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CD Review: Kreator - Gods Of Violence

Kreator
Gods Of Violence


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CD Review: Freedom Call - Master Of Light

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Female Fronted, Symphonic / Epic Metal
4.5 von 7 Punkten
"Im sicheren Fahrwasser"
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Nachdem die Rechte all ihrer Aufnahmen an sie zurückgefallen sind, veröffentlichen METALLICA nun jedes Album ihrer Karriere über ihr eigenes Label, Blackened Recordings, erneut auf Vinyl. 180g schwer und lückenlos dauerhaft erhältlich, kann der geneigte Fan sich endlich ohne Wartezeiten, langer Sucherei oder halb tot genudelten gebrauchten Versionen, mit der gesamten Diskographie der größten Metal-Band des Planeten eindecken und neues wie altes im einzig adäquaten Format genießen.

Ein kurzer Einblick in das Schaffen METALLICAs…





„Kill ‘Em All“ [1983]
Ungezügelte Aggression, der unbedingte Wille und eine absolute Sturm-und-Drang-Phase, die in einem Genre-definierenden Meisterwerk gipfelt. Eine Thrash-Blaupause, der dank „Hit The Lights“, „The Four Horsemen“ oder eben „Seek And Destroy“ bis heute viele junge Bands nacheifern.

Fun Fact: Der bis heute wohl bekannteste Song von „Kill ‘Em All“, „Seek And Destroy“, wurde seiner Zeit nie als Single veröffentlicht. Lediglich „Jump In The Fire“ und „Whiplash“ wurden damals ausgekoppelt.


„Ride The Lightning“ [1984]
Das Zweitwerk, dem man den Reifeprozess anmerkt [„Fade To Black“], ohne sich von den Wurzeln zu sehr zu lösen [„Trapped Under Ice“]. Der Wirbelwind, der „Kill ‘Em All“ war, wird hier, nicht gebändigt, aber zurechtgestutzt, zu einem echten Erdbeben und gilt bis heute als eines der wichtigsten METALLICA-Vermächtnisse.

Fun Fact: Bei der französischen Pressung des Albums wurde das Cover fälschlicherweise fehlgedruckt. Statt des vorgesehenen Blaus, druckte das damalige Label, Bernett Records, ein grünes Cover. Es sollen lediglich 400 dieser Exemplare existieren.


„Master Of Puppets“ [1986]
Die logische Weiterentwicklung, die nach „Ride The Lightning“ stattfinden musste. Mit bis heute unsterblichen Hits wie dem eröffnenden „Battery“, dem Titelsong, „Welcome Home [Sanitarium]“, „Disposable Heroes“, „Damage Inc.“ oder oder oder, haben METALLICA den Hattrick geschafft, der sie unsterblich macht.

Fun Fact: Der Titeltrack gilt als der am häufigsten live gespielte Song METALLICAs. Bis dato wurde er über 1.300 Mal gespielt.


„…And Justice For All“ [1988]
Auch hier zeigt sich die Konsequenz im Selbstfindungsprozess. Außerdem stellt „…And Justice For All“ das erste Album mit Neu-Basser Jason Newsted dar - den man jedoch nur erahnen kann. Nichtsdestotrotz liegen einmal mehr Hits am laufenden Band vor. Vor allem aber die Power-Ballade „One“ [der erste Song, zu dem METALLICA ein Musikvideo drehen], die die Band auf dem Weg in den Mainstream begleitet.

Fun Fact: 1989 wurden METALLICA mit „… And Justice For All“ für einen Grammy nominiert und spielten auf der Verleihung ihren Hit „One“ live. Die Auszeichnung ging jedoch an JEHTRO TULL.


„Metallica“ [1991]
Das bis dato am meisten verkaufte METALLICA-Album [ca. 15.000.000 Mal] spaltet somit auch bis heute noch die Geister oder den Old Schooler vom New Schooler. Das schmälert jedoch nicht die überaus hohe Qualität solcher Hymnen wie „Enter Sandman“ „Whereever I May Roam“, „Through The Never“ oder des stampfenden „Sad But True“.

Fun Fact: Während der Aufnahmen zum „Black Album“ hatte Sänger & Gitarrist James Hetfield erheblich mit Songs wie „Nothing Else Matters“ und „The Unforgiven“ zu kämpfen. So zog er laut Produzent Bob Rock Inspiration aus dem Schaffen Chris Isaaks [„The Wicked Game“].




„Load“ [1996]
Nachdem die ersten fünf Alben eine dauerhafte, logische Entwicklung zeigten, schien der eingeschlagene Heavy-Rock-Pfad von „Load“ Mitte der 90er ein Schlag ins Gesicht der Metal-Gemeinde. Mit Abstand betrachtet, hat aber auch diese Phase mit „Ain’t My Bitch“, „Bleeding Me“ oder dem „Nothing Else Matters“-Nachfolger „Until It Sleeps“ durchaus seine Berechtigung.

Fun Fact: Das Kunstwerk, das das „Load“-Cover ziert, heißt „Semen And Blood III“ und zeigt Rinderblut gemischt mit dem Sperma des Künstlers, Andres Serrano.


„Reload“ [1997]
Selbiges gilt für das nur ein Jahr später erscheinende „Reload“, das mit „Fuel“ einen bis heute festen Bestandteil jeder METALLICA-Live-Show liefert und mit „The Memory Remains“ einen echten Spätneunziger-Hit in petto hat.

Fun Fact: Der Opener „Fuel“ wurde als offizieller Song der NASCAR Saison Mitte 2001 bis 2003 auf den Sendern NBC und TNT genutzt.


„Garage Inc.“ [1998]
Das Tribut-Album an ihre Helden. Elf neu aufgenommene Cover-Versionen sowie alle bis dato veröffentlichten Interpretationen zusammengefasst unter dem Banner „Garage Inc.“. Und sogar damit schaffen METALLICA es, die Chartlandschaft aufzuwühlen. „Whiskey In The Jar“ [traditional / THIN LIZZY], „Turn The Page“ [Bob Seger] und „Astronomy“ [BLUE ÖYSTER CULT] dürften die geläufigsten Tracks des Doppelalbums sein. Aber auch der MISFITS-Hammer „Die, Die My Darling“ oder der DIAMOND HEAD-Klassiker „Am I Evil“ oder die BLACK SABBATH-Hymne „Sabbra Cadabra“ machen „Garage Inc.“ essentielle.

Fun Fact: Die beiden Songs „Breadfan“ und „Crash Course In Brain Surgery“ stammen im Original von der walisischen 70er Metal-Band BUDGIE, zu deren größten Fans Drummer Lars Ulrich zählt. „Breadfan“ wurde ursprünglich als B-Seite der „Eye Of The Beholder“-Single genutzt.


„S & M“ [1999]
Von den Live-Shows mittlerweile bekannt, weiß man, dass METALLICA sich nicht lumpen lassen und immer in größeren Dimensionen denken, als die Otto-Normal-Band. So arbeiten sie mit dem San Francisco Symphony Orchestra zusammen und schneiden zwei Konzerte für die Video- und Tonträger-Veröffentlichung mit. Einerseits kritisch beäugt, andererseits abgefeiert, liegt hier ein Meilenstein des Metal vor - wenngleich auch andere Bands bereits lange vor Hetfield & Co. den Versuch dieser Fusion unternommen haben. Zudem erfahren mit „No Leaf Clover“ und „Human“ zwei neue Stücke ihre Premiere.

Fun Fact: Bevor am 21. und 22. April 1999 die Konzerte, die im November des gleichen Jahres unter dem Titel „S&M“ veröffentlicht wurden, statt fanden, wurden METALLICA im Vormonat in Los Angeles auf den Walk Of Fame aufgenommen. Der 7. März ist seitdem der „Offizielle METALLICA-Tag“.




„St. Anger“ [2003]
Das bis dato am heftigsten diskutierte Album [„Lulu“ mit Lou Reed mal ausgenommen], dem nicht nur der Drum-Sound zum Verhängnis wird, sondern auch die eigenwillige Herangehensweise an den Gesang. Dennoch hat auch „St. Anger“ eine Notwendigkeit in der Diskographie. Als Befreiungsschlag für die Band und als Momentaufnahme für den Fan gehören auch „Frantic“, das Titelstück oder auch „Purify“ irgendwie dazu.

Fun Fact: Unter dem Namen #StAngerProject2015“ haben sich drei Fans zusammengetan und das 2003 erschienene Album neu aufgenommen. In der Netzgemeinde stieß diese „Feinjustierung“ auf weitgehend positives Feedback [siehe Video unten].


„Death Magnetic“ [2008]
Das erste Album, bei dem auch Bassisten-Neuzugang Robert Trujillo mitwirken durfte, zeigt einerseits die Rückkehr zu einem mehr ursprünglichen METALLICA-Sound, kämpft jedoch immer noch ein wenig mit dem Unterton eines „St. Anger“. Gitarren und Strukturen erinnern an „… And Justice For All“, vor allem aber der unbedingt Wille zu singen, macht hier stellenweise einen Strich durch die Rechnung. Musikalisch zumindest macht „Death Magnetic“ durchaus Spaß.

Fun Fact: Von den zehn Songs auf „Death Magnetic“ wurden seiner Zeit ganze sechs als Singles ausgekoppelt. Fünf davon landeten auf Platz #1 der US Billboard Top 200.



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