Die Teutonenstahl-Urgesteine ACCEPT haben inzwischen weitere Details zu ihrem auf dem "Wacken Open Air" 2017 mitgeschnittenen Live-Album "Symphonic Terror" verlauten lassen.

Die Deathgrind-Veteranen CATTLE DECAPITATION haben die Veröffentlichung einer Demo- und Raritäten-Sammlung mit dem Titel "Medium Rarities" angekündigt.

Die holländischen Death/Thrash Metal-Überflieger LEGION OF THE DAMNED haben mit "Slaves Of The Shadow Realm" den Titel ihres inzwischen siebten Albums bekannt gegeben.

Die NWOBHM-Mitbegründer SAXON haben ein Video zu ihrem Song „Predator“ veröffentlicht, in dem AMON AMARTH-Frontmann Johan Hegg als Gastsänger mitwirkt.

Die Death Metaller MONSTROSITY werden am 12. Oktober ihre beiden Alben "Spiritual Apocalypse" und "Rise To Power" neu veröffentlichen.

Bassist Fitty Wienhold hat seinen Posten bei den um den früheren ACCEPT-Sänger Udo Dirkschneider versammelten U.D.O. nach 22 Jahren aufgegeben.

HomeReviewSacred Leather – Ultimate Force
Das Cover des Sacred Leather-Albums Ultimate Force

Sacred Leather – Ultimate Force

Das Cover des Sacred Leather-Albums Ultimate Force

Wertung
4.5/7 Punkten


Info
VÖ: 23.03.2018
Label: Cruz Del Sur
Spielzeit: 00:41:29


Line-Up
Dee Wrathchild – Vocals
JJ Highway – Guitar
Carloff Blitz – Guitar
Magnus Legrand – Bass
Jailhouse – Drums


Tracklist
Ultimate Force
Watcher
Power Thrust
Dream Searcher
Master Is Calling
Prowling Sinner
The Lost Destructor / Priest Of The Undoer

Amazon

Die amerikanische Heavy Metal-Band SACRED LEATHER wird angeführt von Frontmann Dee Wrathchild. Der heißt mit bürgerlichem Namen Dustin Boltjes und ist hauptberuflich als Schlagzeuger tätig, u.a. lange Zeit bei den Black / Thrash Metallern SKELETONWITCH. Mit seiner neuen Band SACRED LEATHER wechselt der Mann nicht nur die Position, sondern hat sich auch ganz und gar dem Heavy Metal das ganz alten Schule verschrieben, wie das über Cruz del Sur Music erschienene Debüt „Ultimate Force“ zeigt.

 

„Nicht originell, aber spaßig.“

 

Mit „Ultimate Force“ präsentieren sich SACRED LEATHER als klassische Retro-Metalband, wie sie typischer nicht sein könnte: Mit einer Produktion, die irgendwo zwischen dem analogen Gitarrensound der frühen 80er und modernem Druck oszilliert und Songs, die eine ausgeglichene Mischung aus klassischem Metal britischer Machart und frühem U.S. Metal darstellen, befinden sich die Amerikaner bis zum Hals im Fahrwasser ähnlich gearteter Bands wie AMBUSH oder RAM. Sonderlich originell ist das zu keiner Zeit, aber es funktioniert und macht Spaß: Schon der Titeltrack ist eine schmissige Uptempo-Nummer im Stile von Genre-Dinosauriern wie TOKYO BLADE, das nachfolgende „Watcher“ entpuppt sich rasch als atmosphärischer Stampfer mit charmanten KING DIAMOND-Reminiszenzen und in „Power Thrust“ wird – selbstverständlich – den frühen JUDAS PRIEST gehuldigt. Das ausufernde Namedropping zeigt, dass SACRED LEATHER offenbar selbst wenig Wert auf Eigenständigkeit legen, Abwechslung gibt es auf ihrem Debüt hingegen einige und mit „Master Is Calling“ hat die Truppe aus Indianapolis sogar einen echten Hit im Repertoire. Einzig das abschließende Epos „The Lost Destructor / Priest Of The Undoer“ fällt etwas langatmig aus, wenngleich sich auch hier starke Riffs verbergen. Hinzu kommen wirklich feine Leadgitarren und so ergibt sich mit „Ultimate Force“ ein Album, das durchaus alle Voraussetzungen eine gelungenen 80er-Hommage erfüllt, jedoch das eigene Profil etwas vernachlässigt – man könnte argumentieren, dass das in der Natur der Sache liegt. Neben allerhand wuchtigem Traditionsstahl hat die Truppe mit „Dream Searcher“ auch noch eine mutige Ballade am Start. Mutig, weil Frontmann Dee Wrathchild, der sich in der Vergangenheit eher weniger als Sänger hervorgetan hat, bei SACRED LEATHER einen hervorragenden Job macht und auch über ein authentisches 80er-Jahre-Organ verfügt, gerade in diesem eher filigranen Song aber an seine Grenzen stößt. Eben das macht aber auch denn Charme und die Authentizität des Songs aus.

 

Drei der fünf Mitglieder von SACRED LEATHER sind noch in anderen Bands aktiv, weshalb davon auszugehen ist, dass sie über genug Ventile für ihre kreativen Energien verfügen. Mit „Ultimate Force“ erfinden die Herren daher auch nicht das schwermetallene Rad neu, sondern haben eine Handvoll Songs im Stile ihrer Lieblingsbands geschrien und ihnen so ein Denkmal gesetzt. Die Idee ist nicht neu und das Resultat in keinster Weise innovativ, gelungen ist es aber dennoch.

Thomas Meyns / 16.02.2018

Facebook Kommentare
Share With: