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HomeReviewAmaranthe – Massive Addictive

Amaranthe – Massive Addictive

Amaranthe - Massive Addictive

 

 

 

 

 

Wertung:

3.0/7

Info:

VÖ: 17. Oktober 2014

Label: Spinefarm Records

Spielzeit: 00:39:07

Line-Up:

Elize – Vocals
Jake – Vocals
Henrik – screams
Olof – Guitars
Johan – Bass
Morten – Drums

Tracklist:

Dynamite
Drop Dead Cynical
Trinity
Massive Addictive
Digital World
True
Unreal
Over and Done
Danger Zone
Skyline
An Ordinary Abnormality
Exhale

Amazon

„Überdosis „36““

AMARANTHE spalten schon länger die Gemüter. Für viele ist der Mix aus Pop/Metal einfach nur abscheulich, für andere sind die Jungs und das Mädel einfach eine Hitoffenbahrung. Ob man die Band nun liebt oder hasst, eines muss man ihnen lassen – sie haben sich verdammt schnell einen Namen gemacht. Mit „Massive Addictive“ steht nun das dritte Album an und viele sind gespannt, ob sich das Hitpotential halten kann oder ob die Nummern nun doch schnell ausgelutscht sind.

Tatsächlich ist es so, dass schon die ersten Töne verraten, dass man hier noch popiger an die Sache rangeht, als es auf den Vorgängern der Fall gewesen ist. Ansonsten ist bei der Band alles beim alten geblieben. Popiger Sound, gemischt mit Metalelementen, die aus allen modernen Bereichen stammen und fertig ist der Modern-Super-Mix. Auch die drei Stimmen [Frau-Clean, Mann-Clean, Mann-Growl] sind weiterhin am Werk und ergänzen sich in den Liedern immer wieder. Dabei laufen die Schema der Lieder immer wieder gleich ab und um ehrlich zu sein, langsam ist das so vorhersehbar, wie die Aufteilung der Themen in den Nachrichten. Dies wäre nicht ganz so schlimm, wenn die Lieder noch so kicken würden, wie auf den Vorgängern. Dies ist auf dem Album allerdings nicht mehr zu 100% der Fall. Die starken Refrains, die die Band immer ausgezeichnet haben, sind hier doch etwas schwach geraten. Dies ist eine massive Einbuße für die Songs. Gerade der erste Track „Dynamite“ zeigt dies sehr gut. Kitschiges Intro, Breakdowns und dann sollte der Refrain eigentlich alles rausholen aber er zieht einfach nicht. Er plätschert viel mehr und weiß nicht, wie man die Fans in den Bann zieht. Der zweite Track fängt an, als würde man MANSON hören, dann wird die Nummer fast zu einer LADY GAGA-Kopie. Bei der Ballade „Over And Done“ gehen dann bei mir die Lichter ganz aus. Überlasst das doch bitte den Supertalenten… Es gibt allerdings nicht nur zu meckern: Handwerklich sind alle Stücke in Ordnung, die Produktion ist sehr stark und alles ist in Hochglanz poliert aber das tröstet nicht darüber hinweg, dass den Songs das Gewisse etwas fehlt. Drive und Atmosphäre sind zwar vorhanden aber wirklich viele Hits kristallisieren sich hier nicht. Natürlich gibt es auch solide Nummern wie „Trinity“ und „Unreal“ aber mit wirklichen Hits wie „1.000.000 Lightyears „ können auch die nicht mithalten. Drive und Stimmung gehen voll in Ordnung und sind wie gewohnt nur halt etwas ausgelutschter.

Bleibt die Band sich am Ende treu? Diese Frage muss man zwar mit einem Ja beantworten, allerdings mit einem schwachen. Es gab nicht viel, was die Band ausgezeichnet hat. Der Stärkste Punkt war bisher, dass die Gruppe Hits am laufenden Band geschrieben hat, die dieses mal eher Mangelware bleiben. Am Ende bleibt ein konsequentes Album, das Fans etwas enttäuschen könnte und Feinde der Band wieder viel Material liefern dürfte. Die Empfehlung wäre wohl, sich zwischen den Alben mehr Zeit zu lassen, dafür sich eher um den Feinschliff zu kümmern. Immerhin hat die Band 36 Songs in gerade einmal drei Jahren präsentiert. Da ist es klar, dass irgendwo Abstriche zu finden sind.

Frank-Christian Mehlmann / 31.12.2014

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