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HomeInterviewsBell Witch – Dylan Desmond

Bell Witch – Dylan Desmond

Mit „Four Phantoms“ hat sich das US-amerikanische Sludge/Funeral-Doom-Duo BELL WITCH kürzlich eindrucksvoll wieder auf der Bildfläche zurückgemeldet. Sänger und Bassist Dylan Desmond meldet sich im Interview ausführlich zu Album Nummer zwei zu Wort.

Hallo Dylan! Erst einmal Glückwünsche zum neuen Album – wie sehen denn bislang die Reaktionen auf „Four Phantoms“ aus?

Hallo und vielen Dank! Bis jetzt haben wir großartige Resonanz auf unser neues Album erhalten. Da es sich um eine langsame und gelegentlich monotone Art von Musik handelt, bin ich von diesem großen Interesse überrascht und fühle mich auch geehrt. Ich habe eine vereinzelte Rezension gelesen, die eher ins Negative ging, aber es war auch kein totaler Verriss. Ich kann gut verstehen, dass viele Leute die Musik vermutlich nicht mögen werden, aber das geht total in Ordnung.
Ich denke mal, dass ein Großteil der Aufmerksamkeit, die frühzeitig entstand, auf dem unglaublichen Artwork von Paolo Girardi basierte. Er hat ganz einfach das perfekte Kunstwerk erschaffen, um das Album zu beherbergen.

Was kannst Du uns dem Entstehungsprozess von „Four Phantoms“ sowie zu den Unterschieden zu „Longing“ berichten? Meiner Ansicht nach ist das neue Material eine Spur ‚dichter‘ und auf eine andere Art düster. Was meinst Du?

„Longing“ fußte auf dem Ansatz, keine Endgültigkeit zu haben. Die Songs waren bewusst so angelegt, ein sehnsuchtsvolles Grundgefühl zu erzeugen, insbesondere das Titelstück, und keine Art von Abschluss oder irgendeine Art von Finalität anzubieten. Bei „Four Phantoms“ sind wir direkter an die Songs herangegangen – mit der Möglichkeit von Endgültigkeit. Wir haben ein bisschen von dem Überhang gestrafft und etwas von der Leere, die auf „Longing“ vertreten war, entfernt. Wir wollten, dass „Four Phantoms“ sich genauso anfühlt wie eine Sammlung von Geschichten: Während sie alle miteinander verbunden sind, sind sie dennoch so konzipiert, für sich allein zu stehen, mit jeweils subtilen Querverweisen aufeinander.

Gehen wir doch mal ein bisschen genauer ins Detail bei den vier vertretenen Songs:

„Suffocation, A Burial. I. Awoken [Breathing Teeth]“: Dieser Song ist aus der Perspektive eines Geistes, der in einem Sarg unter der Erde gefangen ist. Er wirft seinen Körper und sein Gesicht permanent gegen den Deckel des Sargs, um in das Erdreich darum herum entkommen zu können. Die Musik soll diesem Prozess der Realisation und des Verstehens der Ewigkeit gleichkommen.

„Judgement, In Fire. I. Garden [Of Blooming Ash]“: Das Stück handelt davon, vor einer Menschenmenge lebendig verbrannt zu werden. Die Musik ist zu Beginn so gedacht, dass sie sehr direkt und kraftvoll sein soll, um das Gefühl des Verbrennens wiederzugeben, um dann ruhiger und in sich gekehrter zu werden, um das Bewusstwerden der Ewigkeit widerzuspiegeln.

„Suffocation, A Drowning. II. Somniloquy [The Distance Of Forever]“: Dieser Song befasst sich mit dem Ertrinken. Er spielt mit der Idee, in abgezogener Haut zu schwimmen, während das Wasser selbst eine Art neue Haut wird, da der Körper vom Wasser umhüllt wird. Der Gesang von Erik Moggridge beinhaltet Querverweise auf seine Gesangslinien in „Rows“ auf „Longing“. Beide Songs, die er für uns gesungen hat, drehen sich auf die eine oder andere Art um Wasser, sodass das passend erschien. Die Musik ist auf eine ähnliche Art geschrieben worden wie das erste Stück, da sie miteinander verknüpft sind. Die einsetzende Realisation, dass das Phantom ertrinkt, beginnt mit etwas wie Trost, aber der Gedanke verwandelt sich im Verlauf des Stücks in Furcht und Niederlage.

„Judgement, In Air. II. Felled [In Howling Wind]“: Dieses Lied ist der zweite Teil des zweiten Stücks – und die Musik ähnelt diesem. Da Feuer von der Luft genährt wird, besteht der Grundgedanke darin, dass der Wind viel aggressiver als das Feuer sein kann. Dieser Song beinhaltet keinen Klargesang und ist mehr oder weniger der eingängigste des Albums. Textlich geht es um das Stürzen in die Ewigkeit und die Tatsache, nicht entkommen zu können. Hier gibt es weniger Raum für Nachsinnen, da das Fallen keinen Freiraum oder die Möglichkeit der Einkehr erlaubt.

Inwiefern würdest Du „Four Phantoms“ als ein Konzeptalbum bezeichnen, da ja beispielsweise die vier Elemente in jedem der vier Songs auftauchen?

Es ist auf jeden Fall ein Konzeptalbum. Alles ist darauf angelegt, miteinander verwoben zu sein, ob das nun wiederkehrende Riff-Strukturen oder Texte sind. Das Thema selbst ist als Teil eines Ganzen angelegt, wobei alles miteinander verbunden wird.
Einige Zeit nach dem Erscheinen von „Longing“ führte ich ein Telefoninterview mit „The Obelisk [US]“, und JJ, der mich interviewt hat, fragte mich, ob wir jemals in Erwägung gezogen hätten, ein komplett ausgearbeitetes Konzeptalbum zu machen. Damals sagte ich „Nein“. Seit diesem Interview wollte ich aber genau das umsetzen. Ich denke mal, dass „Four Phantoms“ nun das Resultat dessen ist.

Worin siehst Du Deine Einflüsse und Inspirationsquellen für das Album bzw. für BELL WITCH an sich? Was interessiert Dich selbst besonders?

Ich selbst schätze harte Arbeit und Herzlichkeit. Ich versuche so viel von beidem wie nur möglich in alles zu stecken, und ich denke, dass ich genau das Gleiche auch für Adrian sagen kann. In den letzten Jahren habe ich vielleicht öfter mit etwas in Richtung Literatur oder Mythologie geantwortet, aber in letzter Zeit lege ich viel Wert auf die Vorstellung, furchtbare Dinge durchstehen zu können, und schöpfe Kraft aus diesem Gedanken.

Wir hatten es schon kurz von dem wunderbaren Artwork von Paolo Girardi: Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?

Ich habe Paolo die Grundidee beschrieben, und er hat daraus dann ein unglaubliches Gemälde kreiert. Es hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen! Ich bin der Meinung, dass er den Ansatz von vier separaten, jedoch miteinander verknüpften Geschichten bezüglich der Elemente perfekt umgesetzt hat. Der Wasserfall in der Mitte ist der perfekte Weg, um alles einzufassen.

Auf „Suffocation, A Drowning. II. Somniloquy [The Distance Of Forever“ gibt es wie gesagt wieder einen Gastbeitrag von Erik Moggridge. War es aufgrund seiner bisherigen Beteiligung naheliegend, ihn wieder zu fragen?

Erik ist so eine Art zusätzliches Bandmitglied. Er spielt gelegentlich Konzerte mit uns im Pazifischen Nordwesten, und gelegentlich probt er auch mal hier und da mit uns. Ursprünglich wollten wir ihn als vollwertigen Sänger mit dabei haben, aber da er in Portland ist und wir in Seattle beheimatet sind, hätte das bei unseren zahlreichen Proben nicht funktioniert. Ich kann mir sehr gut vorstellen, weiterhin Songs zu schreiben, auf denen er dann vertreten sein wird. Es wäre auch eine wirkliche Schande, wenn wir das nicht machen würden; ich finde, dass er einfach eine unglaubliche Stimme hat, und als Musiker ist er ebenfalls genau das.

Wie verliefen die Aufnahmen mit Billy Anderson, und wie sah ein normaler Tag im Zuge des Studioaufenthalts zu „Four Phantoms“ aus?

Es war einfach der Hammer, mit Billy zu arbeiten! Er ist ein unglaublich talentierter Tontechniker, der jede Menge interessante Ideen bezogen auf den Sound und den Mix hat. Ein großes Problem, mit dem wir zu kämpfen hatten, war das Schwanken des Tempos: Wir spielen niemals zu einem Click Track, und mit dem Abstand zwischen manchen Noten war es schwierig, den Takt zu halten. Wir haben einige Zeit damit verbracht, Overdubs mit dem ursprünglichen Tape-Track abzugleichen.
Ich war während der Aufnahmen auch ziemlich krank, sodass ich den Großteil von der Couch aus oder auf einem Stuhl mitbekommen habe. Es gab Momente, in denen das Fieber so hoch war, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte, was da gerade vor sich ging. Glücklicherweise hatte sich das aber gelegt, als ich dann meine Gesangsparts einsingen musste, sodass ich in besserer Form war.

Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, vom Konzept eines Duos wegzugehen und eine komplette Band auf die Beine zu stellen – gerade in Anbetracht von Konzerten? Und wo bestehen Deiner Meinung nach die Vor- und Nachteile darin, als Duo zu agieren?

Von Erik Moggridge einmal abgesehen, werden wir immer als Duo fungieren. Wir haben mal mit der Idee geliebäugelt, für Adrian ein Moog Taurus Pedal anzuschaffen, um einen Orgel-Synthesizer in den Songs einsetzen zu können. Aber wer weiß, wann das wirklich mal geschehen wird – wir haben jedenfalls schon darüber gesprochen.
Ein großer Vorteil unserer Vorgehensweise beim Songwriting ist, dass wir sehr viel Zeit damit verbringen können, uns auf kleine Details zu fokussieren und sich ihnen komplett widmen zu können. Es ist auch deutlich einfacher, wenn nur zwei anstelle von fünf Egos gegeneinander antreten. Im Gegenteil, über die Jahre hinweg haben Adrian und ich uns so an den jeweiligen Stil des anderen beim Schreiben und Spielen gewöhnt, dass wir nun einzelne Songabschnitte trotz ihrer Länge oder Komplexität problemlos zusammenfügen können.
Ein Nachteil hingegen besteht darin, dass es manchmal schwierig ist, alles unter einen Hut zu bekommen, da wir nur zu zweit sind. Manchmal müssen viele E-Mails verschickt werden, oder es gibt Band-Angelegenheiten, um die man sich kümmern muss. Sowohl er als auch ich arbeiten Vollzeit zusätzlich zur Band, sodass es manchmal eine Weile dauert, bis wir die nötige Zeit finden. Das ist ein vergleichsweise geringfügiges Problem, da wir ja beide ein Interesse daran haben, dass die Dinge erledigt werden, aber manchmal erinnere ich mich daran, wie schön es war, wenn drei weitere Bandmitglieder ebenfalls mit anpacken konnten.

„Four Phantoms“ ist – wie schon Euer Debüt „Longing“ – wieder auf Profound Lore Recordings erschienen. Warum ist PLR vielleicht das geeignetste Label für eine Band wie BELL WITCH – in einer Zeit, in der viele Bands gleich alles in Eigenregie veröffentlichen?

Profound Lore haben uns bislang in jeglicher Hinsicht unterstützt. Angefangen bei den ersten E-Mails, war es immer schon klasse, mit Chris zusammenzuarbeiten. Er ist schnell, aufmerksam und durchsetzungsfähig. Außerdem denke ich, dass er mit einigen der besseren Bands da draußen zusammenarbeitet. Ich finde es immer aufregend zu sehen, welches neue Album bald erscheint oder welche neue Band jetzt zum Label gekommen ist. Er hat da ein ziemlich gutes Ohr.

Wie sehen Eure momentanen Tourpläne – abgesehen von den kürzlich erfolgten Auftritten auf dem Roadburn Festival und dem Heavy Days in Doomtown – aus? Wie sieht es mit einer kompletten Europatour aus?

Derzeit haben wir keine Tourpläne, aber wir spielen das „Martyrdoom“ in New York im November. Es könnte gut sein, dass wir ungefähr zu diesem Zeitpunkt an der Ostküste touren werden. Es gab schon einige Gespräche über andere Optionen, aber diese sollte ich noch nicht erwähnen. Wir sind momentan auf der Suche nach einem Vollzeit-Bookingagenten, und wenn das dann geschieht, gibt es sicherlich mehr zu diesem Thema zu berichten.

Bonusfrage 1: Wenn man die Musik von BELL WITCH verfilmen würde, welches Genre oder welcher bestimmte Film müsste das sein?

Ein sehr langer! Ich mag den Gedanken, dass es wohl sehr aufregend und emotional mit imposanten Kampfszenen und prächtigen Explosionen wäre, aber vermutlich wäre es eher etwas Monotones und Künstlerisches.

Bonusfrage 2: Sind Dir in letzter neue oder auch alte Bands bzw. Veröffentlichungen [wieder] begegnet, die Du unseren Lesern ans Herz lesen möchtest?

Ich habe mir in letzter Zeit sehr viel DRAWN AND QUARTERED [Seattle] angehört. Ich liebe diese Band. Außerdem sind PROFETUS aus Finnland eine meiner Lieblingsbands. Sie machen auf ihren Alben sehr viel mit Gastmusikern. Meiner Meinung nach sorgt das immer für eine unglaubliche Zusammenstellung.

Dann danke ich Dir an dieser Stelle vielmals für das Interview und für Deine Zeit. Alles Gute!

Besten Dank!

soulsatzero / 04.05.2015

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