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Anlässlich des 25jährigen Bestehens von Metal Blade wurden die Spaßvögel THE BLACK DAHLIA MURDER, die Anarchos von THE RED CHORD und die Newcomer JOB FOR A COWBOY auf eine Tour durch Europa geschickt. Eine gute Gelegenheit also, sich jeweils einen davon zu schnappen, alle an einen Tisch zu setzen und diese dann kräftig in der Anekdoten-Kiste graben zu lassen. Dabei fanden sich drei ausgesprochen unterschiedliche Charaktere zusammen: Während Jonny Davy [Vocals bei JOB FOR A COWBOY], der in seinem Heimatland noch nicht mal als volljährig gilt, die Antworten eher aus der Nase zu ziehend sind, gibt sich Trevor Strnad [verantwortlich für den Gesang bei THE BLACK DAHILA MURDER] professionell distanziert, aber doch sympathisch, wohingegen bei Greg Weeks [seines Zeichens Basser von THE RED CHORD], ein Mann der das Charisma gepachtet zu haben scheint, die Worte nur so aus seinem Vollbart hervorsprudeln...




Ok, gleich an erster Stelle die wohl wichtigste Frage! [Die Drei schauen mich erwartungsvoll an] IRON MAIDEN, SLAYER oder AT THE GATES?

Jonny: SLAYER!

Trevor: Ja, wenn ich für den Rest meines Lebens nur eine dieser Bands hören dürfte, wäre es auf jeden Fall SLAYER!

Greg: Ganz klar, SLAYER.


Na gut, hätten wir das also geklärt. Wie gefällt Euch Kufstein? [Drei fragende Blicke starren mir entgegen] …das ist der Ort hier. Habt Ihr die Burg gesehen?

Greg: Oh ja, das ist eine der Sachen die ich am meisten am Touren mag: Den Touristen zu spielen! Die Burg ist wirklich cool, schau mal! [Packt seine Digitalkamera aus und zeigt mir und den zwei anderen Fotos von der historischen Altstadt von Kufstein].

Trevor & Jonny: Wir haben davon nichts gesehen.


Greg: So wie unser Schlagzeuger! Ich kenne keinen Menschen, der so langsam ist! Er schafft es auch nie, sich irgendwas anzusehen. Also, an den Drums ist er eine Maschine, aber ansonsten… einmal haben wir den auf einer Raststätte vergessen, und weil er sonst auch immer einfach nur schläft, haben wir es erst gemerkt, als er nach ewigem Herumtelefonieren eine unserer Handynummern herausgefunden hat. Die haben ihn bei dieser Tankstelle telefonieren lassen und ihm sogar ein Stück Pizza geschenkt… Da war er glücklich! Aber er schaut eh immer so jämmerlich aus, dass die Leute ihm immer Essen oder eine warme Decke anbieten wollen [lacht]. Aber Entschuldigung, ich schweife ab…


Kennt Ihr eigentlich irgendwelche deutschen Wörter oder Phrasen?

Trevor: Hm… ja doch. „Senf“! [Er erklärt daraufhin Greg und Jonny, dass das das deutsche Wort für „Mustard“ ist, woraufhin diese in lautes Gelächter ausbrechen]

Jonny: Ich weiß da gar nichts.

Greg: Ich sollte eigentlich, weil ich Deutsch in der Schule hatte, aber ich hab nichts davon behalten. „Pommes“! Das ist doch ein deutsches Wort?! Da fällt mir eh gerade eine Geschichte ein: Meine Mutter hat bei der Armee in Deutschland gearbeitet, also, sie war bei der amerikanischen Armee, versteht sich, und dann hat sie später zu Hause immer wieder ein paar deutsche Wörter verwendet. Für mich war „Danke“ so etwas Alltägliches, dass ich erst vor kurzem drauf gekommen bin, dass das ein deutsches Wort ist!


Was sind denn so die ersten Sachen, die Euch in den Sinn kommen, wenn ihr an Europa denkt?

Trevor: Jede Menge Metalheads! ….teilweise in komischen Kostümen [lacht].

Greg: Ich kenne Europa ja eigentlich von den „Bourne“-Filmen, Du weißt schon, „The Bourne Identity“, „The Bourne Ultimatum“ & “The Bourne Supremacy“! Da ist es immer ziemlich seltsam, wenn ich an die ganzen Orte komme, die ich eigentlich aus diesen Streifen kenne. Aber das ist eigentlich nicht die Antwort auf Deine Frage, sorry, ich bin immer zwei Fragen hinten… [grinst]

Wie habt Ihr denn eigentlich das 25-jährige Bestehen von Metal Blade [das Label der drei] gefeiert?

Greg: Da gab es diese große Party, wo die ganzen „Star-Bands“ von Metal Blade dabei waren, die UNEARTH-Jungs und so, die anderen zwei hier waren ja so klug, dem Ganzen fernzubleiben [Trevor und Jonny grinsen breit]. Jedenfalls haben da die ganzen Musiker in verschiedensten Besetzungen diverse Klassiker absolut verstümmelt. Das war wirklich grausam anzusehen!

Was hast Du denn da für Songs gezockt?

Greg: Ich hab mich am Bass an einer SLAYER-Nummer und dem guten alten „Am I Evil?“ von DIAMOND HEAD vergangen.

Trevor: Ansonsten waren wir eigentlich alle auf Tour.


Diese Tour ist ja eigentlich auch ein Teil der Feierlichkeiten. In den USA gab es ja dasselbe Package, nur halt mit GOATWHORE mit an Bord. Wo sind die denn abgeblieben?

Jonny: Gute Frage, die zerstückeln wahrscheinlich gerade irgendwo Babys…

Greg: Ach ja, vergiss bitte den Namen dieser Tour! „The New X-treme“, selten so etwas Dämliches gehört! Kennst Du den ursprünglichen Titel? [zeigt mir seinen Backstageanhänger] „Ass To Mind-Tour“! Wenn das nicht cool ist?!

Trevor & Jonny: Yeah! Ass To Mind!


Äh, na gut, aber wenn das jetzt letztendlich die „New X-treme“-Tour ist, welche Band fehlt denn dann eurer Meinung nach noch?

Greg: Na EXTREME natürlich! [alle lachen]


Mal zu was anderem: Was hat Euch denn zum Metal gebracht?

Trevor: „Countdown To Extinction“ von MEGADETH. Das Album hat mich einfach weggeblasen. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, wusste ich einfach, dass ich für den Rest meines Lebens nichts mehr anderes machen will.

Jonny: Mich hat meine Mom zum Metal gebracht, wobei sie eher so der METALLICA/PANTERA-Hörer ist.

Greg: Bei mir war es „Master Of Puppets“. Wow, ich hatte das Teil auf Kassette und habe es zerstört, weil ich es einfach die ganze Zeit rauf und runter gehört habe.


Wie schon der Name der Tour, also der aktuelle, suggeriert, handelt es sich bei den drei Bands um Kapellen der härteren Gangart. Was aber unterscheidet die einzelnen Bands Eurer Meinung nach grundlegend voneinander?

Trevor: Mann, wir haben alle unseren eigenen Sound! THE RED CHORD haben diese kurzen Hardcore-ähnlichen Teile drin, JOB FOR A COWBOY spielen astreinen Death Metal und wir…


…seid mehr durch den schwedischen/norwegischen Sektor beeinflusst?

Trevor: Ja, ganz genau!


Nun gut, das bringt mich zu meiner nächsten Frage: Da ihr alle so extremen Sound macht, welche Band hat den nun den besten Schlagzeuger?

Trevor, Greg & Jonny: Ahh, Mann, was für eine fiese Frage!

Greg: Mann, das kannst Du doch nicht fragen, wir sind alle gute Kumpels und kennen uns schon ewig und… ok, wir [THE RED CHORD] haben den besten Drummer! [grinst schelmisch].

Trevor: Aber ansonsten lässt sich die Frage einfach schwer beantworten...

Greg Also, wahrscheinlich ist der Drummer von EXTREME der beste von allen…


Bei soviel Solidarität erübrigt sich natürlich die Frage, welcher Gitarrist die verrücktesten Soli spielt…

Jonny: Also eigentlich müsstest Du die Frage umformulieren und nach der verrücktesten Gitarre fragen! Das wäre dann jedenfalls die von Brian [THE BLACK DAHLIA MURDER].

Greg: Das Ding hat ein Snoopy-Motiv und sieht wirklich sehr lustig aus!


Was hättet Ihr denn für Tipps an junge, aufstrebende Bands?

Greg: Das wichtigste ist ein gutes Demo!

Trevor: Ja genau, und nicht so ein halbgares Ding, wo man dann jedes Mal dazu sagen muss „Das ist unser Demo, aber ist schon alt und eigentlich sind wir heutzutage viel besser…“

Greg: Ja und „Also da war noch unser alter Drummer dabei und inzwischen haben wir ganz andere Songs“. Am besten erst gar kein Demo aufnehmen, bevor man nicht mindestens zehn Songs beisammen hat. Man schreibt einfach mal zehn Lieder, kickt die dann in die Tonne und fängt erst dann mit richtigen Songs an [grinst].


Jonny, was würdest du denn raten?

Jonny: Puh, ach… man kennt sich halt so vom College und dann jammt man halt viel zusammen…


Also wenn ich mir eure erste EP so anhöre, müsst ihr ja verdammt viel gejammt haben!

Jonny [lächelt schüchtern]: Äh, ja.

Trevor: Ach, das waren noch Zeiten am College. Anfangs kamen zu unseren Shows nur so um die acht Leute und das Schlimmste daran war, dass wir noch dazu jeden einzelnen davon gekannt haben! [lacht]. Ich kann mich noch dran erinnern, was das für ein Hochgefühl war, als ganze 20 Leute zu unserem Gig erschienen sind!

Greg: Ja, uns ging es da genauso! THE BLACK DAHLIA MURDER und THE RED CHORD kennen sich ja noch aus diesen Zeiten. Um genau zu sein, kennen sich diese Bands schon länger, als ich überhaupt dabei bin!

Trevor: Ein Problem war auch früher, dass man in Amerika erst mit 21 Jahren in die ganzen Clubs reinkommt. In den College-Zeiten mussten wir uns also klammheimlich reinschummeln, das Konzert spielen und dann nachher schnell wieder verduften…

Jonny [grinst]: Naja, bei uns ist das heutzutage meistens noch so…


Wie alt bist du denn und wie alt ist der Jüngste der Band?

Jonny: Also ich bin 20 und der Jüngste ist 19!


Wow, das ist aber nicht Eure erste Europatour, oder?

Jonny: Äh, nein, bereits die dritte…


Respekt! Wenn ihr schon so in Anekdoten-Laune seid: Was ist denn das Verrückteste, dass einem eurer Band jemals auf Tour zugestoßen ist?

Trevor: Oje, immer diese Fragen nach verrückten Sachen... dabei ist Touren doch so langweilig!

Greg: Ja, außer kurz mal den Touristen spielen, kann man da wirklich nicht viel machen.

Was ist das mit dir, Jonny? Ebenfalls schon so desillusioniert wie Deine älteren Kollegen

Jonny: Ja, Touren ist an und für sich ziemlich langweilig. Vor allem für den Sänger, weil der muss nicht einmal etwas aufbauen oder schleppen oder sein Instrument ein bisschen üben…

Trevor: Genau, ich nehme mir immer vor, dass ich meinen Bandkollegen mal ein bisschen helfe. aber dann bin ich doch immer zu faul… [grinst breit]. Das Beste, was man machen kann, ist einfach nur mit seinen Kollegen abzuhängen.


Na gut, dann will ich Euch mal entlassen, Euer Manager meinte eh, dass es gleich Essen gibt… und ich habe jetzt die Arbeit vor mir, das Ganze so zu tippen, dass es irgendwie nach einem Interview ausschaut...

Trevor: Ha, ha, na dann viel Spaß dabei!

Interview geführt, aufgezeichnet und übersetzt von Amadeus Mader [Ammosarier]

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