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HomeInterviewsAnthrax – Joey Belladonna

Anthrax – Joey Belladonna

ANTHRAX waren im November letzten Jahres mit SLAYER auf Tour in Germany. Vor dem Konzert in Bochum am 13. November fand ein Pre-Listening anlässlich der Fertigstellung des neuen Albums „For All Kings“ statt. Eben jener denkwürdige 13. November 2015, als zur selben Zeit in Paris die fürchterlichen Terroranschläge passierten. Wir von Metalnews.de hatten Gelegenheit, sowohl das neue Album zu hören als auch ein Interview mit Sänger Joey Belladonna zu führen.

Hallo Joey. Ich hatte gerade die Gelegenheit, euer neues Album zu hören. Ich hoffe, ich kann es demnächst noch ein wenig genauer unter die Lupe nehmen.

Ausgezeichnet. Es ist immer schwierig, wenn man ein neues Album nur einmal hört. Man muss es eigentlich sehr oft hören, um alles zu erfassen. Falls du dennoch ein paar Fragen zu einigen Details hast, möchte ich sie dir gern beantworten.

Dann fange ich mal an. Mein erster ANTHRAX-Gig war 1987 in Hamburg, mit TESTAMENT im Vorprogramm. Ich dachte zunächst, ANTHRAX würden 200, vielleicht 300 Leute ziehen, doch der Laden [Docks] war komplett ausverkauft. Zudem war es bis heute einer der geilsten Shows, die ich bislang erleben durfte. Was war, deiner Meinung nach, eine der besten Gigs, die du selbst je mit der Band gespielt hast?

Ach, da gab es einige großartige Momente. Wenn man ein paar Mal hintereinander im Hammersmith Odeon spielt, ist es glaube ich eine große Sache. Dann fällt mir noch das Woodstock Festival in Polen ein, wo eine halbe Million zuschauten. Dazu kommen die Big 4 Konzerte. Oder als wir damals das erste Mal in Donnington gespielt haben, zusammen mit BON JOVI, METALLICA und DIO. Wir haben dabei auch die IRON MAIDEN Jungs zu Hause besucht. Überhaupt, das Konzert mit IRON MAIDEN im Infield des Wembley-Stadions, das war cool. Es gab so viele tolle Dinge, die wir gemacht haben und ich hoffe, es kommen noch ein paar tolle Sachen dazu.

Apropos IRON MAIDEN. Ich habe euch mit der eisernen Jungfrau auf der Tour 1990 gesehen. 2016 unterstützt ihr die Briten erneut, und zwar in Mexiko und Südamerika. Gibt es da eine spezielle freundschaftliche Verbindung zwischen den beiden Bands?

Mit IRON MAIDEN unterwegs zu sein, bedeutet immer, eine gute Zeit zu haben. Keine Frage, da freuen wir uns drauf.

Kommen wir jetzt endlich zum neuen Album „For All Kings“. Bist du gespannt auf die Rektionen der Fans und Journalisten oder kann dich nach über dreißig Jahren nichts mehr aus der Ruhe bringen?

Bei jeder Platte, die ich mache, rede ich viel mit den Leuten darüber. Und ich möchte erreichen, dass mir jeder seine Meinung dazu sagt. Ich denke, diesmal haben wir eine große Vielfalt auf dem Album geschaffen. Es gibt eine Menge schnelle und auch melodische Parts. Da sollte für jeden etwas dabei sein.

Kannst du mir etwas über die Aufnahmesessions erzählen? Der Produzent ist ja Jay Ruston in LA, oder?

Jay hat bereits das letzte Album „Worship Music“ produziert, damit waren wir sehr zufrieden. Es war sehr angenehm, mit Jay zu arbeiten. Er und ich sind für die Zeit der Gesangsaufnahmen allein, so dass wir alle Ruhe der Welt hatten. Ich habe die Zeit im Studio sehr genossen, es war alles ruhig und wir konnten konzentriert arbeiten, so mag ich das.

“Evil Twin“ wurde bereits veröffentlicht, ein echter ANTHRAX-Smasher. Habt ihr den Song schon Live ausprobiert?

Ja, wir haben „Evil Twin“ bereits gespielt. Wie du ja sagtest, ist der Song schon veröffentlicht und die Leute konnten ihn via iTunes oder was auch immer schon anchecken. Aber er kam gut an bisher. Wir haben eigentlich während der Tour angefangen, diesen Song speziell zu proben. Soll heißen, wir jammen ein wenig im Umkleideraum herum.

Ich habe das Lyric-Video gesehen und kam zu dem Schluss, es ist nicht unbedingt ein witziger Song?

Haha, ja da hast du Recht. Es ist ein sehr düsterer Song, der sehr in die Tiefe geht. Ich möchte eigentlich nicht allzu viel zu den Lyrics sagen, um die Meinung des Hörers nicht zu beeinflussen. Jeder sollte die Musik und den Text hören und sich seine eigenen Bilder im Kopf dazu machen.

Ich hatte eben die Lyrics der Songs vorliegen. Es fiel mir auf, dass die Texte einerseits sehr düster sind, dann aber doch am Ende Hoffnung verkünden. Nichts ist am Ende, nichts ist vorbei, es gibt immer einen Weg. Möchtet ihr sie Menschen in eine positive Stimmung versetzen?

Yeah, ich meine, schau dich mal um, was überall passiert. Wir zeigen eben die schlimmen Dinge auf, die überall geschehen [ Zu dem Zeitpunkt ahnten wir beide nicht, was sich ein paar hundert Kilometer weiter südwestlich in Paris ereignen sollte – der Red. ]. Es ist nicht immer leicht, dennoch optimistisch zu bleiben. Aber wenn du nichts zum Leuchten bringen kannst, sieht alles beschissen aus.

Wenn ich auf eure Texte von vor etwa dreißig Jahren zurück denke, hat sich da in Bezug auf die Sichtweise vieler Dinge etwas für dich geändert?

Das ist gut möglich. Früher waren wir jung und hatten ganz andere Einflüsse. Ich kann jetzt nicht für Scott sprechen, aber ich denke, wir waren damals sehr heavy und hatten vielleicht nicht diese spezielle Art von Humor.

Dabei muss ich aber natürlich an „I’m The Man“ denken…

Haha, ja das ist es. Ich liebe es, einfach auch mal gutgelaunt zu sein. Hier geht es nicht bloß um das Rumkaspern an sich, hier geht es darum, nicht immer nur seriös sein zu müssen. Wir haben nie daran gedacht, dass wir einen „guten Job“ machen müssen, wir wollten einfach eine Menge Spaß.

Die gute alte Zeit begann ja vor nunmehr über dreißig Jahren.

Ja, Mann. Ich hatte noch nie vorher einen Sound wie diesen gehört. Dann stieg ich in die Band ein und es war völlig überwältigend. Die Musik war damals wie ein offenes Buch für mich. Und im Moment habe ich das Gefühl, genau wieder an diesem Original anzukommen.

Zurück zum neuen Album, „For All Kings“ lautet der Titel. Steckt hinter diesen drei Wörtern irgendeine Geschichte?

Ich weiß eigentlich gar nicht, wer mit diesem Titel um die Ecke kam. Keine Ahnung, ich war es nicht. Vielleicht bin ich der König, oder Scott? Vielleicht sind wir alle Könige, wer weiß…hahaha. Echt, ich weiß es nicht. Ist aber wirklich eine gute Frage. Oder es ist eines dieser mysteriösen Dinge, die es offen zu lassen gilt. Das ist in etwa so wie die Albumcover der alten GENESIS-Platten. Die hatten immer diese geheimnisvollen Zeichnungen und Bilder darauf. Ich hab immer dagesessen, das Cover angestarrt und mich immer gefragt, was es bedeuten soll.

Ihr seid ja derzeit mit SLAYER unterwegs auf Tour. Ich habe euch vor ein paar Jahren in Gelsenkirchen im Rahmen der BIG 4 Tour gesehen. Was denkst du, ist das Geheimnis dieser Musikrichtung Thrash Metal? Warum ist diese Musik nach über dreißig Jahren immer noch so populär?

Schwer zu sagen. Für mich als Mitglied dieser Band ist das eine ganz natürliche Sache. Wir haben immer das getan, was wir machen wollten und das gilt für die anderen Bands genauso. Zudem geht das Publikum immer mit. Es ist erstaunlich, wie treu das Publikum ist und sich mit uns weiter entwickelt. Das zu sehen macht einfach Spaß, gerade heutzutage noch.

Was mich immer wieder begeistert, ist die Tatsache, dass sich Thrash Metal eben über mehrere Generationen hinweg hält. Du hast in der Menge alte Knacker wie mich ebenso wie junge Teenager. Im Gegensatz zu anderen Subgenres, wie beispielsweise Grunge, schlägt sich Thrash ja beachtlich gut.

So ist es. Du wächst damit auf und du liebst diese Musik. Wir versuchen ja stets, neue Elemente in unseren Stil einzubauen. Auf jedem neuen Album gibt es wieder neue Dinge zu erleben, eine Menge guter Riffs und solche Dinge. Ich liebe den Thrash Metal, auch oder gerade weil er nicht diesen kommerziellen Anstrich hat. Aber das juckt uns wenig.

Die Loyalität der Fans ist also auch das Geheimnis des Erfolgs, kann man das so sagen?

Absolut. Als Teil der Gemeinschaft wächst du mit ihnen auf und kannst ihnen jeden Tag danken, dass sie das gut finden, was wir tun. Als Mitglied der Band bin ich einfach nur stolz darauf, für eben jene Gemeinschaft Musik machen zu dürfen. Für viele Menschen ist Musik einfach ein Hobby. Für mich ist es mehr als das. Wenn ich von einer ANTHRAX-Tour nach Hause komme und eigentlich Urlaub machen könnte, jamme ich bis zu vier Stunden am Tag mit meiner Coverband herum.

Als ich eben das Album hörte, ist mir aufgefallen, dass ihr viele interessante Harmonien eingebaut habt, insbesondere bei den Leadvocals.

Ich habe die Freiheit, das zu machen, was mir gefällt. Auch auf „Spreading The Desease“ finden sich solche Harmonien. Aber bloß nicht zu viele, hahaha. Heutzutage ist eben niemand mehr da, der uns in die Arbeit hinein redet. Ich mag es, wenn es etwas melodischer im Gesang zugeht, es gibt jedem Song mehr Intensität. Dadurch können wir den Songs mehr Spielraum geben. Weißt du, ich bin mit den BEATLES aufgewachsen und war von deren Gesangsharmonien völlig beeindruckt.

Es gibt einen Song auf dem Album, der nennt sich „Blood Eagle Wings“, der scheint mir geradezu episch?

Ja, genauso wie „Breathing Lightning“. Da zeigen wir uns von unserer offenen Seite. Wenn du dagegen den schnellen Song „Zero Tolerance“ nimmst, der ist durchgehend schnell, da passen keine großartigen Gesangsharmonien herein.

Stichwort „Zero Tolerance“. Wir haben gerade hier in Europa momentan ein Problem mit der Toleranz Fremden, besonders den Flüchtlingen, gegenüber. Das ist vermutlich in vielen Ländern so, nicht nur hier. Der Song hat also einen absolut aktuellen Bezug?

Im Prinzip kannst du den Text auf viele Begebenheiten anwenden. Da kann sich jeder dann selbst eine Meinung bilden.

Wenn du dir die Szene anschaust, siehst du da irgendwelche jungen Talente, die irgendwann in die Fußstapfen der großen, alten Thrash Metal Bands treten können?

Das kann ich nur schwer beurteilen, dafür kenne ich viele junge Bands einfach nicht gut genug. Es ist heutzutage mit den aktuellen Medien und im Internet einfacher, eine große Reichweite zu erzielen. Das macht es aber nicht leichter, zu sagen, welche von den vielen guten Bands es einmal schaffen könnte.

Die letzte Frage betrifft euren erkrankten Drummer Charlie Benante. Wie geht es ihm derzeit?

Ich habe ihn in den letzten Tagen noch nicht gesprochen. Denke, es geht ihm ganz gut. Aber er ist natürlich weiterhin ein Teil der Band und wird demnächst sogar dazu kommen und uns eine Weile begleiten. Dann haben wir ihn für zwei Wochen am Hals, haha.

Damit sind wir bereits am Ende des Interviews angekommen. Darf ich dich bitten, ein paar Worte an unsere Leser zu richten?

Ich danke den Lesern von Metalnews.de für den Support über die Jahre hinweg und hoffe, ihr kommt mal zu unseren Shows. Es wird demnächst wohl auch mal wieder eine Headliner-Tour geben. Ciao.

Fränky / 26.02.2016

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