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HomeReviewAcarash – In Chaos Becrowned

Acarash – In Chaos Becrowned

Wertung
4.5/7 Punkten


Info
VÖ: 08.06.2018
Label: Dark Essence Records
Spielzeit: 00:40:38


Line-Up
Sølve Sæther – Drums
Anlov P. Mathiesen – Bass, Vocals
Lukas Paulsen – Guitars


Tracklist
Cadaver Dei
Shadows Roam
Gathering of Crows
In Chaos Becrowned
Ashes of the Mortal Mind
Legio Obscura
Sacrifice the Winter Wolf
Cenotaph in Flesh

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Gelegentlich gibt es noch norwegische Bands (sogar aus Oslo!), die aus Leuten bestehen, die offenbar keine nennenswerte Black Metal-Vergangenheit in anderen Kapellen haben, aber trotzdem derbe was auf dem Kasten. ACÂRASH sind genau das: 2016 gegründet, nichts veröffentlicht, einen Deal eingefahren und 2018 ein beachtliches Debüt aufgefahren. Das möchte man kaum glauben, wenn man „In Chaos Becrowned“ hört.

 

Groove, Groove, Bass, Masters of Disharmony, Offbeat, urgh.

 

Auf dem Erstling des Trios tummeln sich Einflüsse aus Black und Doom Metal (mehr Black allerdings), und gelegentlich auch ein Stoner-Riff. „Riff“ ist überhaupt ein gutes Stichwort. Lange habe ich nichts mehr gehört, was so rifforientiert war und so wenig prätentiös. Satan? Okkultismus? Rituale? Strumpfhosen? Schnickschnack! Irgendwo zwischen BLACK SABBATH, KHOLD und, man kann das Review nicht ohne dieses Wort zuende führen, SATYRICON, bewegen sich die acht Tracks einigermaßen stilsicher und gnadenlos stumpf in die Gehörgänge. Das tun sie bedächtig, mit viel Groove, viel Bass, viel Offbeat, oft Disharmonie, dafür wenig Schnörkel, selten zu lang, nie zu kurz, und darüber knurrt Anlov P. Mathiesen mit einer Stimme, die in ihrer Phrasierung und Tonalität ebenfalls sehr an Sigurd Wongraven erinnert. Überhaupt ist der Grad der Inspiration durch SATYRICON oft brutal hoch („Cenotaph in Flesh“), wenn auch oft mehr SATYRICON als SATYRICON selbst. Auch wenn LONELY KAMEL-Drummer Sølve Sæther so weit von Frost entfernt ist wie Kapstadt von Oslo.

 

Was man nun nicht erwarten kann, ist ein makelloses Meisterwerk gleich beim ersten Versuch. Das gelingt ACÂRASH bei aller Qualität nicht, dafür sind die Tracks vielleicht noch ein wenig zu gleichförmig geraten (auch der Gesang) oder möglicherweise, man verzeihe mir das Wörtchen, etwas zu banal und eben so gar nicht chaotisch. Vielleicht ist das nächste Album ein wenig dynamischer und mutiger. Der Ansatz ist aber gelungen, die finstere Produktion aus der Hand von Ruben Willem (der übrigens auch das von mir hochgelobte letzte DJEVEL-Album produziert hat) makellos, das Cover stilvoll. Respekt. Mal schauen, ob die Drei den Norweger-Bonusvorschuss auch zurückzahlen.

Florian Dammasch / 15.07.2018

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