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HomeReviewAmorphis – Under The Red Cloud

Amorphis – Under The Red Cloud

Amorphis - Under The Red Cloud

 

 

 

 

 

Wertung:

6.5/7

Info:

VÖ: 04. September 2015

Label: Nuclear Blast

Spielzeit: 00:49:53

Line-Up:

Santeri Kallio – Keyboards
Tomi Joutsen – Vocals
Jan Rechberger – Drums, Keyboards
Esa Holopainen – Guitars
Tomi Koivusaari – Guitars (rhythm)
Niclas Etelävuori – Bass

Tracklist:

01.    Under The Red Cloud
02.    The Four Wise Ones
03.    Bad Blood
04.    The Skull
05.    Death Of A King
06.    Sacrifice
07.    Dark Path
08.    Enemy At The Gates
09.    Tree Of Ages
10.    White Night

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„Die Perfekte Mischung“

Es gibt viele Bands, die im Laufe ihrer Karriere Alben machen, damit eben ein neues Album draußen ist und für die Fans auf Tour gehen, um dann die alten Klassiker zu hören. Bei AMORPHIS ist dies irgendwie nicht so. Die Band liefert Qualität ab, wie es kaum eine andere Band schafft. Natürlich ist nicht jede Phase, in der sich die Band befunden hat, für jeden Fan zu 100% etwas gewesen aber die meisten kommen mit allen Platten gut klar und gerade die letzten Veröffentlichungen zeigen die Band in einer Stärke, die fast schon erschreckend ist. Mit “Under The Red Cloud” kommt nun also das neue Album der Jungs auf den Markt und man fragt sich, ob man erneut wieder an der Perfektion kratzt.

Mit “Under The Red Cloud“ startet die Band einen – für den neuen Sound – sehr typischen Hörangriff auf die Fans. Hier präsentiert man wundervolle Melodien, die mit Keyboard und Gitarre durch das Lied führen und durch den Folkanteil sofort in Mark und Bein übergehen. Dazu kommt dann noch der geniale Gesang, der sich im Refrain entlädt und die Songs zu einem echten Ohrenschmaus werden lassen. Die Spannung in jedem Song ist klar zu bemerken und findet immer einen idealen Höhepunkt. “The Four Wise Ones“ überrascht dann mit einer sehr flotten und durchaus extrem harten Nummer. Dabei frischen immer wieder die Folklore-Anteile die Stimmung auf, sodass der Song nicht ganz so hart erscheint, wie er eigentlich ist. Dabei ist die Nummer wohl einer der flottesten überhaupt in den letzten Jahren. “Death Of A King“ setzt auf eine gute Mischung aus Folk, Melodic-Death und der typischen Art, wie AMORPHIS sie in den letzten Jahren perfektioniert haben. Dabei sind die Folkparts nie so übertrieben in den Vordergrund gestellt, sondern ergänzen den Song einfach hervorragend. Mit “Sacrifice“ ist dann noch eine Hymne geboren, die aus den Konzertsälen einfach nicht mehr wegzudenken sein wird. Hier entlädt sich sämtliches Harmoniegefühl der Band und wird dann bestückt mit einem wunderbaren Refrain, der nicht penetrant ist, aber sofort mitsingbar. Eine ganz große Nummer, die einmal mehr die Qualitäten der Band in den Vordergrund bringt. So ist es mit fast jedem Lied auf der Platte und nach gut 45 Minuten findet sich mit “White Night“ ein würdiger letzter Track, der Hunger darauf macht, die CD gleich neu zu starten.

Was bleibt, sind offene Münder und ein strahlendes Gesicht. Auch mit “Under The Red Cloud” gelingt es AMORPHIS nicht langweilig oder abgenutzt zu klingen. Vielmehr beweist man einmal mehr, dass man einen Stil gefunden hat, der zu begeistern weiß. Hits über Hits, viele große Gänsehautmomente und keinen Ausfall machen die Platte zu einem echten Highlight. Nun, da der Sommer nun langsam dem Ende entgegengeht, werden hier noch ein paar Sonnenstrahlen hervorgebracht. Der Vorteil ist, die Platte eignet sich auch hervorragend für Herbst und Winter, was einen dazu einladen sollte, unbedingt zuzugreifen und sie eine lange Zeit lang rotieren zu lassen.

Frank-Christian Mehlmann / 29.08.2015

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