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HomeReviewChevelle – The North Corridor

Chevelle – The North Corridor

Chevelle - The North Corridor

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 08. Juli 2016

Label: Epic/Sony

Spielzeit: 00:00:00

Line-Up:

Pete Loeffler – Vocals, Gitarre
Sam Loeffler – Drums
Dean Bernardini – Bass

Tracklist:

01. Door To Door Cannibals
02. Enemies
03. Joyride (Omen)
04. Rivers
05. Last Days
06. Young Wicked
07. Warhol´s Showbiz
08. Punchline
09. Got Burned
10. Shot From A Cannon

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„Die unbesungenen Alternative Metal-Helden“

CHEVELLE sind hierzulande noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Komisch eigentlich, so sind die Jugns in ihren Heimatland der U.S.A. schon seit einigen Jahren richtige Chartbreaker. Gerade das letzte Album, „La Gargola“ hat gezeigt, was die Band zu bieten hat: ausgeklügelten Alternative Metal ohne typische Anleihen zum Nu Metal und Co. Vielleicht ist Europa und Deutschland noch nicht reif für die Mucke von CHEVELLE, man sollte die Gruppe aber auf keinen Fall außer Acht lassen.

Eins ist klar: Die Musik der Band kann nicht gerade als sehr eingängig bezeichnet werden. Teilweise ist sie recht sperrig und eigensinnig, aber gerade das macht CHEVELLE aus. Anstatt die breit ausgetretenen Pfade der Stilrichtung zu gehen, werden auch mal holprige Strecken ausprobiert. Diese Einzigartigkeit steht der Mucke sehr gut zu Gesicht, denn sie enthält sehr viele Überraschungen, die entdeckt werden wollen. Die klagende Stimme von Sänger und Gitarristen Pete Loeffler setzt zudem Akzente und setzt sich von Genrekollegen deutlich ab. Aber CHEVELLE wollen gar nicht auf Teufel komm raus anders sein. Sie sind einfach sie selbst und das ist auch gut, denn so ist die Musik noch eine Ecke authentischer. Insgesamt klingt „The North Corridor“ wie aus einem Fluß, jedoch mit Ecken und Kanten. Einzelne Songs stechen nicht unbedingt heraus, was jedoch bei CHEVELLE noch nie der Fall war. Neue Spielereien findet der Hörer z.B. bei einer Nummer wie „Rivers“. Neben den ruhigen Passagen dieses vor Bass nur so triefenden Monsters sind es die harten Ausbrüche, die richtig Spaß machen. Generell gilt auf dem Album, dass einem bei hoher Lautstärke das Toupet fliegen geht. Die Mucke kracht mit aller Gewalt aus den Boxen und macht dabei keine Gefangene. Auch deutlich zu hören bei Stücken wie „Last Days“, „Enemies“ oder „Warhol´s Showbiz“. CHEVELLE sind mit den Jahren allerdings auch reifer geworden und bringen die Stücke trotz aller Sperrigkeit immer auf den Punkt. Unvollkommenheit sucht man bei den Songs vergebens, alles macht Sinn und hat Verstand.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis CHEVELLE auch in den hiesigen Gefilden durchstarten, soviel ist sicher. Bis es dazu kommt kann man sich die Zeit mit kleinen Clubkonzerten der Gruppe versüßen, denn die Jungs kommen hin und wieder für einen Abstecher hierhin. Auf keinen Fall verpassen. Ach ja, „The North Corridor“ natürlich auch nicht!

Ingo Nentwig / 20.07.2016

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