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HomeReviewTheotoxin – Consilivm
THEOTOXIN – Consilivm

Theotoxin – Consilivm

THEOTOXIN – Consilivm

Wertung
5.5/7 Punkten


Info
VÖ: 04.05.2018
Label: Massacre Records
Spielzeit: 00:43:44


Line-Up
Joachim Tischler – Bass
Flo Musil – Drums
Martin Frick – Guitars
Fabian Rauter – Guitars
Havres Heremita – Vocals

Tracklist
Deus Impostor
Yersinia Pestis
Hexenflug und Teufelspakt
Apokatastasis
Stillstand
Chant of Hybris
Somnus Profanus
Adoration of the Blight
Abgesang

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Das ist ja eine illustre Mischung, die sich da in Wien zusammengefunden hat. Aktuelle bzw. ex-Mitglieder von u.a. ZOMBIE INC., DISTASTE, DISMAL LUMENTIS und ANOMALIE beschwören auf ihrem zweiten Rundling die anti-religiöse Seite des Black/Deaths. Anders als bei dem im Vorjahr in Eigen Regie veröffentlichtem „Atramentvm“-Werk wird auf „Consilivm“ auch zweimal in deutscher Sprache gesungen („Hexenflug und Teufelspakt“ bzw. „Stillstand“), was der an sich schon diabolischen Mixtur noch einmal eine bösere Note verleiht.

 

„brachialer Black-Death mit reichlich Tiefgang und etlichen Hirnverdrehungen“

 

Besonders Sänger Havres Heremita (im „Normalleben“ Bruder von THEOTOXIN-Gitarrist Martin Frick) erfüllt jegliche Voraussetzungen um Song Granaten á la „Yersinia Pestis“ oder „Apokatastasis“ in all ihrer dunkel-bedrohlichen Macht darzustellen. Highlights sind aber ohne Zweifel die bereits erwähnten deutsch-sprachigen Tracks, besonders das schleppend beginnende „Hexenflug und Teufelspakt“, welches von abartig gegurgelten Growls eingeleitet wird, muss hier erwähnt werden. Aber auch der „Stillstand“ erfüllt alle Kriterien eines hochklassigen Black-Deathers, wenn gleich auf Albumdistanz vielleicht die getriggerten Drums, besonders in den Blastbeat-Attacken, eine Spur zu sehr nerven. Dies bleibt an sich aber der einzig wirkliche Schönheitsfehler von „Consilivm“, welches vom teils wunderschönen Instrumental „Abgesang“ adäquat beendet wird.

 

Beeindruckendes Werk der Wiener Black-Deather, die sich zwar generell auf eher ein getrampelten Pfaden bewegen, diese aber durch etliche Nuancen erweitern, verändern bzw. zu ihren eigenen machen. Wer auf brachialen Black-Death mit reichlich Tiefgang und etlichen Hirnverdrehungen steht, der sollte THEOTOXIN unbedingt eine Chance geben.

Reini Reither / 03.05.2018

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