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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
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The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
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"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
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![CD Review: Havok - Point Of No Return [EP]](/images/cdcovers/cdcover_821995499.jpg)







Die Namen TYRANT und TORMENTOR dürften den meisten KREATOR-Fans weniger geläufig sein als der Name, der sich am Ende durchsetzte. Tatsächlich handelt es sich um die früheren Namen der Band, bis man sich für KREATOR entschied. TORMENTOR brachten zwar einige Demos hervor, doch die glorreiche Karriere sollte erst kurz darauf folgen. Schließlich folgt das Jahr 1985, in dem die Essener Jungs, ohne es zu wissen, die Musikgeschichte neu schreiben sollten. „Endless Pain“ reißt jedem Plattenliebhaber den Kopf von den Schultern und zeigt, wie Thrash Metal aus deutschen Landen – auf höchstem Niveau – zu klingen hat. Die Einflüsse von SLAYER sind zwar deutlich zu hören, und dennoch bietet die Platte so viel eigene Kreativität und Zerstörungskraft, dass sie einschlägt wie eine Bombe und die Band blitzschnell bekannt werden lässt. Es folgen kurz darauf die „Flag Of Hate“-EP und das Album „Pleasure To Kill“. Die beiden Tonträger sollen KREATOR einen Status verschaffen, von dem die Jungs niemals zu träumen gewagt hätten. „Pleasure To Kill“ gilt für viele Fans dieser Musik neben „Reign In Blood“ und „Kill ’Em All“ als das Thrash-Album schlechthin. Zusammen mit SODOM und DESTRUCTION bildet man das sogenannte „deutsche Dreigestirn“, das auf der ganzen Welt bekannt ist und diese Musik in Deutschland sowie auch auf der ganzen Welt populär macht. Plötzlich formierten sich Thrash-Bands in jedem Winkel dieser Erde, und egal, wen man darauf ansprach: Auf die Frage, wer hat euch beeinflusst, gab es zu 90% die Antwort SLAYER, METALLICA und KREATOR. Und so nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf. Nach über 25 Jahren im Geschäft, über zwei Millionen verkauften Tonträgern, zwölf Studioalben, einigen Besetzungswechseln und unzähligen Touren vor mehreren Millionen von Fans dürfen KREATOR auf ein erfolgreiches Dasein zurückblicken, das seines Gleichen sucht. Obgleich die 80er-Jahre für KREATOR gut liefen, sollte das neue Jahrzehnt kein gutes für die Band werden. Durch das Aufkommen des Grunge und die Veränderung in der Szene waren auch KREATOR gezwungen, etwas zu unternehmen. Anfangs experimentierte man noch etwas mit modernem Sound, Hardcore und auch Groove-Einflüssen – dies stand der Band allerdings nicht besonders gut. Zwar hielten sich die Essener immer noch über Wasser und auch die Presse akzeptierte die Veränderungen, allerdings gingen die Verkaufszahlen stark zurück, und auch das Fanlager wurde immer ungehaltener. Als dann im Jahr 1999 das Album „Endorama“ erschien, war für viele Fans endgültig Schluss. Das Tempo ging von 180 km/h auf 20 zurück und man spielte plötzlich mit sehr melodischen Einflüssen. Teilweise waren sogar Gothic-Parts in das Album eingebaut, und auch ein Gastauftritt von LACRIMOSA-Sänger Tilo Wolff machte das Album zu einem Werk, das für viele Fans einfach zu viel war. Es musste etwas passieren im Lager KREATOR, und das wussten sowohl die Band als auch die übrigen Fans. Nicht nur, dass immer wieder Besetzungswechsel an Gitarre und Bass stattfanden, vielmehr musste man nun alles auf eine Karte setzten. Genau das tat man am Anfang des neuen Jahrtausends mit dem Album „Violent Revolution“. Dies präsentierte die alte Härte von KREATOR in einem neuen Gewand. Zwar klang alles moderner und viel technischer als in den 80er-Jahren, aber dafür hat das Album an Härte und vor allem an Schnelligkeit gewonnen. Gerade die grandiose Technik, die KREATOR auf ihren folgenden Alben hinzufügten, war maßgeblich am Erfolg beteiligt. Die neue Mischung kam bei den Fans und der Presse hervorragend an, und die Band konnte noch einmal den Hals aus der Schlinge ziehen. Vom Anfang dieses Jahrtausends – bis heute – zieht man den neuen Stil durch und spielte so drei Alben ein, die alle sehr beliebt sind und KREATOR wieder zu alter Größe verhalfen. Weder müde noch ausgebrannt bahnt sich die Band weiter ihren Weg durch ein Genre, das maßgeblich von der Band selbst beeinflusst wurde. Auch 2009/2010 wissen KREATOR zu begeistern und zeigen dies unter anderem auf unzähligen Festivals, mit dem zwölften Studioalbum ihrer Karriere [„Hordes Of Chaos], mit einer eigenen Tour und dem Headlinen des Thrashfest. Schon jetzt hat die Band angekündigt, an neuem Material zu schreiben und mit einem neuen Album und einer kommenden Tour zurückzukehren. Ein Ende ist also nicht in Sicht – und so ist der Weg auch weiter bereitet für die deutsche Legende des Thrash Metal.
Ebenfalls eine grandiose Karriere haben EXODUS zu verbuchen. Die Band aus der amerikanischen Bay Area steht seit jeher für kompromisslosen und brachialen Thrash made in USA. Alles nahm Anfang der 80er-Jahre seinen Lauf, als die Band an den ersten Stücken für eine Veröffentlichung arbeitete. Zu diesem Zeitpunkt waren EXODUS noch alles andere als bedrohlich, da man sich zu dieser Zeit noch dem melodischen Hard Rock zugewandt hatte. Trotzdem gelang es der talentierten Band nicht, einen Vertrag zu ergattern. Schon vor der Veröffentlichung des Debüts gab es die ersten Mitgliederwechsel. Dies wäre nicht weiter von Bedeutung gewesen, wenn es sich bei dem Gitarristen nicht um Kirk Hammett gehandelt hätte, der zu METALLICA überlief und dort bis heute seines Lebens glücklich ist. Ersatz wurde schnell gefunden, und ob man es glaubt oder nicht, der Kopf der Band – Gary Holt – war in Frühzeiten noch der Roadie der Band, bis er seine Gitarrenfertigkeiten unter Beweis stellte und schnell zum Kopf der Band avancierte. Mit den Veränderungen in der Band orientierte man sich auch musikalisch neu. Da gab es eine Musikrichtung, die den angepissten Jungs aus der Bay Area viel mehr lag. Die Rede ist natürlich vom Thrash. Und wenn man schon eine solche Musik machen würde, dann bitte auch ohne Kompromisse. 1984 war das Debüt „Bonded By Blood“ fertig gestellt und somit war man eigentlich früher als die meisten Mitstreiter dieser Musik bereit, die Welt zu erobern; allerdings fand sich niemand, der die Platte herausbringen wollte. Ein Jahr musste die Band warten, bis das Debüt endlich die Regale der Plattenläden erblicken durfte. Zwar war man so in den Strom all der anderen Thrash-Veröffentlichungen geraten, doch trotzdem setzte sich das Debüt der Jungs durch. Nicht nur, dass es sich durchgesetzt hat – nein, es wurde auch gleich ein Meilenstein dieses Genres. Der messerscharfe Gitarrensound, der sich fast ins Fleisch zu bohren vermag, und das Rausgebrülle der aggressiven Texte sind bis heute ein Markenzeichen der Band. Bedingt durch persönliche Gründe und die Alkoholsucht von Sänger Paul Baloff, trennte sich die Band vom Sänger und mit Steve „Zetro“ Souza war auch schnell Ersatz gefunden. Paul und Steve wechselten sich später noch einige Male ab, wenn es um den Rang des Sängers der Band ging. 2002 war damit allerdings Schluss, da Paul Baloff an einem plötzlichen Hirnschlag verstarb. Doch zurück zur Mitte der 80er-Jahre. Nach dem Debüt der Band folgten weitere Veröffentlichungen, die viel Lob einheimsen konnten. Live erspielte sich die Band schnell einen sehr guten Ruf, da ihre Musik perfekt in Szene gesetzt wurde. Es folgten vier Alben und diverse Besetzungswechsel, dann sollte der Vorhang um die Band EXODUS fallen. Schon das letzte Werk, „Force Of Habit“, war nicht mehr beliebt unter den Fans. Die Band tauschte ihren harten und schnellen Sound gegen groovige und weniger aggressive Stücke aus. Es kam, wie es kommen musste: EXODUS lösten sich auf. Gary und einige andere alte Mitglieder gründeten die Band WARDANCE, die aber nicht mehr als ein Demo zustande brachte. Es folgten einige Reunion-Versuche, allerdings gingen diese meist schief oder hielten nur für einige Auftritte. Erst 2004 kehrten EXODUS mit dem Album „Tempo Of The Damned“ zurück. Es zeigt die Band, wie man sie in den 80er-Jahren geliebt hat. Schnell, hart und brutal. Auch die kommenden drei Werke bekommen beste Kritiken, und auch ein erneuter Sängerwechsel schadet der Band nicht im Geringsten. Vielmehr kann man behaupten, dass die Band nach vielen Jahren zurückgekommen ist, um sich etwas zu holen, was ihnen schon immer zustand: einen Platz unter den Königen dieses Genres!
Entgegen aller Gerüchte stammt die Band nicht, wie viele es vermuten, aus dem asiatischen Raum. Gegründet wurde die Band in Amerika, um genauer zu sein – ebenfalls in der Bay Area – San Francisco. Trotzdem sind die Wurzeln der Herkunft den Philippinen zuzuordnen. Die Gründungsmitglieder kennen sich bereits ihr ganzes Leben lang, da alle mit einander verwandt sind. Ähnlich wie bei EXODUS war eines der wichtigsten Mitglieder – Sänger Mark Osegueda – erst als Roadie bei der Band tätig, ehe er vollwertiges Mitglied bei DEATH ANGEL wurde. Anfangs war die Band sehr stark vom Blues und Funk angetan und mischte diesen Stil mit dem neu aufkommenden Thrash-Sound. Auch der NWOBHM hatte die Jungs voll gepackt und erst, als die Jungs mit Kirk Hammett zusammenarbeiteten, veränderte sich der Sound deutlich. Kirk Hammett hatte das zweite Demotape „Kill As One“ für die Jungs produziert. Erstaunlich war, wie jung die Band zu diesem Zeitpunkt noch war. Die Hälfte der Musiker war noch nicht einmal 16 Jahre alt. Im Jahr 1987 kam schließlich das Debüt der Todesengel auf den Markt. Zwar war der Markt im Bereich des Thrash Metal schon am Explodieren und man drohte schnell in der Masse zu versinken, aber DEATH ANGEL hatten etwas, was sie von dieser Masse unterschied. Anders als bei Bands wie SLAYER, EXODUS oder KREATOR war der Fokus auf „The Ultra Violence“ nicht auf Härte oder Schnelligkeit gelegt. Vielmehr präsentierte sich die Band als sehr vielseitig und experimentell. Man mischte den harten Thrash Metal mit Soul-, Funk- und Blues-Einflüssen. Dazu kam, dass die Jungs wahre Virtuosen an ihren Instrumenten waren. Ein weiteres Markenzeichen ist bis heute, dass zwar Mark Osegueda Hauptsänger ist, die anderen Mitglieder aber auch oft Gesangsparts oder ganze Lieder übernehmen. Diese einmalige Mischung aus Können und Ideenreichtum kombiniert mit neuen Einflüssen, das ist, was DEATH ANGEL damals so interessant machte und wofür die Band bis heute steht. Alles stand sehr gut um die Band, als Anfang der 90er-Jahre das Schicksaal seinen Lauf nahm. Ein Tourbusunglück, ein schwer verletzter Drummer und der Ausstieg von Sänger Mark waren die Folge dafür, dass sich DEATH ANGEL auflösten. Drei Alben hinterließ die Band bis zu diesem Zeitpunkt. Die Musiker von DEATH ANGEL [ohne Mark] widmeten sich einem neuen Projekt namens THE ORGANIZATION. Unter diesem Namen veröffentlichte man zwei Alben – die Musik hatte aber nichts mehr mit dem zu tun, was die Band als DEATH ANGEL auszeichnete. Einige Jahre später fand man erneut zusammen – dieses Mal mit Mark – und brachte unter dem Namen THE SWARN ein Album heraus. Was daraus folgte, waren einige Auftritte unter dem alten Namen DEATH ANGEL und die baldige Wiedervereinigung der Band. 2004 war es dann Zeit für den vierten Streich der Jungs. „The Art Of Dying“ schlug ein wie eine Bombe. Die beiden Nachfolgealben „Killing Season“ und „Relentless Retribution“ sind wieder DEATH ANGEL pur und zeigen auch noch in der heutigen Zeit, dass Thrash mit einigen Ideen immer wieder anders klingen kann.
Kommen wir zu den Jungspunden in der Reihe. SUICIDAL ANGELS stammen aus Griechenland und sind, im Gegensatz zu den anderen Bands auf der Tour, gerade einmal ein Jahrzehnt aktiv. Mag man nicht glauben, da die Band erst 2007 ihr Debüt auf den Markt gebracht hat, allerdings gab es vorher bereits eine lange Demo- und Findungsphase. Obwohl es schon unzählige Thrash-Bands gibt und vielen schon lange die Luft ausgegangen ist, setzten sich die jungen Griechen das Ziel, Thrash in der absolut reinen Form zu spielen. Schnell, hart und wie eine Schaufel, die einem in die Fresse geschlagen wird, so klingt der Sound der jungen Band. Ein gewagtes Konzept, da es davon schon eine ganze Menge an Bands gab, die sich an diesem Stil versuchten und genauso schnell verschwanden, wie sie gekommen waren. Trotzdem haben die Griechen enormes Talent, viel Ehrgeiz und einen Sound, der die alten Zeiten so gut in die Moderne trägt, dass es schließlich doch mit einem Plattenvertrag geklappt hat. Zwar hat die Band mit dauerhaften Besetzungsproblemen zu kämpfen – vor allem am Bass –, jedoch bahnt man sich seinen Weg weiter, ohne dabei von den Rückschlägen zu Boden gestreckt zu werden. So gelingt es der Band zwischen 2007 und 2010, drei Alben aufzunehmen und dabei Tourpakete der Extraklasse zu begeleiten. Die gut in Szene gesetzten Platten, die sehr guten Pressekritiken und die konstant guten Gigs der Band tragen dazu bei, dass die Griechen bald kein unbeschriebenes Blatt mehr sind. Auch das Thrashfest wird dazu beitragen, dass die jungen Wilden bald ein heißer Tipp für jeden Thrash-Fan sind. Hier darf man sicher noch einiges erwarten…
Glaubt ihr, es ist heute möglich, eine gute Thrash-Band zu sein, ohne bloß eine Kopie von SLAYER, SODOM oder sonst wem zu sein? Ich meine, nehmen wir als Beispiel LEGION OF THE DAMNED. Die wurden ja auch gleich als „neue SLAYER“ abgefeiert. Wie seht ihr das?
Wir haben zurzeit viele Reunions in der Metalszene. Bei einigen Bands freut man sich wirklich, wenn sie nach Jahren zurückkommen und einen Hammer abliefern, und bei anderen denkt man, „Oh mein Gott, hätten sie es bloß sein lassen…“ Habt ihr da auch so Bands?
OK, das eigentliche Interview kommt an dieser Stelle zu seinem Ende und als Letztes haben wir für diesen Teil ein kleines Brainstorming für euch vorbereitet. Wir geben euch fünf Begriffe und ihr antwortet mit den Worten, die euch als Erstes einfallen. Soweit OK?
Von den ersten Worten an singen Mark und Nick mit, scheinen aber nicht auf den Text zu kommen. Dann auf einmal springt Mark auf und brüllt…
ANNIHILATOR – „Never, Neverland“
CRADLE OF FILTH – „Cruelty And The Beast“
DARK TRANQUILLITY – „The Gallery“
KILLSWITCH ENGAGE – „Alive Or Just Breathing“
SEPULTURA – „Arise“
SODOM – „M-16“
BLACK SABBATH – „Paranoid“
DISSECTION – „Storm Of The Light’s Bane“
TURBO – „Last Warrior“
OVERKILL – „Ironbound“
SLAYER – „Show No Mercy“
JUDAS PRIEST – „Ram It Down“
DESTRUCTION – „Infernal Overkill“
IRON MAIDEN – „Piece Of Mind“