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HomeReviewBlack Temple – It All Ends

Black Temple – It All Ends

Black Temple - It All Ends

 

 

 

 

 

Wertung:

4.5/7

Info:

VÖ: 28. August 2015

Label: Century Media

Spielzeit: 00:37:00

Line-Up:

Marcus Witold – Gitarre
Jesper Karlsson – Schlagzeug
Jonas Pedersen – Bass, Gesang

Tracklist:

01. Unlikely Event
02. Acid Rain
03. Great Things
04. Difficult Journey
05. Oncoming Fire
06. Lowpoints
07. Sleep With The Stars
08. 100 Years
09. Sleepy River

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„Leider geil?“

Fangen wir mal wieder mit wenig sachdienlichem Unsinn an: Ich war auch mal in Helsingborg. Zufall war das, ein Versehen und eine Durchreise ohne größere oder kleinere Konsequenzen. Es kam dazu, weil gleich mehrere Leute nicht wussten, was sie taten. Erstmal J., , der seinen Hausrat fürs Auslandssemester in Göteborg in einen kleinen grünen Golf quetschte. Dazu quetschten sich noch sein Kumpel T. und ich selber, weil wir Bock auf Schweden hatten. J. war von seiner Einpack-Orgie dermaßen ausgelaugt, dass er es nicht mal bis Dänemark schaffte [von Kiel aus]. Dann musste ich bis Fredrikshavn übernehmen, an der einzigen Stelle in Beispiel Dänemark falsch abbiegen und sich in Vororten von Kopenhagen verfransen.

Darum, und nur darum sind wir irgendwann auf der Fähre Helsingør/Helsingborg gelandet, wo T. und ich uns aus Protest gegen J.s „Organisation“ [MÖTLEY CRÜE-Diskographie eingepackt, Straßenatlas vergessen] erst einmal fahruntüchtig machten. Durch Helsingborg durfte J. also selber gurken, ich habe nix davon mitbekommen. Ob es BLACK TEMPLE da schon gab oder ob sie noch unter dem Namen ODYSSEE Mucke gemacht haben? Kann gut sein! Nicht, dass irgendwas an dieser Geschichte mit dem schwedischen Trio zu tun hätte. Okay, aus Helsingborg stammen sie wohl. Vielleicht hatte es damals auch noch jemand aus der Band nötig, uns an der Tanke Kaffee und Zimtschnecken zu verkaufen [sicher nicht Basser/Sänger Jonas, denn solche Gesichtsbemalung fällt auch in Schweden auf]. Ist aber nicht wahrscheinlich, und auch ansonsten tut sich hier ein Abgrund auf zwischen unserer besagten teutonischen Planlosigkeit auf dieser Kurzreise und der wuchtigen Effizienz von „It All Ends“. BLACK TEMPLE gehören wohl zu diesen beneidenswerten Arschlöchern, die ihre Zeit sinnvoll nutzen können und bei denen jeder Schlag ein Volltreffer ist. Vielleicht auch nicht.

Der Intensität von BLACK TEMPLE kann man sich schwer entziehen. Selbst dann wenn man, so wie ich, mit „It All Ends“ insgesamt so seine liebe Not hat. Denn rein auf instrumentaler Ebene hauen die Helsinborger hier einen Haufen total geile, lebendige und mitreißende Hardcore-Kracher raus, bei denen jedem REFUSED-Fan das Herz aufgehen muss. Durch den Gesang allerdings wird’s genau gerade so emo-kitschig, dass BLACK TEMPLE im Tagesprogramm der hiesigen Rocksender so richtig abräumen könnten. Und es sei ihnen gegönnt, denn wer zu „Great Things“ nicht zumindest ein bisschen tanzen will, in dessen Adern fließt statt Blut kalorienreduzierte Salatsoße. Das mir persönlich die ganze Angelegenheit als Instrumental-Album noch wesentlich besser reinlaufen würde, steht auf einem anderen Blatt. J.s Straßenkarte vielleicht, wer weiß…

Lennart Riepenhusen / 13.10.2015

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