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Als SLAYER-Gitarrist Jeff Hanneman am 02. Mai im Alter von nur 49 Jahren verstarb, verlor die weltweite Metal-Szene einen ihrer größten Mitstreiter. Mit Songs wie „Angel Of Death“, „Raining Blood“, „South Of Heaven“ und „War Ensemble“ – um nur wenige zu nennen – schrieb der Kalifornier Musik, die auch drei Jahrzehnte später noch als Quintessenz des Thrash Metal angesehen wird. Im Folgenden möchten wir Jeffrey John Hanneman die letzte Ehre erweisen und einen Überblick über den Werdegang und das Schaffen der Band, mit der der blonde Saitenhexer dreißig Jahre lang Musikgeschichte schrieb, gewähren. Im Anschluss werden neben dem Metalnews-Team auch etliche Musiker zu Wort kommen, die Jeff über die Jahre begegnet sind, und sich an den SLAYER-Gitarristen erinnern.

Jeff Hanneman wird am 31. Januar 1964 im kalifornischen Oakland als Sohn eines Weltkriegsveteranen geboren. Wie sich auch in seinen späteren Songtexten zeigen soll, ist Krieg stets ein präsentes Thema bei den Hannemans, da auch seine beiden Brüder während des Vietnamkriegs Dienst an der Waffe leisten müssen. Übrigens hatte der SLAYER-Gitarrist deutsche Wurzeln, da sein Vater zwar aus Deutschland stammte, den zweiten Weltkrieg allerdings auf Seite der Alliierten überstand. Jeff ist bereits in seiner Jugend von militärischer Geschichte fasziniert und ließ seither in diversen Interviews verlauten, dass er schon als Teenager Bücher zum Thema förmlich verschlang.

1981 wird Hanneman von Kerry King als Gitarrist für dessen neue Band SLAYER, die letzterer nur kurze Zeit vorher mit Drummer Dave Lombardo gegründet hat, rekrutiert. Ohne Plattenvertrag oder größere Bekanntheit müssen die angehenden Thrash Metal-Legenden die Produktion ihrer ersten Platte „Show No Mercy“ aus eigener Tasche finanzieren, was hauptsächlich von Frontmann Tom Arya – welcher den Luxus eines Jobs hat – sowie dessen Vater übernommen wird. Auch wenn die Band auf ihrem in wenigen Wochen zusammengeschusterten Debüt von 1983 noch wie die amerikanische Version von VENOM klingt, wird schon hier der enorme Einfluss, den Jeff Hanneman auf die Metalszene haben wird, deutlich, denn der Blondschopf zeigt sich für den Löwenanteil des Songwritings verantwortlich und steuert mit „Die By The Sword“ eine Nummer bei, die sich für die nächsten drei Dekaden im Live-Programm von SLAYER halten soll.

Die nachfolgende Tour sowie der Absatz von 20.000 Einheiten ihres Erstlingswerks ermöglichen der Truppe schon im nächsten Jahr die Aufnahmen ihrer EP „Hauntig The Chapel“. Hier geht die Band bereits deutlich härter zu Werke und kann so viel Aufmerksamkeit generieren, dass SLAYER erstmals über den großen Teich fliegen dürfen, um auf dem belgischen „Heavy Sound Festival“ Seite an Seite mit Rock-Titanen wie UFO aufzutreten. Die anschließende US-Tour verläuft derart erfolgreich, dass MEGADETH-Chef Dave Mustaine Kerry King als neuen Axtmann abwerben möchte – der hat nach wenigen Konzerten allerdings bereits keine Lust mehr und möchte sich lieber auf seine eigene Band konzentrieren, was den Startschuss für eine der populärsten Fehden in der schwermetallenen Musikszene bildet. Für SLAYER scheint der Himmel derweil gerade hoch genug, denn nachdem Jeff Hanneman und Konsorten gerade mit ihren Kollegen EXODUS und VENOM durch die USA getourt sind, veröffentlicht die Truppe schon 1985 ihr zweites Album mit dem Titel „Hell Awaits“, auf dem sich die Kalifornier deutlich düsterer, komplexer und alles in allem gereifter präsentieren.

Mit „Hell Awaits“ gebärden sich die Jung-Thrasher derart viel versprechend, dass niemand Geringeres als Produzenten-Legende Rick Rubin den Rabauken einen Vertrag bei seinem neuen Label Def Jam Records anbietet – das ist natürlich der Hauptgewinn, da besagte Plattenfirma nicht zuletzt aufgrund der Beziehungen ihres Chefs Vertriebs-Deals mit nicht weniger gut situierten Schmieden wie Columbia unterhält. Für ihr drittes Album hat die Truppe nun neben einem Starproduzenten also auch ein entsprechend üppiges Budget zur Verfügung und kann mit „Reign In Blood“ so ein Album abliefern, das sämtlichen Produktionsstandards der Zeit entspricht. Für den medienwirksamen Skandal sorge SLAYER auch ganz von selbst, denn Columbia weigert sich, aufgrund des verstörenden Artworks der Platte sowie des Textes von „Angel Of Death“, das Album zu vertreiben. Geffen Records, die zu dieser Zeit Goldesel wie WHITESNAKE betreuen, haben da weniger Skrupel und nehmen „Reign In Blood“ ins Programm und so erreicht das gefürchtete „Make It Or Break It“-Album der Kalifornier prompt Gold in den Vereinigten Staaten.



1983



So können es sich SLAYER leisten, die „Reign In Pain“-Tour mit der Unterstützung von OVERKILL und MALICE als Headliner zu absolvieren und werden nur kurze Zeit später noch als Support der derzeit im Geld schwimmenden W.A.S.P. engagiert. Hier zeichnen sich allerdings auch die ersten Probleme in der Besetzung ab, denn Drummer Dave Lombardo verlässt die Band mitten in der Tour, da ihm nicht genug Geld übrig bleibt – SLAYER sind gezwungen, mit WHIPLASH-Drummer Tony Scaglione weiter zu machen. Auf Drängen seiner Ehefrau kehrt der Felldrescher zwar nur kurze Zeit später wieder zurück, allerdings bauen sich inzwischen erste Spannungen mit Def Jam Records auf, da Mr. Rubin die Truppe überredet, das IRON BUTTERFLY-Cover „In-A-Gadda-Da-Vida“ aufzunehmen. Jeff Hanneman wird den Song später als “ein verdammt schlechtes Beispiel für SLAYER“ bezeichnen, wohingegen Kerry King die Nummer schlicht als “einen Haufen Scheiße“ betrachtet.

Dennoch begeben sich SLAYER kurz darauf erneut ins Studio, um das 1988 erschienene „South Of Heaven“ einzuspielen. Obwohl Album Nummer vier die kommerziell erfolgreichste Platte der Herren ist und einmal mehr Gold holen kann, wird sie von Fans und Musikpresse mit gemischten Gefühlen aufgenommen, da die melodischere Herangehensweise an den Gesang und das gedrosselte Tempo manch einem Fan des brachialen Vorgängers sauer aufstoßen. Jeff selbst erklärt Jahre später: “Wir wussten, dass wir „Reign In Blood“ nicht übertreffen konnten, also mussten wir langsamer werden.“ Ans Aufhören denken die Kalifornier aber noch lange nicht und so geht es im Folgejahr bereits für den fünften Output ins Studio, der auf den Namen „Seasons In The Abyss“ getauft wird. Um ihren Fans genüge zu tun, wird das Tempo wieder deutlich angehoben, aber dennoch stellt sich diesmal ein gewisser Siedeverzug ein und das 1989 erschienene Album erreicht „erst“ 1992 Goldstatus.

Der Popularität der Band tut das jedoch nicht den geringsten Abbruch, denn SLAYER begeben sich im Anschluss als Co-Headliner von MEGADETH auf die „Clash Of The Titans“-Tour [mit SUICIDAL TENDENCIES] – Legenden besagen, dass die Tickets in dieser Zeit in Deutschland mit Preisen von bis zu 1000 Mark auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden. 1991 befinden sich die Kalifornier auf der Spitze ihres Erfolgs und gehen einmal mehr mit MEGADETH auf Tour durch Nordamerika, wobei sie zudem von ANTHRAX und ALICE IN CHAINS begleitet werden. Auf den Konzerten der Thrasher herrscht derartiger Andrang, dass die Herren beschließen, das Ganze einzufangen und ihr nach wie vor gefeiertes Live-Album „Decade Of Aggression“ aufzunehmen. Trotz des nicht enden wollenden Erfolges nehmen die Spannungen zwischen Schlagzeuger Dave Lombardo und dem Rest der Band in dieser Zeit Überhand und so verlässt Lombardo im Mai 1992 SLAYER erneut und gibt seinen Platz an FORBIDDEN-Trommler Paul Bostaph ab.

Mit ihrem neuen Drummer nimmt die Truppe das 1994 erscheinende „Divine Intervention“ auf, mit dem sie ihre Tradition kontroverser Texte fortsetzt und sich in ihren Songs einmal mehr den Architekten des Holocausts sowie dem amerikanischen Serienmörder Jeffrey Dahmer widmet – der deutschen Sittenwacht passt das ganz und gar nicht, weshalb „Divine Intervention“ hierzulande auf dem Index landet. Das Rezept geht auf und SLAYER verzeichnen mit ihrem sechsten Album ihren bisher höchsten Chart-Einstieg und fahren einmal mehr Gold ein. Auf der nachfolgenden Tour mit BIOHAZARD und MACHINE HEAD zeichnet die Truppe das bis heute in Fankreisen hochgeschätzte Live-Video „Live Intrusion“ auf. 1996 veröffentlichen SLAYER mit „Undisputed Attitude“ ein Album, welches vornehmlich Cover-Versionen von Hardcore-Bands wie MINOR THREAT und D.R.I. enthält, allerdings sind auf besagter Platte auch drei Originale aus der Feder von Jeff Hannemann. Im gleichen Jahr gerät die Thrash Metal-Band auch in Konflikt mit dem Gesetz, da sie sowohl von der Familie der ermordeten Elyse Pahler, die die Texte von „Divine Intervention“ als Ursache für das Verbrechen betrachtet, als auch unabhängig davon für die Verbreitung jugendgefährdenden Materials verklagt wird. Beide Klagen prallen an der Band jedoch ab, da die zuständigen Richter im Sinne der Musiker urteilen. [metalviech]



1985 - Tom Araya, Schmier, Jeff Hanneman, Dave Lombardo - by Metal Mike


Zwei Jahre darauf, im Jahre 1998, erscheint mit „Diabolus In Musica“ das nächste Full-Length-Album [bei dem sage und schreibe zehn der elf Tracks aus der Feder von Jeff Hanneman stammen], aufgenommen erneut im bewährten Team mit Rick Rubin [dessen Label mittlerweile American Recordings heißt] und weiterhin mit Bostaph an den Trommeln. Die LP ziert erstmals nicht das klassische SLAYER-Logo und der Albumtitel bezieht sich auf den musiktheoretischen Begriff des Tritonus, früher wegen “der mit ihm verbundenen […] harmonischen Probleme auch der „Teufel in der Musik“ [lat. „diabolus in musica“] oder „Teufelsintervall“ genannt.“

2001 veröffentlichen SLAYER im gleichen Line-Up „God Hates Us All“, dessen Cover-Artwork [Bibel, Blut, Nägel] erneut für eine Kontroverse sorgt, weshalb die Scheibe mit einem schlicht weiß-goldenen Cover [und der beanstandetem Original-Cover auf dem Innensleeve] ausgeliefert werden muss. Im Rahmen der „God Hates Us All“-Tour im gleichen Jahr wird eine weitere Live-DVD im „The Warfield“ in San Francisco aufgenommen, die 2003 unter dem Titel „War At The Warfield“ veröffentlicht wird.

Im gleichen Jahr kehrt Original-Trommler Dave Lombardo zurück in den Schoß von SLAYER und die Ära Paul Bostaph ist plötzlich Geschichte. Apropos Geschichte: American Recordings bringen Ende 2003 das Box-Set „Soundtrack For The Apocalypse“ [auch als hochpreisige, limitierte Edition als Munitionskiste erhältlich] auf den Markt, das neben einem Best-Of der Band [von „Reign In Blood“ bis „God Hates Us All“] auch einen repräsentativen Querschnitt der bisherigen Karriere der Thrash-Totschläger zu bieten hat: So werden neben diversen exklusiven, bislang nur in Japan erhältlichen Tracks, Cover-Versionen [u.a. das o.g., verhasste „In-A-Gadda-Da-Vida“ von IRON BUTTERFLY, „Disorder“ [feat. ICE-T] von THE EXPLOITED [vom legendären „Judgement Night“-Soundtrack 1993] und „Memories Of Tomorrow“ von den Skate-Thrash-Kollegen SUICIDAL TENDENCIES] auch seltenes Live-Material [u.a. der Song “Ice Titan”, bis dato unveröffentlicht und nichts anderes als die Urversion zu “Altar Of Sacrifice”], ein Live-Bootleg von “Necrophiliac”, Proberaum-Versionen von “The Antichrist” und “Fight Till Death”, sowie Heimaufnahmen von Jeff Hanneman zu den Klassikern “Raining Blood” und “South Of Heaven”], eine Live-DVD mit Konzertaufnahmen von SLAYER von 1983 bis 2003 und ein Live-Konzert erstmals wieder mit Lombardo an den Kesseln [verpackt übrigens in ein „Bloodpack“-Sleeve [gefüllt mit Kunstblut], das bereits für die „Seasons In The Abyss“-Single anno 1990 Verwendung gefunden hatte], auf Tonträger erhältlich gemacht.

Im kommenden Jahr erscheint trotz Reunion im Original-Line-Up kein neues Studio-Album, vielmehr beschließt die Band ihren Albumklassiker „Reign In Blood“ komplett live auf die Bühne zu bringen und für eine weitere Live-DVD mitschneiden zu lassen: das Ergebnis heißt - nicht unerwartet - „Still Reigning“, umfasst dementsprechend das komplette „Reign In Blood“-Tracklisting, ergänzt um weitere SLAYER-Evergreens und findet in Fankreisen großen Anklang.

20 Jahre nach Veröffentlichung ihres obigen Jahrhundertwerks, „Reign Of Blood“, das auch weiterhin als Blaupause für Generationen von Thrash Metal-Kapellen wird herhalten müssen, erscheint 2006 mit „Christ Illusion“ endlich eine neue SLAYER-LP in der vielgeliebten Originalbesetzung, die erste seit „Seasons In The Abyss“ von 1990. Diese Veröffentlichung darf getrost als Geschenk an die Fans gesehen werden, denn nicht nur stilistisch, sondern auch in puncto Cover-Artwork gehen die Thrasher hier „back to the roots“ und engagieren dafür erneut Larry W. Carroll, der ja bereits SLAYER-Werke wie „Reign In Blood“, „South Of Heaven“ und „Seasons In The Abyss“ grafisch veredelt hatte. Die meisten Songs auf „Christ Illusion“ stammen diesmal übrigens überwiegend von Kerry King, als Produzent wird Josh Abraham rekrutiert, denn American Recordings-Mogul Rick Rubin fungiert längst nur noch als koordinierender, ausführender Produzent mit großem Namen im Hintergrund. SLAYER gehen zur Promotion ihrer neuen Veröffentlichung mit dem Zeitgeist bzw. dem herrschenden Musikgeschmack und veranstalten deshalb live die „Unholy Alliance“ mit u.a. IN FLAMES, LAMB OF GOD, MASTODON und AMON AMARTH, die von 2006 bis 2008 auch [mehrfach] nach Europa führt und mit der nächsten Live-DVD, „The Unholy Alliance – Preaching To The Perverted“, dokumentiert wird.



1990



Drei weitere Jahre sollen vergehen, bis mit „World Painted Blood“ die nächste Studio-Scheibe, diesmal unter der Ägide von Greg Fidelman [zuletzt mit METALLICAs „Comeback“-Album,„Death Magnetic“, befasst] und weiterhin Rick Rubin in den Tonträgerfachhandel kommen sollte, das als gutklassiges Album, das nicht mehr bewusst gen Old School-Thrash schielen muss/will, Anerkennung findet und ebenfalls ausgiebig betourt wird.

Die Zeiten haben sich geändert, die Musikindustrie jammert über Umsatzeinbußen, aber SLAYER sind längst Kult und sowohl Teil der Metal-, als auch der Mainstream-Kultur geworden. Längst macht die Band [dem guten Beispiel von KISS, den ungekrönten Königen des merkantilen Tands zu Höchstpreisen folgend] nicht mehr nur mit Live-Auftritten, physischen Ton- und Bildträgern oder T-Shirts Kasse, sondern mittlerweile auch mit Wein, Bonbons, Turnschuhen, Kondomen oder Wolldecken, die - sämtlich mit dem Bandlogo verziert – u.a. im bandeigenen Webshop für gutes Geld erhältlich sind. Auch SLAYER-Gitarrist Jeff Hanneman kommt nicht länger an der Industrie vorbei und hat unterdessen einen Sponsorendeal mit dem Gitarrenhersteller ESP und sich „eine schwarze Stratocaster [...] bauen lassen“, die allerdings ebenfalls immer wieder zu Diskussionen führt, da auf der Gitarre nicht nur Reichsadler, sondern auch SS-Totenköpfe zur Bundmarkierung verwendet werden.

In Amerika boomt unterdessen das Thrash Metal-Revival und die „Big Four“, namentlich METALLICA, MEGADETH, ANTHRAX und eben SLAYER, legen sämtlichen Differenzen ad acta und gehen gemeinsam – und zur großen Freude der Fans – auf große Welttournee.

Doch bereits während Teilen der „Big Four“-Shows muss sich SLAYER-Gitarrist Jeff Hanneman vertreten lassen, Grund dafür waren die Folgen eines Spinnenbisses. Irgendwann 2011, Jeff Hanneman hatte es sich gerade „mit einem Bier im Whirlpool gemütlich gemacht“, als er Spinnenbiss am Arm feststellt: „Ich habe nichts gespürt. Aber eine Stunde später fühlte ich mich krank.“ Noch auf dem Weg ins Krankenhaus habe er beobachten können, „wie sich das Fleisch um den Biss entzündete. Der Arm wurde richtig heiß. Ich kam in die Notaufnahme, wo eine Krankenschwester […] sofort erkannte, was los war. Obwohl es sehr selten ist, hatte sie glücklicherweise erst kurz zuvor einen ähnlichen Fall behandelt. Zu dieser Zeit war ich nur noch eine Stunde vom Tod entfernt.“ Der Spinnenbiss an sich war dabei wohl ungefährlich, doch Hanneman hatte sich dabei eine Infektion mit „fleischfressenden“, d.h. Gewebe zersetzenden Bakterien in den unteren Hautschichten zugezogen, die zu einer sog. „nekrotisierenden Fasziitis“ geführt hatten. „Mein Arzt war SLAYER-Fan. Er sagte: Erst rette ich dein Leben, dann rette ich deinen Arm. Dann rette ich deine Karriere:“, erinnerte sich Jeff Hanneman.

In der Folge musste das tote Gewebe in seinem Arm entfernt werden, um Muskeln und Sehnen zu retten, Antibiotika-Therapie und Hauttransplantationen folgten. Aufgrund des nur sehr langsamen Heilungsprozesses musste der Gitarrist sogar wieder das Laufen erlernen, weil seine Muskulatur vom langen Liegen atrophiert, d.h. verkümmert war.



2009



„Es hätte viel schlimmer kommen können“, meinte der SLAYER-Gitarrist noch vor Kurzem. „Über solche Sachen schreibe ich normalerweise Songs. Alles, was dieses Jahr hätte schief gehen können, ist schief gegangen. Und doch wurde es am Ende gut.“ Hanneman scheint sich zunächst tatsächlich langsam zu erholen und obwohl er sich auch bei der Europa-Tour unter dem Motto „European Carnage“ im März 2011 gemeinsam mit MEGADETH von EXODUS-Klampfer Gary Holt bzw. zeitweise von Pat O' Brian von CANNIBAL CORPSE ersetzen lassen muss, steht er nur einen Monat später sogar noch kurz bei der „Big Four“-Show im kalifornischen Indio bei der Zugabe seiner Band mit auf der Bühne.
Danach wird es lange Zeit wieder sehr still um den rekonvaleszenten Jeff Hanneman, seine Bandkollegen von SLAYER sind live weiterhin ausgesprochen aktiv, unterstützt durch Gary Holt, der sogar die Tourpläne von EXODUS mit den Terminen seiner Gastband abstimmt.

SLAYER indes stehen hinter ihrem Gitarristen, wie zuletzt im Juni 2011 Frontmann Tom Araya bekräftigt: “Wir werden auf keinen Fall ohne ihn in ein Studio gehen. Als Band werden wir nichts ohne ihn tun. Er ist ein integraler Bestandteil der Band. Wir brauchen seine musikalischen Fähigkeiten, sein Songwriting. Deshalb werden wir damit warten, bis er hundertprozentig wiederhergestellt ist und ein Teil des Prozesses sein kann. [Der Auftritt neulich] war eine große Sache für ihn und auch für uns. Wir dachten, es wäre eine nette Überraschung für alle und es sollte darauf aufmerksam machen, dass er immer noch da ist. Es ist ziemlich hart für ihn, was er gerade durchmacht. Er […] muss seinen Arm erst wieder herstellen und ihn wieder fit bekommen. Das kann noch einige Zeit dauern.“

Wie recht Arya damit haben sollte, war zu dieser Zeit nicht absehbar. Das Songwriting zu einer neuen SLAYER-Platte geht zwar laut Gitarrist Kerry King von seiner Seite voran, aber solange keine Aufnahmen stattfinden können, spielt die Band eben weiter live, ist auch 2013 für große Festivals, u.a. in Australien gebucht, als erneut ruchbar wird, dass Drumlegende Dave Lombardo die Band wegen finanzieller Meinungsverschiedenheiten einmal mehr verlassen hat.

So sitzt also auf der geplanten Australien-Tour der kalifornischen Thrash Metal-Veteranen nicht wie gewohnt Lombardo, sondern John Dette [TESTAMENT], der schon 1996 mit der Truppe auf dem "Ozzfest" gespielt hatte, hinter dem Drumkit.

Am 02. Mai 2013 verstirbt Jeff Hanneman überraschend, allerdings nicht an den Folgen der glimpflich verlaufenden Infektion seines Arms, sondern an Leberversagen im Rahmen einer durch jahrzehntelangen, übermäßigen Alkoholkonsum verursachten Leberzirrhose [wie u.a. auch Jesse Pintado von NAPALM DEATH/TERRORIZER].

Er hinterlässt seine Frau Kathy, eine Schwester, zwei Brüder, drei Bandkollegen und Millionen Thrash Metal-Fans weltweit, die sich an seine Riffs erinnern werden. [dkay]


R.I.P. Jeff Hanneman, *31. Januar 1964 / † 2. Mai 2013


2010




















SLAYER – Die Reviews
Show No Mercy [1983]
Auf ihrem Debüt klingen SLAYER noch wie VENOM mit besserer Produktion und größerer technischer Finesse, allerdings ist das kontrollierte Leadgitarren-Chaos schon damals ein Markenzeichen der Truppe. Jeff Hannemans superbes Songwriting kann natürlich auch schon 1983 überzeugen und so liefert der Mann mit „The Antichrist“, „Die By The Sword“ und „Black Magic“ Songs, die sich für die nächsten drei Jahrzehnte im Live-Programm der Kalifornier halten sollen. [metalviech]

Live Undead / Hauting The Chapel [1984]
Die sieben Songs von „Live Undead“ wurden der Überlieferung nach „live“ vor 50 Kumpels der Band in einem Studio eingespielt, trotzdem kann diese EP mit ihrem legendären martialisch-morbiden Friedhofs-Cover als exemplarisch für das damalige Set und die einstige Attitüde von SLAYER durchgehen. Aufgenommen und produziert von Metal Blades notorischem Duo Bill Metoyer/Brian Slagel hört man einen juvenilen Tom Araya bestens bei Stimme und eine vielversprechende, bereits damals furios aufspielende Band am Anfang ihrer Karriere. Die „Haunting The Chapel“-EP umfasst gerade einmal drei [als Re-Issue vier] Songs, darunter „Chemical Warfare“, gehört aber als Bindeglied zwischen „Show No Mercy“ und „Hell Awaits“ in jede halbwegs anständige SLAYER-Sammlung. [dkay]

Hell Awaits [1985]
Die mächtigen Slayer erklimmen Mitte der 80er die Spitze des extremen Metal. Mit "Hell Awaits" zeigt sich eine bissige, hungrige Band in absoluter Bestform. Eine aggressive, okkulte Mixtur, die etwas völlig Neues darstellt, erblickt die Tapes und Vinylteller der Welt und inspiriert in den folgenden Dekaden Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte, von Bands. Während die Rifffront ein Schlachtfest erster Kajüte abfackelt - direkt, gradlinig, auf die Zwölf, dennoch nicht frei von Raffinesse - spielt sich Lombardo ebenfalls auf den Thron. Mit seinen unglaublichen Fills und Doublebass Attacken, stößt er in bisher fast unberührte Gefilde vor und setzt Maßstäbe. In Sachen Songwriting und dem Setzen von Spannungsbögen macht ihnen ebenfalls niemand etwas vor. An diesem Album gibt es so gut wie nichts auszusetzen, SLAYER sind auf ihrem kreativen Höhepunkt und "Hell Awaits" ist das eigentliche Juwel dieser Band! [shub]

Reign In Blood [1986]
Mit ihrem dritten Album legen SLAYER im Alleingang die Regeln des Thrash Metal fest: Jenseits sämtlicher damals bekannter Tempolimits feuern die Kalifornier ein mustergültiges Knüppel-Riff nach dem anderen ab und liefern in einer knappen halben Stunde solch unsterbliche Brecher wie „Angel Of Death“, „Altar Of Sacrifice“ und „Raining Blood“. Erneut handelt sich um Hannemans Werk und Kerrys Beitrag, denn die bekanntesten Riffs auf einem der bekanntesten Metal-Alben stammen allesamt aus der Feder des verstorbenen Axtmanns. [metalviech]

South Of Heaven [1988]
Zu groß war der Krater, den „Reign In Blood“ hinterließ. Würden SLAYER diesen Wahnsinn toppen können? Vordergründig wohl nicht, aber „South Of Heaven“ ist ein Album mit Langzeitwirkung geworden, welches mit den Jahren an Qualität noch zu gewinnen schien. SLAYER sind mit dieser Platte erwachsen geworden, obwohl dies damals keiner so wirklich wahrhaben wollte. Beweis dafür ist der legendäre, von Hanneman komponierte Titelsong. [fränky]

Seasons In The Abyss [1990]
Mit „Seasons In The Abyss“ legten SLAYER 1990 ihr fünftes Album vor. Abermals von Rick Rubin produziert und mit einem Cover von Larry Carroll versehen setzt die Scheibe auf Abwechslung statt blinder Brachialität. Dass „Reign In Blood“ die Scheibe mit dem höchsten Kultstatus bleibt, kann man nicht abstreiten. “Seasons In The Abyss” strahlt als Album vielleicht weniger hell, hat aber mehr Hits. Etliche davon [z.B. “War Ensemble”, “Spirit In Black”, “Dead Skin Mask”] stammen aus der Feder Jeff Hannemans, der an mehr als der Hälfte von “Seasons In The Abyss” maßgeblichen Anteil hat. Mein persönlicher SLAYER-Favorit! [grim_rieper]

Decade Of Aggression [1991]
Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges beschließen die Kalifornier, sich selbst ein Denkmal zu setzen und so veröffentlichen SLAYER mit „Decade Of Aggression“ ihr bisher einziges „echtes“ Live-Album. Zusammengesetzt aus Mitschnitten der ausverkauften „Seasons In The Abyss“-Touren durch die USA und Europa enthält die Tracklist natürlich alles, was sich der Fan damals wünschen konnte und der Kontrast zwischen Tom Aryas liebenswerten Ansagen und Abrissbirnen wie „Chemical Warfare“ sorgt heute wie damals für ein wohlwollendes Schmunzeln. [metalviech]

Divine Intervention [1994]
Bis die Thrasher mit ihrem nächsten Studiowerk um die Ecke kommen, vergehen einige Jahre. Im Oktober 1994 schließlich kommt “Divine Intervention” heraus, das erste Album, auf dem Paul Bostaph den Schlagzeugschemel besetzt. Und mein erster bewusster Kontakt mit SLAYER. Ein punk-affiner Angelkumpan namens Dennis leiht mir die Scheibe irgendwann aus. Warum? Vielleicht, damit wir ihn nicht mehr “Hippie” nennen. Machen wir aber trotzdem! “Divine Intervention” ist kein schlechtes, aber ein schwieriges Album. Härter und boshafter als seine Vorgänger, dabei aber mit weniger gutem Sound und kaum echten Hits ausgestattet verkauft sich die Platte dennoch sehr gut. Beim Songwriting hält sich Hanneman diesmal etwas zurück. Dafür machen er, Kerry King und Tom Araya in Sachen Texte [ u.a.“SS-3”, “Serenity In Murder”, “213”] derart einen drauf, dass die Scheibe im Dezember 1998 in Deutschland auf dem Index landet. [grim_rieper]

Live Intrusion [1995]
Live-DVDs gibt es von SLAYER inzwischen mehr als genug, aber keine dürfte so besonders sein wie die wieder aufgelegte VHS „Live Intrusion“: Denkwürdig ist nicht nur das arschcoole VENOM-Cover, welches die Band mit Fronter Robb Flynn von ihrer damaligen Support-Band MACHINE HEAD zum Besten gab, sondern auch der Blick hinter die Kulissen, inklusive der herrlich dämlichen Blödeleien von Jeff Hanneman, u. a. während des Fluges auf dem Weg zum Veranstaltungsort. [metalviech]

Undisputed Attitude [1996]
Ein Interimsalbum mit Cover-Versionen von Hardcore-Punk-Bands, die für SLAYER von Bedeutung waren, produziert von Labelmate Dave Sardy von BARKMARKET. Klingt nur anfänglich nach Experiment, denn die kalifornischen Thrasher eignen sich - nicht nur dank ihres gewohnt rasenden Tempos – Klassiker wie „Guilty Of Being White“ oder „I Don't Wanna Hear It“ von MINOR THREAT, T.S.O.L., D.R.I., VERBAL ABUSE und D.R.I. [„Violent Pacification“, was sonst?] an und machen dabei eine erstaunlich kredible Figur abseits ihrer üblichen Mordbuben- und Weltkriegsprosa. Hannemann steuert Frühwerke eines Punk-Nebenprojekts und einen [!] neuen Song bei. [dkay]



Diabolus In Musica [1998]
Auch wenn SLAYER Zeit ihres Lebens die Thrash-Fahne hochgehalten haben, während andere legendäre 80er-Bands und Dresch-Initiatoren sich in den mühsamen 90ern verzettelten, ging auch diese Periode nicht ganze spurlos an dem Quartett vorbei. Auf „Diabolus In Musica“ vollzogen SLAYER den Schritt hin zu mehr Groove und brachten erstmals tiefer gestimmte Klampfen in ihren Sound mit ein. Das Ergebnis ist das wohl experimentellste und gleichzeitig am wenigsten beachtete Album ihrer Karriere, wenngleich das siebte Studiowerk SLAYERs dennoch mehr thrasht als viele Veröffentlichungen ihrer Mitbewerber und im großen und ganzen dem treu bleibt, wofür die Kalifonier immer standen. Hanneman, der den Löwenanteil der Songs komponierte, kommentierte damals: „Ich suchte nach etwas, das man überbieten konnte, aber nichts beeindruckte mich zu dieser Zeit. Nichts klang aggressiv oder heavy genug, das mich inspiriert hätte, es zu überbieten, also musste ich mir selbst etwas ausdenken!“ [shilrak]



God Hates Us All [2001]
Das Album mit dem bösen Bibel-Cover entfernt SLAYER einmal mehr von ihren Thrash-Wurzeln und wird daher vor allem von langjährigen Fans eher mit gemischten Gefühlen betrachtet. Dennoch ist auch hier die Handschrift der beiden Gitarristen deutlich erkennbar, denn während Kerry King vornehmlich für kurzweilige Brecher wie „War Zone“ verantwortlich zeigt, denkt Jeff Hanneman das Konzept der Band weiter und hat u. a. beim für SLAYER-Verhältnisse fast schon progressiven „Bloodline“ seine Finger im Spiel. [metalviech]

Christ Illusion [2006]
Man besann sich Anno 2006 auf alte Tugenden, sowohl der frühere Covergestalter als auch Drummer Dave Lombardo waren wieder im Boot. SLAYER hatten seit Anfang der 90er alle möglichen Phasen der Selbstfindung durchgemacht, nun schien sich der Kreis wieder zu schließen. Nicht von ungefähr erreichte „Christ Illusion“ Platz #2 der deutschen Albumcharts. „Cult“ ist und bleibt Kult, „Eyes Of The Insane“ bringt einen Grammy. Das Schlachtschiff SLAYER war wieder auf Kurs. [fränky]

World Painted Blood [2009]
Vom selben Soundmann beaufsichtigt wie „Death Magnetic“ leidet das aktuellste SLAYER-Album auch an den gleichen klanglichen Problemen: Irgendwie zu laut und nicht so recht aus einem Guss. Musikalisch können die Kalifornier einmal mehr überzeugen und selten war der stilistische Unterschied der beiden Haupt-Songwriter offensichtlicher – Kurze, brachiale Abrissbirnen wie „Public Display Of Dismemberment“ oder „Hate Worldwide“ aus der Feder Kerry Kings kontrastieren Jeff Hannemans komplexe Arrangements wie in „Beauty Through Order“ und „Human Strain“. [metalviech]












Stimmen aus der Redaktion

Markus "shilrak" Jakob:
Ich kann mich noch daran erinnern, dass mir ein Kumpel mit 12 Jahren „Angel Of Death“ in seinem Kinderzimmer vorspielte und hinter vorgehaltener Hand etwas von Mengele und Auschwitz brabbelte. Damals, in der Hochphase GUNS N' ROSES' und dem angehenden Grunge-Boom habe ich den Sound und die Brutalität nicht begriffen und es sollte noch Jahre dauern, bis ich SLAYER schätzen und lieben lernte. Wenn ich heute alle ihre Alben auf Shuffle anhöre, kommt quasi ein Klassiker nach dem anderen und man will eigentlich nur dauerhaft abschädeln und die Faust gen Himmel recken. Jeff ist für das Gros dieser Klassiker verantwortlich – dafür bin ich ihm dankbar! May your soul reign in blood, Jeff!


Thomas "Shub" Kleinertz:

""Show No Mery" und "Hell Awaits" waren unter den ersten Metal-Platten, die ich jemals hörte. Die Scheiben haben mich fasziniert und eine langjährige Leidenschaft für harte Musik ausgelöst. Jeffs Riffs sind demnach Teil meiner Entwicklung. Was soll ich also sagen? Ein wahrhaft beschissener und zudem tragischer Tag für eine der interessantesten und vielfältigsten Musikrichtungen der Welt! Mein Beileid gilt seiner Familie und seinen Bandkollegen."


Lennart "Grim_Rieper" Riepenhusen:

"Der größte SLAYER-Fan unter der Sonne bin ich nie gewesen und ich werde jetzt auch nicht so tun, als ob. Die wenigen Livekonzerte der Band [auf Festivals], die ich gesehen habe, fand ich wenig beeindruckend. Den Szene-Konsens „SLAYER sind geil!“ habe ich aber trotzdem nie wirklich bezweifelt. Natürlich werden die Ur-Thrasher auch manchmal überschätzt. Aber das wird Goethe ja schließlich auch! Und es ist nun mal so: Ohne SLAYER sähe die Metal-Landschaft vermutlich komplett anders aus. Man hätte auch einen Namen weniger, den man absolut immer brüllen und dafür von vernünftigen Leuten Zustimmung ernten kann. Welch enormen Anteil an SLAYER Jeff Hanneman hatte, konnte man leicht vergessen. Irgendwie schien der Gitarrist mit der Sammelleidenschaft für Militärsouvenirs immer ein wenig im Schatten seiner Bandkollegen zu gehen. Aber zöge man aus dem Gesamtwerk auch nur die wichtigsten Stücke ab, die Hanneman teilweise oder komplett geschrieben hat, bliebe vom Mythos SLAYER nicht allzuviel übrig. „Angel Of Death“, „South Of Heaven“, „Dead Skin Mask“, „War Ensemble“, und „Raining Blood“ sind Lieder für die Ewigkeit. In ihnen wird Jeff Hanneman weiterleben."


Thomas "Metalviech" Meyns:

"Zusammen mit CANNIBAL CORPSE waren SLAYER eine dieser Bands, die mir im zarten Teenager-Alter fast schon Angst gemacht haben. Mit Bands wie IRON MAIDEN und DIO zum Metal gekommen war das kontrollierte Hochgeschwindigkeits-Chaos von Platten wie „Reign In Blood“ für mich so etwas wie ein Blick in den Abgrund der Hölle - der Groschen fiel erst, als ich mir „South Of Heaven“ zufällig in einem Second Hand-Musikladen besorgt habe. Meine präsenteste Erinnerung an die Kalifornier ist, dass ich vor Jahren auf einem ihrer Konzerte im Münchner „Zenith“ als unfreiwilliger Moshpit-Teilnehmer ordentlich eines auf die Schnute bekommen habe - zuletzt habe ich SLAYER allerdings auf dem „Wacken Open Air“ 2010 gesehen, wo die Truppe mit „World Painted Blood“ unterwegs war und sich zwar wortkarg aber musikalisch wie immer über jeden Zweifel erhaben präsentierte. SLAYERs Beitrag zum Metal ist monumental und Jeff Hanneman wird auf ewig schmerzlich vermisst werden. R.I.P, Jeff."


Dirk "Dkay" Konz:

"Die kalifornischen Thrash-Titanen SLAYER habe ich in meiner nicht eben unbewegten Konzertkarriere bislang lediglich zweimal live bewundern können: Erstmals anno 1998 im Rahmen der „Diabolus In Musica“-Tour in Lichtenfels [SEPULTURA mit „neuem“ Sänger als Support bei miserablem Sound] mit Hanneman [aber ohne Lombardo] und 13 Jahre später erneut gemeinsam mit MEGADETH auf der „European Carnage“-Tour 2011, bei der Hanneman bereits von EXODUS' Gary Holt vertreten wurde. Jedes Mal ein intensives Konzerterlebnis, bei dem einem bereits bei den frenetischen Sprechchören des Mobs [„SLAYER! SLAYER! SLAYER!“], spätestens aber mit den bekannt-beliebt-prägnant-unsterblichen Eröffnungsriffs eine Gänsehaut und am nächsten Morgen ein ebenso prägnanter Whiplash ereilt hat. Showmäßig hat sich diese Band bekanntlich noch nie ein Bein ausgerissen, aber immer überzeugt. Jeff Hanneman, R.I.P.!"


Frank "Fränky" Wilkens:

"Geliebt oder gehasst. Oder eben beides gleichzeitig. SLAYER sind und waren kontrovers. Jeff Hanneman war ein Teil von dieser Band, die mich mit ihrem sagenhaften „South Of Heaven“ in die Knie gehen ließ. Auch wenn Jeff nie derjenige war, über den am meisten geredet wurde, so war er doch ein Garant für geile Shows. Sei es die „Clash Of The Titans“-Tour oder die „Tattoo The Planet“-Konzerte. Das Riff-Götterpaar Hanneman/King brachte zwar nicht immer konstant hochklassiges Material, live jedoch begeisterten sie mich ein ums andere Mal."


Sascha "Saschisch" Dörr:

"Jeff Hanneman hat mich nicht nur mit seinen Songs, sondern auch mit seinem persönlichen Gitarrenspiel schon sehr lange beeinflusst. Ein Riesenverlust. Danke für all die guten Songs!"

























Statements von Musikern & Bands

Dave Lombardo [SLAYER]:
"Ich bin zutiefst bestürzt, geschockt und sprachlos. Es ist im Moment sehr schwierig für mich, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Meine Gedanken sind bei Kathy Hanneman."


Gary Holt [EXODUS]:

"Mir fehlen die Worte. Die Nachricht von Jeffs Tod hat mich wie ein Schlag ins Gesicht getroffen. Ich empfinde im Moment nichts als vernichtende Trauer. „Geschockt“ ist das beste Wort, um meinen Zustand zu beschreiben. Jeff, es war mir eine Ehre, zu versuchen, mein Bestes zu geben, um Deine Songs in Ehren zu halten. Es gab nur einen Jeff Hanneman. Alles, was ich mir je erhoffen konnte, war, die Songs, die du geschrieben hast, mit der gleichen Überzeugung, mit der Du sie geschrieben und gespielt hast, zu spielen, weil es Dich nur einmal gab […]. Viel Liebe, Respekt und mein tief empfundenes Beileid an die Hanneman-Familie und die SLAYER-Fangemeinde. Du bist von uns gegangen, aber wir werden Dich niemals vergessen und schmerzlich vermissen!"


Mille Petrozza [KREATOR]:

"Ich kann dafür im Augenblick keine passenden Worte finden – das ist der traurigste Tag, den ich in meiner Zeit als Musiker bisher erlebt habe. Jeff wird auf ewig Einfluss auf mein Spiel, mein Songwriting und die Art, wie ich Musik höre, haben. Mein herzliches Beileid an seine Familie, Dave, Kerry und Tom."


Andreas Kisser [SEPULTURA]:

"Die traurige Nachricht zu Jeffs Tod war ein richtiger Schock. Er war eines meiner größten Vorbilder an der Gitarre, er und Kerry King haben den Heavy Metal für immer verändert und ohne SLAYER würde es SEPULTURA, so wie wir sie heute kennen, nicht geben. Wir waren gemeinsam auf Tour und als wir 1999 in London gespielt haben, hatte ich die Ehre, „Chemical Warfare“ mit ihnen zu spielen – es war eine große Ehre, die Bühne mit meinen Idolen teilen zu dürfen und ich werde mich für immer an diesem Moment erinnern. RIP Jeff – vielen Dank für Deine Musik und Deine Einstellung, wir werden Dich vermissen."


Brian Slagel [Metal Blade Records]:

I"ch kannte Jeff Hanneman seit 1983. Er hat dem Heavy Metal ein bleibendes und großartiges Erbe hinterlassen. Sein Gitarrenspiel und Songwriting haben die Heavy Metal-Geschichte nachhaltig geprägt. Er wird auf ewig vermisst werden und es ist unheimlich traurig, dass er in so jungem Alter von uns gehen musste. Ruhe in Frieden, Bruder. Mein Beileid an seine Familie und die gesamte SLAYER-Gemeinde."


Gloria Cavalera:

"Egal, was Ihr heute macht oder wie beschäftigt Ihr seid, lasst uns alle gemeinsam eine Minute innehalten und ein kurzes Gebet an unseren Metal-Bruder und musikalischen Pionier Jeff Hanneman schicken. Lass Deine Seele fliegen…"


Dave Mustaine [MEGADETH]:

"Wir möchten der Familie sowie den Freunden und Fans von Jeff Hanneman unser herzliches Beileid aussprechen. Unsere Herzen sind bei seinen Brüdern von SLAYER. Heute Nacht wird ein Stern weniger am Himmel stehen und traurigerweise ist die Bühne ein bisschen dunkler geworden. Jeff Hanneman, 1964 – 2013."


David Ellefson [MEGADETH]:

"Jeff hielt sich in der Öffentlichkeit immer sehr bedeckt, aber hinter den Kulissen war er der Motor, der die Musik von SLAYER angetrieben hat. Seine Riffs, Texte und sein seine Faszination mit dunklen Themen waren derart extrem, dass sie sogar innerhalb des Heavy Metal ein Tabu waren! Aber weil er sich getraut hat, diesen Weg trotzdem zu gehen, wurden er und seine Band zu Legenden für Fans überall auf der Welt. Abseits der Theatralik der Musik von SLAYER kannte ich Jeff als einen gutherzigen und freundlichen Menschen und wann immer wir uns auf Tour begegneten, konnten wir gemeinsam lachen. Er kam mir vor wie jemand, der sich fern von der Bühne zusammenriss und daher sprachen wir fern der Musik über persönliche Dinge und unser Familienleben. Er war ein Mann weniger Worte, aber wenn er etwas gesagt hat, hatten seine Worte Gewicht."


Schmier [DESTRUCTION]:

"Unsere erste große Tour war 1985 die „Hell Awaits“-Tour mit SLAYER! Wir haben damals sehr, sehr viel gelernt. Vor allem musikalisch… aber nicht nur: Jeff war ein Meister auf der Gitarre und im Minibar austrinken, um dann die Flaschen mit Urin wieder zu befüllen - legendär! Manche Sachen vergisst man nie, sowie die Party in Berlin, die mit SLAYER bei uns im Raum so eskalierte, dass wir unsere Tourgage brauchten, um die Hotelverwüstung zu bezahlen! Das passierte danach nie wieder… SLAYER bekamen damals ihre erste Deutschlektion von uns, Jeff nannte Deutschland damals "Fatherland", leider sind diese Auswüchse nicht wirklich Druckreif, da rein sexueller Natur. Ruhe in Frieden Jeff - du hast dich zu früh aus dem Staub gemacht, wir und die Metal-Welt werden Dich für immer als genialen Songwriter und coolen Typen in Erinnerung behalten! RIP bro!"


Chuck Billy [TESTAMENT]:

"Jeff Hanneman war ein wahrer Pionier des Heavy Metal. Er hat ein paar der bekanntesten Songs des Genres geschrieben. Er ist eine wahre Inspiration und wird niemals vergessen werden."


Alex Skolnick [TESTAMENT]:

"Genauso wie Millionen Andere war ich zutiefst bestürzt, als ich vom Tod Jeff Hannemans hörte. Obwohl unsere Bands oft zusammen auf Tour waren, kannte ich Jeff persönlich nicht so gut. Er war ein sehr reservierter Mensch, der das Leben als eine wilde Party zu betrachten schien, zu der jedoch nur seine engsten Freunde eingeladen sind. Aber jene, die eingeladen waren, liebten ihn sehr und werden ihn schmerzlich vermissen. Musikalisch hinterlässt er bleibenden Eindruck in einem ganzen Gerne und das können nur die Wenigsten von sich behaupten. Fragt irgendeinen Metal-Fan nach seinen liebsten SLAYER-Songs und es ziemlich sicher, dass er einen der folgenden nennen wird, bei denen Jeff die Musik [und manchmal auch den Text] geschrieben hat: „Angel Of Death“, „Raining Blood“, „South Of Heaven“, „War Ensenble“, „Dead Skin Mask“, „Seasons In The Abyss“ oder „Die By The Sword“. Dies sind die Songs – und Riffs – die die Band und für viele Fans auch den Metal selbst definieren. Dafür schulden wir alle Jeff Hanneman großen Dank."


Angela Gossow [ARCH ENEMY]:

"Gerade höre ich SLAYER. Ich bin sehr traurig über den Verlust von Jeff Hanneman. Aber ich bin auch glücklich, dass wir einmal mit SLAYER touren konnten. Ich habe mir damals jedes Konzert angesehen und wurde jedes Mal umgehauen. Danke für die Musik, Jeff. Wir werden Dich nie vergessen."


Tomi Joutsen [AMORPHIS]:

"Das Ganze kam für mich vollkommen unerwartet – ich wusste, dass er krank war, aber ich hatte keine Ahnung, dass es derart ernst war. Als ich die Nachricht erhielt, war ich wirklich geschockt. Ich meine, WIRKLICH geschockt. SLAYER waren immer eine sehr wichtige Band und ich bin froh, dass sie weitermachen werden, aber ohne Jeff wird es nie wieder das Gleiche sein. Er hat mit SLAYER Großes erreicht und ich glaube er war ein Mensch, der zu keinerlei Kompromissen bereit war, was etwas Gutes ist. Das war ein trauriger Tag."


Charlie Benante [ANTHRAX]:

"Jeff hatte ein verdammt tolles Lachen, dass ich über die Jahre öfter hören konnte. Der Mann, der solche Texte wie “feel the knife pierce you intensely“ geschrieben hat, hatte einen großartigen Sinn für Humor. Ich werde mich immer für die Musik, die er uns gegeben hat und die Intensität, die er in den Metal gebracht hat, an ihn erinnern."


James Hetfield [METALLICA]:

"Es ist immer schwer, einen Metal-Bruder zu verlieren – insbesondere, wenn er in der gleichen Gegend und gleichen Zeit aufgewachsen ist, Teil des gleichen Genres war und die gleichen Ziele im Leben hatte. Und jemanden zu früh aus dem Leben scheiden zu sehen ist immer scheiße. Das ist für uns nicht das erste Mal, aber es ist niemals einfach. Gott segne ihn. Ruhe in Frieden, Jeff Hanneman."


Robert Trujillo [METALLICA]:

"Ich kann nur sagen, dass Jeff Hanneman ein großartiger Mensch war. Er hielt sich stets bedeckt, schrieb gleichzeitig allerdings ein paar der großartigsten Riffs aller Zeiten. Ruhe in Frieden, Jeff – wir werden Dich schmerzlich vermissen."


Dino Cazares [FEAR FACTORY]:

"Ich bin extrem geschockt und traurig über die Nachricht von Jeff Hanneman. Er hatte großen Einfluss auf mein Spiel während ich aufwuchs. Er hat ein paar der besten Riffs und Texte aller Zeiten geschrieben! Fucking „Reign In Blood“!!! Mein tief empfundenes Beileid an seine Familie. Wir haben eine wahre Legende verloren."


SLASH:

"Für mich war Jeff Hanneman der König des Thrash- und Speed Metal-Gitarrenspiels. SLAYER waren die erste Speed Metal-Band, dich ich gehört habe und die Riffs und Akkordwechsel waren genial. Und seine rechte Hand war unglaublich. Ich habe nie wieder etwas Vergleichbares gehört."


Ted Kirkpatrick [TOURNIQUET]:

"Ich war zutiefst bestürzt, als ich erfuhr, dass SLAYER-Gitarrist Jeff Hanneman heute von uns gegangen ist. Er hat ein paar Killersongs geschrieben und gespielt und war – zumindest für die kurze Zeit in der ich ihn kannte – verdammt cool."


Tomas Haake [MESHUGGAH]:

"Jeff Hanneman hat ein paar der schlichtweg einflussreichsten Heavy Metal-Songs der Welt geschrieben! Mit Songs wie „Raining Blood“, „War Ensemble“ und „South Of Heaven“, um nur einige wenige zu nennen, hat Jeff mit den aufregendsten und gruseligsten Riffs, die ich je gehört habe, ein neues Level an Bösartigkeit in den Metal gebracht. Sein Erbe wird auf ewig widerhallen!"


Robb Flynn [MACHINE HEAD]:

"Ich kann immer noch nicht glauben, dass Jeff Hanneman von SLAYER tot ist – solche Sachen passieren einfach nicht. Thrasher sterben nicht?!? WTF?!? Ich werde jetzt nicht hier sitzen und darüber reden, dass wir beide die besten Freunde waren, denn das waren wir bestimmt nicht, ich würde uns höchstens als Bekannte bezeichnen. Ich habe acht Touren und 120 Shows mit dem Mann absolviert und ihn dabei kaum kennen gelernt. Ich hing immer mehr mit Kerry rum. […] Ich kann mich allerdings an ein paar echt gute Momente mit ihm erinnern. Das erste Mal 1994, in Basel in der Schweiz, als MACHINE HEAD der Support von SLAYER auf der „Divine Intervention“-Tour waren: Das war eine dieser Shows, wo etwas vollkommen Belangloses passiert und man vergisst es nie – in diesem Fall wurde die Show von Chesterfield Zigaretten gesponsert und jeder, der reinkam, erhielt zwei Packungen umsonst. Ich hab noch nie in einer Halle so viel Rauch gesehen. Ich erinnere mich, dass ich auf die Bühne kam und unserem Roadie zurief: “Alter, schalt’ die verfluchte Nebelmaschine ab!“ und er antwortete: “YOOOOO, das ist nicht die Nebelmaschine, das sind die Zigaretten!“ Es war nahezu unmöglich, auf der Bühne zu atmen. Nach der Show hingen wir im Backstage-Bereich rum und Jeff kam vorbei und wir jammerten über den ganzen Rauch. Er lud mich ein, mit ihm noch ein Bier zu trinken und wir quatschten ein bisschen, bis ich dann zum SLAYER-Nerd wurde und ihn ausquetschte, welche Songs er geschrieben hat:

Ich: "Wer hat ‚Angel Of Death’ geschrieben?"
Jeff: "Ich."
Ich: "Auch den Texte?"
Jeff: "Yep"
Ich: "’Reign In Blood’?"
Jeff: "Ich."
Ich: "Dead Skin Mask?"
Jeff: "Yep"
Ich: "South Of Heaven?"
Jeff: "Ich."
Ich: "Black Magic?"
Jeff: "Du kennst die Antwort."
Ich: "Hell Awaits?"
Jeff: "Yep"

So ging das noch eine Weile weiter und es stellte sich heraus, dass der Mann den Großteil meiner liebsten SLAYER-Songs geschrieben hat. […]

Ruhe in Frieden, Bruder."

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