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Man stelle sich folgende Situation vor: es ist heiß, sehr heiß… im Getümmel von tausenden, schwitzenden, langhaarigen Menschen werden die Zelte aufgebaut, der Pavillon steht ebenfalls kurz darauf und spätestens jetzt sind alle Anwesenden bereit für die Form von Urlaub, die wir in Heavy-Metal-Deutschland so lieben: Open Air Festivals!
Natürlich dauert es in dieser Situation – sofern nicht sowieso schon weit zuvor geschehen – nicht lange, bis der Erste auf die Idee kommt, sich endlich das verdiente, eisgekühlte Bier zu gönnen, auf das er sich bereits seit dem erinnerungsträchtigen Vorjahr freut. Links steht ein Auto, beladen mit Getränken. Innentemperatur: 38°C. Rechts steht eine Kühlbox: die Kühlakkus sind seit Reiseantritt längst ihrer Kühlfähigkeit beraubt und außerdem ist die Box sowieso viel zu klein, um das geliebte Blonde über zwei bis drei Tage auf Trinktemperatur zu kühlen. Alljährlich ruft dieses Szenario Amateur-Erfinder auf den Plan. Eben Jenen verdanken wir Dinge wie Kinderplanschbecken voller Bier, Erdlöcher mit Eisbeuteln oder Zelte mit Alufolie, die als provisorisches Kühlhaus herhalten. Natürlich sind diese Lösungen nur temporär als kühlend bekannt, da eine entsprechende Isolierung und somit die Speicherung der Kälte nicht gewährleistet ist. Die Lösung für den finanzstarken Metalhead: eine Kühlbox mit 50 Liter Fassungsvermögen und Gaskühlung für ca. 200 €.
Das jedoch war keineswegs eine Option für zwei Mitglieder der Schweinfurter Moshcrew. Die Ideengeber des „Rosaroten Kühlmonsters“, wie sie ihre Erfindung liebevoll tauften, Patrick Ennemoser und Martin Kasier, waren darauf aus, Kälte dauerhaft zu isolieren, um über Tage hinweg das geliebte und gekühlte Bier genießen zu können. Das Ganze natürlich ohne großen Kostenaufwand und möglichst unter Verwendung von Alltagsgegenständen. Wir bei Metalnews.de finden die Idee gleichermaßen praktisch wie verhältnismäßig kosten- und aufwandsgünstig, weshalb wir euch eine Bauanleitung einfach nicht vorenthalten möchten, denn am vergangenen Wochenende haben wir das „Rosarote Kühlmonster“ leicht verbessert [meeeehr Power!] nachgebaut, um sein tatsächliches Können auf die Probe zu stellen.




.:Die Vorbereitung:.

Aus einem Baumarkt des Vertrauens [wir empfehlen den mit den drei Buchstaben und dem orangefarbenen Biber als Maskottchen] kaufe man zum Gesamtpreis von ca. 40 € folgende Materialien:

1 Betonmischwanne aus Kunststoff [max. Größe]
4 ca. 3cm dicke Styroporplatten [Polystyrol]
1-2 Eimerchen Styroporkleber [Achtung: normale Kleber fressen sich durch das Material!]
1 Zackenspachtel
1 Paket [2-3m²] Aluminium oder Zinn beschichtete Styroporplatten
1 Tube Kunststoffkleber
1 dicke, durchsichtige Abdeckfolie
1 Dose Montageschaum
1 Spanholzplatte, zurechtgesägt als Deckel [+1cm an jeder Seite des oberen Wannenrandes]
1 Stück grobes Schmirgelpapier
1 Cutter

Für den Fall, dass ihr eurem Boxdeckel eine schicke Farbe verpassen wollt, braucht ihr außerdem entweder eine Dose Sprüh- oder Streichfarbe sowie eine Dose Klarlack. In diesem Fall solltet ihr nach dem Zuschneiden des Deckels mit dem Anstrich dessen beginnen, damit Farbe und anschließend Klarlack gescheit trocknen können, bis am Ende der Deckel fertig gestellt wird. Ein Anrauen des Deckels ist aufgrund der Spanoberfläche nicht nötig. Einfach gleichmäßig die Farbe mit einem breiten Pinsel oder der Sprühdose [ca. 25cm Abstand] auftragen, trocknen lassen, dasselbe mit dem Klarlack und ab in die trockene Ecke mit dem zukünftigen Deckel.




.:Vorbereitung der Wanne:.

Als ersten Schritt beim eigentlichen Bau der Kühlbox nehmt ihr euch die Betonwanne mit einem groben Schmirgelpapier vor. Reibt die Innenseiten der Wanne gleichmäßig ab, damit eine leicht raue Struktur entsteht. Dies tut ihr, damit der Styroporkleber eine bessere Haftung am Material aufweist.


.:Einkleben der ersten Dämmschicht:.

Jetzt messt ihr mit einem Maßband [hierzu eignet sich ein flexibles Band, kein Zollstock] die Bodenfläche der Wanne aus. Außerdem die Innenseiten unten und oben, da die Betonwanne oben breiter bzw. länger ist als unten und anschließend die Höhe. Zeichnet nun eure Maße auf die dicken Styroporplatten auf und schneidet sie mittels Cutter zurecht. Bevor ihr die Platten mit Styroporkleber bespachtelt, passt sie erst einmal trocken aneinander an. Durch die Flexibilität und evtl. Biegungen der Wanne kann es nämlich sein, dass ihr bei jedem Stück Korrekturschnitte vornehmen müsst. Wenn alles passt, tragt auf jedes Stück Styropor eine gute Menge Styroporkleber mit dem Spachtel auf, so dass ein Streifenmuster über die gesamte Fläche entsteht [Zackenspachtel verwenden!]. Klebt nun die Stücke an die Seitenwände und in den Boden. Ihr solltet jedes Stück ein paar Sekunden lang fest an die Seitenwände drücken, damit sich der Kleber richtig in den Zwischenräumen verteilt und ordentlich haftet. Lasst den Kleber nun ca. 10 Minuten ruhen. Er wird relativ schnell trocknen.




Schneidet in der Zwischenzeit kleine Stücke aus den dicken Styroporresten zusammen, falls dies bei größeren Zwischenräumen und Lücken notwendig sein sollte, und schafft durch deren Ankleben eine möglichst lückenlose Styroporschicht im gesamten Innenbereich. Durch das Trocknen des Klebers kann es sein, dass zwischen den Seitenwänden und den Styroporplatten kleine Luftlücken entstehen. Diese füllt ihr mit dem Montageschaum auf. Bei Montageschaum ist es übrigens normal, dass er großzügig aufquillt. Lasst ihn quellen, wenn nötig über den Rand hinaus. Wenn er getrocknet ist, könnt ihr ihn sowieso, wie das Styropor, mit dem Rand der Wanne gleich schneiden. Dies ist auch der letzte Schritt nach dem Einsetzen aller Styroporteile und dem Abdichten aller Freiräume: das Zurechtschneiden der oben überstehenden Wände auf gleiche Höhe mit dem Wannenrand.




.:Anbringen der zweiten Isolationsschicht:.

Sobald Schaum, Kleber und Wände fest und verbaut sind, könnt ihr damit beginnen, die Alu-Styroporteile auszumessen und zurechtzuschneiden. Hier verfahrt ihr genauso, wie zu Beginn mit den dicken Styroporteilen. Die gesamte Innenfläche muss ausgekleidet werden. Dazu bestreicht ihr die Rückseite des Aluminiums, welche aus dünnem Styropor besteht, ebenfalls mit einer guten Schicht Styroporkleber. Drückt abermals nach dem Kleben die Teile ordentlich an, damit alles gut haftet.




.:Der Deckel:.

Nach einer kurzen Trockenzeit könnt ihr die Öffnung ausmessen, das heißt die Innenseite der Styroporplatten. Anschließend zeichnet ihr eure Maße auf die übrige, dicke Styroporplatte und schneidet sie mit dem Cutter aus. So erhaltet ihr den Rohling des Deckels, der bei Verschluss in der Box versenkt wird. Damit der Deckel perfekt passt, werdet ihr auch hier mit dem Cutter kleine Korrekturschnitte vornehmen müssen. Anschließend klebt ihr mittels Styroporkleber eine schicht Alu-Styropor auf die Unterseite des Deckels. Die andere Seite des Deckels klebt ihr so auf die Unterseite des Holzbretts, dass sie, sobald verschlossen, gleichmäßig auf der Box aufliegt und sie verschließt. Bitte beachtet, dass bis hier hin ausschließlich Styroporkleber verwendet wurde. Der Kunststoffkleber bekommt jetzt seinen Einsatz…




.:Die wasserdichte Innenwand:.

Der letzte Schritt beim Nachbau des „Rosaroten Kühlmonsters“ besteht darin, die Box unverletzbar durch Wasser zu machen. Hierzu braucht ihr den Kunststoffkleber [hier darf es dann ruhig Uhu sein] und die Abdeckfolie. Legt diese stramm in allen Ecken aus und klebt sie gut an der Innenseite [also auf dem Aluminium] fest. Den oberen Rand der Box [allerdings nur den, nicht das Styropor daneben] könnt ihr ebenfalls mit Kleber bestreichen, um die Folie anschließend darauf zu kleben. An den Rändern schneidet ihr den Überschuss einfach ab. Jetzt sollte sich der Deckel ganz sanft in die Öffnung der Box einfügen.




.:Ein Testlauf:.

Um eure Box und ihren beeindruckenden Kühlspeicher zu testen, könnt ihr vier bis fünf Frischhaltebeutel mit Wasser füllen und diese in den Froster legen, bis davon nur noch Eis übrig ist. Legt die Beutel gemeinsam mit einer [ungekühlten] Getränkeflasche eurer Wahl in die Box, verschließt sie und wartet ab, was passiert. Die Box sollte das Eis bis zur endgültigen Schmelze ca. ein bis zwei Tage schützen, so dass eine Temperaturkurve mit nur sehr geringem Anstieg gewährleistet wird. In unserem Test hielt das Eis [allerdings nur mit vier kleinen Beuteln] zwei Tage und die Temperatur stieg in dieser Zeit lediglich um zwei Grad auf 4°C. Unser Tipp: Je mehr Eis, desto niedriger ist die Gesamttemperatur in der Box. Stellt euch vor der Anreise zum Festival also ruhig 15 Beutel in die Box, dann sollte immer noch Eis vorhanden sein, wenn ihr schon längst wieder zu Hause angekommen seid. Eine Alternative sind natürlich die auf einigen Festivals angebotenen, kostenpflichtigen Fünf-Liter-Eisbeutel.




Sollte euch diese verrückte, aber dennoch geniale Idee genau so gut gefallen haben wie uns, dann schickt uns doch einfach ein paar Bilder von euren Werken. Den Einstand wird unsere Box auf dem diesjährigen Summer Breeze Festival geben. Der Härtetest im Selbstversuch, so zu sagen. Selbstverständlich wird es im Anschluss eine neue Bilderserie mit dem Ergebnis geben.

Besten Dank an die Schweinfurter Moshcrew, ihre verzweifelten Gourmet-Säufer Martin und Patrick und euch allen viel Spaß beim Nachbau des „Rosaroten Kühlmonsters“, auch wenn die Farbe natürlich variieren darf. Auf einen wohlig kühlen Festivalsommer, PROST!





UPDATE:

Da ist es passiert… der erste Nachbau unserer Festival-Kühlbox ist vollbracht! Nein, nicht etwa ein handwerklich begabter Jüngling hat hier Kleber und Styropor geschwungen, sondern eine Dame läuft den Herren als Erste den Rang ab. Daniela K. aus Ahaus hat nicht nur eine Single-Variante der Box [d.h.: 6cm dicke Seitenwände aus Styropor für mehr Dämmung, jedoch weniger Inhalt] gebaut, sondern sogar den oberen Rand der Box improvisiert.



In ihrer knallbunten Kühlbox fügt sich der Deckel nicht in die Wände ein, sondern liegt auf den centimetergenau eingelassenen Wänden auf.
Natürlich an dieser Stelle weiterhin der Aufruf: Schickt uns eure Bilder vom Nachbau, wir freuen uns auf alle, die dieser spaßigen Idee einen Versuch widmen.


UPDATE 26. Juli 2009:

Nicht weniger als knapp ein Jahr ist es her, seit wir die Idee zu diesem Artikel hatten und immer wieder erhalten wir Zuschriften von fleißigen Nachbauern, die uns ihre Erlebnisse mit der Kühlbox schildern.

Heute ist es Harald S. aus Bempflingen, der eine leicht abgewandelte, jedoch stabilere Version der Box gebaut hat. Eine mittelalterliche Feld- und Kleiderkiste dient ihm dabei als Wirt für das Styropor-Innenleben und Verpackungsklebefolie als zusätzlicher Halt von außen.

Laut Harald selbst wird die Kiste ihren Einstand auf dem diesjährigen Summer Breeze Festival in Dinkelsbühl geben. Hier gibt der passionierte Mettrinker und Mittelalterfan auch seinen Bier trinkenden Freunden gern die Möglichkeit, ihre Kannen zu kühlen.

Herzlichen Dank an Harald für das Update und die Bilder... und natürlich viel Spaß und kühlen Met beim Breeze!

UPDATE 11. August 2009

Die Erfolgswelle unseres Festival-Kühlshranks reißt nicht ab und so ist es dieser Tage Bastian aus Brühl bei Heidelberg, der beschlossen hat, nicht ohne eisgekühlte Getränke zum diesjährigen Summer Breeze Festival zu fahren. Bastian hat sogar einen eigenen Blogeintrag zum Thema verfasst und eine leichte Abwandlung vorgenommen. Seinen Blog findet ihr hier.
In diesem Sinne: viel Spaß beim Breeze und lass es dir schmecken, Bastian.
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