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HomeReviewBlackmore’s Night – All Our Yesterdays

Blackmore’s Night – All Our Yesterdays

Blackmore's Night - All Our Yesterdays

 

 

 

 

 

Wertung:

3.0/7

Info:

VÖ: 18. September 2015

Label: Frontiers Records

Spielzeit: 00:45:06

Line-Up:

Ritchie Blackmore – Electric/Acoustic Guitars, Mandola, Hurdy Gurdy, Nickelharpe
Candice Night – Vocals, Chanter, Cornamuse, Shawms, Rauschpfeife
Bard David of Larchmont – Keyboards
Earl Grey of Chimay – Bass and rhythm Guitar
Lady Lynn – Harmony Vocals, Shawm, Flute, Recorder
Troubadour of Aberdeen – Drums

Tracklist:

01 All Our Yesterdays
02 Allan Yn n Fan
03 Darker Shade of Black
04 Long Long Time
05 Moonlight Shadow
06 I Got You Babe
07 The Other Side
08 Queen’s Lament
09 Where Are We Going From Here
10 Will o‘ The Wisp
11 Earth Wind And Sky
12 Coming Home

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„Mehr Elektro – weniger Tradition“

Viele Jahre ist es nun her, dass Ritchie Blackmore dem Rock abgeschworen hat und in seichtere Gefilde gewechselt ist. Im Folk gilt er seit jenem Zeitpunkt als einer der Speerspitzen wenn es um sehr traditionellen Folk geht. Zusammen mit Candice Night bilden die beiden ein Team, das in dem Genre auch nur schwer zu schlagen ist. Nachdem die ersten Werke durchaus sehr erfolgreich durch ihren gradlinigen Folk überzeugen konnte, schwächelten die späteren Alben etwas. Erst als bei den letzten Alben etwas mehr Elektronik zum Einsatz kam, ging es wieder in den Charts auf hohe Positionen. Mit “All Our Yesterdays” kommt nun also das zehnte Studioalbum der Gruppe und man darf gespannt sein, welchen Weg die Band einschlägt.

Tatsächlich hat sich “All Our Yesterdays” wieder ein Stück weiterentwickelt. Zwar beginnt der Titeltrack noch recht klassisch, danach wird es aber immer deutlicher. Ritchie holt immer mehr die E-Gitarre raus und rüstet Instrumentallieder mit seiner eigentlichen Spezialtät aus. Dabei kommen immer wieder alte RAINBOW Attitüden zum Vorschein. Schade ist einfach, dass der Rest der Platte unglaublich lahm vor sich hin fließt. Der Sound ist sehr dem Pop verfallen und wirkliche Spielereien von altertümlichen Instrumenten sind hier nicht mehr zu finden. “The Other Side” lässt noch einmal an alte Tage erinnern, mehr kommt dann aber auch nicht aus den Boxen. Allen voran Candice wird nicht mehr so schön in das rechte Licht gerückt und die – meist – lahmen Refrains stehen dann auch noch hinderlich zwischen einer Besserung. Öfter kommen reine Instrumentalsongs zum Einsatz, die aber auch keinen wirklichen Höhepunkt bieten. Tiefpunkt ist, dass man wieder eine Coverversion von “Moonlight Shadow” bekommt. Ja, der Song ist toll aber deswegen muss nicht jede zweite Band auf der Welt diesen Song erneut einspielen. Sollte man sich dann doch daran wagen, dann sollte man durchaus mehr daraus zaubern können, als der Altmeister es hier getan hat.

Unterm Strich ist BLACKMORES NIGHT hier leider kein wirkliches Kunststück gelungen. An sich ist die Musik ganz schön anzuhören aber wirkliche Spannung offenbart die Platte zu keiner Zeit. Dann noch eine verpatze Coverversion und fertig ist die Suppe aus die “All Our Yesterdays” gekocht ist. Bleibt nur zu hoffen, dass die beiden auf der nächsten Platte wieder an Fahrt aufnehmen, ansonsten könnte man Gefahr laufen, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

Frank-Christian Mehlmann / 31.10.2015

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