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Der plötzliche Tod von Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister hinterlässt eine Leere, die durch nichts zu füllen sein wird. Wie wird der Rock 'n' Roll ohne einen seiner größten Verfechter, der unzähligen anderen Bands auf ihren Weg half, künftig aussehen? Wenngleich sein musikalisches Schaffen weit über MOTÖRHEAD hinausgeht, ist Lemmy Kilmister den meisten wohl am besten als Gründer, Frontmann und kreativer Kopf des britischen Rock 'n' Roll-Trios bekannt - keine andere Band in der harten Musik vermochte und vermag so viele unterschiedliche Geschmäcker zu vereinen.

Geboren wird Lemmy Kilmister an Heiligabend 1945 im Midlands-Städtchen Stoke-On-Trent als Sohn eines Feldkaplans der Royal Air Force und einer Bibliothekarin. Im Alter von zehn Jahren ziehen er und seine Mutter von England nach Wales um, nachdem der Vater die Familie bereits kurz nach seiner Geburt verlassen hatte und die Mutter nun abermals geheiratet hat. Der junge Lemmy verbringt seine Kindheit fortan im walisischen Seebad Benllech. Seine ersten musikalischen Erfahrungen macht er bereits Ende der 60er-Jahre, als er seinen Wohnsitz nach London verlegt und sich als Roadie für niemand Geringeren als Gitarrenguru Jimi Hendrix verdingt.


Lemmy [zweiter von links] mit THE ROCKIN’ VICKERS


1965 schließt sich der junge Ian Kilmister der Rockband THE ROCKIN' VICKERS als Gitarrist an. Mit ihm an Bord schafft es die Band vor allem in Finnland, wo sie mit „Zing! Went The Strings Of My Heart“ eine Single aufnimmt, zu mittlerer Bekanntschaft. Zwar bringt es die Gruppe nie zu einem Album, bringt jedoch kurz vor ihrer Auflösung im Jahr 1967 eine weitere Single mit dem Titel „Dandy“ heraus. Etwa zeitgleich spielt Lemmy Gitarre in der Band des aus Malaysia stammenden Sängers Sam Gopal, mit dem er 1969 das Album „Escalator“ sowie die Single „Horse“ veröffentlicht. Nach nur einem Jahr gehen die Musiker allerdings wieder getrennte Wege.

Ehe er mit MOTÖRHEAD eine der einflussreichsten Bands der Rockmusik gründet, sammelt Lemmy bereits ausgiebige Band- und Tourerfahrung – und soll bereits zu diesem frühen Zeitpunkt seiner Karriere bleibenden Eindruck in der Musikgeschichte hinterlassen. 1972 nämlich wird Mr. Kilmister als Bassist der Prog Rocker HAWKWIND rekrutiert, die gemeinhin als die Begründer des Space Rock gelten. Zwar verlässt Lemmy die Band bereits 1975 aufgrund klassischen Rockstar-Verhaltens und einer Anzeige wegen Drogenbesitzes während der Grenzüberquerung von den USA nach Kanada wieder, spielt in dieser Zeit aber drei Alben sowie ein Live-Platte mit der Truppe ein.


HAWKWIND und Lemmy [rechts]


Das kurios betitelte „Doremi Fasol Latido“, „Hall Of The Mountain Grill“ und „Warrior On The Edge Of Time“ fahren allesamt gute Kritiken ein, weshalb HAWKWIND nicht zuletzt durch Herrn Kilmisters Zutun ihre erste Hochphase erleben. Der spätere MOTÖRHEAD-Gründer spielt bei der Truppe Bass und Gitarre und übernimmt Teile des Gesangs. Während der Sessions zu „Warrior On The Edge Of Time“ entsteht übrigens auch ein Song namens „Motorhead“, der sich auf der späteren CD-Version des Albums als Bonustrack befindet.

Unmittelbar nach seinem Rauswurf bei HAWKWIND tut sich Lemmy mit dem PINK FAIRIES-Gitarristen Larry Wallis zusammen und gründet seine neue Band MOTÖRHEAD, benannt nach dem letzten Song, den er für die Progressive Rocker geschrieben hat. Zwar sollte die Formation ursprünglich BASTARD heißen, allerdings hält der damalige Manager Douglas Smith den Namen für zu wenig massentauglich. Im englischen Slang ist ein „Motorhead“ übrigens nicht nur ein Geschwindigkeits- und Autofreak; das Wort kann auch Konsumenten amphetaminhaltiger Drogen bezeichnen. Die Namenswahl sagt viel über den schwarzen Humor des Bandgründers aus.


MOTÖRHEAD 1975


Bemerkenswert ist auch, dass MOTÖRHEAD auch zum Zeitpunkt ihrer Gründung ein Trio sind – neben Kilmister und Wallis spielt noch Schlagzeuger Lucas Fox bei der Band, den Lemmy auf Empfehlung einer Freundin rekrutierte. Ihr erstes Konzert gibt die Truppe am 20. Juli 1975 im Londoner Club „Roundhouse“ als Vorgruppe für die britischen Progressive Rocker GREENSLADE. Noch im Oktober des gleichen Jahres soll de Band für die Rock-Giganten BLUE ÖYSTER CULT im legendären „Hammersmith Odeon“ eröffnen – dem Club, in dem MOTÖRHEAD ein gefeiertes Live-Album aufnehmen werden.

Durch einen Deal mit United Artists – dem Label, bei dem auch HAWKWIND unter Vertrag sind – können MOTÖRHEAD bereits im Frühjahr 1976 ins Studio gehen, um ihr Debütalbum „On Parole“ aufzunehmen – allerdings für Stiff Records, was noch zu Problemen mit ihrem bisherigen Label führen soll und die Veröffentlichung der Platte zunächst verhindert. Schon zu dieser Zeit zeichnen sich starke Spannungen mit Schlagzeuger Lucas Fox ab, der mit dem exzessiven Lebensstil seiner Mitstreiter und insbesondere von Lemmy nicht mithalten kann. Über einen gemeinsamen Freund entsteht der Kontakt zu Drummer Phil „Philthy Animal“ Taylor, der Lemmy in einer Jamsession überzeugen kann und fortan Fox' Platz einnimmt. Zur gleichen Zeit kommt mit Eddie Clarke ein neuer Gitarrist in die Band, der eigentlich als zweiter Axtmann gedacht war, Larry Wallis jedoch aufgrund interner Querelen ersetzt.

Anfang 1977 stehen MOTÖRHEAD nach gerade einmal zwei Jahren Existenz vor dem Aus: Von United Artists fallen gelassen hat die Band keinen Plattenvertrag, ihr erstes Album ist eingestampft und so planen Lemmy und Co., sich nach einem letzten Konzert mangels Popularität aufzulösen. Womit das Trio nicht gerechnet hat, ist, dass bei jener Show auch Ted Carroll von Chiswick Records im Publikum steht. Kaum haben die Jungs die Bühne verlassen, bietet dieser ihnen einen Vertrag über eine Single an. Aus den Single-Aufnahmen werden die Sessions für ein ganzes Album und so erscheint im September 1977 das Debüt „Motörhead“, das der Band mit Platz 43 der britischen Charts einen ersten Erfolg beschert.


MOTÖRHEAD 1976, Fast Eddie Clarke, Lemmy, Philthy Animal Taylor


Von da an gibt es für Lemmy und seine Band kein Halten mehr: Inzwischen bei Bronze Records untergekommen landen MOTÖRHEAD mit ihrer Single-Auskoppelung „Louie Louie“ auf Platz 68 der britischen Single Charts. Inzwischen tourt die Truppe regelmäßig durch ihr Heimatland und nutzt die übrige Zeit unter der kreativen Führung von Lemmy Kilmister unermüdlich für das Songwriting. Im Frühjahr 1979 fährt die Band mit ihrer neuen Platte „Overkill“ eine erste silberne Schallplatte ein und veröffentlicht noch im Herbst des gleichen Jahres mit „Bomber“ ihren nächsten Klassiker.

Der ungebremste Rock 'n' Roll-Lebensstil der Briten fordert schon damals seinen Tribut von Lemmy, der im Juli 1980 nach einem Konzert in der „Stafford Bingley Hall“ zusammenbricht. Auch das kann MOTÖRHEAD und ihren Fronter jedoch nur kurzfristig aufhalten, denn bereits im August 1980 begibt sich die Band erneut ins Studio, um ihren bis heute gefeierten Meilenstein „Ace Of Spades“ einzuspielen, der mit mehr als 100.000 verkauften Exemplaren Gold erreicht.

1981 muss die Band ihre aktuelle Tour unterbrechen, weil sich Drummer Phil Taylor an der Halswirbelsäule verletzt. Als das Arbeitstier, das er ist, überbrückt Lemmy die Zeit von Taylors Genesung, indem er zusammen mit GIRLSCHOOL die EP „St. Valentine's Day Massacre“ aufnimmt. Auf der im März fortgesetzten Tour nehmen MOTÖRHEAD ihr Live-Album „No Sleep Til Hammersmith“ auf, das bereits in der ersten Woche auf Platz 1 der britischen Albumcharts landet und der Band eine goldene Schallplatte beschert.


Lemmy und Philthy Animal Taylor mit GIRLSCHOOL


Getreu ihrem Arbeitsethos legen MOTÖRHEAD nach Abschluss ihrer nächsten USA-Tour mit OZZY OSBOURNE keine Pause ein, sondern begeben sich schnurstracks ins Studio, um mit „Iron Fist“ ihr nächstes Studioalbum einzuspielen. Ganz ohne interne Streitereien geht das allerdings nicht, zumal die Truppe vermutet, dass sie von ihrem Management betrogen wird. Aufgrund von Finanzierungsengpässen für die Studioarbeit soll zunächst Gitarrist Eddie Clarke „Iron Fist“ produzieren. Nachdem Lemmy von ihm jedoch zusätzlich erwartet, bei der EP „Stand By Your Man“ mit Wendy O. Williams hinter den Reglern Platz zu nehmen, streiten sich die beiden und Kilmister wirft den renitenten Gitarrero kurzerhand aus der Band.

Inzwischen gehören MOTÖRHEAD zur Rock 'n' Roll-Oberliga, weshalb sie den ehemaligen THIN LIZZY-Gitarristen Brian Robertson mal eben aus Europa nach Kanada einfliegen können, um den vakanten Posten zu übernehmen. Robertson nimmt mit der Formation 1983 das Album „Another Perfect Day“ auf, das aufgrund seiner ausgefeilten Gitarrenarbeit dem bisherigen Stil der Band nur wenig entspricht. Der kommerzielle Erfolg von „Another Perfect Day“ bleibt dementsprechend aus und als sich der neue Klampfer dann auch noch weigert, sich auf die klassischen MOTÖRHEAD-Songs zu beschränken und live frecherweise den Titeltrack der gefloppten Platte anstimmt, endet die Zusammenarbeit mit Robertson nach nicht einmal einem Jahr - Lemmy, gewohnt zielstrebig und halsstarrig, wirft den Mann raus und sagt den Rest der laufenden Tour ab.

Dank ihres inzwischen guten Namens müssen die Briten jedoch nicht lange auf Ersatz warten und kommen über Lemmys Inserat in der Musikzeitschrift „Melody Maker“ mit Phil Campbell und Michael Burston, besser bekannt als „Würzel“, in Kontakt – fortan sind MOTÖRHEAD als Quartett unterwegs. Da auch Schlagzeuger Taylor keinen Bock mehr zu haben scheint, wechselt der Frontmann zu dieser Zeit einmal mehr seine komplette Riege an Mitmusikern aus, denn künftig trommelt der ehemalige SAXON-Drummer Pete Gill bei der Truppe.

Musikalisch tut sich bis 1985 wenig bei Lemmy und Co., denn aufgrund des wenig erfreulichen Vertragsendes mit Bronze Records erscheint erst einmal nur das Best-Of „No Remorse“. Es folgt allerdings ein neuer Plattendeal und schon nehmen MOTÖRHEAD ihren Jahresrhythmus an Veröffentlichungen wieder auf: Im Sommer 1986 erscheint mit „Orgasmatron“ das nächste Album der Engländer und schon im September 1987 schieben Lemmy und seine Mannschaft mit „Rock 'n' Roll“ den nächsten Langspieler hinterher. Zwischenzeitlich erscheint die Band übrigens als Cameo im Film „Eat The Rich“ - der Soundtrack zum Film erscheint als Single.


Lemmy im Film „Eat The Rich“


Im Folgejahr gönnen sich MOTÖRHEAD doch tatsächlich eine Auszeit, ehe sie 1989 mit den Arbeiten an ihrer nächsten Platte beginnen. Über seine inzwischen exzellente Vernetzung in der Musikwelt bringt Lemmy seine Band bei WTG Records, einer Tochter von Sony Music, unter, was den Einstieg der Truppe in die Welt der Major Labels markiert. Weil die Plattenfirma ihren Sitz in Los Angeles hat, zieht der Bandkopf ebenfalls in die USA, während der Rest der Besetzung in England verbleibt. Der Zusammenarbeit scheint das keinen Abbruch zu tun, denn 1991 erscheint mit „1916“ schon die nächste Langrille der Herren.

1992 wird es nach riesigen Konzerten mit JUDAS PRIEST, METAL CHURCH und ALICE COOPER Zeit, mit „March Ör Die“ ein weiteres Album aufzunehmen, allerdings geht es auch hier wieder nicht ohne Streitigkeiten: Schlagzeuger Phil Taylor taucht zwar im Studio auf, hat jedoch keinen einzigen der neuen Songs geübt – eine Zurschaustellung von Desinteresse, die weder Lemmy noch seine Kollegen dulden, weshalb Taylor seinen Posten räumen muss. Ersatz finden MOTÖRHEAD in dem Schweden Mikkey Dee, den Lemmy bereits von einer gemeinsamen Tour mit KING DIAMOND kennt.


MOTÖRHEAD 1992, Würzel, Mikkey Dee, Lemmy, Phil Campbell


Ehe Ruhe in der Besetzung von MOTÖRHEAD einkehren soll, muss die Truppe noch einige Turbulenzen umschiffen. Nach der Pleite ihrer bisherigen Label-Heimat erscheint ihr 1993er Album „Bastards“ beim deutschen Label ZYX Music, ehe die Truppe für das 1995 veröffentlichte „Sacrifice“ einmal mehr die Heimat wechseln muss. Auch intern kracht es erneut, denn Gitarrist „Würzel“ verlässt die Band, nachdem er Lemmy inklusive Lebensgefährtin beschuldigt hat, ihn finanziell zu übervorteilen. Wie hinlänglich bekannt, suchen MOTÖRHEAD für „Würzel“ keinen Ersatz, sondern firmieren bis zu Lemmys Tod wieder als Trio.

Aufhalten lässt sich eine von Lemmy Kilmister geführte Band von solcherlei Rückschlägen ohnehin nicht, wenngleich die Alben der Briten inzwischen im Zweijahrestakt erscheinen. 1996 veröffentlicht die Band „Overnight Sensation“, gefolgt von einer grandiosen Live-CD namens „Everything Louder Than Everyone Else“, welche die Herren in Hamburg aufgezeichnet haben. 1998 kommt mit „Snake Bite Love“ schon die nächste Platte der Band in den Handel und 2000 setzen sich Lemmy und seine beiden Mitstreiter mit „We Are Motörhead“ ein Denkmal. Es muss kaum erwähnt werden, dass die Engländer auf jede dieser Veröffentlichungen eine umfassende Welttournee folgen lassen.

Obwohl Lemmy seine Truppe schon lange an die Spitze der harten Musikszene befördert hat, erweist sich dies knapp 30 Jahre nach Bandgründung noch immer als steigerungsfähig: 2002 verkauft die Band von ihrem neusten Album „Hammered“ mehr Exemplare in der ersten Woche als von beiden Vorgängern insgesamt. Auf der Welle dieses Erfolgs reitend kann sich die Band einen Vertrag mit SPV sichern, die 2004 ihre neuestes Album „Inferno“ vermarkten. Wie sehr Lemmy und seine Musiker inzwsichen respektiert werden, zeigt sich auch daran, dass Gitarrengott Steve Vai auf der Platte ein Gastsolo beisteuert.

Die wachsende Popularität der eigentlich raubeinigen Rocker geht so weit, dass MOTÖRHEAD für den „Spongebob“-Film den Song „You Better Swim“ aufnehmen. Ein Jahr später veröffentlicht die Truppe ein Cover des METALLICA-Hits „Whiplash“ und werden ausgerechnet dafür für den Grammy in der Kategorie „Best Metal Performance“ nominiert - und gewinnen. Nach einer Zusammenarbeit mit der Wrestling-Firma WWE inkl. Auftritte im Format „Wrestlemania“ und einem Konzert auf dem BÖHSE ONKELZ-Abschiedsfest wird es im Folgejahr abermals Zeit für ein neues Album.

„Kiss Of Death“ schießt 2006 in Deutschland in der ersten Chartwoche auf Platz 4 der Albumcharts und erweist sich zudem als die erste Platte seit „March Ör Die“, mit der es MOTÖRHEAD in ihrem Heimatland in die Charts schaffen. In den nachfolgenden vier Jahren folgen mit „Motörizer“ und „The Wörld Is Yours“ zwei weitere Platten, wobei Lemmy praktisch zeitgleich mit dem 35-jährigen Bandjubiläum seinen 65. Geburtstag feiert. Dank inzwischen weitreichender finanzieller Mittel können die Mannen mit Motörhead Music zusätzlich ihr eigenes Label aus der Taufe heben und bieten im Einklang mit Mr. Kilmisters Geschmack ihre eigene Weinkollektion – den Rotwein „Motörhead Shiraz“ sowie den Vodka „Vödka“ - an.


MOTÖRHEAD bei der Präsentation ihres Vödkas


Der ausschweifende Lebensstil und das fortschreitende Alter gehen an Lemmy nicht spurlos vorbei und so müssen MOTÖRHEAD im Sommer 2013 aufgrund des besorgniserregenden Gesundheitszustandes ihres Anführers sämtliche geplanten Festivalauftritte absagen. Gegen besseres Wissen will sich der Chef das Konzert auf dem „Wacken Open Air“ jedoch nicht entgehen lassen. Geschuldet durch die extreme Hitze hält Lemmy den Auftritt jedoch nicht durch und so muss die Show nach nur 30 Minuten abgebrochen werden. Auch die Aufnahmen zum im Herbst erschienenen Album „Aftershock“ laufen schleppend und die anschließend geplante Europatour der Band muss auf das Frühjahr des nächsten Jahres verschoben werden.

2014 lassen es MOTÖRHEAD mit Rücksicht auf ihren angeschlagenen Fronter ruhiger angehen, nehmen allerdings gemeinsam mit SAXON-Sänger Biff Byford für das DIO-Tributalbum „This Is Your Life“ ein Cover von „Starstruck“ auf. Auch den Live-Sektor vernachlässigen die Engländer nicht vollkommen: Bei ihrem Konzert in Birmingham feiern MOTÖREAD ein kurzes Wiedersehen mit ihren ehemaligen Mitgliedern Phil Taylor und Eddie Clarke während „Ace Of Spades“ und im September organisiert die Truppe erstmals ihre jährlich geplante Kreuzfahrt „Motörboat Cruise“.

Im Folgejahr kommen MOTÖRHEAD-Fans ein letztes Mal in den Genuss eines neuen Albums ihrer Helden: Mit dem verheißungsvoll betitelten „Bad Magic“ erscheint am 28. August 2015 das 23. und letzte Album der englischen Rock 'n' Roller und landet in der ersten Woche auf Platz 1 der deutschen Albumcharts. Lemmys Gesundheitszustand hat sich bis dahin wenig bis gar nicht verbessert und so muss die Band am Vorabend des Erscheinens von „Bad Magic“ ihr Konzert in Salt Lake City sausen lassen. Ihren letzten Auftritt absolviert die Band am 11. Dezember 2015 in Berlin, nachdem sie zuvor ein Konzert in Hamburg abgesagt hatte.

40 Jahre nach Gründung einer der größten und bekanntesten Bands der Musikgeschichte verstirbt Lemmy Kilmister am 28. Dezember 2015. Er erliegt einer Krebserkrankung, die nur zwei Tage zuvor diagnostiziert worden war. Weil es praktisch unmöglich ist, eine Band wie MOTÖRHEAD ohne die einzigartige Persönlichkeit ihres Kopfs fortzuführen, entscheiden die beiden verbliebenen Bandmitglieder Phil Campbell und Mikkey Dee, das einzig Richtige zu tun und beerdigen die Band mit ihrem Gründer.

Lemmy Kilmister hinterlässt nicht nur eine weltweite Schar an Fans unterschiedlichster Generationen, sondern auch ein weitreichendes musikalisches Erbe: Neben MOTÖRHEAD und HAWKWIND war der Brite auch noch in der Rockabilly-Supergroup HEAD CAT aktiv, mit der er u.a. Songs von Größen wie BUDDY HOLLY, ELVIS PRESLEY und JOHNNY CASH coverte und drei Alben sowie eine Live-DVD aufnahm.

Zudem war Lemmy auch als Songwriter für andere Künstler tätig, was ein weiteres Mal offenbart, welchen Respekt der MOTÖRHEAD-Fronter seitens seiner Kollegen genoss. Für das 1991 erschienene OZZY OSBOURNE-Album „No More Tears“ beteiligte sich Kilmister neben „Mama, I'm Coming Home“ auch an der Entstehung der Songs „Desire“, „Hellraiser“ und „I Don't Want To Change The World“. Damit tragen stolze vier Songs auf einem der erfolgreichsten Ozzy-Alben überhaupt die Handschrift des Briten. Für 1995 veröffentlichte „Ozzmosis“ gab Lemmy dann seinen Input bei der Nummer „See You On The Other Side“.


Lemmy und Ozzy Osbourne


Seinen Freundinnen von GILRSCHOOL schrieb Lemmy bereits 1988 für ihr damaliges Album „Take A Bite“ die Nummer „Head Over Heels“ und LITA FORD verdankt dem Engländer den im gleichen Jahr erschienenen Song „Can't Catch Me“. Zusätzlich verdingte sich Kilmister auch als Produzent, etwa für die RAMONES-Nummer „Go Home Ann“ [von deren Single „Bonzo Goes To Bitburg“] oder das Album „Metal Anarchy“ der NWOBHM-Formation WARFARE. Es zeigt sich also, dass Lemmy nicht nur über stetig wachsende, exzellente Kontakte in der Musikszene verfügte, sondern auch stets bereit war, über den Tellerrand hinauszublicken und sich in den verschiedensten Stilrichtungen zu betätigen.

Fest steht: Mit Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister verlor die Welt am 28. Dezember einen echten Rock 'n' Roller. Einen Mann, der einerseits alles verkörperte, was den Lebenswandel eines waschechten Rockstars ausmacht, der aber gleichzeitig von seinen Weggefährten stets für seine Aufrichtigkeit, Integrität und seine guten Manieren respektiert wurde. Kurz: Der MOTÖRHEAD-Chef führte nicht nur eine der bedeutsamsten Bands der Rockgeschichte an, sondern lieferte in seiner Person Zeit seines Lebens das beste Beispiel für die Unbeugsamkeit und Selbstbestimmtheit, die seit jeher den Stoff für unzählige Songtexte liefern.
[Metalviech]








SAM GOPAL
Escalator [1969]:
Dass Lemmy vor der Gründung von MOTÖRHEAD die Psychedeliker HAWKWIND am Bass verstärkte ist allgemein bekannt. Weniger bekannt dürfte seine Mitarbeit mit dem malaysischen Tabla-Spieler SAM GOPAL sein. Nach dem Album „Escalator“ und der Single „Horses“ gehen Lemmy und Sam auch schon wieder getrennte Wege. Musikalisch hat der ruhige, an eine Mischung aus DOORS und reduziertem DONOVAN erinnernde Psychedelic-Rock durchaus seinen Reiz. Die wahre Faszination liegt aber in Lemmys Gesang. Unverkennbar die Stimme, aber mit dem raspelnden Röhren, das zu seinem Markenzeichen werden sollte, nur schwer in Verbindung zu bringen. Auch, wenn man die späteren MOTÖRHEAD-Balladen in- und auswendig kennt. Wer Ian Kilmister als Sänger von MOTÖRHEAD schätzt und seine Schotterpisten-Whiskey-Zigarettenqualm-Stimme im Ohr hat, der muss Songs wie „The Dark Lord“, „Grass“ und „You're Alone Now“ allein schon deswegen hören.
[grim_rieper]


THE ROCKIN’ VICKERS
It’s Alright - The Complete Rockin’ Vickers 1964-1966 [Compilation] [1995]:
Als einer der erfolgreichsten und veruchtesten Beatbands der 60er Jahre im Norden Englands war es für den Gitarristen Ian Willis, besser bekannt als Lemmy Ian Kilmister, der erst später zu seinem bekannten Nachnamen seines leiblichen Vaters optierte, genau das, was er sich sehnlichst wünschte. Musiker sein und Chicks abschleppen. Lemmy stieß 1965 dazu und passte mit seiner Einstellung perfekt zur Truppe. Erfolgreiche Tourneen auch außerhalb des vereinigten Königreichs, wie Finnland (dort landeten sie einen #1 Hit "Zing! Went The Strings Of My Heart") und dem ehemaligen kommunistischen Vielvölkerstaat Jugoslawien waren für Lemmy bis zur Auflösung der VICKERS im Jahre 1969 einer der prägendsten und vor allem wichtigen Jahre seiner Rock n’ Roll-Karriere. Das Ende der VICKERS eröffnete ihm damals das Gelegenheit einen Job als Roadie für die JIMI HENDRIX EXPERIENCE zu bekommen.
[Jim Grant]


HAWKWIND
Doremi Fasol Latido [1972]:
Das erste HAWKWIND-Album nach Lemmys Einstieg hatte 1972 die undankbare Aufgabe, den saustarken Vorgänger „In Search Of Space“ in den Schatten zu stellen. Bereits im Vorfeld des Albums hatte die Band allerdings mit „Silver Machine“ schon einen mittelgroßen Hit, der den ganz frischen Neuzugang Lemmy nicht nur am Bass, sondern auch gleich an den Lead Vocals präsentierte. Nach dem unfassbar tollen, über elf Minuten langen Psychotrip „Brainstorm“, den HAWKWIND ganz am Anfang des Albums platziert haben, war übrigens auch schon klar, dass der Zweitling „In Search Of Space“ überragen würde.
[nnnon]


Space Ritual [Live] [1973]:
Eines der besten Live-Alben, die je veröffentlicht wurden. Punkt. Hier präsentieren HAWKWIND knapp 90 Minuten lang feinsten, entfesselten Psychedelic Rock, der auch ohne bewusstseinserweiternde Mittelchen wunderbar im heimischen Wohnzimmer funktioniert. Wabernde, bunte Klangteppiche voller Anmut und Schönheit, die trotz/wegen ihrer Repetivität niemals langweilig werden. Ein Monster!
[nnnon]


Hall Of The Mountain Grill [1974]:
HAWKWIND auf ihrem kreativen Höhepunkt. Die Songs sind kompakter, reduzierter, längst nicht so ausufernd, viel eingängiger, aber deswegen nicht künstlerisch weniger wertvoll oder experimentell. Der Opener „The Psychedelic Warlords [Disappear In Smoke]“ klingt trotz seines Titels und einem abgepfiffenen Saxofon-Solos im Mittelteil sehr fokussiert und geht fast als straighter, wenn auch sehr atmosphärischer Hard Rocker durch. Der Rest des Albums steht seinem Auftakt in kaum etwas nach. Ein großartiges Werk!
[nnnon]


Warriors On The Edge Of Time [1975]:
Interne Querelen, Zeitdruck, kreative Differenzen. Das fünfte Werk HAWKWINDs entstand unter schwierigen Voraussetzungen und kann nicht ganz an die vorherigen Glanztaten anknüpfen, ist aber trotzdem kein schwaches Werk geworden. Als Lemmy auf einer Tour wegen Drogenbesitz verhaftet wird, schmeißt ihn Mastermind Dave Brock kurzerhand aus der Band. Der letzte Song, den Lemmy für HAWKWIND geschrieben hat und der 1975 nur als B-Seite Verwendung fand, hieß übrigens „Motorhead“ und wurde ein paar Jahre später von einer zufälligerweise fast gleichnamigen Band nochmals für ihr offizielles Debütalbum aufgenommen.
[nnnon]


MOTÖRHEAD




Motörhead [1977]:
Bereits der Titelsong [ursprünglich als B-Seite einer HAWKWIND Single veröffentlicht], ebenso wie das Album selbst schlicht und einfach mit „Motörhead“ betitelt, steht bereits für alles, was da später noch kommen sollte. Dreckig, laut und voll auf die Zwölf. Neben dem TINY BRADSHAW-Cover „Train Kept A Rollin“ der Höhepunkt des Debüts.
[Fränky]


Overkill [1979]:
Eigentlich muss man zu MOTÖRHEADs Zweitling „Overkill“ nicht noch viele Worte verlieren. Das 1979 erschienene Album mit der „klassischen“ Besetzung Lemmy, “Fast“ Eddie Clarke und Phil „Philthy Animal“ Taylor definiert das, was die nächsten 35 Jahre den Sound von MOTÖRHEAD ausmacht. Dass viele Zeitgenossen mit dem brachialen, übersteuerten und dreckigen Rock'n'Roll der Band nichts anzufangen wussten, hat den Erfolg zum Glück nicht bremsen können. Wer selbst beteiligt war mag später Haare in der Suppe gefunden haben [Klang, Cover, was auch immer]. Scheißdrauf. Freuen wir uns einfach, dass es Hits wie „Overkill“, „No Class“, „Damage Case“ und so weiter gibt und sie kein Stück gealtert sind.
[grim_rieper]


Bomber [1979]:
Nach „Overkill“ folgt noch im gleichen Jahr und in der „klassischen“ Ur-Trio-Besetzung mit „Philthy Animal“ Taylor und „Fast“ Eddie Clarke, „Bomber“, erneut mit direktem, stark Blues-infiziertem Sound und Lemmys unnachahmlichem Gesang und seinen sarkastisch-lakonischen Lyrics [„Stone Dead Forever“]. Obschon sich Lemmy auf dem Backcover feierfreudig mit Schnapsflasche ablichten läßt, findet sich mit „Dead Men Tell No Tales“ ein Anti-Heroin-Song auf „Bomber“ und das titelgebende Fluggerät beschert der Band auf der zugehörigen Tour ihre erste große Bühnenproduktion.
[dkay]


On Parole [1979]:
Die Anfangsschwierigkeiten von MOTÖRHEAD waren beträchtlich. Bestes Beispiel ist „On Parole“, das eigentliche Debütalbum der Band. Aufgenommen im Original-Lineup mit Larry Wallis an der Gitarre und Lucas Fox am Schlagzeug [dessen Schlagzeugspuren aber später von Phil Taylor ersetzt wurden], wurde die Veröffentlichung aber durch die Plattenfirma United Artists zunächst auf Eis gelegt. Eine Situation, in der schon viele andere Bands das Handtuch geworfen haben. Nachdem Lemmy und seine neue Mannschaft sich bis zu ersten kommerziellen Erfolgen durchgebissen haben, kommt „On Parole“ schließlich doch noch raus – und zeigt die Rock, Beat und Blueswurzeln der Band noch einmal sehr deutlich. Wer seinen ersten MOTÖRHEAD-Kontakt mit „Ace Of Spades“ hatte, für den hält „On Parole“ einiges an Überraschungen bereit. Und wer Lemmy das mit dem „We play Rock'n'Roll“ nicht abkauft, der wird bei Songs wie „Iron Horse/Born To Loose“ „On Parole“ und „Fools“ verstehen, wie das gemeint ist.
[grim_rieper]




Ace Of Spades [1980]:
Was soll man jetzt eigentlich noch kluges über „Ace Of Spades“ sagen? Den Song sollte nun wirklich jeder kennen, der nicht die letzten dreißig Jahre in einer von tollwütigen Komodo-Waranen belagerten Höhle ums blanke Überleben gekämpft hat. Wenn es den MOTÖRHEAD-Hit gibt, dann ist das vermutlich „Ace Of Spades“. Kein Wunder, dass Lemmy selbst irgendwann die Schnauze mehr oder weniger voll hatte von dem Stück. Spielen mussten sie es trotzdem immer. Obwohl es genug andere Hits auf der Scheibe gibt, unter anderem „Love Me Like A Reptile“, „(We Are) The Road Crew“. Ist „Ace Of Spades“ das ultimative MOTÖRHEAD-Album? Für mich persönlich nicht mal. Gerade was die Texte angeht gibt’s da durchaus bessere Scheiben. Den Status als unsterblicher Klassiker hat die Scheibe trotzdem, und das zu Recht.
[grim_rieper]


Iron Fist [1982]:
Das Album nach dem MOTÖRHEAD-Klassiker „Ace Of Spades“, das letzte in der „klassischen“ „Lemmy“-“Philthy Animal“-“Fast“ Eddie-Besetzung und eigentlich die einzige LP, mit der der verblichene Mainman im Nachhinein nicht so zufrieden war. Die möglichen Gründe sind vielfältig: da wäre der Umstand, dass Gitarrist Eddie Clarke das erste Mal selbst einen Tonträger seiner Band selbst produziert hatte, die Bandchemie nicht mehr optimal war und nicht zuletzt dürfte es mehr als schwierig gewesen sein, „Ace Of Spades“ und das No. 1-Live-Album „No Sleep 'til Hammersmith“ mal eben zu toppen. Neben reichlich solidem Durchschnitt bietet „Iron Fist“ mit dem Titeltrack, dem selbstironischen „Speedfreak“ und „[Don't Need] Religion“ aber natürlich auch verläßlich Substanz für den Backkatalog.
[dkay]


Another Perfect Day [1983]:
Mit ihrem siebten Album konnten MOTÖRHEAD erstmals nicht den gewünschten kommerziellen Erfolg einfahren. Der Grund: Zu den Aufnahmen von „Another Perfect Day“ kam THIN LIZZY-Gitarrist Brian Robertson in die Band und dessen ausgefeiltere Gitarrenarrangements kamen bei Fans von Alben wie „Ace Of Spades“ oder „Iron Fist“ nicht so gut an. Tatsächlich erhielten sich die Briten auf dieser Platte zwar ihren typischen Rock 'n' Roll-Groove, aber dennoch sticht das Album mit radiotauglichen Nummern wie „Shine“ oder „Dancing On Your Grave“ aus dem sonstigen Œuvre des Trios hervor. Heute gilt „Another Perfect Day“ gerade deshalb als eine der besten Platte von Lemmys Mannschaft.
[Metalviech]


Orgasmatron [1986]:
Drei Jahre nach dem häufig kritisierten Album „Another Perfect Day“ lieferten MOTÖRHEAD mit „Orgasmatron“ den ersten Longplayer ihrer Karriere ab, auf dem zwei Gitarristen zu hören sind. Da ist es nur verständlich, dass Lemmy und Konsorten auf diesem Album nicht kleckern, sondern klotzen und ein paar Songs abliefern, die fast jedem Fan von hartem Rock’n’Roll ein Begriff sind. Von der Coolness des Opener „Deaf Forever“, über den spätestens seit einem gewissen Printmagazin keine Worte mehr verloren werden müssen, über das treibende „Claw“, das mit knackigen Lead-Gitarren punktet, bis hin zum Überhammer „Orgasmatron“, das mit den rohen Vocals und grandiosen Lyrics böser und vernichtender klingt als ein Großteil aller Black Metal-Veröffentlichungen, dieses Album knallt einfach. Wer es lieber etwas eingängiger hat, der findet außerdem mit „Doctor Rock“ noch einen großartigen Rock’n’Roll-Mitgröhler, mit welchem man nichts falsch machen kann. Ergo: Die Scheibe muss man haben, eigentlich schon alleine wegen dem Cover-Artwork!
[Squiggofant]


Rock n’ Roll [1987]:
"'Cos I'm in love with rock 'n' roll, it satisfies my soul" ist der Opener und einer der vielen Hymnen für jede Party. Nach Rückkehr von Drumtier Philthy Animal war das Album leider nicht sehr von Erfolg gekrönt und war zu einer Zeit erschienen, in der leider nur die Die Hard Fans zu Motörhead standen. Dies war auch der Grund, dass ich Anfang der Neunziger das CD Album im Wühltisch für 5 Mark bei Wal Mart fand und nochmals neben der LP nachkaufte. Für mich persönlich ein starkes Album mit der traurigen Tatsache, dass drei Viertel des Line-Ups tot sind.
[Jim Grant]




1916 [1991]:
Mit diesem Album, das man nach beinahe vier Jahren Albumpause fast als Comeback werten konnte, zeigten MOTÖRHEAD eindrucksvoll, dass sie auch in den Neunzigern konsequent ihr Ding durchziehen, Trends links liegen lassen [trotz Experimenten wie „Nightmare/The Dreamtime“ oder dem balladeskem Titeltrack] und trotzdem nicht an Relevanz verlieren werden. Im Gegenteil: Der Opener „The One To Sing The Blues“ und das famose „Going To Brazil“ gehören immer noch zu den besten MOTÖRHEAD-Songs, die je veröffentlicht wurden!
[nnnon]


March Ör Die [1992]:
Vom Sound und Songwriting [und MOTÖRHEAD-typisch nach nur einem Jahr] quasi der fiese Zwilling zu „1916“ von 1991, dementsprechend fett produziert, mit OZZY OSBOURNE und SLASH [damals noch GUNS N' ROSES] reichlich Gastprominenz dabei und erstmals einem gewissen Mikkey Dee als Gasttrommler, der fürderhin den Platz hinter der Schießbude einnehmen sollte. Auf der allerletzten Scheibe für Sony bzw. ein Majorlabel fällt mit dem Duett „I Ain't No Nice Guy“ mit Busenkumpel Ozzy eine radio- bzw. mainstreamtaugliche Buddy-Powerballade ab, der [gemeinsam mit Zakk Wylde und Ozzy komponierte] Groover „Hellraiser“ wird auch auf OZZYs Hit-Album „No More Tears“ verwurstet/gefeaturet, „Too Good To Be True“ rockt, „You Better Run“ ist mehr Blues und Boogie als ZZ TOP und das TED NUGENT-Cover „Cat Scratch Fever“ haben höchstens GLUECIFER vergleichbar würdig interpretiert.
[dkay]


Bastards [1993]:
Das erste Album, das ich von Lemmy & Co. jemals in den Händen hielt und auf die Ohren bekam. Die ungebremste Rasanz von „Death Or Glory“, der mörderische Groove von „Liar“ oder das ruhige, anklagende „Don’t Let Daddy Kiss Me“ erwischten mich sofort und legten nicht nur den Grundstein für ein Leben für die Musik sondern auch für eine fortwährend Wertschätzung der wohl einflussreichsten und wichtigsten Band in der Schnittmenge von Rock und Metal. Auch bemerkenswert, wie im abschließenden „Devils“ in Form von Harmonien und Vocallines schnell klar wird, wessen Handschrift diverse Songs auf OZZYs „No More Tears“ und „Ozzmosis“ tragen.
[shilrak]


Sacrifice [1995]:
„Sacrifice“ erschien in einer Zeit, in welcher der klassische Heavy Metal abgemeldet schien und wird zurecht als einer der eher mittelmäßigeren MOTÖRHEAD-Alben gewertet. Lediglich der schnelle Titeltrack gleich zu Beginn kann über längeren Zeitraum punkten und hält sich lange im Live-Programm der Band.
[Fränky]


Overnight Sensation [1996]:
Mitte der 90er stand es um den Heavy Metal nicht gerade gut – da passt ein wütendes, aggressives Album wie „Overnight Sensation“ bestens zur allgemeinen Katerstimmung der Branche. Wie kaum anders erwartet bleiben MOTÖRHEAD ihren Trademarks auch hier weitgehend treu und haben mit etwa mit „Crazy Like A Fox“ auch typischen Rock 'n' Roll zu bieten, aber dennoch geht es hier düsterer als auf anderen Platten der Herren zu – bestes Beispiel hierfür liefert die musikalische Weltuntergangs-Stimmung eines Song wie „I Don't Believe A Word“. Wird am besten im Doppelpack mit der auf der anschließenden Tour aufgenommenen Live-CD „Everything Louder Than Everyone Else“ genossen.
[Metalviech]


Snake Bite Love [1998]:
Zwei Jahre nach dem bissigen „Overnight Sensation“ besinnen sich MOTÖRHEAD mit „Snake Bite Love“ wieder auf ihren klassischen Sound und so klingt das 1998er Album, als wäre es irgendwann Anfang der 80er erschienen. Die organischere Produktion steht dem Trio deutlich besser zu Gesicht als der Breitwand-Sound des Vorgängers und auch ansonsten regiert hier wieder der Rock 'n' Roll anstelle metallischerer Klänge. Bei Fans kam das nicht nur gut an, denn manch einer hält „Snake Bite Love“ für einen billigen Abklatsch früherer Glanztaten, aber im Großen und Ganzen kann man auch mit dieser Platte nicht viel falsch machen.
[Metalviech]




We Are Motörhead [2000]:
Fast ist es ein bisschen seltsam, dass MOTÖRHEAD stolze 25 Jahre gebraucht haben, bis sie eine ihrer Platten „We Are Motörhead“ getauft haben – schließlich begann Lemmy seit jeher jedes Konzert seiner Band mit eben jenem Satz. Unter eingeschworenen Fans ist das Album als enttäuschender Schnellschuss verpönt, allerdings hat die von KISS-Gitarrist Bob Kulick produzierte Scheibe nicht zuletzt mit ihrem Titeltrack, dem SEX PISTOLS-Cover „God Save The Queen“ oder „Stagefright / Crash And Burn“ ein paar wirklich gute Songs zu bieten.
[Metalviech]


Hammered [2002]:
In vielen Tabellen nimmt „Hammered“ seinen Platz in den unteren Hälften der ewigen Bestenlisten ein. Zu Unrecht, denn das 16. MOTÖRHEAD-Album hat in „Walk A Crooked Mile“ einen vielschichtigen, mit einem singenden (!) Lemmy versehenden Opener, der zudem mit einem coolen Phil-Campbell-Solo im Mittelteil punkten kann. Viel bekannter dürfte nur aber die WWE-Hymne „The Game“ sein, mit der Mr. Kilmister und seine Kumpanen dem Wrestler Triple-H ein musikalisches Denkmal setzten – und sich selbst für immer unsterblich in die Ohren und Herzen junger Show-Sportfreunde spielten.
[LvK]


Inferno [2004]:
Sich darum zu streiten, welches MOTÖRHEAD-Album denn nun das beste sei, führt sicherlich ins Leere. Meinen ganz persönlichen Liebling kann ich allerdings problemlos nennen: „Inferno“. Diese Platte vereint dank schnellem Rock’n’Roll und einer dicken Ladung Blues nicht nur die Vorzeigetugenden des britischen Trios – sie bewegt sich dabei auch noch auf so hohem spielerischem Niveau, dass man das Album vom Fleck weg zum Lehrstück der Rockmusik erklären möchte. Da Lemmy sich in diesem Fall aber im Grabe umdrehen würde, lassen wir das schön sein. Ob „Life’s A Bitch“, „Fight“ oder „Smiling Like A Killer“: „Inferno“ verbindet Power, Geschwindigkeit und Gesetzlosigkeit. Den Schluss markiert einer der besten MOTÖRHEAD-Songs aller Zeiten, denn der „Whorehouse Blues“ besticht nicht nur durch seine haarsträubende Coolness, sondern auch durch einen Text, der den Hörer ahnen lässt, wie dreckig Lemmy beim Verfassen dieser Zeilen gelacht haben muss. MOTÖRHEAD in Bestform!
[sludgeworm]


Kiss Of Death [2006]:
Im August 2006 kommt Album Nummer 18 [oder 19, wenn man das ohne Einverständnis der Band veröffentlichte „On Parole“ mitrechnet]. Wiederum in der seit Jahren bewährten und stabilen Besetzung mit Lemmy an Bass und Mikro, Phil Campbell an der Gitarre und Mikkey Dee an den Kesseln, wiederum produziert von Cameron Webb, wiederum mit einem Cover von Joe Petagno. „Kiss Of Death“ wird wohlwollend aufgenommen, nach Innovationen sucht niemand und verlangt niemand. Und tatsächlich ist „Kiss Of Death“ zunächst mal ein MOTÖRHEAD-Album wie man es kennt und liebt, fertig aus. Aber dass MOTÖRHEAD immer gleich klingen, kann man dann auch wieder nicht behaupten. Obwohl die Grundlage natürlich dreckiger, fieser Extrem-Rock'n'Roll bleibt, der auch „Kiss Of Death“ prägt. Wenn man daran denkt, wie Lemmy sich immer gegen die Kategorisierung als Metalband verwahrt hat ist es schon reichlich ironisch, dass MOTÖRHEAD mit dem METALLICA-Cover „Whiplash“ den Grammy für die beste Metal-Performance einsacken. Ganz abseitig ist das aber auch nicht, denn in Sachen Sound und Riffs kommen MOTÖRHEAD auf „Kiss Of Death“ dem Metal so nahe wie selten zuvor. Das gilt für die klassischen Rocker wie „Sucker“ und „One Night Stand“, mehr noch für Songs wie „Be My Baby“, „Under The Gun“ und für meinen persönlichen Favoriten „Kingdom Of The Worm“, der zum finstersten gehört, was MOTÖRHEAD auf Platte gebannt haben.
[grim_rieper]


Motörizer [2008]:
Andere Bands finden sich 33 Jahre nach ihrer Gründung höchstens noch zur Reunion mit zwei verbliebenen Originalmitgliedern zusammen – nicht so MOTÖRHEAD: Die veröffentlichten 2008 mit dem knackig betitelten „Motörizer“ ein über jeden Zweifel erhabenes Album, das in Nummern wie „Teach You How To Sing The Blues“ oder „Rock Out“ sämtliche stilbildenden Elemente des klassischen Sounds der Briten in Vollendung bietet. „Heroes“ beeindruckt zudem mit seinem nachdenklichen Text und wer das Booklet aufklappt, findet darin Lemmys ursprüngliche Skizze für das Artwork und alleine die ist den Kauf schon wert.
[Metalviech]




The Wörld Is Yours [2010]:
Zum 35. Band-Geburtstag legten Lemmy, Phil und Mickey Dee ein Album vor, das sich ausnahmslos an MOTÖRHEADs gewohntes Erfolgskonzept hielt. Rotziger Rock’n’Roll trifft auf mächtig marschierende Riffs und ab und an auch auf ein wenig Blues. Obwohl das Gassenhauer-Potenzial nicht ganz ausgereizt wurde, ist "The Wörld Is Yours" ein rundes Album auf hohem Niveau, bei dem Fans von Lemmys Whiskystimme voll auf ihre Kosten kommen.

[SebyK]


Aftershock [2013]:
Bereits zur „Aftershock“-Veröffentlichung stand es nicht gut um Lemmys Gesundheit: Den Strapazen seines Rock’n’Roll-Lifestyles folgeleistend, musste sich der damals 67-Jährige im Sommer einen Defibrillator einpflanzen lassen. Medien und Fans kolportierten bereits, dass die 22. Studioplatte die womöglich letzte aus dem Hause MOTÖRHEAD sein könnte. Unbeirrt dessen tobte sich das Trio ohne Rücksicht auf Verluste richtig aus und zelebrierte auf den 14 Songs eine Selbstreflexion seines
bisherigen Schaffes. Wäre es wirklich das letzte Werk gewesen, es hätte Lemmy keiner Krum nehmen dürfen.
[LvK]


Bad Magic [2015]:
Nachdem viele MOTÖRHEAD aufgrund des bedenklichen Gesundheitszustandes spätestens nach „Aftershock“ weithin abgeschrieben haben, konnte die Freude über „Bad Magic“ größer nicht sein: Während die Briten auf dem Live-Sektor notgedrungen schwächelten, war im Studio offensichtlich alles beim Alten. „Bad Magic“ liefert mit Songs wie „Victory Or Die“, „Electricity“ und „Teach Them How To Bleed“ alles, was sich Fans der Briten wünschen könnten – und das obendrein mit weit mehr Energie als auf dem Vorgänger. Mit „Sympathy For The Devil“ gibt es abschließend noch ein ROLLING STONES-Cover, das einmal mehr den musikalischen Weitblick des Bandkopfs offenbart und so ist „Bad Magic“ schlichtweg die beste Platte, mit der MOTÖRHEAD ihre Karriere hätten beenden können.
[Metalviech]



THE HEAD CAT
Lemmy, Slim Jim & Danny B. – s/t [2000]:
Lemmy als braver Countryboy? Was zunächst unvorstellbar scheint, wird in Kombination mit STRAY CATS-Drummer Slim Jim Phantom und LONESOME SPURS-Gitarrist Danny B. Harvey Wirklichkeit. In der Hauptsache ist dieses Album eine Verneigung vor Rock’n’Roll-Größe BUDDY HOLLY, von dem hier gleich zehn Songs gecovert werden. Mit „Big River“ wird jedoch auch JOHNNY CASH Tribut gezollt, mit „Heartbreak Hotel“ gar dem King Of Rock’n’Roll himself. Diese erste Veröffentlichung des Trios, das später unter dem Namen THE HEAD CAT bekannt sein soll, zeigt Lemmy von einer weicheren Seite und man bekommt unweigerlich eine Vorstellung davon, wie der kleine Ian Kilmister vor dem heimischen Plattenspieler gehockt haben muss, als er die Rockmusik für sich entdeckte. Dieses Debüt ist ein schöner Ausflug in die Vergangenheit und bietet hochklassige Coverversionen noch hochklassigerer Songs!
[sludgeworm]


Walk The Walk… Talk The Talk [2011]:
Während das selbstbetitelte Debüt dieser Supergroup aus STRAY CATS-Drummer Slim Jim Phantom und LONESOME SPURS-Gitarrist Danny B. Harvey noch ruhigere Töne anschlägt und vor allem dem klassischen, ja, beinahe spießigen Rock’n’Roll Tribut zollt, wird es auf „Walk The Walk… Talk The Talk“ schon wilder. Das dritte Werk des Trios verknüpft nämlich Vergangenheit und jüngere Vergangenheit und lässt den Hörer dank mehr E-Gitarren, mehr Bass und mehr Power sehr deutlich daran fühlen, wie ein Drittel dieser Supergroup MOTÖRHEAD zu dem machen konnte, was sie zuletzt waren und im Herzen immer sein werden: eine extrem laute Rock’n’Roll-Band.
[sludgeworm]






Ich mag nicht der größte MOTÖRHEAD-Fan der Welt sein, aber ich habe immer ihre Arbeit, ihren Einfluss, Inspiration und natürlich ihre Musik geschätzt. Als ich elf Jahre alt war, kaufte ich ihr damals aktuelles Album [„Bastards“] und mit einigen anderen beeinflusste dieses Album mein zukünftiges Leben. Auch wenn es unausweichlich war, so dachte man doch immer „Hey, es ist Lemmy, was soll schon passieren?!“ - deshalb trifft es einen so hart, auch wenn man wusste, dass es früher oder später passieren würde. Der Punkt ist, der 28. Dezember 2015 ist ein trauriger Tag und die Lücke, die Lemmys Tod hinterlässt, ist do groß, dass sie niemand jemals füllen könnte. So bleibt nur, in Gedenken einen Jacky Cola einzuschenken, seinen persönlichen Lieblingssong Lemmys auf 11 aufzudrehen und danke zu sagen.
[shilrak]


Lemmy war da so lange ich denken kann. Und ob er es wollte oder nicht, er hielt eine fast väterliche Hand über das Genre Metal. Seine Gradlinigkeit, seine knackigen Weisheiten und seine Direktheit haben ihm zudem über die Jahre zu einem Status verholfen, der über alles hinausgeht, was ansonsten in der Szene an Status zu haben ist, eben ein Sympathieträger der Extraklasse, manche nannten ihn gar einen Gott. Darüber hinaus war er ein überaus talentierter Songwriter, der nicht nur Motörhead Platten mit Hits veredelte, sondern auch anderen Künstlern Songs auf den Leib zu schnitt. Möge dieser großartige Mann nicht in Vergessenheit geraten und uns in vielerlei Hinsicht ein Vorbild sein. Danke, Ian Fraser Kilmister!
[shub]


Egal, wie man nun zu HAWKWIND, MOTÖRHEAD, Lemmy als Person oder dem zelebrierten „Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll“-Lebensstil stehen mag, und es letztlich eine Frage der Zeit war, steht außer Frage, dass hier ein ganz Großer von uns gegangen ist. Und zwar ein Mensch, der sich stets geweigert hat, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, sondern ganz einfach sein Ding durchgezogen und dabei auf jegliche Kompromisse gepfiffen hat. Dafür gebührt Lemmy eine riesige Portion Respekt – von den zahllosen Musikern und Bands, die durch den charismatischen Bassisten früher oder später beeinflusst wurden, mal ganz zu schweigen. In diesem Sinne: Rest in peace, Lemmy, and thank you for the music!
[soulsatzero]


Meine einzige livehaftige MOTÖRHEAD-Erinnerung beschränkt sich auf ein Gastspiel von Lemmy und Co. in der Fürther „Stadthalle“ im Rahmen der „Bombers And Eagles In 1992“-Tour zusammen mit SAXON, bei der mich [zumindest] musikalisch letztere mehr beeindruckt hatten. Allerdings war ich seinerzeit alles andere als eingefleischter MOTÖRHEADbanger, soviel sei zu meiner Ehrenrettung ergänzt, eine Scharte, die ich seitdem [bzw. dank der eher „kommerziellen“ Veröffentlichungen „1916“ und „March Ör Die“] zumindest durch sukzessiven Nachkauf nahezu des kompletten, umfangreichen Backkatalogs auszuwetzen versuche… Wer dazu noch die ausgesprochen unterhaltsame „Lemmy“-Biografie, „White Line Fever“, [möglichst im englischen Original] gelesen hat, egal ob Altrocker, Deathcoreler oder True Metaller, wird nicht umhin kommen, einzusehen, dass mit Ian Kilmister eine lebende Legende gegangen ist, ohne die der Metal/Hardrock, wie wir ihn kennen und lieben, nicht das wäre, was er heute ist...
Was bleibt, ist die Erinnerung und massenweise unsterbliche Musik: R.I.P., Lem.

[dkay]


Die 1979 veröffentlichten Alben „Overkill“ und „Bomber“ sorgten dafür, dass MOTÖRHEAD den Fränky mit Songs wie „No Class“ und „Bomber“ neben anderen Bands wie AC/DC oder JUDAS PRIEST in den Bann der harten Musik zogen und die zukünftigen kulturellen Vorlieben entscheidend prägten. Natürlich war dann „Ace Of Spades“ der erwartete Knaller und MOTÖRHEAD waren aus der harten Musik sowie den Köpfen aller Headbanger nicht mehr wegzudenken. Ob nun dieses oder jenes Album besser ist als das andere, vermag jeder selbst zu entscheiden. Tatsache ist aber, dass Lemmy Ian Kilmister viele junge Musiker beeinflusst hat, ob sie wollten oder nicht. Seine Auffassung von Lifestyle, Lautstärke und Liebe mögen oft alles andere als vorbildlich gewesen sein. Aber wenn irgendjemand auf charmante und irgendwie auch auf bescheidene Weise den Rock’n Roll des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts verkörpert hat wie kein anderer Künstler, dann Lemmy. Die Lücke, die er hinterlässt, ist verdammt groß.
[Fränky]


Es ist nicht unüblich, Nachrufe auf große Persönlichkeiten fertig auf Halde zu haben, um schnell reagieren zu können. Ich wüsste zu gern, wie viele der Nachrufe auf Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister, die seit dem 28. Dezember 2015 erschienen sind, seit Jahren geschrieben waren. Professionalität in allen Ehren, aber Respekt sieht für mich anders aus. Und außerdem - herbeigeredet wurde Lemmys Ende oft, eingetreten ist es sehr lange nicht. Stattdessen kamen immer noch ein Album, kamen weitere Touren. Und immer diese Sprüche von wegen „diesmal könnte es das letzte Mal sein“. Ende 2015 war es dann soweit und wenn man sich Mitschnitte anschaut, sieht man das im Nachhinein nur zu deutlich. „Bad Magic“ ist ein gutes Album geworden, ein würdiger Abschied. Die Tour dazu ist vor allem ein Beweis dafür, was für ein unglaublich willensstarker Typ der MOTÖRHEAD-Fronter gewesen sein muss. Jung sterben kann jeder, aber das Alter ist ein Massaker. Den eigenen Weg so ungebrochen bis zum bitteren Ende zu gehen, das schaffen wenige Rockmusiker. Einer wie der kommt nicht wieder. Was bleibt sind die Geschichten aus 50 Jahren Rock'n'Roll und jede Menge wunderbarer Krach. Danke, Lemmy!
[grim_rieper]


Neben IRON MAIDEN, METALLICA und SLAYER waren MOTÖRHEAD wie bei vielen anderen tausenden Metal Teenager Rebellen auch bei mir das Null plus Ultra. MOTÖRHEAD for life. Lemmy war schon immer für mich der Inbegriff des Rock´n´Roll. Seine Musik hat mich nicht nur auf Konzerten und Festivals begleitet, sondern auch immer auf Partys mit Freunden und Kumpels begleitet. An MOTÖRHEAD führte und führt kein Weg vorbei. Lemmy ist für mich unsterblich.
[Jim Grant]


Am 21. November habe ich in München eines der letzten MOTÖRHEAD-Konzerte überhaupt besucht. Ich glaube, es war mein zehntes. An jenem Abend wurde die Truppe von ihren Freunden SAXON knallhart an die Wand gespielt und überhaupt schien es, als hätte außer Drummer Mikkey Dee keiner der Beteiligten Spaß an dem Auftritt und Lemmy selbst sah aus, als würde er gleich umkippen. Ich habe mich damals maßlos darüber geärgert und das anschließend auch noch lautstark in meinem Freundeskreis kundgetan. Im Nachhinein tut mir das unglaublich leid, denn bedenkt man, wie schnell es dann tatsächlich zu Ende ging, so war es vermutlich die pure Willenskraft, die Lemmy auf der Bühne hielt und damit ist der von mir so harsch kritisierte Auftritt eine mehr als achtbare Leistung und Zeugnis waren Rock 'n' Roll-Kampfgeistes. MOTÖRHEAD waren eine großartige Band, deren Musik mich immer begleitet hat – wie für viele war „Ace Of Spades“ auch einer meiner ersten Heavy Metal-Songs und die unvergleichliche Live-Präsenz dieser Drei-Mann-Armee hat mich über die Jahre immer beeindruckt. Ruhe in Frieden, Lemmy. Ohne Dich ist die Rockmusik nicht mehr dieselbe.
[Metalviech]


Obwohl Lemmy seine Band selbst nie als Metal-Band verstanden hat, bin ich einer der unzähligen Menschen, die erst durch MOTÖRHEAD zu den harten Klängen kamen. Schon als kleines Kind hatte ich eine Schwäche für Lemmys Helden wie LITTLE RICHARD oder CHUCK BERRY, die meine Mutter zu Hause regelmäßig in voller Lautstärke laufen lies. Als ich dann irgendwann 1991 auf einem Mixtape, das mein Bruder von einem Kumpel bekommen hatte, „Going To Brazil“ vom „1916“-Album entdeckte, war es um mich geschehen. Das klang wie CHUCK BERRY, nur viel härter, schneller, rotziger und geiler! Auch, wenn ich die Band nach dem famosen Brett „Sacrifice“ Mitte der Neunziger etwas aus den Augen verloren habe und mir inzwischen Lemmys Arbeit bei HAWKWIND besser als die bei MOTÖRHEAD gefällt, so kann man gar nicht messen, wie wichtig dieser unfassbar coole Typ für mich persönlich als auch für die gesamte Musikgeschichte war und natürlich weiterhin sein wird. R.I.P.!
[nnnon]


Für mich war Lemmy der letzte wahre Rockstar. Eine lebende Legende, um die sich mehr Mythen rankten als um so manches Staatsgeheimnis. Den Cowboyhut tragenden Vollblutmusiker und Bassisten, der niemals richtig Bass spielte, umgab eine Aura, die bei Konzerten selbst das größte Festivalgelände erfüllen konnte. Ich kam zweimal in den Genuss, MOTÖRHEAD live zu sehen und erinnere mich gerne an diese grandiosen Auftritte. MOTÖRHEAD zählen zu meinen absoluten Lieblingsbands und Lemmys Musik wird noch lange aus den Boxen der Rockkneipen und Veranstaltungshallen dieser Welt erklingen. Und aus meinen.
[SebyK]


Wer auf schnellen und kompromisslosen Rock’n’Roll steht, kam und kommt an MOTÖRHEAD nicht vorbei – so gibt es wahrscheinlich kaum einen Fan harter Klänge, auf dessen Leben Lemmy nicht zumindest einen kleinen Einfluss gehabt hätte. Für mich persönlich ist „Inferno“ das Album der Alben, denn ich gehöre in unserer Redaktion zu den Jungspunden: Als das siebzehnte Machwerk der Briten erschien, war ich gerade einmal 13 Jahre alt. Nichtsdestotrotz konnte ich mit Lemmys Botschaft schon damals mehr anfangen als mit den knatschenden Kajal-Emos, auf die mein Umfeld zu dieser Zeit abfuhr. Lemmy war ein Macher, der sich nicht verformen ließ und stets sein Ding durchzog - auch wenn das nicht immer den Weg des geringsten Widerstandes bedeutete. Als 13jähriger wütender Junge fühlte ich mich verstanden und Lemmy brachte mir bei, dass man sich nicht anpassen muss, um glücklich zu sein. Better „No Class“ than upper-class. Du wirst mir fehlen, alte Warze.
[sludgeworm]


Man kann vielleicht die Qualität von MOTÖRHEADs Musik überschätzen, aber niemals den Einfluss, den Lemmy und seine Mannen auf Tausende und Abertausende Rock’n’Roll- und Metal-Bands hatten. Man denke nur daran, wie viele Extreme Metal-Bands es nicht geben würde, wären sie nicht damals von der noch nie dagewesenen Härte von Lemmys Kunst inspiriert worden, diese Musik aufzusaugen und sie weiter zu treiben und weiter zu entwickeln. Deshalb kann Ian Fraser Kilmister auch nicht sterben. Er ist die ewig anhaltende Lebensschwungkraft (der „élan vital“), der die Welt des Rock’n’Roll und des Metal zusammenhält. Am 29. Dezember 2015 hat er sich lediglich entschlossen, seine Form zu wechseln und als freie, ewige Energie weiterzuwirken!
[Squiggofant]







Mikkey Dee [MOTÖRHEAD-Drummer]: „MOTÖRHEAD ist natürlich vorbei. Lemmy war MOTÖRHEAD. Aber die Band wird in der Erinnerung von vielen weiter leben. Wir werden keine weiteren Touren oder irgendetwas spielen. Es wird keine weiteren Platten geben. Aber das Feuer überlebt und Lemmy lebt in den Herzen von allen. Er war so schrecklich dünn. Er hat seine ganze Energie auf der Bühne verbraucht und hinterher war er sehr, sehr müde. Es ist unglaublich, dass er überhaupt spielen konnte, dass er die Europatour fertig spielen konnte. Das ist erst 20 Tage her. Unglaublich. Es fühlt sich fantastisch an, dass wir die Tour mit Lemmy beenden konnten. Ich bin unglaublich dankbar für die vielen gemeinsamen Jahre und dass wir soviel Spaß zusammen hatten.“

Todd Singerman [MOTÖRHEAD-Manager]: „Niemand hatte irgendeine Ahnung, wir haben erst zwei Tage nach Lemmys Geburtstag [am 24. Dezember 2015] erfahren, dass er überhaupt Krebs hatte, und der Doktor sagte ihm, dass er noch zwischen zwei bis sechs Monate zu leben hätte. Er starb heute, als ich gerade Phil und Mikkey angerufen habe, um ihnen zu sagen, dass sie kommen sollen, um sich ein letztes Mal zu verabschieden. Er kommt heim [von der Tour] und wir schmeißen eine große Geburtstagsparty für ihn im „Whisky A Go Go“. Seine Freunde kommen alle und spielen. Zwei Tage danach ging es ihm nicht gut, darum haben wir ihn ins Krankenhaus gebracht, sie entlassen ihn wieder und nach dem Schädel-Scan haben sie den Krebs in seinem Gehirn und seinem Nacken gefunden... Der Arzt kam mit dem Resultat ein paar Tage später und sagte, dass es tödlich sein würde. Lemmy hat es besser aufgenommen, als wir alle. Sein einziger Kommentar war: „Oh, nur noch zwei Monate, hä?“. Der Doktor darauf: „Ja, Lem, ich will Dich nicht anlügen. Es sieht schlecht aus und es gibt nichts mehr, was man tun kann, ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es noch eine Chance gibt.“ Lemmy wollte, dass ich eine Pressemitteilung veröffentliche: „Ich will, dass die Leute wissen, dass es Krebs ist. Das ist eine schlimme Sache und sie sollten es wissen.“ Krebs war das letzte, an das wir gedacht hätten. Wenn man bedenkt, dass er bei fast jedem Arzt und in fast jedem Krankenhaus auf der ganzen Welt gewesen ist und niemandem ist etwas aufgefallen... Das ist schon ein Schock. Ich bin mit ihm nun schon seit fast 25 Jahren unterwegs und es war jeden Tage eine halbe Gallone „Jack Daniels“, zwei bis drei Packungen Zigaretten und seine ganzen anderen Favoriten und das war täglich so. Vor kurzem ist er umgeschwenkt – und ich kann es immer noch nicht fassen, aber er war der festen Überzeugung, dass das gesünder sei – nämlich auf Wodka und Orangensaft. Ich erinnere mich immer noch lebhaft an ein großartiges Zitat: „Lemmy von MOTÖRHEAD lässt Keith Richards von THE ROLLING STONES wie eine von den „Golden Girls“ aussehen.“ Der Kerl hat das jeden Tag gelebt und es hat nie eine Pause dazwischen gegeben. Er war der letzte echte Rockstar, wenn man mich fragt."

„Fast" Eddie Clarke [ex-MOTÖRHEAD-Gitarrist]: „Ich habe gerade erfahren, dass Lemmy in L.A. gestorben ist. Wie Phil [„Philthy Animal“Taylor, ex-MOTÖRHEAD-Drummer, verstorben am 11. November 2015, Anm. d. Verf.] war er wie ein Bruder für mich. Ich bin am Boden zerstört. Wir haben soviel zusammen gemacht, wir drei. Die Welt scheint nun ein wirklich leerer Ort zu sein. Ich tue mich schwer, die richtigen Worte zu finden... Er wird in unseren Herzen leben. R.I.P. Lemmy!"

Biff Byford [SAXON]: „Ich kenne Lemmy seit 36 Jahren. Wenn man sein Freund war, dann war man ein Freund fürs ganze Leben. Er hat seine letzte Karte gespielt. Er war ein widerspenstiger Rebell bis zum Schluss, der seine Musik geliebt hat und niemals einen Kompromiss gemacht hat. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden. Lasst uns Lemmy so in Erinnerung behalten, wie er es immer gewollt hat: als ikonischen Songwriter, Texter und Rock’n'Roll-Rebell. Ich bin mir sicher, dass Phil [Campbell] und Mikkey [Dee] geschockt sind, denn das war ihre größte Tour und ich habe sie mir jede Nacht angeschaut und sie klangen einfach großartig. Was für ein trauriger, trauriger Tag. Wo immer Du sein magst, Kumpel, mach' Ihnen die Hölle heiß."

Ozzy Osbourne [OZZY OSBOURNE, BLACK SABBATH]: „Ich habe heute einen meiner besten Freunde verloren, Lemmy. Er wird voller Traurigkeit vermisst werden. Er war ein Krieger und eine Legende. Ich werde Dich auf der anderen Seite treffen. Alles, was ich gemacht habe, seit ich von Lemmys Tod erfahren habe, war, mich an die Zeiten zu erinnern, die wir zusammen hatten. Er war ein guter Kerl, ein sehr guter Freund. Ich bin immer noch geschockt. Vor zwei Tagen habe ich noch mit ihm telefoniert. Gestern habe ich dann eine Nachricht von seinem Manager bekommen, die lautete: „Lemmy ist „auf dem Weg“ und möchte noch einmal ein paar seiner Freunde sehen.“ Also wollten meine Frau und ich uns gerade auf den Weg machen, als eine weitere Nachricht kam, dass er gestorben ist. Das hat mich wirklich mitgenommen. […] Er muss für eine Weile gelitten haben. Ich meine, er war 70. Er lebte den Rock'n'Roll-Lifestyle wie kein Zweiter, aber es ist immer traurig, wenn man so einen Freund verliert. Er war ein echter Charakter. […]. Ein Original. Er lebte den Lifestyle. „Sex, drugs and rock and roll“, das war Lemmy. Wisst Ihr was? Ich habe einen Helden verloren. Er war mein Held. Er war ein verdammt großartiger, ein guter Freund. Ich vermisse ihn bereits jetzt. Ich werde nie vergessen, Ich denke nicht, dass ihn viele Leute vergessen werden. Er war ein guter Kerl, ein guter Mann, ein guter Freund von mir. Einfach ein verdammt großartiger Typ, Mann. Nicht genug Zeit für ihn.“

Tony Iommi [BLACK SABBATH]: "Ich bin sehr traurig vom Tod unseres lieben Freundes Lemmy zu hören. Er hat dem Musikgeschäft soviel gegeben und war voller Hingabe gegenüber seinen Fans. Sein Leben drehte sich nur um die Musik, auf der Bühne zu stehen und anderen Freude zu bereiten. Ruhe in Frieden, Lemmy. Du wirst schmerzlich vermisst werden.

GIRLSCHOOL: „Heute ist ein sehr trauriger Tag für den Rock, wir haben einen echten Freund verloren, jemanden, der seit 1979 ein Teil unseres Lebens und unserer Geschichte als Band gewesen ist. Wir haben zusammen gespielt, zusammen aufgenommen und getourt, aber v.a. hatten wir die Gelegenheit, Lemmys wahres und gutes Herz kennen zu lernen! R.I.P., Lem, wir finden keine Worte, um auszudrücken, wie sehr wir Dich vermissen!"

Dave Brock [HAWKWIND]: “Es ist traurig, morgens wach zu werden und zu erfahren, dass wir Lemmy verloren haben. Ich werde ihn vermissen und v.a. unsere exzentrischen SMS-Konversationen der letzten Jahre. Wir hatten eine magische Verbindung, wenn wir zusammen gespielt haben. Er hatten einen ganz eigenen Stil. Sein legendäres Bassspiel wird für immer weiter leben. Wir werden Dich vermissen, Mann. Du wirst nicht vergessen werden.“

METALLICA: “Lemmy, Du bist einer der Hauptgründe, dass diese Band überhaupt existiert. Wir sind Dir für immer dankbar für all' Deine Inspiration. R.I.P.”

Robert Trujillo [METALLICA]: “Einer der letzten wahren Gesetzlosen hat das Gebäude verlassen.”

Kirk Hammett [METALLICA]: "Lemmy war der feinste Gentleman. Damals 1979, als ich 16 Jahre alt war, hörte ich „Overkill“ zum ersten Mal. Ich dachte, das ist das Schnellste, was ich jemals gehört habe und habe allen meinen Freunden verkündet, dass MOTÖRHEAD die schnellste Band im Land sind. Als ich die ersten Bilder sah, wie diese Typen aussahen, da bemerkte ich so eine Authentizität an ihnen. Ich konnte mir vorstellen, dass sie genauso lebten, wie sie aussahen und so aussahen, wie sie lebten. In genau diesem Moment wurde mir klar, dass es in Ordnung ist, ein Außenseiter zu sein, und dass es in Ordnung war, sich nicht so zu fühlen, als müsse man sich an alles anpassen, dem ich in meinem Teenagerleben unterworfen war, weil, ganz klar, die Jungs von MOTÖRHEAD auf diesem Bild aussahen, als ob sie sich an gar nichts anpassen würden und es sah und klang ganz danach, als ob sie darum jede Menge Spaß haben würden. Ich habe also eine ganze Menge aus diesem einen Bild und diesem massiven Sound und dieser Attitüde mitgenommen. Und ich muss mich bei Lemmy, „Fast“ Eddie und auch dem erst kürzlich verstorbenen „Philthy Animal“ für die Inspiration, den Funken und das Feuer bedanken, das ich damals in dieser Nacht im Jahre 1979 in mir gespürt habe. Diese Inspiration wird immer bei mir bleiben und möge die Musik von MOTÖRHEAD weiter leben!"

Lars Ulrich [METALLICA]: "Ich war bei der Party zu Lemmys 70. Geburtstag und bekam die Gelegenheit, für etwa zehn Minuten bei ihm zu sitzen, nur er und ich. Ich sagte ihm, das es seine Pflicht gegenüber der Rock'n'Roll-Gemeinschaft sei, für immer zu leben, weil seine Geburtstagsparty wie ein Hardrock-Klassentreffen war. Einfach jeder war da, weil Lemmy eben einer der Leute ist, auf den sich alle einigen können und der einfach der coolste Typ überhaupt ist. Jeder würde kommen. Ich sagte ihm, es sei seine Pflicht, für immer zu leben, weil der der Grund sei, dass wir alle zusammen kommen können, um den Hardrock zu feiern und MOTÖRHEAD zu feiern und bekannte Gesichter wieder zu sehen, weil wir alle mittlerweile so in alle Winde zerstreut leben. Ich konnte sehen, dass es ihm gesundheitlich schlechter ging, aber wir hatten eine enge Verbindung, eine, der man sich nicht unbedingt versichern oder besprechen musste. Je weniger wir sagten, desto mehr wussten wir beiden, dass die Verbindung da war. Jedes Mal, wenn METALLICA in L.A. Gespielt haben, war Lemmy immer da, um uns zu sehen und immer, wenn MOTÖRHEAD aufgetreten sind, waren wir immer da, um sie spielen zu sehen. Wir sind uns bestimmt 50 oder vielleicht 100 Mal in den letzten 20 Jahren über den Weg gelaufen und immer kam er, um auf der Bühne mit uns zu spielen. Es war eine tiefe Verbindung, die zurück auf den verrückten Sommer von 1981 zurück geht. Ich werde die großartigen Zeiten, die wir zusammen hatten, für immer zu schätzen wissen, aber v.a. diese frühen Tage. Wir waren so verletzlich, so formbar, weil ein beträchtlicher Teil dessen, was wir geworden sind, sowohl als Band, als auch als Menschen, direkt nicht nur auf ihn, sondern auch den ganzen Rest an Leuten, die inspiriert waren und aus denselben Flaschen tranken und dieselben Geschichten und denselben Raum teilten. Seine Seele wird immer in uns weiterleben.“

Marty Friedman [ex-MEGADETH]: “R.I.P., Lemmy. Danke für Dein Rock'n'Roll-leben. Ich habe MOTÖRHEAD in Baltimore als Opener auf OZZYs erster US-Solo-Tour gesehen. Es war die lauteste Show, auf der ich jemals gewesen war oder gewesen bin. Leider habe ich wegen des Klingelns in meinen Ohren damals viel von Randys großartiger Gitarre verpasst...”

Sebastian Bach [ex-SKID ROW]: “Auf Wiedersehen, Lemmy, was sonst gibt es noch zu sagen? Rock'n'Roll wird von nun an ein bisschen weniger cool sein...”

Ricky Warwick [ex-THE ALMIGHTY, BLACK STAR RIDERS]: “Ein riesiger Teil von Rock'n'Roll ist gegangen. "Deaf Forever". R.I.P., Lemmy xxx”

John Joseph [CRO-MAGS]: „Ich bin ein Fan der ersten Stunde, CRO-MAGS waren in den 80er mit MOTÖRHEAD auf US-Tour und haben eine Menge Shows in Europa gemeinsam gespielt... Du warst immer ein Bruder, jedes Mal, wenn wir uns in den Jahren getroffen haben. R.I.P., mein Freund. Ich sage Mantras für Dich.“

Gene Hoglan [ex-DEATH, ex-DARK ANGEL]: „Lemmy, Du bist der Grund, dass es uns ALLE überhaupt gibt. MOTÖRHEAD sind der Grund, dass es Thrash Metal gibt, obwohl Du dass nie annehmen würdest. Du hast uns nichts geschuldet und wir verdanken Dir unsere Karrieren. Du warst mein Lieblingsrockstar für viele Jahre und ich habe von Dir gelernt, wie man mit den Fans direkt umgeht. Danke für deine Existenz und Musik.“

AIRBOURNE: „Du hast uns und der Welt Deinen absolut härtesten, gemeinsten, derbsten und reinen Geist des Rock'n'Roll gegeben. Du hast hundert Leben in einem gelebt. Selbst in der Stille bist Du ohrenbetäubend. Wir denken an Deine Familie und an Deine andere Familie: Phil, Mikkey und die gesamt MOTÖRHEAD-Roadcrew, die ihren Anführer und ihren Kumpel verloren hat.
ROCK IN LOUDNESS.“


CORROSION OF CONFORMITY: „Von „Happy Birthday, Lemmy" zu "Lemmy, Rest in Peace" im Verlauf nur weniger Tage ist ebenso schön wie brutal, von einer Welt ohne MOTÖRHEAD ganz zu schweigen. Lasst uns die Gelegenheit nutzen, etwas Musik aufzudrehen, die für immer leben wird.“

VOIVOD: „Mit großer Traurigkeit haben wir vom Tod eines unserer Helden gehört. Ruhe in Frieden, Lemmy Kilmister."

MANOWAR: „Lemmy war ein großartiger Bassist, Songschreiber und v.a. ein Freund. Zu sagen, dass er vermisst werden wird ist eine Untertreibung. Er war und wird immer eine Legende bleiben. 
Wir werden Dich und die guten Zeiten, die wir unterwegs auf Tour hatten, nie vergessen.
We Hail You!“!


LITA FORD: „Ich liebe Dich, Lemmy. Ein großartiger Mensch und ein Mann, der das Gesicht der Rockmusik verändert hat. MOTÖRHEAD rules! R.I.P., Lemmy, Du wirst niemal vergessen werden!
Ich liebe Dich, mein großer Bruder.“

Geezer Butler [BLACK SABBATH]: „Sehr traurig, von Lemmys Tod zu hören. Wir haben eine wahre, wirklich echte Legende verloren. R.I.P.“

QUEENSRYCHE: „Unser tiefstes Mitgefühl für Lemmy Kilmisters Familie, Freunde, die MOTÖRHEAD-Familie und -Fans. R.I.P. Lemmy Kilmister, Du wirst vermisst werden.“

LIZZY BORDEN: “MOTÖRHEAD waren die ersten, die uns '86 mit auf Tour genommen haben. Lemmy hat uns unter seine Fittiche genommen und uns das Rock'n'Roll-Leben gezeigt, für immer dankbar. R.I.P., Lemmy.“

THE CULT: “Rest In Paradise, Ian Lemmy Kilmister.”

Flea [RED HOT CHILI PEPPERS]: “Ach, Du meine Güte. Lemmy wurde ins letzte große Geheimnis eingeweiht. Einer der großartigsten Rocker aller Zeiten. Unglaublicher, einzigartiger, faszinierender Bassist. Mein Held. Wow.”

Alex Skolnick [TESTAMENT]: “Traurige Neuigkeiten. Ich wünschte, es wäre eine Zeitungsente. Ich kannte Lemmy zwar nicht gut, aber habe ihn einige Male getroffen, immer ein Gentleman und eine Legende. R.I.P.”

Kiko Loureiro [MEGADETH, ANGRA]: “R.I.P. Lemmy Kilmister. Legenden sterben nicht!”
Paul Stanley [KISS]: “Lemmy ist gestorben. Wirklich ein Original. Wahrhaft mehr an ihm, als viele wussten. R.I.P.”


Gene Simmons [KISS]: „Lemmy: Ruhe in Frieden, mein Freund.”

Dave Wyndorf [MONSTER MAGNET]: “Normalerweise poste ich nichts bei Todesfällen [keine Respektlosigkeit], aber Lemmy war wie ein lebender Superheld. Das ist Ragnarök. Kämpfe weiter in Walhalla, Lem!”

Doc Coyle [ex-GOD FORBID]: “Ich bin so traurig wegen Lemmy. Er war vielleicht der letzte lebende, wirklich ehrliche, authentische Rockstar, der sich nie hat verbiegen lassen und nie ein Blatt vor den Mund genommen hat.”

BScotti Hill [SKID ROW]: “Heute hebe ich mein Glas auf Lemmy.”

Paul Shortino [ex-ROUGH CUTT, ex-QUIET RIOT]: “R.I.P., Lemmy. Es gibt einen Rock'n'Roll-Himmel.”

David Coverdale [WHITESNAKE]: “R.I.P., Lemmy... Meine Gedanken und Gebete gelten seiner Familie, seinen Freunden und Fans...:(“

Dave Lombardo [ex-SLAYER]: “Ich war 16, als ich dieses Album [“Bomber”] gekauft habe. Danke für die Freundschaft und die Inspiration. R.I.P.”

Richard Christy [ex-DEATH]: “Wie jeder MOTÖRHEAD-Fan habe ich immer gedacht, Lemmy würde für immer leben, wenigstens seine Musik wird das. R.I.P., Lemmy!”

Andreas Kisser [SEPULTURA]: "Lemmy war alles für uns, ein Pionier, ein Revolutionär, ein Rock'n'Roll-Krieger. MOTÖRHEAD sind ein Grundpfeiler der weltweiten Musikszene, ein Monster, das viele Generationen in den letzten 40 Jahren erobert hat und das noch für viele weitere Generationen tun wird. Es war ein Privileg, mit ihm auf vielen Festivals und Touren die Bühne teilen zu dürfen, ein paar „Jack mit Colas“ in vielen Kneipen auf der ganzen Welt geteilt zu haben und seinen einzigartigen Bass und seine Stimme gefühlt zu haben! Danke für alles, Meister der Meister!“

SEPULTURA: „Danke für alles, Lemmy! Wir lieben Dich! R.I.P.“

Michael Sweet [STRYPER]: Ich habe Lemmy in Deutschland getroffen und wir haben über die Bibel geredet. Ich werden das niemals vergessen. Gott segne Lemmy und die MOTÖRHEAD-Familie und -Fans auf der ganzen Welt!”

DESTRUCTION: “Danke für die Inspiration und all' die großartigen Momente, Lem! R.I.P., Meister des Rock N Roll!!!”

Chris Broderick [ex-MEGADETH, ex-JAG PANZER]: “Einen Toast auf eine Heavy Metal-Ikone!!! R.I.P.Lemmy!!!”.

Bill Ward [ex-BLACK SABBATH]: “Lemmy, R.I.P. - es tut mir so leid, dass Du weg bist. Ich bin eine der zahllosen Seelen, die Dich vermissen und Dich sehr lieben.”

Tom Morello [RAGE AGAINST THE MACHINE]: “Lemmy war eine Rockikone, einzigartig als Stimme und Seele. Die Metal-Fahnen wehen heute auf Halbmast, wenn wir dem unvergleichlichen “Ace Of Spades” die Ehre erweisen.”

Geddy Lee [RUSH]: „Ich bin so traurig vom plötzlichen Tod meines Basskollegen Lemmy zu hören... MOTÖRHEAD und davor HAWKWIND... ein echtes Original.. das lebte, um zu rocken... R.I.P., Lemmy!“

BIOHAZARD: “Rest in Power, Lemmy!”

GWAR: “Der wahre Herr und Erlöser der Welt, Lemmy Kilmister,ist heute gestorben. Rock und Metal sind tot.”

Zakk Wylde [ex-OZZY OSBOURNE, BLACK LABEL SOCIETY]: “Gott segne Lemmy - 1945 - 2015“

Tim "Ripper" Owens [ex-JUDAS PRIEST, ex-ICED EARTH]: “R.I.P., Lemmy.”

Krist Novoselić [NIRVANA]: “Lemmy – MOTÖRHEAD. Was kann ich noch sagen?”

Myles Kennedy [SLASH, ALTER BRIDGE]: “R.I.P., Lemmy. Ein Rebell und Poet bis zum Schluss. Eine echte Inspiration.”

KING DIAMOND: “Es ist ein trauriger Tag. Wir haben Lemmy verloren, eine Legende unter den Legenden. Mit dem höchsten Respekt, Ruhe in Frieden, mein Freund.”

OBITUARY: “Das Herz der Musikwelt hat gerade aufgehört, zu schlagen. Es wird immer nur einen Lemmy geben.”

ICE-T [BODY COUNT]: "You win some, you lose some, It’s all the same to me… R.I.P., Lemmy. MOTÖRHEAD.”

Duff McKagan [GUNS N' ROSES, ex-VELVET REVOLVER]: “Ruhe in Frieden, Lemmy. Ein Höllenkerl, der keine Idioten geduldet hat. Du wirst vermisst werden, Bruder, und DANKE für die all' die Jahre an schnörkellosem, arschtretendem Rock'n'Roll.”

Matt Sorum [ex-GUNS N' ROSES, ex-VELVET REVOLVER, ex-THE CULT]: “Heute haben wir den großartigsten Gauner in der Geschichte des Rock'n'Roll verloren, Lemmy Kilmister. Er war ein Mann, der sein Leben ohne Entschuldigungen gelebt hat und den Traum eines Lebens auf der Straße gelebt hat, um Musik für Tausende von Fans weltweit zu spielen. Lemmy liebte den Rock'n'Roll und seine Fans. Er hat sie niemals für selbstverständlich genommen und hat jede Nacht so hart gerockt, wie er konnte und mit den Worten „We are MOTÖRHEAD and we play rock'n'roll.“, bei jeder MOTÖRHEAD-Show. Ich habe Lemmy '89 getroffen, als wir mit THE CULT in London in einem kleinen Rockclub namens „St. Moritz“ gespielt haben. Ich fühlte mich von ihm akzeptiert und das hat mir alles bedeutet. In den Jahren darauf, mit GUNS N' ROSES, THE CULT und VELVET REVOLVER und all' dem Reisen und unterwegs sein, war es immer eine gute Zeit, wenn sich unsere Wege gekreuzt haben. Wie bei Piraten auf Segelschiffen. Er war jemand, der sich den Weg frei geschnitten hat und wir folgten seinem Beispiel. Bleib' bei dem, an das Du glaubst, weiche niemals davon ab und alle anderen können sich verpissen. Ich wurde 2009 eingeladen, mit MOTÖRHEAD zu spielen und habe die Einladung angenommen, sie in D.C. zu treffen, ohne jemals zuvor geprobt zu haben. Obwohl ich ganz schön nervös war, dass mich die Fans töten würden, wenn ich der Musik nicht gerecht werden würde, spielte ich mit der härtesten Rock'n'Roll-Band der Geschichte und definitiv der lautesten. Am Besten war es dann aber im Tourbus mit den zahllosen Geschichten des sehr klugen Lemmy. Ein ausgesprochen belesener Mann und Geschichtsexperte. Dafür musste man ihn einfach lieben […] und zu ihm aufsehen. Ein klassischer Gentleman, wie er im Buche steht. Das ist es, was er für mich war. Er brachte mir bei, mich selbst zu respektieren und Respekt und Dankbarkeit für das Leben, das wir bekommen haben, zu empfinden. Er wird immer in meinem Herzen sein, als ein Führer, der mich antreibt. Mach' keine Gefangenen und gib' niemals auf. Die Welt der Rockmusik ist heute erschüttert, aber Gott sei Dank, Lemmy war hier, um uns beizubringen, wie man es richtig macht. Mein Beileid an seine Bandkollegen Phil und Mikkey, seine Familien und engen Freunde. Geh' mit Gott, mein Freund. Ich liebe Dich und werde Dich vermissen.”

Nikki Sixx [MÖTLEY CRÜE, SIXX A.M.]: “Ich werde Dich und unsere Unterhaltungen vermissen, Kumpel. Du warst immer ein Pfeiler der Würde. R.I.P., Lemmy.“

Dave Mustaine [MEGADETH]: “Auf Wiedersehen, Lemmy. Ich liebe Dich, Bruder.”

BILLY IDOL: „R.I.P., Lemmy. Mein Beileid an seine Familie.”

Dave Navarro [JANE'S ADDICTION]: „Friede und Liebe für Lemmy und seine Familie!“

DANKO JONES: “R.I.P., Lemmy. Jeder wird immer die Musik hören, die Du gemacht hast.”

Mike Portnoy [ex-DREAM THEATER, THE WHINERY DOGS]: “Verdammt!!!!!! R.I.P., Lemmy. Traurig, dass so viele von uns es kommen sahen, aber niemals gedacht hätten, das es tatsächlich passieren würde... wir alle dachten, Du würdest für immer leben.” Charlie Benante [ANTHRAX]: “Lemmy..., Wörter können gar nicht ausdrücken, wieviel Du für unsere Musik und unsere Leben bedeutet hast. Ich bin froh, eine Legende gekannt zu haben.“

Scott Ian [ANTHRAX]: “Er hat ein Traumleben gelebt und ist auf seinem Zenit gegangen. Er war MOTÖRHEAD und ER HAT ROCK'N'ROLL GESPIELT!!!!“

ANTHRAX: “Es gibt nichts, das wir hier schreiben könnten, das dem mächtigen Leben, das Du geführt hast, auch nur annähernd gerecht würde. Du bist Rock'n'Roll. Krieger…”

Frank Bello [ANTHRAX]: “R.I.P Lemmy. Wir werden Dich vermissen.”

Jill Janus [HUNTRESS]: “Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll, außer: Ich liebe Dich, Lem.”

Dave Grohl [FOO FlGHTERS]: “Wir haben einen Freund verloren und eine Legende. Mein Herz ist gebrochen. R.I.P., Lemmy. Born To Lose, Lived To Win.”

Philip H. Anselmo [ex-PANTERA, DOWN]: “R.I.P., Lemmy.”






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