey]




WALLS OF JERICHO [Pain Stage]

Man kann viele beeindruckende Dinge über Candace Kusculain sagen. Das Beeindruckendste an ihr ist aber wohl, dass sie vor lauter Power nicht sofort platzt. Und so brüllt sie trotz schwächelnden Sounds alles in ihrer Umgebung zu Weichkäse mit Löchern. Die ersten fetten Pits des Tages drehen ihre aufstaubenden Runden und begleiten musikalische Faustschläge wie „A Little Piece Of Me“ oder „The American Dream“, die klar machen, dass guter Hardcore keine Business-Blähereien nötig hat. Hier regiert Musik, Gefühl, Blut und Schweiß. [mat]


HACKNEYED [Party Tent]

Das zweite Jahr in Folge sind die Jungspunde von HACKNEYED auf dem Summer Breeze zu Gast. Wie auch schon im letzten Jahr hat man auch 2009 pünktlich wie ein Uhrwerk ein neues Album am Start. Da lässt sich das mittlerweise schwer an Bühnenpräsenz gewonnene Quintett nicht lange bitten und feuert neben dem Gassenhauer "Gut Candy" auch einige neue moderne Death Metal-Bretter in das zum Bersten gefüllte Zelt: Vor allem das tonnenschwere "Deatholution" und der rausschmeißende Brutalo-Brecher "Finger On The Trigger" stacheln die ausrastende Meute zu Höchstleistungen an. Zugabe-Rufe, Jubel & splatterige Heiterkeit sind die Resonanz auf eines der größten "Release-Party-Konzerte", die so manch eine Band in der jüngsten Vergangenheit hingelegt hat. Groß!! [schnitte]


KREATOR [Main Stage]

KREATOR bauen wieder ziemlich ab in letzter Zeit. Und weil ich hier noch kurz ein paar Zeilen verfassen kann, bevor der Mob mich zerfleischt, kommen jetzt mal schnell die Eindrücke vom Summer-Breeze-Primetime-Gig der Essener Thrash-Legende: „Ich will, dass ihr euch jetzt alle umbringt. Verdammt, ich meine das ernst: Ich will, dass ihr euch gegenseitig tötet. Hier ist ‚Pleasure To Kill’“ krächzt ein wie immer spaßfrei agierender Mille ins Mikro und erntet dabei bewundernde Anerkennung vieler umstehender und künftiger Wannabe-Amok-Teenies. Das Blöde an Mr. Petrozza ist nämlich, dass er sich in allen Interviews immer so verdammt PC gibt, dass man ihm Komik oder Ironie einfach nicht unterstellen mag. In Kombination mit dem gottgleichen Legendenstatus, den Mille vor allem bei der neuen Metallergeneration innehat, dürfte er dann verbal ruhig etwas ausgeklügelter zu Werke gehen.




Aber was soll’s – dass Ansagen nicht Milles Sache sind, hat sich seit seinen coolen 80er Anmoderationen wie: „jetzt kommt der zweite Song von Seite zwei“ nicht geändert. Am besten einfach mal Fresse halten. An der Musik gibt’s hingegen wenig auszusetzen. Mit aller Routine prügeln sich die Ruhrpöttler durch einen Klassiker-Set, den nur ganz wenige Legenden aufbieten können. „Phobia“, „Enemy Of God“, „Terrible Certainty“, „Extreme Aggression“. Spätestens bei „Flag Of Hate“ haben zumindest die alten Thrasher dem kleinen Mille seine dümmlichen Ansagen verziehen und moshen wie behämmert mit. Kein Wunder, dass die Jungs ihren Fans mit „Tormentor“ noch mal ein ganz leckeres Dessert mit auf den Weg geben. [mat]


MISERY INDEX [Party Tent]

Zu nächtlicher Stunde im ausgesprochen gut gefüllten Partyzelt ist es an der Zeit, einer der tour- und spielfreudigsten Bands des gesamten Todesblei-Sektors zu huldigen. Und auch, wenn mich ihr letztes Album ganz und gar nicht aus den Socken hauen konnte, ist die Truppe um den wieder langhaarigen Jason Netherton doch live über so ziemlich jeden Zweifel erhaben. Leider ist der Sound aber heute eine ziemliche Katastrophe, sodass der übliche Wahnsinn der Live-Show sich nicht auf alle Zuschauer überträgt. Irgendwie stimmt die Magie heute einfach nicht – verflucht. Na ja, egal: Auf den Bühnen dieser Welt wird man MISERY INDEX noch lange abfeiern können. Daran haben sie einfach zu intensiv gearbeitet. Und spätestens mit dem abschließenden „Conquistadores“ vom Überflieger-Zweitwerk „Discordia“ taumele auch ich wieder in Begeisterung vor der Bühne herum. [mat]


THE FACELESS [Party Tent]

Was habe ich mich gefreut, als ich erfuhr, dass die Amis von THE FACELESS nun endlich in Europa sind und auch im eigenen Land spielen. Und was war es dann für ein Schock zu sehen, dass die Veranstalter die absolut unwürdige Position zwischen 3:20 Uhr und 4 Uhr für diese geniale Band vorgesehen haben. Wirklich unfassbar, diese Unwissenden! Als ich dann jedoch tapfer gegen 3 Uhr zum „Partytent“ komme, kann ich zu meiner Freude konstatieren, bei weitem nicht der Einzige zu sein, der für die innovativen Tech-Deather aus LA seine Reserven aufbewahrt hat. Das „Partytent“ ist zu gut drei Vierteln gefüllt und die Stimmung lässt keinesfalls auf etwa halb vier in der Früh schließen. Mit ihrem Debüt „Akeldama“ konnten die Jungs 2006 schon ordentlich Staub aufwirbeln, aber spätestens mit ihrem zweiten Album „Planetary Duality“, welches im letzten Jahr erschien, haben sie sich weit ins Licht der Öffentlichkeit geschoben. Ihre höchst eigenständige Symbiose zwischen technischem Death Metal, Jazz- und Psychedeliceinschüben setzt diese Band ein gutes Stück vom Groß der Szene ab. Endlich können die Jungs auch in unseren Breitengraden beweisen, ob sie den hohen Anspruch ihrer Alben auch live halten können. Mit „Prison Born“ von „Planetary Duality“ geht’s recht pünktlich los. Was gleich auffällt, ist der sehr differenzierte Sound. Eine Erleichterung, denn die Angst, dass den Filigrankünstlern vielleicht ein „Montagsmischer“ zugeteilt worden wäre, war schon groß. Zu Beginn ist das wütende Organ von Shouter Derek "Demon Carcass" Rydquist noch etwas zu laut; zeigt aber eindrucksvoll, dass der Mann genau so klingt wie auf CD. Insgesamt soll sich in den folgenden Minuten herausstellen, dass die Kalifornier in wirklich allen Punkten überzeugen können!
So friemeln sie hauptsächlich Tracks ihres aktuellen Outputs, aber ebenso kommen das vertrackte “An Autopsy” sowie das verträumte “Horizonts Of Chaos Prt.1 – Oracle Of The Onslaught” von “Akeldama” auf die Setlist. Die Musiker bilden, jeder für sich, eine sehr eigenständige Einheit und man hat manchmal den Eindruck, sie spielen nicht mal den gleichen Song. Die beiden Gitarren treffen sich nur selten bei der gleichen Melodie und dennoch passt zum Schluss alles perfekt zusammen und jeder Song funktioniert für sich genau so faszinierend, als käme er von Konserve. THE FACELESS bieten auch auf der Bühne perfekt umgesetzte Musik auf höchstem Niveau und frickeln irgendwo auf Höhe von Bands wie NECROPHAGIST und DECREPIT BIRTH, auch wenn ihnen solche Vergleiche selten gerecht werden. Nach einer knappen Dreiviertelstunde ist der Zauber leider schon vorbei und ich kann resümierend jedem empfehlen, der Interesse an THE FACELESS gefunden hat: Reist zum nächsten Gig! Mögen sie uns in Zukunft öfter beehren. [trey]

Mattaru, Trey, Schnitte

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Autor: Thomas Kleinertz [shub] | 03.11.2009 | 11:14 Uhr
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