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TANKARD – Es gibt nur wenige Bands, die das Prädikat „unsterblich“ so vehement auf ihre Fahnen schreiben dürfen wie diese Kultband aus Frankfurt. Umso verwerflicher, dass ihr neues Album „One Foot In The Grave“ betitelt ist. Eines sei am Anfang bereits gesagt: Keine Sorge, TANKARD gehen nicht kaputt. Im Gegenteil, sie erfreuen sich bester Laune.

Wir von Metalnews.de waren zu Gast bei der Pre-Listening Session in Frankfurt, auf der das neue Werk der Presse vorgestellt wurde. Diese Session fand – niemanden wird es verwundern – in einer kultigen Eckkneipe statt. „Alte Liebe“ nennt sich das Lokal, auch ein Attribut, was durchaus auf die Bandmitglieder Gerre und Frank zutrifft, bereits seit der Schulzeit gemeinsam zusammen musizieren.

Produziert wurde „One Foot In The Grave“ nicht wie die letzten Alben bei Michael Mainx, sondern im Troisdorfer Studio bei Martin Buchwalter. Selbiger war ebenfalls anwesend und stellte sich den Journalisten. Irgendwie ist es immer etwas Besonderes, wenn eine neue TANKARD-Platte vorgestellt wird. Auch für die Band selbst, die sich betont lässig geben möchte. Aber selbst nach 35 Jahren [zumindest Gerre & Frank sind seit Anbeginn dabei] merkt man den vier Musikern die Nervosität durchaus an. Umso gelöster wurde die Stimmung, als die ersten Klänge erschallten.



TANKARD und Produzent Martin Buchwalter [Mitte]



„Pay To Pray“
Der Song galoppiert in typischer TANKARD-Manier los, auch der Refrain ist das, was man von der Band gewohnt ist. Die Strophe klingt sehr melodisch, ebenso das Gitarrensolo. Gut gewählter Opener, der zeigt, dass TANKARD nichts an Power eingebüßt haben.

„Don't Bullshit Us!“
Auch hier filigrane Gitarrenarbeit, sehr melodisch und eingängige Up-Tempo Nummer. Dennoch wieder der typische treibende TANKARD-Rhythmus.

„One Foot In The Grave“
Der Titelsong mit melancholischem Einstieg. Zu Beginn eher Heavy Metal als Thrash, doch das erweist sich als trügerisch. Die Nummer entwickelt sich zu typischem TANKARD-Thrash mit langsamen, getragenem Mittelpart allerdings. Der ironische Text passt ebenfalls zur Band, es dreht sich wie so oft um Alkohol.

„Syrian Nightmare“
Keine Ironie, sondern Bezug zur weniger lustigen Wirklichkeit. Auch wenn der Spass meist im Vordergrund steht, beschäftigen sich die Hessen immer wieder mit aktuellen ernsteren Themen. Vom Rhythmus her ebenfalls ein typischer TANKARD-Song, im Mittelteil jedoch driftet man dezent in Power-Metal-Gefilde ab.

„Northern Crown [Lament Of The Undead King]“
Der vielleicht spannendste TANKARD-Song überhaupt. Epischer Beginn mit Doom-Elementen. Dann baut sich das Tempo auf, bis hin zum epischen Refrain, während das Gitarrensolo schon dem Death-Metal sehr nahe kommt. Hier schielen die Frankfurter definitiv zum skandinavischen Norden herüber.

„Lock'em Up“
Eine TANKARD-Hymne wie man sie kennt mit feinstem 80er Jahre-Riffing und Double-Bass Ausklang.

„Arena Of The True Lies“
Die Songstruktur erweist sich beim ersten Hören als sehr spannend. Eine Nummer, die man durchaus mehrmals einwirken lassen muss. Definitiv keine reine Thrash-Nummer, dafür aber mit bemerkenswerten Harmonien. Dazu textlich noch mit einem aktuellen politischen Bezug angereichert.

„The Evil That Men Display“
Hier geht es wieder mit durchgedrücktem Gaspedal nach vorn. Sieht man mal von den angedeuteten METALLICA-Einflüssen [die „alten“ METALLICA wohlgemerkt] ab, ist „The Evil That Men Display“ eine absolut authentische TANKARD-Hymne.

„Secret Order 1516“
Der Song beginnt mit klassischen Orchester-Einstieg, der ein wenig was vom „Herr der Ringe“-Pathos hat, dazu gesellt sich ein mehrstimmiger Männerchor. Es folgt übergangslos der Einstieg zu einer weiteren Up- Tempo Nummer, bei der Gerre im Refrain gesangliche Qualität offenbart und die durchaus ins Live-Programm passen würde.

„Sole Grinder“
Zum Schluss dann doch noch ein TANKARD-Song, wie man ihn kennt. Gerre singt wie eh und je und die Band treibt sich selbst bis zum Ende nach vorn. Von einem kurzen groovigen Mittelpart abgesehen, eine kompromisslos durchgezogene Nummer mit sehr coolem Gitarrensolo.

Fazit: TANKARD bleiben sich zwar selbst treu, haben aber einige faustdicke Überraschungen im Gepäck. Zwischen typisch bierseligem Klamauk nehmen die Hessen immer wieder Bezug zu aktuellen und ernsten Themen.

Frank „Fränky“ Wilkens




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