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"Ramrod, der Zerstäuber"
Datum: 29.07.2009 bis 01.08.2009
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Stadt: Wacken
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Einmal im Jahr ruft das mittlerweile größte Metal-Festival der Welt und seine Jünger lassen sich nicht lange bitten. In diesem Jahr ist das Mekka der Metalheads, das WACKEN OPEN AIR, bereits ausverkauft, bevor das Jahr 2009 überhaupt begonnen hat. Wie nach der offiziellen Zählung am Ende feststehen wird, besuchen ganze 77.000 Gäste [allerdings inkl. Dorfbewohner, Helfer etc.] das beschauliche Örtchen in Norddeutschland.

Das W:O:A 2009 ist allerdings nicht einfach ein weiterer Eintrag in der Festivalhistorie, sondern ein runder Geburtstag von ehrenwerten 20 Jahren. Was würde sich der Veranstalter wohl Besonderes für 20 Jahre Wacken einfallen lassen? Vielleicht eine herausragende Band, die man sonst nur für teures Geld in großen Hallen sehen kann? Darauf ein deutliches „Jein!“. Zwar sind mit HEAVEN AND HELL oder ANTHRAX wahre Hochkaräter am Start, allerdings sagen Letztere im letzten Moment ab, so dass HEAVEN AND HELL scheinbar der frühe Höhepunkt des Festivals sein werden. Vielleicht fällt das WACKEN OPEN AIR 2009 auch deswegen mit seinen 130,00 EUR im direkten Preis/Leistungs-Vergleich zum SUMMER BREEZE OPEN AIR 2009 mit einem Bruchteil des Preises und einem meisterhaft besseren Billing glatt durch.

Wie dem aber auch sei, immerhin sind wir hier und nehmen teil an der großen 20-Jahre-Feier, die musiktechnisch am Donnerstagabend beginnt. Am Rande des musikalischen Geschehens bietet das W:O:A in diesem Jahr allerdings auch witzige und sicherlich willkommene Abwechslungen und Events nebenbei. Zum einen findet eine Trauung vor dem dorfeigenen Pastor auf der Partystage statt, und dann wird auch noch ganz nebenbei ein Staatsdiener im Polizeidienst befördert.
Als willkommene Neuerungen kann man in diesem Jahr den Jägermeister „Hochsitz“ bezeichnen, zu dem man sich per SMS anmelden kann. In Schwindel erregende 50 Meter Höhe werden ca. 15-20 Personen gehoben, um dem Geschehen für ein paar Minuten aus der Vogelperspektive folgen zu können. Erwähnt werden sollte natürlich auch der mittelalterliche Teil des W:O:A, der eigens in einem „Wackinger-Dorf“ herbeigezaubert wird. Hier treffen sich Kämpfer zum Schaukampf, Spielleute zur Unterhaltung und natürlich Fans zum gemeinsamen Feiern des dunkelsten aller Zeitalter.

Leider fallen in diesem Jahr sehr viele Bands in der Running Order auf einen Parallelplatz, so dass wir zu dritt nicht alles abdecken können. Dennoch gibt es in Sachen Musik natürlich viel zu sehen und vor allem zu beschreiben, was wir euch nun nicht weiter vorenthalten wollen...

Am Mittwochabend bereits nutzt Kollege Mehlmann die Gelegenheit, den Saufbruder der Nation zu begutachten:


Mittwoch, 29. Juli 2009


.:ONKEL TOM:.
Um 22:15 Uhr soll auf der W.E.T.-Stage dann die ganz große Party steigen. Diesem Ruf folgen auch gleich mehrere Leute. So war das Zelt zu FREIWILD schon sehr voll, allerdings sieht es bei ONKEL TOM aus, als würde es beinahe platzen. Tausende warten auf den Trinkonkel. SODOM-Chef Tom Angelripper aka ONKEL TOM betritt mit seiner Band pünktlich um 22:15 Uhr die Bühne, um mit dem Publikum ein paar Trinklieder zu singen. Vorweg sei gesagt, dass Tom bis auf Gitarrist Alex Kraft eine komplett neue Band am Start hat. Aber dies ändert rein gar nichts an der Partystimmung. Die Leute feiern den Onkel und seine Jungs zu jedem Trinklied ab. Ob das nun „Delirium“, „Bon Scott habe ich noch live gesehen“, „Schnaps, das war sein letztes Wort“ oder auch eines seiner bekannten Medleys sind, die Stimmung bleibt durchgehend gut. Der Sound ist für eine Trinkcombo sehr gut, besonders der an AC/DC erinnernde Gitarrensound treibt einen super voran. Tom und seine Jungs rocken 60 Minuten durch, wirken keinen Moment müde oder gelangweilt. Dies zieht sich dann bis zum Rausschmeißer „In München steht in Hofbräuhaus“ durch, worauf jeder dann schweißnass und leicht heiser das Zelt verlässt. [Frank-Christian „Ashes Of Eden“ Mehlmann]

Setlist:
Auf nach Wacken
Im tiefen Keller
Medley [Bier her/Wir haben Hunger/Die Musik hat Durst/Jetzt trink’n ma noch a Flascherl Wein/Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen/Schon wieder eine Seele vom Alkohol gerettet]
Caramba, Caracho ein Whisky
Diebels Alt
Schnaps, das war sein letztes Wort
Nunc Est Bibendum
Bon Scott hab ich noch live gesehen
Delirium
Trink, Brüderlein trink
In München steht ein Hofbräuhaus

Border

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Autor: Patrick Franken [Border] | 20.09.2009 | 15:13 Uhr
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