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HomeReviewWallachia – Monumental Heresy
Das Artwork von Monumental Heresy

Wallachia – Monumental Heresy

Das Artwork von Monumental Heresy

Wertung
4/7 Punkten


Info
VÖ: 13.04.2018
Label: Debemur Morti Productions
Spielzeit: 00:50:29


Line-Up
Lars Stavdal- Vocals, Guitars, Guitars (acoustic)
Thomas Kocher – Drums, Percussion
Stefan Traunmüller – Orchestrations, Vocals (backing), Bass, Vocals (backing)
Paal André Sandnesmo – Orchestrations, Guitars
Anna Oklejewicz – Violin, Viola


Tracklist
Heathen Shores
So We Walk Alone
The Prophets Of Our Time
Silenced No Longer
The Parallel Fate Of Dreams
Beasts Of The Earth
Returned Favor Of Abandonment
Untruthology Abolished

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Trotz mittlerweile vier Alben, norwegischer Herkunft und einer Bandgeschichte, die bis ins Jahr 1992 zurückreicht, haben es Lars Stavdal und sein Geschöpf WALLACHIA nie so recht in den Fokus der Sinfonic Black Metal-Öffentlichkeit geschafft. Das mag daran liegen, dass die große Zeit dieses Genres sich schon dem Ende neigte, als WALLACHIA Ende der 90er-Jahre begonnen, als vollwertige Band zu agieren und damit vermutlich zu spät kamen. An dem durchgehend hohen, wenn auch nie so ganz überragenden Qualitätslevel der Veröffentlichungen wird es wohl nicht allein liegen, dass die wenigsten DIMMU BORGIR-Fans nicht auch mindestens eine WALLACHIA-Veröffentlichung im Schrank haben.

 

„Richtig gut klingen WALLACHIA immer dann, wenn die Melodien folkig, melancholisch, manchmal aber beschwingt sind“

 

Ein ähnliches Schicksal wird mit recht großer Wahrscheinlichkeit auch „Monumental Heresy“ beschieden sein. Konzeptionell mag der Titel zutreffen, musikalisch ist dieses vierte Album weder ketzerisch veranlagt noch sonderlich monumental. Größtenteils im Midtempo verankert, arbeiten sich Stavdal und seine Besetzung (neben einigen klassischen Musikern auch der österreichische Produzent Stefan Traunmüller) durch acht Tracks, die musikalisch keine großen Experimente machen. Viel Orchester, viel Melodie, Gitarrenlinien, die den Folk und auch Death Metal schneiden, unaufregter Black Metal-Gesang mit ein paar Choreinsprengseln und einem weiblichen Gastauftritt, zweckdienliches Schlagzeug ohne unnötige Angeberei – daraus baut Stavdal mal härtere („So we walk alone“, „Beasts of the earth“), mal groovigere („Silenced no longer“), mal kitschigere („The parallel fate of dreams“) Stücke, die sich stilistisch aber nicht allzu weit voneinander entfernen. Meinem Empfinden nach ist der große Hit leider nicht dabei, aber auch kein Totalausfall.

 

Richtig gut klingen WALLACHIA immer dann, wenn die Melodien folkig, melancholisch, manchmal aber beschwingt sind, und dann entfaltet auch die transparente, unmodern angelegte Produktion ihre Stärken. Zwar wirkt „Monumental Heresy“ dadurch und alles in allem nicht so ganz zeitgemäß und ist klar dem Black Metal-Geist einer Zeit vor Strumpfhosen über dem Gesicht und Hipsterattitüde entsprungen. Aber manchmal will man ja genau sowas hören.

Florian Dammasch / 14.04.2018

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