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HomeReviewBulldozing Bastard – Under The Ram

Bulldozing Bastard – Under The Ram

Bulldozing Bastard - Under The Ram

 

 

 

 

 

Wertung:

2.5/7

Info:

VÖ: 13. März 2015

Label: High Roller Records

Spielzeit: 00:31:51

Line-Up:

S. Genözider
Irön Kommander

Tracklist:

01. Queen of the Night
02. Tornado
03. Mayhem Without Mercy
04. Full Speed Ahead
05. Brassknuckle Deathstrike
06. Under the Ram
07. Alleys of the Underground
08. Let the Bastards Roar
09. Black Metal Slut
10. Once The Dust Has Settled

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„Bastard Metal“

An die Zeit, als sich VENOM aufmachten, sich jedes nur erdenkliche Klischee zunutze zu machen und die ersten Thrash Metal Bands von der Bay Area herüber schielten, als MOTÖRHEAD noch lauter waren als alle anderen und die NWobHM grandiose Erfolge verbuchte, orientiert sich das Detmolder Duo BULLDOZING BASTARD. Der Bandname ist schon mal kultig, soviel steht fest. Aber ist es die Musik auch?

Kurz [in diesem Falle knapp zweiundreißig Minuten Spieldauer] und schmerzlos, die Jungs mit den herzhaften Pseudonymen toben sich auf ihrem zweiten Album mit relativ wenig eigener Inspiration in der Schnittmenge zwischen MOTÖRHEAD zu „Bomber“ und „Overkill“ Zeiten sowie dem ersten METALLICA-Klopfer „Kill Em All“ und eben VENOM aus. Man rumpelt sich mit ziemlich kurzen, daher aber nicht eben besseren Songs durch die Platte, kaum einer davon vermag ansatzweise zu begeistern, auch nicht der Opener „Queen Of The Night“, der das Spektakel mit lustvollem Gestöne einleitet. Am ehesten kann ich mich vielleicht noch mit „Tornado“ und mit Abstrichen auch noch „Alleys of the Underground“ anfreunden, aufgrund eines gewissen Ohrwurm-Charakters der beiden Nummern. „Under The Ram“ ist ein bisschen NWobHM, ein bisschen Thrash, ein bisschen Punk, ein bisschen Old-school Black Metal aus den frühen Neunzigern. Dazu eine Produktion, die einem das Lebensgefühl dieser Zeit wiederbringen soll. Das tut es ungewollt allerdings, war ich doch eigentlich so froh, dass die Zeit der schrecklichen Demokassetten endlich zu Ende war. Das Ganze nennt sich dann Bastard Metal und [Zitat S. Genözider:] „dieses Album ist nichts für Weicheier oder Wochenendmetaller“.

Für Leute, für die die Metal-Revolution bei VENOM anfängt und gleichzeitig wieder aufhört, für den ist „Under The Ram“ definitiv ein gefundenes Fressen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Musik von BULLDOZING BASTARD Live abgeht wie Sau, denn eine Menge Herzblut ist auf jedem Fall dabei, aber das allein reicht mir nicht. Wenn ich aber guten Stoff aus dieser ach so gepriesenen Zeit auf Konserve abfeiern will, dann gebe ich mir „Ace Of Spades“ oder „Jump In The Fire“ im Original, als diese bisweilen ziemlich vorhersehbare Platte ohne wirklich echte Highlights.

Frank Wilkens / 23.03.2015

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