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HomeReviewCarnifex – Die Without Hope

Carnifex – Die Without Hope

Carnifex - Die Without Hope

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 07. März 2014

Label: Nuclear Blast

Spielzeit: 00:38:06

Line-Up:

Scott Lewis- Vocals
Cory Arford- Guitar
Jordan Lockrey – Guitar
Fred Calderon – Bass
Shawn Cameron- Drums

Tracklist:

01. Salvation Is Dead
02. Dark Days
03. Condemned To Decay
04. Die Without Hope
05. Hatred And Slaughter
06. Dragged Into The Grave
07. Rotten Souls
08. Last Words
09. Reflection Of The Forgotten
10. Where The Light Dies 


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„Die Hoffnung stirbt zuerst“

Mit ihrem fünften Album „Die Without Hope“ sind die amerikanischen Deathcore-Freaks nun also in Donzdorf, genauer gesagt bei Nuclear Blast gelandet. Produziert wurde das gute Stück von Mark Lewis [ARSIS, THE BLACK DAHLIA MURDER, WHITECHAPEL, DEVILDRIVER, DEICIDE, SIX FEET UNDER] im Audiohammer Studio in Sanford, Florida. Was natürlich erst einmal nichts über die Qualität dieses Werkes an sich aussagen kann oder muss. Denn eigentlich machen CARNIFEX, verstärkt übrigens durch den neuen Gitarristen Jordan Lockrey, auch Anno 2014 das, was sie am besten können. Mit vollem Galopp in die Fresse springen nämlich.

„Die Without Hope“, der Albumtitel verspricht eine Schlacht. Gnadenlos und mit tödlicher Präzision zerfetzen CARNIFEX alles, was sich ihnen in den Weg stellt. So bleibt dann während der ziemlich genau achtunddreißig Minuten auch kein Auge respektive Ohr wirklich trocken. Vollgas pur, mit gelegentlichen Midtempoparts. Selbige allerdings auf ein überschaubares Minimum beschränkt, bevor das irgendjemand als Spaßbremse interpretieren könnte. Und dennoch, Freiraum für die eine oder andere Melodie bleibt. Auch oder gerade weil man solche Momente mit der Lupe suchen muss, behält „Die Without Hope“ auch über einen längeren Zeitraum seinen Reiz. Beispiel gefällig: Die Piano-und Keyboardeinschübe bei „Dark Days“. Gerade zu Beginn wähnst du dich in einem CRADLE OF FILTH-Song, doch dann bricht der „normale“ CARNIFEX-Wahnsinn wieder über dich herein.

Der Titel ist also Programm. Wenn du eh stirbst, lass unnütze Dinge zurück, die Hoffnung sowieso. Hauptsache, es gibt immer noch Alben wie diese, die es verstehen, ungezügelte Power in die Instrumente zu übertragen und somit für Agressionsabbau sorgen. Was soll man dazu noch großartig hinzufügen? CARNIFEX erfinden weder sich selbst noch das Genre neu, aber das dürfte auch nicht die Absicht der Protagonisten gewesen sein. Die Band kann jedenfalls mühelos an die Vorgänger „Hell Chose Me“ und „Until I Feel Nothing“ anknüpfen. Hat man doch einen ganzen Batzen Qualitätslärm im Angebot, der präzise und erbarmungslos alles in Seelennot bringt, was nicht bei drei in sichere Schutzeinrichtungen flüchten kann.

Frank Wilkens / 28.02.2014

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