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"Lang lebe der König"
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Heavy Metal
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Doomcore, Post Hardcore, Sludge
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Heavy Metal, Instrumental
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Death Metal, Melodic Death Metal
5.5 von 7 Punkten
"Detroit liegt jetzt in Schweden"
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Die METALNEWS Top 100! Ich höre jetzt schon die Unkenrufe: „Ah, mal was ganz Neues!“ oder „Suuuuper, da stehen doch sowieso immer die Gleichen an der ersten Stelle!“ – vielleicht, aber mal ehrlich: Muss das Rad denn ständig neu erfunden werden? Gelesen werden diese Ranglisten schließlich jedes Mal von uns allen – und das mit Begeisterung, weil man diese großartigen Alben nochmals Revue passieren lassen will, nach den Platzierungen seiner eigenen Lieblinge sucht und sich dann darüber freut, wundert oder herzlich aufregt! Und klar – die üblichen Verdächtigen konnten auch wir nicht ausschließen, aber wer genau welche Position belegt, ist ja damit noch lange nicht festgelegt, und vielleicht ist es auch sehr interessant zu schauen, welche Truppen es sonst noch so in die Top 100 der Metalnews-Redaktion geschafft haben – eventuell finden sich ja auch für den einen oder anderen noch Anregungen! Jetzt aber viel Spaß beim Lesen, Vergleichen, Abfeiern und Ausrasten – den hatten wir beim Erstellen der Top 100 auch – vor allem Special-Chef soulsatzero, der sich in mühevoller Kleinstarbeit der Auflistung gewidmet hat!

Metal und so,
shilrak & die Metalnewser




100100. EYEHATEGOD – Take As Needed For Pain [1993]
Feedbacks en masse, kranke Vocals und meterdicke Riff-Wände mit SABBATH-Schlagseite: Kaum eine Band klang 1993 so krank wie EYEHATEGOD aus New Orleans. Das zweite Album der Rauchwarenverehrer bildet dabei ein krankes und düsteres Gesamtkunstwerk, das einen unerbittlich verschlingt und das als eines der wichtigsten Alben des Sludge-Genres zu werten ist. Kein Wunder also, dass sich ein Großteil des Live-Sets von EYEHATEGOD heute immer noch aus Stücken von „Take As Needed For Pain“ zusammensetzt! [soulsatzero]

9999. SUMMONING – Minas Morgul [1995]
Kreativität beweisen SUMMONING, als 1995 neben dem Debüt „Lugburz“ auch gleich das zweite Album des DIE VERBANNTEN KINDER EVAS-Nebenprojekts erscheint: „Minas Morgul“ – und den Titel hätte man besser nicht wählen können, denn das Album steht bis heute da wie eine Festung, die jeder Kritik trotzt. Spätestens ab jetzt teilt man den Thron des Bombast-Sympho-Black-Metals mit LIMBONIC ART oder BAL-SAGOTH und bringt mit dem Song „Lugburz“ obendrein einen unsterblichen Hit hervor. [Border]


9898. NAPALM DEATH – Scum [1987]
1316 Sekunden – und Ihr sollt leiden! So bahnbrechend und aufsehenerregend, dass NAPALM DEATH nicht umhin kamen, „You Suffer“ in den Anfangstagen live mehr als 20 Mal zu spielen – pro Konzert. Und auch ansonsten bringen die Birminghamer hier alles auf den Punkt, was Grindcore in der Folgezeit ausmachen sollte: räudig, punkig, extrem, schnell, laut, hässlich, kontrovers und in allen Belangen unbequem. Neben CARCASS’ beiden Erstwerken essentielles Grind-Futter. [Nekropoleon]


9797. KYUSS – Blues For The Red Sun [1992]
Eigentlich ist es ja nur eine weitere Ungerechtigkeit, als Erfinder des Stoner Rock andauernd KYUSS anzuführen, während Bands wie BLUE CHEER weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Angesichts von „Blues For The Red Sun“ kann es allerdings verziehen werden. Dreizehn Wüstenrock-Hymnen vor dem Herrn, rumpelnd, dröhnend, zugeraucht und trotz aller Eingängigkeit alles andere als stumpfes Geschrubbe. Dazu noch der unvergleichliche, genial schmierige Gesang von John Garcia und wunderbar schrullige Texte – „Blues For The Red Sun“ ist nicht das erste Stoner-Rock-Album dieser Welt, aber auf jeden Fall eines der verdammt besten! [Grim_Rieper]


9696. GOJIRA – The Link [2003]
Ob es sich um das beste Album der Band handelt, mag bezweifelt werden, das wegweisendste war es aber sicherlich. Fanden sich bereits bei dem Debüt „Terra Incognita“ alle Merkmale der Band in ungeschliffener Form vor, unterstrichen die Franzosen bereits mit „The Link“ die Stärken, die sie bezüglich der Qualität des Songwritings zu [Prog-]Göttern der Marke OPETH, STRAPPING YOUNG LAD oder NEUROSIS machen sollten. Wer jemals eine Live-Performance von „Remembrance“ gesehen hat, weiß, wovon die Rede ist. GOJIRA präsentieren sich eigenständig und dabei so ungestüm heavy, dass man sich Jahre später ruhig den Songtitel „The Heaviest Matter Of The Universe“ erlauben durfte. [Ammosarier]


9595. SYSTEM OF A DOWN – Toxicity [2001]
Die verrückten Amerikaner armenischer Abstammung wurden zunächst nur als Randnotiz wahrgenommen, doch mit der Single „Chop Suey“ und dem „Toxicity“-Album änderte sich das schlagartig. Schwache SYSTEM OF A DOWN-Alben gibt es zwar bis heute nicht, trotzdem ist „Toxicity“ sowohl das stimmigste als auch das meistverkaufte der Bandhistorie. Abrissbirnen der Marke „Prison Song“, „Jet Pilot“ oder „Psycho“ haben nichts von ihrer Stahlkraft eingebüßt; dazu beweist die Band mit „Forest“, „ATWA“ und „Aerials“, dass sie auch anders kann als nur voll auf die Glocke. Hier hat die Zukunft des Metal begonnen. [kaamos]


9494. ENSLAVED – Frost [1994]
Wenn man das Kind beim Namen nennt, ist es mit der vagen Vorstellung dessen, was einen hier erwartet, nicht weit her. Wie mühelos, geschmackssicher und selbstverständlich ENSLAVED Abwechslung interpretieren, beweist jedes einzelne Stück auf „Frost“. Mit einem unerschütterlichen Vorwärtstrieb gesegnet, zeigen Überstücke wie „Svarte Vidder“ erstmals, dass schrille Gitarren-Arbeit keinen Bruch zu behutsamer Keyboard-Arbeit darstellt... [Micha]


9393. CANNIBAL CORPSE – Tomb Of The Mutilated [1992]
Mit „Tomb Of The Mutilated“ loten CANNIBAL CORPSE erneut in Sachen Cover und Texte die Grenzen des guten Geschmacks aus, während sich die Death Metaller musikalisch brutaler, abwechslungsreicher und deutlich gereifter zeigen. Chris Barnes röhrt absolut unmenschlich, die Gitarren von Owen und Rusay sägen wie schartiges Skalpell, und wer kennt nicht solche Hits wie „Hammer Smashed Face“ und „I Cum Blood“, die zu jedem Live-Set der Kannibalen gehören [müssen]? Für mich das beste Album der Barnes-Ära! [soulsatzero]


9292. DIMMU BORGIR – Enthrone Darkness Triumphant [1997]
Ein Album, das mit einem Schlag den Black Metal veränderte und endgültig ein neues Subgenre etablierte. Mit ihrem dritten Output haben DIMMU BORGIR nicht nur sich selbst, sondern auch dem extremen, düsteren Metal im Allgemeinen durch die perfekte Symbiose aus Black Metal und genialen Keyboard-Teppichen den Durchbruch verschafft. Nice to know: Mit „Enthrone Darkness Triumphant“ stiegen die Norweger als erste Underground-Extrem-Metal-Band in die deutschen Charts ein. Die Scheibe landete auf Platz 75 und konnte sich insgesamt zwei Wochen lang in den Top 100 halten. Eine Woche später erfolgte sogar ein Wiedereinstieg auf Platz 100. [shilrak]


9191. KATAKLYSM – Shadows & Dust [2002]
Das Meisterstück der Kanadier von KATAKLYSM: „Shadows & Dust“. Die vier Jungs aus Québec, die ihre Auslegung des Death Metal als Northern Hyperblast bezeichnen, haben 2002 ein Album veröffentlicht, das ich ohne mit der Wimper zu zucken jedem empfehlen würde, der sich zum ersten Mal mit Death Metal beschäftigen will. Kult ist natürlich der Opener „In Shadows & Dust“ mitsamt Intro aus dem Film „Gladiator“. Auf dem ganzen Album wird einem Death Metal in Reinform um die Ohren geballert, und abgerundet von „balladenhaften“ Songs wie „Where The Enemy Sleeps...“ oder „Face The Face Of War“ wird daraus ein Album, das man immer wieder gerne hört und sich daran zurück erinnert, wie man beim ersten Hören einfach weggeblasen wurde. [Sammy]


9090. DANZIG – Danzig [1988]
Glenn DANZIG fackelte nach dem Ableben von MISFITS/SAMHAIN nicht lange und gründete seine eigene Band. Mit Eerie Von, John Christ und Chuck Biscuits sollte diese Band nie besser als auf ihren ersten paar LPs werden. Schwarz-Weiß-Ästhetik, der fiese Schädel [fürderhin DANZIG-Emblem] und toughe Leder-Rocker-Posen boten den passenden Rahmen für Düster-Rock-Klassiker – und mit dem unsterblichen „Mother“ die Hymne für alle Mütter, die jemals entsetzt einem langhaarigen, lederbejackten Jüngling die Tür öffnen mussten, um ihre Tochter zum Date abholen zu lassen. Mit reduzierten, boshaft eingängigen Blues-Riffs, simpel-wuchtigen Drums, DANZIGs leidenschaftlichem „Evil Elvis“-Crooning, knochentrocken produziert von Rick Rubin, gehört „Danzig“ in jede anständige Rock-/Metal-Plattensammlung. [dkay]


8989. HELLOWEEN – Keeper Of The Seven Keys Part I [1987]
1987 war das Jahr, in dem HELLOWEEN nicht nur ihre Popularität steigerten, sondern einen Meilenstein für ein ganzes Genre auf die Welt losließen. Mit „Keeper Of The Seven Keys Part I“ versetzten HELLOWEEN den Power Metal in eine unglaubliche Welle des Erfolgs. Plötzlich tauchten von allen Seiten Bands auf, die wie HELLOWEEN klingen wollten. Dabei hat sich sogar die Struktur des Albums etabliert –ein Intro und ein Überlängelied [zehn Minuten] nehmen sich viele Power-Metal-Bands bis heute als Vorbild. Neben zahlreichen Hits wie „Future World“ oder „Halloween“ stellt „Keeper Of The Seven Keys Part I“ nicht nur einen Meilenstein da, sondern auch den kommerziellen Durchbruch der Band sowie ein schweres Erbe, welches der Band noch lange auferlegt sein soll. [Ashes Of Eden]


8888. THE HAUNTED – Revolver [2004]
Häufig werden THE HAUNTED als Nachfolgeband der legendären AT THE GATES gehandelt, was besetzungstechnisch auch richtig sein mag. Musikalisch wird hier jedoch moderner Thrash Metal gespielt, und auf diesem Gebiet macht den Schweden keiner so schnell etwas vor. „Revolver“ ist das vierte Studioalbum der Band und markiert die Rückkehr von Sänger Peter Dolving. Von Anfang an wird eine extrem dichte und drückende Atmosphäre aufgebaut, die sich sowohl durch brachiale Thrasher wie den Opener „No Compromise“ als auch durch schleppendere Songs wie „Abysmal“ oder „My Shadow“ zieht. Und genau diese Atmosphäre in Kombination mit Peters wahnsinnigem Organ macht dieses Album zu einem wahren Meisterwerk. [Sammy]


8787. OBITUARY – Cause Of Death [1990]
Nach dem kultigen „Slowly We Rot“ steigern sich OBITUARY auf „Cause Of Death“ noch einmal spürbar, was nicht zuletzt an den genialen Soli von James Murphy liegt. Natürlich gibt es wieder den charakteristisch sägenden CELTIC FROST-Gedächtnis-Sound der Florida-Deather und die unverwechselbare Röhre von John Tardy – Texte jedoch konsequenterweise nicht. Dafür aber die ausgezeichneten „Body Bag“, „Chopped In Half“ oder „Turned Inside Out“, sodass „Cause Of Death“ bislang unerreicht bleibt. [soulsatzero]

8686. CANDLEMASS – Epicus Doomicus Metallicus [1986]
Mehr Programm im Titel geht fast nicht. CANDLEMASS ließen 1986 ein bitterschwarzes Stück Musik los, das Doom Metal im Allgemeinen und Epic Doom im Speziellen maßgeblich mitgestalten sollte. Episch, abgrundtief sinister und für damalige Soundverhältnisse tonnenschwer dröhnt die sechsteilige Düsternis, die neben der Etablierung des typischen Stils vor allem auch beweist, dass Messiah Marcolin nicht der einzige CANDLEMASS-Sänger mit Identifikationsappeal war. Johan Langquists gesangliche Performance ist hier über jede Schwachstelle erhaben. [Nekropoleon]


8585. DARK TRANQUILLITY – Damage Done [2002]
Nachdem die Mitbegründer des Göteborg-Stils bereits mit „Gallery“ einen frühen Meilenstein geschaffen hatten, flüchten sie sich in den 90ern mit „Projector“ in weitaus poppigere Gefilde. Anno 2002 war davon allerdings nicht mehr viel übrig, denn mit „Damage Done“ präsentierten sie ein Album, das aufzeigte, wie Melodic Death Metal im neuen Jahrtausend glaubwürdig klingen konnte. Rundum modernisiert und trotzdem kein einziges Eingeständnis an den Mainstream. Hits der Marke „Final Resistance“, „Hours Passed In Exile“ und der Titeltrack sprechen da für sich. [Ammosarier]


8484. GORGOROTH – Incipit Satan [2000]
Gute Tage für den Black Metal. Gaahl repräsentiert GORGOROTH, keiner kümmert sich um seine Neigung, vielmehr um die erlebnisreiche Bühnenshow. Das neue Jahrtausend fängt gut an, denn „Incipit Satan“ wurde auf die Welt losgelassen. Schon der Titelsong lässt einem die Haare zu Berge stehen. Raues, böses und reines Schwarzmetall. Eine Stimme, wie sie die Black-Metal-Welt so schnell nicht mehr erfahren sollte. Auch zehn Jahre später ist an dieser Scheibe nichts alt geworden. Inspiration; ein Traum. [Necrologue]


8383. W.A.S.P. – W.A.S.P. [1984]
Als W.A.S.P. ihren Erstling veröffentlichen, befindet sich die Metal-Szene der amerikanischen Westküste gerade in voller Blüte. Bereits auf ihrem ersten Album glänzte die Truppe jedoch durch eine Hitdichte, die ihre Zeitgenossen während ihrer gesamten Karriere nicht erreichen sollten. Der schon im damaligen Vergleich kompromisslos rohe Sound der Truppe und der markante Gesang von Blackie Lawless machten Songs wie „Animal“ und „I Wanna Be Somebody“ zu Publikumslieblingen und dieses Album unsterblich. [Metalviech]


8282. TIAMAT – A Deeper Kind Of Slumber [1997]
Obwohl „A Deeper Kind Of Slumber“ bereits vor 13 Jahren veröffentlicht wurde, ist das Album immer noch seiner Zeit voraus. Dass TIAMAT zu Großem fähig sind, haben sie auf „Clouds“ [1992] und vor allem „Wildhoney“ [1994] bewiesen, aber nichts stellt sich diesem Album in den Weg. Schüchterne Gothic-Reste meets Nick Cave meets LSD meets Soli von David Gilmour meets Jungle/House-Einflüsse meets großes Songwriting, pure Schönheit und außerordentlicher Mut. Ein wunderschöner Trip in eine bessere Welt. [nnnon]


8181. CELTIC FROST – Into The Pandemonium [1987]
Was sollte man davon halten? Die wohl bislang unheimlichste Band der Welt stand plötzlich im Rokoko-Outfit auf der Bühne und coverte „Mexican Radio“ von WALL OF VOODOO. Zudem wich das untote Gegrunze Tom Warriors an vielen Stellen verzweifeltem Keuchen. „Into The Pandemonium war für viele eingefleischte FROST-Fans ein echter Schock. Arbeitet man sich allerdings in die Atmosphäre dieses wohl mit dem unheimlichsten Cover der Bandgeschichte versehenen Albums ein, erschließt sich der morbide Charme dieses Avantgarde-Metal-Manifests, und selbst eine auf den ersten Hör flockige Nummer wie „I Won’t Dance“ wird urplötzlich zur schaurig bedrohlichen Kampfansage an den Mainstream. Ein Kunstwerk – und bis heute ein völlig eigenständiges, unvergleichliches Stück Musik. [Mattaru]


8080. SATYRICON – Rebel Extravaganza [1999]
Zwei Jahre, nachdem DIMMU BORGIR mit ihrem majestätischen Meisterwerk „Enthrone Darkness Triumphant“ den Black Metal gehörig umgekrempelt hatten, entfaltete Sigurd „Satyr“ Wongraven anderswo in Norwegen seinen Hang zur Exzentrik und erhob mit dem klinisch kalten, Industrial-angehauchten „Rebel Extravaganza“ den Stinkefinger. Ein verdammt mutiger und perfekt punktierter Schlag ins Gesicht der Szene und ein Befreiungsschlag für SATYRICON, die ab sofort eine stetige Weiterentwicklung und hohen künstlerischen Anspruch für sich einnehmen durften. [shilrak]


7979. NEUROSIS – Enemy Of The Sun [1993]
Egal, wie gut es Dir gerade geht und wie sehr Du Dich mit der deprimierenden Sinnlosigkeit des Daseins arrangiert und abgefunden hast: „Enemy Of The Sun“ ist wie kaum ein anderes Album aus dem nicht eben optimistischen Gesamtwerk von NEUROSIS geeignet, alle alten Wunden wieder aufzureißen und die nächste Sinnkrise einzuläuten. Monströse Riffwände, manisches Gebrüll, perfekt eingesetzte Samples und eher zermürbende als erholsame Ruhepausen bestimmen die 70 Minuten von „Enemy Of The Sun“, das zu den intensivsten und finstersten Alben des Posthardcore/Doom-Genres gehört. Schmerz kann so schön sein! [Grim_Rieper]


7878. OZZY OSBOURNE – Blizzard Of Ozz [1980]
Als 1980 „Madman“ OZZY OSBOURNE mit „Blizzard Of Ozz“ sein erstes Solo-Album vorlegte, bewies er eindrucksvoll, dass er auch ohne seine ehemaligen Bandkollegen von BLACK SABBATH zurechtkommt. Auf diesem Solo-Debüt zeigte der Brite eine andere Seite von sich und schuf echte Klassiker wie „Crazy Train“, „Goodbye To Romance“ und „Mr. Crowley“. Zusammen mit Gitarrist Randy Rhoads durchlief OZZY OSBOURNE auf diesem Album die komplette Spannbreite, von sentimentaler Ballade bis zu elektrisierenden Rhythmen, hatte hörbar Spaß daran und brachte den Heavy Metal in das neue Jahrzehnt. [sebyK]


7777. CHILDREN OF BODOM – Hatebreeder [1999]
Bereits mit ihrem zweiten Album zementierten die Finnen ihren Status als eine der wichtigsten Bands der modernen Metal-Szene. Gezeichnet von einem irrsinnig hohen Energielevel und angefüllt mit jede Menge Gänsehautmelodien und halsbrecherischen Soli aus den begabten Händen von Frontmann Laiho ist „Hatebreeder“ das erste Ausrufezeichen in der steilen Karriere der Band und Zeugnis der überragenden musikalischen wie technischen Fähigkeiten dieses Quintetts aus dem Land der tausend Seen. [Metalviech]


7676. ANNIHILATOR – Never, Neverland [1990]
Nachdem die kanadische Thrash-Truppe um Ausnahme-Gitarrist Jeff Waters ein Jahr zuvor mit „Alice In Hell“ bereits hatte punkten können, wurde mit dem kompositorisch und produktionstechnisch wesentlich ausgereifteren „Never, Neverland“ noch mal nachgelegt. Hier zeichnete sich bereits die bedauernswerte ANNIHILATOR-Tradition ab, mit [fast] jedem neuen Album auch einen anderen Sänger zu präsentieren, und die markanten, teils irrwitzigen Speed-Riffs und Melody-Leads von Waters verleihen „The Fun Palace“, „Sixes And Sevens“ oder dem Titeltrack enormen Wiedererkennungswert. „Stonewall“ gab seinerzeit sogar eine 12“-Maxi ab, und „Phantasmagoria“ ist noch heute ein absolut unverzichtbares Highlight auf der Setlist eines jeden ANNIHILATOR-Konzertes. [dkay]


7575. DISILLUSION – Back To Times Of Splendor [2004]
Immer wieder stehen die Sterne günstig, die Musikwelt krampft zusammen und speit ein beispielloses Jahrhundertwerk aus. Die Leipziger DISILLUSION beeindruckten schon mit ihrer Eigenproduktion, aber mit so einem starken Labeldebüt wie „Back To Times Of Splendor“ hatte wohl nicht einmal der beinharte Fankreis gerechnet. Unvergleichlicher, vielschichtiger, harter und sehr progressiver Metal in XXL-Cinemascope mit traumhaften Melodien, die die ausladend langen Epen traumhaft einladend machen. Wahrhaft großes Kino! [nnnon]


7474. ACCEPT – Restless And Wild [1982]
Wer kennt nicht die berühmten ersten Sekunden von „Restless And Wild“? „Heidiheidoheida...“ macht es, ehe es mit Volldampf losgeht. Unheimlich schnell und hart legen ACCEPT mit „Fast As A Shark“ nicht nur einen Meilenstein hin, sondern ebnen auch den Weg für Power Metal. So schnell zu spielen war nicht nur für ACCEPT, sondern auch für das Jahr 1982 ein echtes Highlight. Wen wundert es da, dass „Restless And Wild“ als ewiger Klassiker der Metal-Geschichte gefeiert wird? [Ashes Of Eden]


7373. BATHORY – Bathory [1984]
Mit dem Debütalbum „Bathory“ entzündete Quorthon die Flamme des Black Metal und setzte somit den Grundstein eines neuen Genres. Schon das stimmungsvolle Intro strotzt nur so vor Kälte, Hass und Leere. Bei Kultsongs wie „Reaper“, „Necromansy“ oder dem Highlight „Raise The Dead“ ist die Aggression absolut glaubwürdig zu spüren. Mit 26 Minuten ist die Scheibe relativ kurz geraten, umso größer war der Einfluss auf die kommenden Bands, und als Blackie ist die CD sowieso absolute Pflicht! [PanSe]


7272. AC/DC – Back In Black [1980]
Drei Monate nach dem tragischen Tod von Bon Scott meldeten sich AC/DC mit ihrem wohl wichtigsten Album zurück. Schon mit dem grandiosen Opener und All-Time-Klassiker „Hells Bells“ schrieben die Australier Musikgeschichte. Die folgenden Songs standen dem Eröffnungsstück in nichts nach, jeder Song dröhnt gewohnt dreckig und absolut groovend durch die heimischen Boxen. „Shot To Thrill“, „Let Me Put My Love Into You“ oder auch die Hymne „Back In Black“ sind Songs, die wohl einfach jeder mag, der im Entferntesten etwas mit Gitarrenmusik anfangen kann. „Back In Black“ läutet eine neue Ära von AC/DC ein und versprüht eine absolut geniale und einzigartige Atmosphäre, die bei jedem Hördurchgang erneut gezündet wird – dieses Werk wird niemals langweilig werden und lässt Bon Scott in der Musik weiterleben! [PanSe]


7171. IN FLAMES – Clayman [2000]
Ich glaube, man kann mit gutem Recht behaupten, dass IN FLAMES inzwischen die erfolgreichste Melodic-Death-Metal-Band des Planeten ist, auch wenn der aktuelle Stil kaum noch etwas mit den Wurzeln der Band gemein hat. Aber kaum eine andere Band schaffte es über die Jahre hinweg, ihren Stil permanent weiter zu entwickeln und somit das ganze Genre wegweisend zu beeinflussen. Ein entscheidender Wendepunkt in der Entwicklung der Band ist meiner Meinung nach das Album „Clayman“. Das Grundgerüst war immer noch Melodic Death Metal der Göteborger Schule [bei dessen Entstehung die fünf Schweden eine nicht unwichtige Rolle spielten], doch mit wesentlich modernerem Anstrich. Mit „Only For The Weak“ wurde ein Song geschrieben, der auch heute noch auf keiner Party fehlen darf. [Sammy]


7070. DEVIN TOWNSEND – Terria [2001]
Wenn man ein Album des Kanadiers Devin Townsend als den Meilenstein auserwählt, schafft man sich zwangsläufig jede Menge Feinde, da jedes seiner Werke eine ganz eigene Note und trotzdem immer den Stempel des Meisters trägt. Als Gesamtwerk bleibt jedoch „Terria“ unübertroffen, denn diese Platte ist eine einstündige Reise im Kopf. Ambient-Teile verbinden sich mit harten Passagen, mächtige Chöre führen durch saftige Wiesen, und wenn Devin gegen Ende hin „Come in, can I offer you a beer?“ singt, dann möchte man liebsten noch eine ganze Weile länger in dieser Kopflandschaft bleiben. Eine wunderschöne Hommage an sein Heimatland, vom seltsamen Intro bis hin zum kitschigen Schluss. [Ammosarier]


6969. MALEVOLENT CREATION – Retribution [1992]
Was für ein Brett! Mit „Retribution“ zeigen MALEVOLENT CREATION aus Fort Lauderdale sämtlichen Death/Thrash-Bands, wie das nahezu vollkommene Album auszusehen hat. Eine Abrissbirne nach der anderen lässt keinerlei Verschnaufpausen zu, die Produktion drückt einen an die Wand und die massiven Riffs schlagen ein wie Granaten. Obendrauf noch das völlig angepisste Gebell von Brett Hoffmann mit seinen irren Screams und fertig ist mit „Retribution“ das Rundum-sorglos-Paket für jeden Death/Thrasher! [soulsatzero]


6868. ICED EARTH – Something Wicked This Way Comes [1998]
1998 kehrt das womöglich funktionierendste, wenngleich spannungsgeladendste Gespann aus Songwriter und Sänger, Jon Schaffer und Matt Barlow sind gemeint, zurück, um der feiernden Power-Metal-Gemeinde das bis dato fünfte und erfolgreichste Album, „Something Wicked This Way Comes“, darzubieten. Von „Blessed Are You“ über „Watching Over Me“ und natürlich bis hin zu „Melancholy [Holy Martyr]“ besteht das Album aus absoluten Überhits, die ICED EARTH schnell zum Dauerbrenner in den Clubs machen. [Border]


6767. BATHORY – Hammerheart [1989]
Im Bereich des Viking Metal gibt es immer eine Band, mit der man sich messen lassen muss: BATHORY. Mastermind Quorthon veränderte den bisherigen Black-Metal-Sound seiner Band und erschuf 1989 „Hammerheart“, bei dem die unverkennbaren Black-Metal-Einflüsse mit viel Epik, ein wenig Doom und etwas Odin und Walhalla den Ton angeben. Dabei erschaffen die Schweden eine Atmosphäre, die die nur mittelmäßige Produktion unwichtig erscheinen lässt und ihresgleichen sucht, denn spätestens nach „Shores In Flames“, dem ersten der sieben langen Songs, fühlt man sich auf ein Drachenboot versetzt. [sebyK]


6666. BOLT THROWER – The IVth Crusade [1992]
Die englischen Bolzenwerfer feuern mit „The IVth Crusade“ ihr bislang stärkstes Geschoss ab, das eine riesige musikalische Weiterentwicklung nach dem schon überragenden „War Master“ aufzeigt. Die Band klingt durch ihren wummernd-walzenden Gitarensound und die charismatischen Growls von Karl Willetts völlig eigenständig und wie eine unerbittliche Streitmacht. „Where Next To Conquer“, „As The World Burns“, „This Time It’s War“, „Spearhead“ – was will man bei diesen Klassikern als Death-Metal-Fan eigentlich noch mehr? [soulsatzero]


6565. ENTOMBED – Clandestine [1991]
Wahnsinn! Ein Sänger, der saftig und fett alles niedergrowlt und im richtigen Moment atmosphärische Schreie absondert, ein Drummer, der unfassbar dynamisch die Songs unterstreicht, sodass man beim Autofahren aufs Lenken scheißt und Luftschlagzeug spielt. Dabei noch Songs, die einmalig sind und die Ära des Schwedentods auf ein nie dagewesenes Level hebt. Bis heute unerreicht! [shub]


6464. MY DYING BRIDE – Turn Loose The Swans [1993]
Die bleierne Schwere und Melancholie eines MY DYING BRIDE-Albums war durch die Vorgängerscheiben bekannt. Die Fertigkeit, aus den vorhandenen Elementen ein so durchdringendes und künstlerisch abgerundetes Werk entstehen zu lassen – und dabei die eigenen Trademarks auf derart leichtfüßige Weise auszubauen –, jedoch nicht. Hier kommt zusammen, was zusammen gehört: Träne, Schmerz, Hoffnung, Kunst und Komposition. Heutzutage leider viel zu selten anzutreffen. [shub]


6363. IMMORTAL – At The Heart Of Winter [1999]
Das erste IMMORTAL-Album, das sich dem bis dahin mit MARDUK andauernden Wettstreit um den Titel der schnellsten Band des Planeten entzog, setzte gleichzeitig den Grundstein für den heute etablierten Sound des Trios. Ausnahme – der heftigere Nachfolger „Damned In Black“. Wie auch immer, an die klirrend kalten Riffs langt höchstens noch DISSECTIONs Meilenstein „Storm Of The Lights Bane“ heran; Abbaths knarzendes Organ und die hier enthaltenen epischen Black-Hymnen hingegen bleiben unerreicht. [shilrak]


6262. MESHUGGAH – Chaosphere [1998]
Es gibt wohl kaum eine Metal-Band, die solch einen einzigartigen Stil entwickelt hat, dass dieser sich wie ein roter Faden durch jedes einzelne Lied der Band zieht. Den Schweden MESHUGGAH ist dies durch den Einsatz von schwindelerregender Polyrhythmik gelungen. Umso schwerer fiel es hier, das größte Referenzwerk herauszunehmen. Das Rennen machte letztendlich „Chaosphere“, da diese Platte den Brückenschlag der Thrash-beeinflussten Vergangenheit und den fast bis ins Absurde abdriftenden Spätwerken wie „Nothing“ oder „Catch 33“ darstellt. Die Devise für den Konsum von MESHUGGAH bleibt trotzdem dieselbe: Mitgrooven und genießen, aber bloß nicht darüber nachdenken. [Ammosarier]


6161. EXODUS – Bonded By Blood [1985]
Schon die ersten Takte und sägend-speedigen Riffs versetzen einen zurück in die späten 80er, als der Thrash Metal noch jung, wild und gefährlich war, überwiegend aus der Bay Area kam und sich in Spandexhosen und Muscle-Shirts quetschte. Die shreddenden Gitarren des Duo infernale Holt/Hunolt, die Bollerdrums, Paul Baloffs schrille Thrash-Vocals, die damals furchteinflößenden Texte und das schröckliche Coverartwork mit den siamesisch-diabolischen Zwillingen waren seinerzeit schlicht wegweisend. Selbst die damals in der Szene übliche Selbstbeweihräucherung in Tracks wie „Exodus“ oder „Metal Command“ erweist sich als zeitlos, denn wesentlich besser und gewalttätiger als auf „Bonded By Blood“ wurde das Thrash-Lebensgefühl dieser Generation bis heute nicht mehr vertont. [dkay]


6060. AMON AMARTH – Versus The World [2002]
„Somewhere Over The Rainbow“. Nein, falsches Genre, andere Musiker. Das 2002er Opus der Viking-Metal-Superstars AMON AMARTH generiert indes ähnliche Gefühle. „Versus The World“ ist wohl das intensivste Album, das die Schweden um Johann Hegg je geschrieben haben. Von harten Schlachtmärschen [„Death In Fire“], über rührende Balladen [„... And Soon The World Will Cease To Be“] zu sich einprägenden Knüppelorgien [„Bloodshed“]. Der schlichte Höhepunkt; die Essenz dessen, was man Viking Metal nennen sollte. [Necrologue]


5959. OPETH – Morningrise [1996]
Während „Orchid“ die Prog-Deather bereits ein Jahr zuvor als die neuen Helden des anspruchsvollen Extreme Metals ankündigt, ist es für OPETH 1996 erst das Zweitwerk, „Morningrise“, das mit noch tiefgreifenderer Komposition, eingespielterer Routine und den unverkennbaren, OPETH’schen Arrangements das Tor für die Band öffnet, der breiten Masse gegenüber vorstellig zu werden. OPETH, eine jener Bands, die bereits zu Karrierebeginn mit Ansage abliefern, was Bisheriges in den Schatten stellt. [Border]


5858. CRADLE OF FILTH – Cruelty And The Beast [1998]
Black Metal oder nicht? Manchmal glaubt man, dass sich das Schicksal von CRADLE OF FILTH an dieser eher nebensächlichen Frage entscheidet. Dabei sind Dani und seiner Truppe solche Diskussionen vollkommen Latte. Die musikalische und lyrische Überlegenheit der Truppe offenbart sich auf jedem Album neu und tritt die sog. Elite der Schwarzheimer mit bösem Vampir-Lächeln immer wieder in den Staub. So effektiv wie auf dem 98er Opus gelang den Engländern die Verknüpfung aus hoch anspruchsvoller Story und musikalischer Klasse nie wieder. Technische Brillanz verbunden mit erhabener Melodik macht dieses Werk zu einem Kopfkino-Highlight. Die schaurige Geschichte über die gnadenlose Elizabeth Bathory wurde nie ergreifender erzählt und ist trotz üppiger Spielzeit immer viel zu schnell vorüber. Anspieltipp: alles. [Mattaru]


5757. SAVATAGE – Streets: A Rock Opera [1991]
Ein Album – ein Klanggebilde – eine Beleidigung. Das Coverartwork zum Meisterstreich „Streets: A Rock Opera“ von SAVATAGE ist schlichtweg eine Beleidigung fürs Auge. Wie schmerzhaft ist es zu wissen, wie wundervoll die Musik ist, die hier so schäbig visualisiert wird. Ansonsten gibt es aber rein gar nichts zu meckern. Denn mit „Streets: A Rock Opera“ hat man nicht nur die perfekte Verbindung zwischen wuchtigem Heavy Metal/Power Metal und Klassik geschaffen, nein, man hat auch den Weg für ein bis dato ziemlich kleines Genre bereitet. „Streets: A Rock Opera“ ist eine der ersten Rock-Opern unserer Zeit, und bis heute haben es nur wenige geschafft, eine Rock-Oper zu schaffen, die auch nur annähernd soviel Gefühl aufweist wie diese Platte. Ein Ausbruch der Emotionen ist garantiert! [Ashes Of Eden]


5656. PESTILENCE – Testimony Of The Ancients [1991]
Ein Meilenstein des technischen Death Metal, und das aus Holland, wer hätte es gedacht? Hier wird aus der besessenen Gitarrenarbeit und diversen anderen Zutaten aus Death- und Thrash Metal eine Fusion geschaffen, die mit keinem anderen Werk dieser Zeit vergleichbar ist. Durch Midtros, Arrangements und hohe kompositorische Fähigkeiten schneidern PESTILENCE das Album ihrer Karriere und ziehen damit mit Szenegrößen wie DEATH in Sachen Technik, Weitsicht und Eigenständigkeit gleich. Dunkel und bösartig, zugleich aber auf fortschrittlich hohem Niveau, ohne Anpassung an Bestehendes, meißeln die Holländer ein Album ohne Schwächen in die Ewigkeit! [shub]


5555. PORCUPINE TREE – In Absentia [2002]
„In Absentia“ gilt als das Album, mit dem PORCUPINE TREE den Metal für sich entdeckt haben. Schwelgten sie bis dato nur im Floyd’schen Schönklang, gibt es hier auch schon mal brachialere Einschübe, wenn auch nur vereinzelt. Trotzdem markiert „In Absentia“ auch in kommerzieller Hinsicht den Durchbruch für Steven Wilson und seine Jungs. Fortan fällt der Name PORCUPINE TREE auch schon mal in einem Atemzug mit TOOL, RADIOHEAD, OPETH und anderen wichtigen Vertretern der zeitgenössischen progressiven Rockmusik. [kaamos]


5454. AUTOPSY – Mental Funeral [1991]
„Mental Funeral“ ist gleichzusetzen mit Death Metal. Nicht mit der später handelsüblich gewordenen, klinisch sauberen Chirurgenbrutalität, sondern mit Death Metal, wie er sein soll. Dreckig, stinkend, verdreht und düster, dabei aber dennoch so mitreißend und unterhaltsam wie ein Fußballspiel im norddeutschen Wattenmeer. AUTOPSY haben einen absoluten Klassiker geschaffen, der so vermutlich niemals wieder entstehen wird, eine groteske Mutantenwildsau von einem Album, die sich nach dem hastigen Verschlingen einiger ungewaschener Punks und zu langsam fliehender Doomer an Euren Bier- und Marihuanavorräten vergreift, um anschließend voller Inbrunst auf Euren Teppich zu göbeln. Death Metal! [Grim_Rieper]


5353. SLIPKNOT – Slipknot [1999]
SLIPKNOT haben mit ihrem gleichnamigen Debüt 1999 den Nerv der Zeit getroffen. Um hundertfaches krasser und brutaler als KORN, LIMP BIZKIT und Konsorten, kontroverse Aussagen in den Medien und eine unkontrollierte neunköpfige Bestie aus Nu-Metal und Neo-Thrash, die damals niemand erwartet hatte. In Punkto Aggression wohl nur noch vom Nachfolger „Iowa“ getoppt, an Intensität aber nie wieder erreicht. Nice to know: Der Song „Purity“ wurde lediglich auf der Erstauflage im Digipak verkauft, wurde dann aber wegen des zu heftigen Textes vom Album genommen. Auf der mittlerweile erschienenen 10th Anniversary-Version ist der Track allerdings wieder enthalten. [shilrak]


5252. DARKTHRONE – A Blaze In The Northern Sky [1992]
Aus dem Unwillen heraus, weiterhin Death Metal zu spielen, entstand ein Album, das ein ganzes Genre quasi alleine in die Welt geschrien und ihm gleichermaßen stilistische Grenzen aufgesetzt hat, mit denen sehr viele jüngere Bands zu kämpfen haben: Säuselnd-sägende Gitarren, polterndes Schlagzeug, heiseres bis kraftvolles Gekrächze sowie ein Bass, der nur theoretisch mitaufgenommen wurde. Nichtsdestotrotz bläst dieses Monstrum bis heute fast alles weg, was sich „Black Metal“ schimpfen lässt. Kult! [Micha]


5151. SUFFOCATION – Pierced From Within [1995]
Zwei Jahre nach dem soundtechnisch versiebten „Breeding The Spawn“ wird mit „Pierced From Within“ die Scharte locker ausgewetzt und die bislang vielschichtigste CD von SUFFOCATION veröffentlicht. Wünsche bleiben kaum offen: Die so charakteristischen SUFFO-Gitarren und das einzigartige Gebell von Frank Mullen machen sofort klar, wer hier auf Albumlänge gewinnt und mit dem Titelstück, „Thrones Of Blood“ oder auch „Torn Into Enthrallment“ zeitlose Todesblei-Perlen abliefert! Pflichtprogramm! [soulsatzero]


5050. SEPULTURA – Chaos A.D. [1993]
Auf „Chaos A.D.“ integrierten die brasilianischen Thrasher erstmals musikalische Einflüsse ihres Heimatlandes [vornehmlich im perkussiven Bereich] in ihre brachialen Kompositionen und schufen somit ein Novum. SEPULTURA waren auch nicht länger eine Underground-Band, sondern heimsten plötzlich Goldauszeichnungen ein. Die Zukunft schien rosig, doch dann kam alles anders. Dieses Statement in Albumform aber bleibt bestehen und alleine durch die unbändige Kraft des Openers „Refuse / Resist“ wird man jedes Mal aufs Neue in die Knie gezwungen. „Chaos A.D. / Disorder Unleashed“![kaamos]


4949. AMORPHIS – Tales From The Thousand Lakes [1994]
Nach dem fulminanten Debüt, „The Karelian Isthmus“, kehren die finnischen Pioniere der Folklore-Death-Metal-Mixtur zurück auf den Olymp innovativer Klangkunst. AMOPRHIS liefern 1994 das Genre-Kultalbum überhaupt ab und gelten bis heute als Legende des Melodic Death Metal. Erstmals gelingt es einer Band, authentisch Emotion, Raserei und ein Gespür für das Filigrane auf einem Album zu vereinen. Bis heute ist „Tales From The Thousand Lakes“ das berühmteste Album der Finnen. [Border]


4848. MORBID ANGEL – Blessed Are The Sick [1991]
Nach „Altars Of Madness“ der zweite Geniestreich der Deather. Wie Death Metal hier mit doomigen Passagen, atmosphärischen Zusätzen und den technischen Fertigkeiten einer aufstrebenden Band in Szene gesetzt wird, war bis dato nicht dagewesen und dürfte eine Menge von Bands beeinflusst haben. Ein in sich geschlossenes Werk voller schwarzer Energie und dem Stempel eines Ausnahmegitarristen, der seinen ganz persönlichen Wahnsinn hier ohne Rücksicht auf Verluste in ein perfektes Album komprimiert, das die Szene revolutioniert hat. Hier hat man es nicht mit gewöhnlichem Death Metal zu tun. Wir reden hier von Kunst! [shub]


4747. BLIND GUARDIAN – Imaginations From The Other Side [1995]
Mit dem Vorgänger „Somewhere Far Beyond“ hatten die Krefelder Bombast-Metaller ihren Stil definiert, allein der Sound kam noch nicht mit. Dies änderte die Band mit dem Folgealbum, das nicht nur hervorragend aussieht, sondern auch so opulent klingt wie nie zuvor. Zudem stimmt die Mischung aus progressivem Bombast und locker-flockigem Material mehr als je zuvor. So stößt man mit Kompositionen wie dem bärenstarken Titeltrack, dem Hit „Bright Eyes“, dem balladesken Evergreen „A Past And A Future Secret“ und dem genialen Rausschmeißer „And The Story Ends“ endgültig in Star-Regionen vor. Die Technik, keinen Part außer dem Refrain zu wiederholen und den Song dennoch als Einheit zu gestalten, beherrschen BLIND GUARDIAN spätestens mit diesem Album wie keine zweite Band. [Mattaru]


4646. MANOWAR – Kings Of Metal [1988]
MANOWAR sehen sich nicht nur als lauteste Band der Welt, sondern auch als „Kings Of Metal“, was sie mit dem so betitelten Album 1988 unter Beweis stellten. Bis heute ist die Scheibe ein Muss für alle Anhänger des True Metal. Der Opener „Wheels Of Fire“ ist eine Up-Tempo-Hommage an alle Biker, und der Titelsong ist ein unglaublicher Ohrwurm, der alles hat, was einen MANOWAR-Klassiker ausmacht. Mit „Heart Of Steel“ findet man auch eine emotionale Gänsehaut-Ballade unter den Songs. Auch Tracks wie „Hail And Kill“ oder das kleine Hörspiel „The Warrior’s Prayer“ sind echte Klassiker. [sebyK]


4545. SLAYER – Seasons In The Abyss [1990]
Immer wieder wird „Reign In Blood“ als das SLAYER-Album hingestellt, als die eierlegende Wollmilchsau des Thrash Metal. Das ist mir persönlich aber scheißegal, denn meines Erachtens ist „Seasons In The Abyss“ im direkten Vergleich das bessere Album – differenzierter, abwechslungsreicher, ausgeklügelter. Dass SLAYER hier nicht mehr die durchgehende Hochgeschwindigkeitsattacke fahren, macht es nur besser – und jedes einzelne Stück ist ein immergrüner Metal-Hit geblieben, von denen „War Ensemble“, „Dead Skin Mask“ und „Skeletons Of Society“ wohl die beliebtesten sind. Außerdem versprüht die Scheibe eine Energie, die der von „Reign In Blood“ in nichts nachsteht. Es hat seinen Grund, dass mein „Seasons In The Abyss“-Tape den Ghettoblaster im Badezimmer nur äußerst selten verlässt. [Grim_Rieper]


4444. EMPEROR – In The Nightside Eclipse [1994]
Lange bevor die Bezeichnung „Symphonic Black Metal“ zum Warnzeichen für Leute mit gutem Geschmack wurde, nahmen vier blutjunge Musiker eine Platte auf, die allen Versuchen einer Beschreibung spotten. Eiskalt, bis ins letzte Detail atmosphärisch, pechschwarz, stockdunkel und verhallt lassen Klassiker wie das neu aufgenommene „Cosmic Keys To My Creations & Times“ oder „Inno A Satana“ alle Körperfasern gefrieren. Einziger Fehler: Es gibt nicht mehr solcher Machtwerke! [Micha]


4343. CYNIC – Focus [1993]
Als diese junge Truppe aus dem DEATH-Umfeld 1993 nach einigen eher Death-Metal-lastigen Demos einen so komplexen, progressiven, jazzigen, sphärischen, unkonventionellen, ergreifenden, wunderschönen und stilistisch völlig losgelösten Brocken wie „Focus“ auf die Welt losließ, brachten ihnen die überforderten Metal-Fans Unverständnis entgegen. Seit einiger Zeit hat sich das Blatt endlich gewendet und CYNIC fahren den Erfolg und vor allem den Respekt ein, den sie verdienen. Es gibt sie also manchmal doch, die Gerechtigkeit! [nnnon]


4242. KATATONIA – Brave Murder Day [1996]
Minimalismus plus Melancholie. So einfach, so zutreffend die Summe für eines der tristesten wie intensivsten Doom-Alben. Wo KATATONIA später zu depressivem Rock mutieren sollten, zementierten sie mit dem tieftraurig hypnotisierenden „Brave Murder Day“ früh ihren Legendenstatus. Vom besten KATATONIA-Album zu sprechen, wäre bei der über die Jahre wandlungsfähigen wie einzigartigen Soundentwicklung nicht gerechtfertigt. Von einer Ausnahmestellung in der Banddiskographie wie im gesamten Doom-Genre überhaupt schon. [Nekropoleon]


4141. DEATH – Human [1991]
Was DEATH für den Death Metal, sowohl den rohen als auch vor allem für dessen technische Ausprägung, getan haben, kann man nicht hoch genug einschätzen. Dabei sind auf „Human“, dem ersten „richtig“ vertrackten Werk der Band, nicht nur die erstaunenswerten Fähigkeiten der Musiker beeindruckend, sondern vor allem, wie sie eingesetzt werden. Songs wie „Flattening Of Emotions“, „Suicide Machine“, „Lack Of Comprehension“ und „Cosmic Sea“ sind nicht einfach bloß brutal – sie sind auch wunderschön. Kleine Kunstwerke allesamt, die immer wieder viel Spaß machen und außerdem nach wie vor als musikalischer Hodentritt für all jene Dummbeutel geeignet sind, die immer noch meinen, Metal wäre nichts als Krach. [Grim_Rieper]


4040. MOTÖRHEAD – Ace Of Spades [1980]
Zu dieser Platte muss man wohl nicht mehr viel erwähnen. Die Genialität der Scheibe mit Übersongs wie „Ace Of Spades“, „Shoot You In The Back“ oder „Fire, Fire“ rocken ohne Ende und haben damals den bisherigen Härterekord von „Overkill“ meilenweit geschlagen. Mit „Ace Of Spades“ lieferten MOTÖRHEAD einen weiteren Klassiker in der hochkarätigen Diskographie ab, der bis heute nichts von seiner Klasse verloren hat. [PanSe]


3939. OPETH – Blackwater Park [2001]
Kompositorisch eines der ersten sieben OPETH-Werke über die anderen zu stellen, hieße, Eulen nach Athen zu tragen: Jedes ist ein Death-Prog-Gotteswerk für sich. Auf „Blackwater Park“ verbinden OPETH jedoch die Überlänge der Frühwerke mit umwerfender filigraner Eingängigkeit, wie sie später vielleicht nur noch mit „Deliverance“ erreicht wurde. Und nicht umsonst ereilte dieses Überalbum anlässlich des 20-jährigen Bandbestehens 2010 auf ausgewählten Konzerten die Ehre der Komplettaufführung. [Nekropoleon]


3838. AC/DC – Highway To Hell [1979]
Im Jahr 1979 gewann Mönchengladbach den UEFA-Cup, die „Mauer“ stand und Bon Scott war Sänger der Hard-Rock-Gruppe AC/DC. Viel hat sich geändert, aber das Album „Highway To Hell“ von 1979 ist bis heute ein Highlight im Portfolio der Australier. Der Titelsong ist ein Klassiker, bei dem alles auf den Punkt gespielt und nichts überladen ist. Ohrwürmer wie „Touch Too Much“, „Girls Got Rhythm“ oder „Shot Down In Flames“ machen Spaß und eröffnen keine Schwächen. Angus Young & Co. schaffen es ohne aufwändige Effekte, das Album zu einem Rock-Monument und AC/DCs erstem weltweiten Erfolg zu machen. [sebyK]


3737. PANTERA – Vulgar Display Of Power [1992]
Wer „Cowboys From Hell“ verpasst hatte, für den waren Thrash-Bomben wie „Fucking Hostile“, „A New Level“, „Walk“ oder „This Love“ die Einstiegsdroge. Ganz abgesehen von dem geilen, die Eltern bis aufs Blut provozierenden Cover. Und zumindest der erste angeführte Punkt hat bis heute Bestand. Wer nicht das Prügel-Debüt der Texaner zu seinen Favoriten zählt, der nennt „Vulgar Display Of Power“. Ein Album, das in Sachen Riffs, Aggression und Fuck-Off-Attitüde Maßstäbe setzte, unzählige Bands und kommende Generationen grundlegend beeinflusste und vor allen Dingen dem damaligen Mainstream-Metal die Stirn bot. [shilrak]


3636. FEAR FACTORY – Demanufacture [1995]
Das Debüt der Angstfabrik, „Soul Of A New Machine“, von 1992 war zwar ein Ausrufezeichen, aber keine Warnung dafür, was 1995 folgen sollte: „Demanufacture“. Eines dieser seltenen, originellen Alben, die schon am Tag der Veröffentlichung zum Klassiker geworden sind. Die industrielle Kaltschnäuzigkeit, die präzisen Sägeriffs, der gelungene Jekyll/Hyde-Wechselgesang, das beeindruckende Drumming sowie zehn Volltreffer [bei zehn Songs] trugen dazu bei, dass „Demanufacture“ seither Scharen von Bands beeinflusst hat. [nnnon]


3535. SEPULTURA – Arise [1991]
Nach „Beneath The Remains“ mein erster Schritt in Richtung extremer Thrash-Klänge verschaffen mir die unterkühlt-industriellen Intros und anschließenden Riff-/Bollerdrum-Infernos von „Arise“ und v.a. von „Dead Embryonic Cells“ auch heute noch Gänsehaut. Reifer, durchdachter und kompositorisch anspruchsvoller als auf dem Vorgänger präsentiert sich die damals aufstrebende Band aus dem brasilianischen Belo Horizonte als hungrige und kompakt aufspielende Einheit. Von Scott Burns mit einem maßgeschneiderten Morrisound und von Josh Whelan mit einem kongenialen Coverartwork versehen, waren SEPULTURA mit dieser Gratwanderung zwischen Florida-Death und Thrash Metal genau zur rechten Zeit am rechten Ort. Auch ein Knaller: „Desperate Cry“. [dkay]


3434. KREATOR – Pleasure To Kill [1986]
Mit dem Klassiker „Pleasure To Kill“ generierten die Jungs von KREATOR einen Meilenstein des Thrash Metal, dessen Songs auch noch heute für absolutes Chaos in den Moshpits sorgen. Der Titeltrack ist ein hässliches, aggressives Biest, für dessen Genialität Frontmann Mille mit seiner Stimme bis ans äußerste Limit ging. Auch andere Songs wie das Blastgewitter „Ripping Corpse“ oder „Under The Guillotine“ bewiesen schon damals, dass KREATOR zur Elite des deutschen Thrash gehören. „Pleasure To Kill“ war der Start einer außergewöhnlich erfolgreichen Bandkarriere. [PanSe]


3333. IRON MAIDEN – Somewhere In Time [1986]
IRON MAIDEN sind die beste Metal-Band der Welt. Punkt. Keine Diskussion. Die ganzen typischen „Lieblingsbands“ wie AC/DC, METALLICA oder JUDAS PRIEST haben nicht die geringste Chance gegen diese geballte Front an Musikalität und Genialität. Geschmackssache? Nein. Gesetz! „Somewhere In Time“ hat zwar nicht mehr den rauen Charme eines Albums wie „Killers“, vereint aber erstmals perfekt poppigere Passagen und progressiven Anspruch. Schade, dass dieses Werk – auch unter MAIDEN-Fans – immer noch viel zu oft verkannt wird. [nnnon]


3232. JUDAS PRIEST – British Steel [1980]
Mit „British Steel“ vollzogen JUDAS PRIEST trotz marginal verbliebener Rock- und Bluesrudimente endgültig den begonnenen Schwenk in schwermetallene Gefilde voller Leder, Nieten und Harleys und schrieben im Studio von Ex-BEATLE Ringo Starr in nur vier Wochen künftige Heavy-Metal-Klassiker wie „Rapid Fire“, „Metal Gods“, das unsterbliche „Breaking The Law“, das pumpende „Grinder“, die Mitgröl-Hymne „United“ oder „Living After Midnight“. Wer im Rahmen seiner musikalischen Sozialisation als pubertär-pickliger, angehender Metalhead nicht mit diesem Album bzw. erstmals mit Rob Halfords [damals noch nicht voll eingesetzter] Kopfstimme konfrontiert war, hat definitiv einiges verpasst. Aber wie sagt „the PRIEST“ vollkommen korrekt? „You Don’t Have To Be Old To Be Wise …” [dkay]


3131. MAYHEM – De Mysteriis Dom. Sathanas [1994]
Das beste Album im Black Metal, das je den Massen überlassen wurde und je überlassen wird. Punkt, aus, keine Diskussion. Keine Band kommt in diesem Universum mehr an die plutonische Kälte, die mit jeder Note aufflammende Finsternis und diesen unfassbaren Hass auch nur mehr annähernd heran. Dafür sorgt allein schon die eher von unglaublichen Mythen als Fakten geprägte Geschichte rund um das einzig wirklich hörenswerte Werk der Ex-Götter. [Micha]


3030. CARCASS – Heartwork [1993]
Mit „Heartwork“ gelang CARCASS nach dem vorigen, bereits hier und da verschämt melodische Parts enthaltenden „Necroticism“-Album die Loslösung von den längst hinreichend ausgereizten Grindcore-Schemata hin zu kompakteren, beinahe schon rockigen Songs. Riffs und Soli des Duos Amott/Steer pendeln zwischen unbarmherziger Grind-/Death-Härte und klassischer Heavy-Metal-Eingängigkeit, erstmals gibt es regelrechte Refrains und Hooks, Ken Owen trommelt mehr schweres Midtempo als Blastbeats und Jeff Walkers heiseres Geifern wird plötzlich zu einem, zwar immer noch extremen, aber verständlichen Gesang. Vervollkommnet wird dieser musikalische Befreiungsschlag von der transparent-brutalen Colin Richardson-Produktion und dem H.R. Giger-Cover. [dkay]


2929. MORGOTH – Cursed [1991]
Als ich neulich wieder den Unsinn lesen musste, dass die deutsche Death-Metal-Szene keine nachhaltige Bedeutung erlangt hätte, grub ich gleich wieder diesen Gassenhauer aus. Um es noch mal zu verdeutlichen: Glaubt nicht, was von Mainstream-Postillen verbreitet wird. Es gab und gibt eine große, vitale und eigenständige Szene in Deutschland. MORGOTHs „Cursed“ ist sicherlich die größte nationale Göttergabe aus der Premium-Zeit des Todesbleis. Mit Jahrhundert-Riffs ausgestattet, über die einer der besten Shouter seine Stimmbänder auswringt, wird das Album, angeführt von „Body Count“, „Infected“ oder „Opportunity Is Gone“, zu einem der fünf wichtigsten DM-Erzeugnisse aller Zeiten. Schade, dass die Band später zu experimentell wurde und sich damit den Todesstoß versetzt hat. [Mattaru]


2828. DIMMU BORGIR – Stormblåst [1996]
„Darkness has it’s attractions, that everyone can feel, only hypocrites deny.“ 1996 war das große Jahr des Fühlens, denn die dunkle Burg veröffentlichte ihr zweites Full-Length, „Stormblåst“. Ein Meilenstein, der ganz am Anfang gesetzt wurde. DIMMU BORGIR spielen noch heute die Songs, die eigentlich jeder kennen sollte. „Stormblåst“, „Dødsferd“ oder „Alt Lys Er Svunnet Hen“. Zwar durch das 2005er Re-Release aktualisiert, doch die Atmosphäre von damals? Unerreicht! Puristisch, norwegisch, schwarz. [Necrologue]


2727. RAMMSTEIN – Sehnsucht [1997]
Die erste Single „Engel“ katapultierte RAMMSTEIN endgültig in die Liga der Superstars, aber „Sehnsucht“ hat natürlich noch viel mehr zu bieten. Stücke wie „Du Hast“ oder „Bück Dich“ kennt ebenfalls jeder, dazu gibt es mit „Tier“, „Bestrafe Mich“, „Spiel Mit Mir“ und „Klavier“ einige der besten Songs, die RAMMSTEIN je aufgenommen haben. Auch optisch macht „Sehnsucht“ was her, gibt es doch sechs verschiedene – vom exzentrischen Künstler Gottfried Helnwein gestaltete – Bandcover. Ein absoluter Meilenstein deutscher Rockgeschichte! [kaamos]


2626. DEATH – Spiritual Healing [1990]
Statt Horror und Bluttaten beschäftigten Mastermind Chuck Schuldiner auf seinem dritten Album gar brisante Themen wie Genmanipulation und soziales Ungleichgewicht. Zusammen mit Gitarrenlegende James Murphy schuf der Visionär dazu sein bisher komplexestes Werk, das eine deutliche Weiterentwicklung vom prügelnden Death Metal der Anfangszeit darstellt. Neben der gewohnten Aggression finden sich hier verschachtelte Rhythmik und mehr als abgefahrene Gitarrenduelle mit seinem bisher fähigsten Axtmann. [Metalviech]


2525. BEHEMOTH – Demigod [2004]
Eine Armee wie einst die mächtigen Ägypter. 2004, das Jahr des Black/Death Metal aus dem Osten, wobei das Schwarze sukzessive aus BEHEMOTHs Kunst verschwindet. Auf „Demigod“ sind Karl Sanders Fußabtritte sehr deutlich zu spüren. Nergal und Co. wurden in das Reich der Pharaonen verschleppt und sie prügeln sich bis ganz an die Spitze. Ein Wahnsinnsalbum voller Kreativität, Intelligenz und Geschwindigkeit. Ein Meilenstein in BEHEMOTHs Diskografie. „XUL“ und „Slaves Shall Serve“ sprechen für sich. [Necrologue]


2424. SODOM – Persecution Mania [1987]
SODOM zeigten auf ihrer zweiten Langrille, dass sie dem Ruf einer jugendlichen Krawalltruppe entwachsen sind, und etablierten sich damit als die dritte der drei großen deutschen Thrash-Bands. Nummern wie „Nuclear Winter“, „Electrocution“ und der Titeltrack leben von ähnlich ausgearbeiteten Arrangements wie die Songs der amerikanischen Vorbilder SLAYER bzw. EXODUS und überzeugen nicht zuletzt durch das Spiel eines gewissen Frank Blackfire, der später bei den Waffenbrüdern KREATOR zu Ehren kommen sollte. [Metalviech]


2323. QUEENSRYCHE – Operation Mindcrime [1988]
Das Album „Operation: Mindcrime“ von QUEENSRYCHE gilt für viele als DAS Konzeptalbum! Was braucht ein Album mehr als eine packende Geschichte, welche musikalisch perfekt in Szene gesetzt wird? Nicht nur, dass ein Konzeptalbum nach Maß geschaffen wurde, nein, oben drauf gibt es auch noch zeitlose Hits wie „Operation: Mindcrime“ oder das legendäre „Eyes Of A Stranger“. Mit fast 60 Minuten lieferten QUEENSRYCHE so 1988 einen Klassiker ab, der für alle Zeit seinen Platz im Rock-Olymp verdient hat. Wen wundert es da, dass die ersten „Theateraufführungen“ des Spektakels 20 Jahre später ihr Jubiläum feiern. [Ashes Of Eden]


2222. SAMAEL – Ceremony Of Opposites [1994]
Wenn es je eine Album-Trilogie gegeben hat, die ihren absoluten Höhepunkt im letzten Teil erreicht hat, dann muss es die Frühphase von SAMAEL sein. Kurze, zermalmende Brecher für die Ewigkeit mit einer derart zwingenden Rhythmik, dass selbst Hip-Hopper zu devoten Untergegebenen werden. Nirgendwo sonst kann man eine derart fehlerfreie Vermischung von schwarzmetallischer Urgewalt und schwedischem Dampfwalzen-Tod vernehmen. Wenn diese Hymnen Gemälde wären, käme jedes ins Wohnzimmer oder – noch besser – zu den Trophäen. [Micha]


2121. DREAM THEATER – Images And Words [1992]
DREAM THEATER gelten als DIE Institution, wenn es um Prog-Metal geht. 1992 erschuf man sich einen eigenen Thron namens „Images And Words“. Ein spielerisches und technisches Meisterwerk, an welchem sich bis heute Instrumentalisten die Zähne ausbeißen. Strukturen, die nicht von dieser Welt sind, und ein einzigartiges Harmoniegefühl machen „Images And Words“ zu einem Gesamtkunstwerk, das von allen Fans des Genres als eben dieses bis in alle Zeiten verehrt werden dürfte. Hits wie „Pull Me Under“ und „Metropolis Part I“ sind hierbei ein Muss für jeden Fan und sind aus keinem Prog-Kopf mehr wegzudenken. [Ashes Of Eden]


2020. CARCASS – Necroticism-Descanting The Insalubrious [1991]
1991, das Jahr, in dem eine kleine Band aus England der verwöhnten Metalwelt das dreckigste aller technisch aufwändigen Death-Metal-Alben beschert – und dazu den bis heute unvergessenen Ekel-Kracher „Corporal Jigsore Quandary“. CARCASS verstehen es seit jeher perfekt, urtypische Flatterriffs und halsbrecherische Griffbrettakrobatik zu ihrem Markenzeichen zu machen und erheben sich spätestens mit diesem dritten Angriff in die Unsterblichkeit. „Die Necroticism ballert alles weg!“ gilt bis heute! [Border]


1919. DIO – Holy Diver [1983]
Der winzig kleine Wirbelwind Dio hat mit den Bands BLACK SABBATH und RAINBOW unzählige Erfolge einheimsen können. Mit „Holy Diver“ brachte er sein Debüt als Solokünstler heraus, welches einschlug wie eine Bombe. Schon das furiose Eröffnungsstück „Stand Up And Shout“ killt von A bis Z! Die Hymne „Holy Diver“ ist für mich der Inbegriff eines Metalsongs – episch! Auch die restlichen Songs, wie zum Beispiel die Übernummern „Don’t Talk To Strangers“ sowie „Rainbow In The Dark“, kann man sich einfach immer und immer wieder geben! [PanSe]


1818. DISSECTION – Storm Of The Light’s Bane [1995]
Gerade erst haben die hungrigen Massen die innovative und wegbereitende Kost von „The Somberlain“ verdaut, stehen DISSECTION anno 1995 bereits mit „Storm Of The Light’s Bane“ in den Startlöchern, um erneut mit einem Mix aus melodischem Death Metal und eiskaltem Black Metal die Genregrenzen engstirniger Schwarzmaler zu sprengen. Zwar bauen die Schweden mehr und mehr auf Eingängigkeit, erreichen mit diesem Album jedoch den Zenith ihres kommerziellen Erfolgs. [Border]


1717. MEGADETH – Rust In Peace [1990]
Ein Album, das vor Raffinesse in technischer und in songwriterischer Hinsicht nur so strotzt. Kompositionen für die Ewigkeit, die höchsten Anspruch, Nachhaltigkeit und Freude am Spiel vereinen. Was Doppel-Dave, Menza und Friedman hier erschaffen haben, ist den wenigsten Musikern gelungen. Nein, auch METALLICA nicht! Hier stimmt einfach alles! [shub]


1616. BLACK SABBATH – Black Sabbath [1970]
Wie, ich soll noch mal wiederkäuen, warum der 13. Februar 1970 die Musikwelt revolutioniert hat? Vergesst es, Leute, aber vergesst nicht: Ohne BLACK SABBATHs Debüt „Black Sabbath“ gäbe es Metal, wie wir ihn kennen und lieben, einfach nicht. Alles ist vorhanden: Die beknackten Texte über düstere Gestalten [„Black Sabbath“], kiffende Zauberer [„The Wizard“] und böse Frauen, die nur ihre Spielchen spielen [„Evil Woman“], die bedenklichen Frisuren und, am Wichtigsten natürlich, das Riff. Erstmals in voller Schönheit, und gleich so gut erfunden, dass „Black Sabbath“ auch 40 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung brandaktuell ist. Muss man definitiv haben! [Grim_Rieper]


1515. ICED EARTH – Night Of The Stormrider [1991]
Ausschweifende Gitarrensoli standen bei ICED EARTH noch nie im Vordergrund, stattdessen machten die Herren um Jon Schaffer messerscharfes Riffing zu ihrem Markenzeichen. Aufgrund seiner politischen Ansichten war Neuzugang John Greely bald wieder hinter dem Mikrofon verschwunden; auf „Night Of The Stormrider“ macht sich seine variable Stimme jedoch hervorragend. Knallharte Riffs werden mit perlenden Gitarren zu epischen Arrangements verbunden und zeigen, dass Power Metal auch ganz ohne Kitsch funktioniert. [Metalviech]


1414. MACHINE HEAD – Burn My Eyes [1994]
Neben PANTERAs „Vulgar Display Of Power“ wohl eines der, wenn nicht sogar das wichtigste Thrash/Groove-Album der 90er, das für das angeschlagene Genre eine neue Zeit einläutete. Modern, [zehn-]tonnenschwer und einfach komplett anders als alles bis dahin Gekannte, schrieben Flynn und Co. mit „Davidian“, „Old“ oder „Block“ brutale Metal-Kracher für die Ewigkeit. Ganz zu schweigen von dem immensen Einfluss, der von „Burn My Eyes“ auf die kommenden Generationen an Metalheads und -bands ausgeübt wurde. Wer läutet nicht heute noch gerne den Frieden mit einer Salve aus der Shotgun ein? [shilrak]


1313. METALLICA – Kill ’Em All [1983]
Metal Up Your Ass! Mehr braucht es nicht, um dieses in bis dato ungeahnter Kompromisslosigkeit nach vorn thrashende Debüt-Album zu beschreiben. Mit gerade mal 20 Lenzen verbinden METALLICA die Räudigkeit MOTÖRHEADs mit NWOBHM-Melodielast und Hardcore-Punk-Rotznasigkeit. Ungezügelte Spielfreude trifft Fuck-Off-Attitude trifft Songwriting-Genialität. Längst nicht so ausgefeilt wie die Folgewerke, aber frisch [auch heute noch!], spontan und ungezügelt kraftvoll. Bang That Head That Doesn’t Bang! [Nekropoleon]


1212. BLACK SABBATH – Paranoid [1970]
BLACK SABBATH lieferten 1970 mit ihrem Album „Paranoid“ das vielleicht einflussreichste und grundlegendste Album in der Geschichte des Heavy Metal. Um einiges rockender als das Debüt fanden die Briten mit diesem Album den heavy Sound, der oft als Geburt des Metal angesehen wird und auch BLACK SABBATH schlagartig berühmt und aus heutiger Sicht legendär machte. Vor allem die Songs „War Pigs“, „Paranoid“ und „Iron Man“ legten mit Iommis schweren Riffs und Osbournes markanter Stimme den Grundstein für eine ganze Musikrichtung und zeigten wie niemand sonst, was Heavy Metal ausmacht. [sebyK]


1111. METALLICA – Ride The Lightning [1984]
Mit ihrem Debüt „Kill ’Em All“ hoben sie zwar ein Jahr zuvor die gesamte Musikwelt aus den Angeln, aber auf ihrem Zweitling präsentierten sich METALLICA wesentlich ausgefeilter und facettenreicher. Der Opener „Fight Fire With Fire“ und der Titelsong sind unbarmherzige Granaten, „For Whom The Bell Tolls“ und „Creeping Death“ Hymnen, die seit einem Vierteljahrhundert einen Stammplatz in jeder METALLICA-Setlist haben. Dazu steht mit „Fade To Black“ ihre erste Ballade auf dem Programm, bis heute eine ihrer besten. „Ride The Lightning“ kann einfach alles! [kaamos]


1010. PANTERA – Cowboys From Hell [1990]
Ein besseres Symbol für den [musikalischen] Übergang zwischen den Achtzigern und den Neunzigern als „Cowboys From Hell“ konnte es gar nicht geben. Pünktlich zum Dekadenwechsel überraschten PANTERA auf ihrem fünften Album mit einem harschen Stilwechsel: Weg vom Glam, hin zum Groove-orientierten Thrash – samt den markanten, rasiermesserscharfen Riffs von Dimebag. Was „Cowboys From Hell“ sympathischer als seine Nachfolger macht, sind die letzten traditionellen Metal-Überbleibsel im Sound. Und der Titeltrack! [nnnon]


99. VENOM – Black Metal [1982]
Dass sie mit ihrem naiv „Black Metal“ betitelten zweiten Album die Bezeichnung für ein ganzes Genre stiften und sich obendrein für den gesamten Black-Metal-Verkleidungszirkus verantwortlich zeigen sollten, hätten sich die Briten damals wohl kaum träumen lassen. So oder so vermag der rohe, ungeschliffene und für damalige Verhältnisse abgrundtief bösartige Charme der Platte auch heute noch mitzureißen, und allein die blödsinnigen Fotos im Booklet sind die Anschaffung der Platte wert. SPINAL TAP? VENOM! [Metalviech]


88. DEATH – Symbolic [1995]
DEATH – eine Band, die nicht selten als wichtigste Band des Genres genannt wird, welches, wie manchmal behauptet wird, sogar nach ihr benannt ist. Kopf der Band war Chuck Schuldiner, der leider 2001 viel zu früh verstarb und heute Held einer ganzen Generation von Death-Metal-Gitarristen ist. Doch auf „Symbolic“ wurde nicht mehr wie gewohnt nur Death Metal der Anfangstage auf allerhöchstem Niveau gespielt. Das Niveau wurde beibehalten, aber das Album ist wesentlich melodischer angelegt und jeder Song auf den Punkt geschrieben und gespielt. Der Klassiker des Albums ist wohl „Crystal Mountain“, doch eigentlich sind alle Lieder dieses vorletzten DEATH-Albums Meisterwerke. Meiner Meinung nach der Höhepunkt einer der besten Bands, die es je gab. [Sammy]


77. PARADISE LOST – Gothic [1991]
Wie erschafft man mit einem stümperhaften Drummer und Musikern, die ihre Instrumente nur rudimentär beherrschen, eine Platte für die Ewigkeit? Keine Ahnung! Die Jungs aus England haben dies mit „Gothic“ zum zweiten Mal geschafft und damit den Death Doom bzw. Gothic Metal erfunden bzw. zumindest um eine Perle bereichert. Die stimmungsvolle Intensität und die musikalische Naivität treffen auf die Fähigkeit, einfache Elemente so aufzubereiten, dass ein atmosphärisch abgerundetes Werk entsteht, was bis heute an Schwärze, Ehrlichkeit und unheilvoller Düsternis nicht überboten wurde und vielleicht gerade durch die Ecken und Kanten so enorme Kraft besitzt. [shub]


66. JUDAS PRIEST – Painkiller [1990]
Ein neues Jahrzehnt sollte gleich mit einem DER Alben der Metal-Geschichte beginnen. Eine Band, ein Lied, ein Wort – „Painkiller“. So lautete der Titel, der die Heavy-Metal-Welt aus den Fugen riss und JUDAS PRIEST noch unsterblicher machte. Schon das Drum-Intro zu „Painkiller“ wird einem jeden Metaller in die Wiege gelegt und zeigt, dass JUDAS PRIEST 1990 die Faxen dicke haben. Schnelle, dynamische Hymnen mit Hitpotenzial, das war, was „Painkiller“ bis heute ausmacht. Jeder Hit ein Treffer, und so ist es kein Wunder, dass Lieder wie „Hell Patrol“, „Leather Rebel“ und „Between The Hammer And The Anvil“ unsterbliche Klassiker sind, die die Kopfschmerztablette zu einem der Aushängeschilder der gesamten Szene machen. Der „Painkiller“ ist und bleibt einfach Heavy Metal pur! [Ashes Of Eden]


55. METALLICA – … And Justice For All [1988]
Gerade frisch geschlüpft und sogleich das wohl nachhaltigste METALLICA-Album ihrer Karriere im Ohr. Die Rede ist vom 1988er „...And Justice For All“. Ein einstündiges Epos mit Klassikern wie „One“, „Harvester Of Sorrow“ und „Blackened“ muss einfach geehrt werden. Zumal dies meines Erachtens METALLICAs vitalste Schaffensperiode markiert. Und auch wenn diese Scheibe noch vom Tode Cliff Burtons überschattet war, spielte sich ein gewisser Herr Newsted langsam, aber sicher in die Herzen der Fans. [Necrologue]


44. AT THE GATES – Slaugther Of The Soul [1995]
Kaum eine Band hat den modernen Metal von Melodic Death bis Metalcore so entscheidend geprägt wie die Göteborger Urgesteine AT THE GATES. Höhepunkt ihrer Schaffensphase ist unbestritten das vierte und letzte Album „Slaughter Of The Soul“, welches im Jahr vor der unerwarteten Trennung, 1996, erschien. Mit Titeln wie dem Opener „Blinded By Fear“ oder „Cold“ wurden zeitlose Klassiker geschaffen. AT THE GATES verstanden es wie keine andere Band, harte Death-Metal-Klänge mit thrashiger Attitüde und genialen Melodien zu versehen. Abgerundet vom keifenden Gesang Tomas Lindbergs entstand ein Meisterwerk, das in keiner CD-Sammlung fehlen darf. [Sammy]


33. IRON MAIDEN – The Number Of The Beast [1982]
Gibt es das perfekte Metal-Album? Diese Frage wurde eigentlich vor fast 30 Jahren mit einem klaren „ja“ beantwortet. Das Einstiegs-Album Bruce Dickinsons zeigt die Eisernen Jungfrauen von einer nie dagewesenen Brillanz. Ausnahmslos alle acht Tracks graben sich nach dem ersten Hören ins Stammhirn. Hierbei gibt es natürlich klare Unsterblichkeiten wie den Titeltrack, „Run To The Hills“, „The Prisoner“ oder das unvergleichliche „Hallowed Be Thy Name“ – die Mutter aller dynamischen Epic-Metal-Songs. Aber auch die von Steve Harris später als schwächer eingeordneten Tracks – die geilen Up-Tempo-Nummern „Invaders“ und „Gangland“ – gehen immer noch klar durch die Decke. Die Definition der NWOBHM und klar die beste Metal-Scheibe aller Zeiten. [Mattaru]


22. SLAYER – Reign In Blood [1986]
Mitte der 80er war die Thrash-Bewegung eine Art brodelnder Vulkan. Vor allem in den USA und Deutschland schossen beinahe täglich neue Bands wie Pilze aus dem Boden. Alle spielten ähnlich schnell, brutal und unkommerziell – jeden Moment konnte die gesamte Masse außer Kontrolle geraten und explodieren. Das tat sie schließlich in den knapp 30 Minuten dieses von Rick Rubin zeitlos genial produzierten Meilensteins. Egal, wie viele Nackenbrecher noch geschrieben werden – die Brutalität des Breaks in „Angel Of Death“, die Morbidität von „Jesus Saves“ und „Post Mortem“ sowie die abgrundtiefe Bosheit von „Raining Blood“ wird nie wieder jemand erreichen. Hannemann/King stiegen in die Liga der außergewöhnlich zu ikonisierenden US-Songwriter auf und musikalische Gewalt musste neu definiert werden. [Mattaru]


11. METALLICA –Master Of Puppets [1986]
Wenn Du, lieber Leser, „Master Of Puppets“ noch nie gehört hast, dann solltest Du Dir die nächsten 54 Minuten und 38 Sekunden Zeit nehmen und genau das nachholen, denn was immer man über METALLICA ab den 90ern denken mag, dieses Album hat Metal-Geschichte geschrieben wie kaum ein anderes. Sei es der High-Speed-Opener „Battery“, der live unschlagbare Titeltrack oder die Halbballade „Welcome Home [Sanitarium]“, selten wurde so ein ausgewogenes Thrash-Epos auf die Menschheit losgelassen. Ein Album, an dem sich die Band immer messen lassen werden muss, zumal es obendrein die letzte Veröffentlichung von Bass-Legende Cliff Burton darstellt. [Ammosarier]




Autoren: Ammosarier, Ashes Of Eden, Border, DKay, Grim_Rieper, kaamos, Mattaru, Metalviech, Micha, Necrologue, Nekropoleon, nnnon, PanSe, Sammy, sebyK, shilrak, shub, soulsatzero


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