Die kalifornischen Thrash Metal-Urgesteine BLOOD FEAST haben mit "Chopped, Sliced And Diced" die Veröffentlichung einer neuen EP in Aussicht gestellt.

Die U.S.-amerikanischen Punk Rock-Legenden BAD RELIGION haben mit "My Sanity" einen weiteren neuen Song als Single veröffentlicht.

Die reformierten U.S. Metaller FIFTH ANGEL haben es mit ihrem Comeback-Album "The Third Secret" auf Platz #48 der Deutschen Albumcharts geschafft.

Packt die pinke Leggins aus und setzt den schlüpfrigsten Blick auf, den ihr auf Lager habt: Die US-amerikanischen Glam Metaler von Steel Panther haben mitgeteilt, dass sie am 13.11.2018 das Studio geentert haben, um den Nachfolger ihres 2017 erschienen Album „Lower The Bar“ einzuspielen.

Bei den finnischen Death-Doomern von SWALLOW THE SUN geht es nun Schlag auf Schlag. Ihr neues Studioalbum trägt den Titel „When A Shadow Is Forced Into The Light“ und wird am 25. Januar 2019 durch Century Media veröffentlicht.

Die britischen Heavy Metal-Veteranen und Black Metal-Erfinder VENOM haben drei Jahre nach ihrem letzten Album "From The Very Dephts" eine neue Platte in Aussicht gestellt.

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Das Artwork von Sonder

Tesseract – Sonder

Das Artwork von Sonder

Wertung
6/7 Punkten


Info
VÖ: 20.04.2018
Label: Kscope
Spielzeit: 00:36:25


Line-Up

Daniel Tompkins – Vocals
Acle Kahney – Guitar
James Monteith – Guitar
Amos Williams – Bass
Jay Postones – Drums


Tracklist
Luminary
King
Orbital
Juno
Beneath My Skin
Mirror Image
Smile
The Arrow

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Die Außenwirkung des vierten Albums der britischen Djentprogger TESSERACT konnte für Follower merkwürdiger nicht sein: Das untypische Artwork, die ungewöhnlich knappe Spielzeit von nicht einmal 37 Minuten bei nur acht recht kurzen Songs, von denen ganze drei Stück schon vorab veröffentlicht wurden, und natürlich der Albumtitel, der gerade für deutsche Ohren sehr sonderbar klingt und hinter dem sich ein ausgeklügeltes Konzept, das sich mit den Konsequenzen des Bewusstwerdens der Tatsache, dass jedes Individuum trotz/wegen ganz eigenen Eigenschaften Teil eines universellen Ganzen ist, verbirgt. Umso beruhigender immerhin, dass zumindest Sänger Daniel Tompkins nach seiner Auszeit für das zweite Album „Altered State“ nun aber wieder fest im Bandsattel zu sitzen scheint.

 

 

„Alles auf Null“

 

„Sonder“ fungiert wunderbar als Fazit der bisherigen Karriere, definiert die Band aber, ohne stilistisch zu neuen Ufern aufzubrechen, gleichzeitig neu. Nach diesem Album ist alles wieder auf Null. Wohin die Reise geht – das wissen TESSERACT bestimmt selbst am wenigsten. Das Album ist dermaßen dicht und kompakt angelegt, dass wirklich zahlreiche Durchläufe nötig sind, um überhaupt eine Meinung zu dem Teil zu haben. Man läuft Gefahr, die ganze Schönheit und Raffinesse, die zweifelsohne in den Songs steckt, einfach zu überhören, wenn man „Sonder“ keine Chance gibt. Das Album funktioniert wie ein kleiner Fleck dunkle Materie, der sich plötzlich wahnsinnig schnell ausbreitet und sonderbare, großflächige, sogar bunte Formen annimmt. Dann offenbaren Songs wie der Opener „Luminary“ oder das brettharte „Smile“ ihre Eingängigkeit, die zuvor unter proggigen Riffbrocken und Polyrhythmen versteckt war. „Sonder“ referenziert die Härte von „One“ [stellenweise sogar gesanglich!], die sphärischen Momente von „Altered State“ und die komplexe Simplizität von „Polaris“, um daraus eine Werkschau zu basteln, die trotzdem überhaupt keine Redundanz zulässt, was das Album sehr wertvoll macht. Offenkundiger denn je ist der Einfluss von TOOL geworden, der zwar bisher auf jedem Album klar zu hören war, dieses Mal aber unverblümter denn je in Songs wie „King“ [mit knapp sieben Minuten Spielzeit sowas wie das große Opus der Scheibe, zu dem die Band auch ein atmosphärisches Video gedreht hat] oder „Beneath My Skin“ zum Tragen kommt.

 

Bestimmt wird „Sonder“ ob seiner Merkwürdigkeiten unter Fans polarisieren, einige werden enttäuscht sein, andere hier ihren heiligen Gral entdecken, das ist natürlich rein subjektiv, aber objektiv gesehen ist „Sonder“ definitiv das raffinierteste, reifste Album, das TESSERACT bisher gemacht haben. Das muss man auch dann anerkennen, wenn man den Größenwahn von „One“, die Sphären von „Altered State“ oder die Schönheit von „Polaris“ präferiert. 

Michael Siegl / 14.04.2018

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