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HomeReviewBirth Of Joy – Get Well

Birth Of Joy – Get Well

Birth Of Joy - Get Well

 

 

 

 

 

Wertung:

4.0/7

Info:

VÖ: 26. Februar 2016

Label: Long Branch Records

Spielzeit: 00:45:26

Line-Up:

Kevin Stunnenberg – Vocals, Guitars
Bob Hogenelst – Drums
Gertjan Gutman – Keyboards

Tracklist:

01. Blisters
02. Meet Me At The Bottom
03. Choose Sides
04. Numb
05. Midnight Cruise
06. Carabiner
07. Those Who Are Awake
08. You Got Me Howling
09. Get Well
10. Hands Down

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„Gerade mal solide“

Seit 2005 spielen BIRTH OF JOY bereits zusammen, aber scheinbar meinen sie es erst jetzt so richtig ernst mit ihrer Musikkarriere – zumindest wird der Pressetext nicht müde, zu betonen, dass sie in den letzten drei Jahren mehr als 450 Shows gespielt haben. Das ist natürlich eine beeindruckende Zahl, aber irgendwie beschwört es eben auch die Frage herauf, was genau die Band vorher so getrieben hat – sieht man mal von den drei Alben ab, die sie zwischen 2010 und 2014 veröffentlicht haben.

BIRTH OF JOY, die aus dem niederländischen Utrecht stammen, sind ein weiterer Vertreter der schier nicht enden wollenden Retro Rock-Welle, wenngleich sie sich alleine durch den fortwährenden Einsatz der Orgel schon mal von einigen Mitstreitern abheben. Andererseits ist es eben gerade das Tasteninstrument, das einen unentwegt entweder an DEEP PURPLE [in den straighteren Momenten] oder an THE DOORS [immer dann, wenn es psychedelischer zugeht] denken lässt. „Numb“ hingegen weist aufgrund der Orgel und der düsteren Grundatmosphäre zu Beginn deutliche Parallelen zu „No Quarter“ von LED ZEPPELIN auf. Eigenständigkeit ist also schon mal nicht der Trumpf der Band, aber diese überhaupt zu erlangen, ist in dem Genre, in dem sie sich bewegen, natürlich auch alles andere als einfach. Trotzdem, man merkt der Band zwar an, dass sie eingespielt ist und dass sie mit Herzblut an die Sache herangeht, aber irgendwie schaffen sie es dennoch nicht so recht, mit dem Album zu überzeugen. Die meisten Songs ziehen relativ spurlos an einem vorbei, lediglich das lässige „Meet Me At The Bottom“, der verschwurbelte, achtminütige Titelsong und der zackige Albumabschluss „Hands Down“ hinterlassen einen positiven Eindruck.

BIRTH OF JOY bleiben den Nachweis schuldig, warum man ihnen den Vorzug vor den Aushängeschildern des Genres, wie BLUES PILLS, GRAVEYARD oder den RIVAL SONS geben sollte. „Get Well“ ist ein absolut solides Album, aber eben leider auch nicht mehr.

Timo Beisel / 27.02.2016

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