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HomeReviewShadowkeep – Shadowkeep
Das Artwork des selbst betitelten Shadowkeep-Albums

Shadowkeep – Shadowkeep

Das Artwork des selbst betitelten Shadowkeep-Albums

Wertung
6/7 Punkten


Info
VÖ: 30.03.2018
Label: Pure Steel
Spielzeit: 00:55:00


Line-Up
James Rivera – Vocals
Chris Allen – Guitar
Nikki Robson – Guitar
Stony Grantham – Bass
Omar Hayes – Drums


Tracklist
Atlantis
Guardians Of The Sea
Flight Across The Sand
Horse Of War
Little Lion
Angels And Omens
Isolation
Never Forgotten
The Sword Of Damocles
Immortal Drifter
Minotaur

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Es ist ziemlich genau zehn Jahre her, dass die britischen Metaller SHADOWKEEP mit „The Hourglass Effect“ ihr letztes Album veröffentlicht haben. In dieser Zeit kann einiges passieren und dass die Truppe um die beiden Gitarristen Nikki Robson und Chris Allen in diesem Jahrzehnt weithin stabil geblieben ist, kann bereits als Errungenschaft angesehen werden. Eine signifikante Umbesetzung gab es dennoch, weshalb die Band aus Guildford auf ihrer neuesten Platte U.S. Metal-Legende James Rivera am Mikrofon willkommen heißt.

 

„SHADOWKEEP treten mit ihrem neuen Album nicht nur dank der Mitarbeit von Sänger James Rivera knietief in die Fußstapfen von dessen Hauptband HELSTAR“

 

Die Verpflichtung von Mr. Rivera bei SHADOWKEEP ergibt durchaus Sinn, denn die Band mag zwar in England beheimatet sein, angesichts ihrer Stilistik möchte man sie doch lieber an der Westküste der Vereinigten Staaten verorten, denn die Truppe spielt auf ihrem neuesten Album astreinen U.S. Metal. Nach einem atmosphärischen Intro mit Meeresrauschen und perlenden Akustikgitarren begibt sich die Truppe bereits mit „Guardians Of The Sea“ und „Flight Across The Sand“ oder auch später in „Isolation“ nicht zuletzt dank des Gesangs von James Rivera ins Fahrwasser stilbildender HELSTAR-Alben. Mit dieser Kombination aus dezent thrashigem Riff-Stakkato und komplexen Arrangements, die weit über die Standards des Genres hinausgehen, fällt das Material des neuen SHADOWKEEP-Albums jedoch auch ähnlich sperrig aus wie das der genannten Vorbilder. Am der Beschreibung „Progressive Power Metal“, die die Band selbst für sich gewählt hat, ist also durchaus etwas dran, denn gradlinige Songs sucht man bei der britisch-amerikanischen Band vergebens. Das selbst betitelte SHADOWKEEP-Werk ist folglich ein Album, das die volle Aufmerksamkeit des Hörers einfordert und damit sicherlich nicht bei jeder Gelegenheit passt. Wer sich darauf einlässt, wird jedoch mit einer technisch hoch anspruchsvollen, intelligent komponierten U.S. Metal-Platte belohnt, auf der es dank vielschichtigem Songwriting etliches zu entdecken gibt. Ganz nach den Regeln des Genres setzt die Truppe neben dem superben Gesang von James Rivera auf anspruchsvolle Gitarrensoli und viel ausgefuchste Zweistimmigkeit, was sich nirgends besser bemerkbar macht als im Instrumentalstück „The Sword Of Damocles“. Und während SHADOWKEEP in der Tat vornehmlich recht vertrackt zu Werke gehen, bietet die Band doch stets ordentlich Drive, wie etwa „Angels And Omens“ zeigt. Sämtliche der musikalische Tugenden dieser Platte werden obendrein im abschließenden, fast zehnminütigen „Minotaur“ noch einmal rekapituliert, was zur Folge hat, dass die Nummer trotz ihrer beachtlichen Länge zu keiner Zeit langweilig wird. Auch in Sachen Produktion haben sich SHADOWKEEP nicht lumpen lassen, denn ihr neuestes Album begeistert mit fetter, druckvoller Produktion, die neben tollem Gitarrensound vor allem mit einem fantastischen Schlagzeug punkten kann.

 

Nachdem HELSTAR vor zwei Jahren völlig überraschend ein neues Album veröffentlicht haben, bekommen U.S. Metal-Fans nun ausgerechnet aus England das nächste Präsent: SHADOWKEEP treten mit ihrem neuen Album nicht nur dank der Mitarbeit von Sänger James Rivera knietief in die Fußstapfen von dessen Hauptband HELSTAR und liefern hier ein Album ab, das Fans des Genres mit enormem technischen Anspruch und dank intelligenter Arrangements obendrein mit geballter musikalischer Finesse begeistert.

Thomas Meyns / 23.03.2018

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