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HomeReviewDanzig – Black Laden Crown

Danzig – Black Laden Crown

Danzig - Black Laden Crown

 

 

 

 

 

Wertung:

4.5/7

Info:

VÖ: 26. Mai 2017

Label: AFM Records

Spielzeit: 00:45:54

Line-Up:

Glenn Danzig – Gesang
Tommy Victor – Gitarre
Johnny Kelly – Schlagzeug
Steve Zing – Bass

Tracklist:

01. Black Laden Sun
02. Eyes Ripping Fire
03. Devil On Hwy 9
04. Last Ride
05. The Witching Hour
06. But A Nightmare
07. Skulls & Daisies
08. Blackness Falls
09. Pull The Sun

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„Durchwachsener Schinken!“

Nach sieben Jahren ist sie nun da, die neue Studioscheibe. Sich abzuhetzen ist Glenn Danzigs Sache nicht. Wobei man ihm keine Untätigkeit vorwerfen kann. Schließlich sind da noch die Comics, die MISFITS-Reunion, die Cover-Scheibe „Skeletons“ ist noch nicht lange her und ein ELVIS-Tribut ist angekündigt und wohl auch aufgenommen.

Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass „Black Laden Crown“ über einen längeren Zeitraum hinweg aufgenommen wurde, unter Beteiligung verschiedener Schlagzeuger. Mit dem Titelstück gelingt DANZIG ein Einstand nach Maß. Der schleppende, sinistre, bluesige Song basiert auf einigen simplen, aber einprägsamen Licks, stellt Glenns Stimme weit in den Vordergrund und stellt ein leuchtendes Beispiel dafür dar, was DANZIG kann. Und damit sind Licht und Dunkel auf „Black Laden Crown“ auch schon angesprochen. Licht: Stimme und Stil sind auch anno 2017 unverkennbar und großartig. Dunkel: Der Sound des Albums wird bei weitem nicht nur Freunde finden und lässt vor allem schnellere Stücke schlecht dastehen. Für hochglanzpolierte Klänge mag DANZIG nie zuständig gewesen sein. Auch wäre es naiv, von „schlechter“ Produktion zu sprechen. Die Beteiligten wissen, was sie da tun. Wussten sie auch beim Coveralbum „Skeletons“ schon, dessen Klangbild ähnlich aussah. Roh, wenig Masse in den Gitarren, das Schlagzeug sehr trocken und unmaskiert. Das passt zu DANZIGs neu entdeckter Liebe zu seinen musikalischen Vorbildern, aber, wie gesagt, nicht immer zu seinen eigenen Songs.

Einiges auf dem Album funktioniert daher einfach nicht richtig, das unglücklich an zweiter Stelle platzierte „Eyes Ripping Fire“ am schlechtesten. Auch „Devil On Hwy 9“ kommt etwas zu steifbeinig rüber und etliche weiter Songs haben in diesem Sinne zumindest matschige Stellen. „Last Ride“ wiederum, mit seiner zwischen DOORS-Feeling und schäbigem Motorrad-Western liegenden Stimmung, ist einfach groß. Der Rausschmeißer „Pull The Sun“ funktioniert ähnlich wie der Titelsong und ist genauso gut. Und überhaupt ist „Black Laden Crown“ kein schlechtes Album. Ein störrisches aber allemal – vor allem dann, wenn man es über Kopfhörer hören muss und sich keine Luft außer derjenigen zwischen den eigenen Ohren bewegen kann. Der Tipp also wie beim Vorgänger: Mitten rein, Anlage aufdrehen.

Lennart Riepenhusen / 01.06.2017

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