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HomeReviewAvatarium – Hurricanes And Halos

Avatarium – Hurricanes And Halos

Avatarium - Hurricanes And Halos

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 26. Mai 2017

Label: Nuclear Blast

Spielzeit: 00:44:46

Line-Up:

Jennie-Ann Smith – Vocals
Marcus Jidell – Guitar
Mats Rydström – Bass
Rickard Nielsson – Keyboard
Lars Sköld – Drums

Tracklist:

01. Into The Fire / Into The Storm
02. The Starless Sleep
03. Road To Jerusalem
04. Medusa Child
05. The Sky At The Bottom Of The Sea
06. When Breath Turns To Air
07. A Kiss (From The End Of The World)
08. Hurricanes And Halos

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„Betonschwere Hypnose“

Album Nummer 3 der schwedischen Doom-Institution fegt tatsächlich über den Hörer hinweg wie der titelgebende Hurricane. Etwas verkopfter, dabei aber gleichzeitig ausschweifender als die vorangegangenen Werke, gibt sich Schwedens Edelschmiede in Sachen emotionales Intensiverlebnis daran, das ohnehin nicht gerade schmale musikalische Spektrum noch weiter auszureiten.

Dass die Hammond wieder ordentlich orgelt und die musikalische Basis weiterhin in Richtung zeitloser Hardrock pustet, ist dabei ebenso klar wie die Tatsache, dass man mit Leuten wie Sängerin Jennie-Ann Smith und Gitarrero Marcus Jidell keine Angst davor zu haben braucht, irgendwie beliebig zu klingen. Auch, wenn die Handschrift von Mastermind Leif Edling nach wie vor unverkennbar über der ganzen Chose schwebt, so hat man sich doch mittlerweile weit von einem Frank Farian-mäßigen Projekt wegbewegt. Mit „Into The Fire – Into The Storm“ startet man rasant und aufgewühlt. Die Hook bleibt sofort hängen – die Band steht voll im Saft. Fragiler hüllt „The Starless Sleep“ den Hörer in sein Soundgewand. Jennie-Ann ist in ihrem Element, transportiert Stimmungen, die den Hörer auf die große Audio-Leinwand vorbereiten, die den Gourmet in Form von „Road To Jerusalem“ in den Sessel drückt. Eigentlich ist der eher softe und abschweifende Song mit dem dezenten THE DOORS – Vibe und dem Western-Charme nicht dazu geeignet, das typische Zugpferd eines AVATARIUM-Albums zu sein. Doch die Nummer zieht einen sofort in ihren Bann und nimmt an Intensität im Laufe der nächsten Minuten auch nicht mehr ab. Natürlich gibt es auch noch jede Menge von dem, was der AVATARIUM-Anhänger der ersten Stunde erwartet. Satt doomende Hardrock-Highlights mit hypnotischen Vocals. Stellvertretend hierfür sei nur das mächtige „Medusa Child“ genannt, das sich zwar in den letzten Minuten als zähe Tripbewältigung geriert, aber dennoch fasziniert: Unheimlich. Erhaben. Gewaltig. Und eben dennoch mit unerwarteten Wendungen versehen, die diese Band immer schon ausgezeichnet haben.

Alles in allem braucht man etwas länger, um mit „Hurricanes And Halos“ warm zu werden. Und auch einige Längen sind mittlerweile für den unbedarften Hörer zu bewältigen. Man muss sich komplett auf die Art einlassen, mit der die Schweden ihre Hörer einfangen. Ist man aber erst in ihr Netz geraten, gibt es kein Entkommen.

Marcus Italiani / 10.06.2017

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