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HomeReviewDemons Dream – Nuclear Attack [EP]

Demons Dream – Nuclear Attack [EP]

Demons Dream - Nuclear Attack [EP]

 

 

 

 

 

Wertung:

5.0/7

Info:

VÖ: 27. August 2016

Label: Eigenproduktion

Spielzeit: 00:20:22

Line-Up:

Steini – Vocals
Markus – Guitar
Gyros – Guitar
Andre Kiko – Bass
Marc Kiko – Drums

Tracklist:

01. Intro
02. Live Hard Die Free
03. Restless Dead
04. Nuclear Attack
05. Demons Dream

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„Starker Auftritt“

Praktisch täglich verkünden Labels rund um den Globus Vertragsabschlüsse mit jungen, viel versprechenden Bands, die allesamt geschworen haben, den Metal der alten Schule wieder aufleben zu lassen. Doch auch abseits des Geschäfts der Plattenfirmen tummeln sich noch allerhand eben jener junger, talentierter und viel versprechender Bands – eine davon sind die Schwaben DEMONS DREAM, die vor einem Jahr ihre erste EP „Nuclear Attack“ veröffentlicht haben.

„Nuclear Attack“ liest sich wie der Titel eines weiteren Retro-Thrash-Albums und auch der post-apokalyptische Straßenzug auf dem Artwork trägt zu diesem Eindruck bei – doch weit gefehlt: DEMONS DREAM sind bei weitem kein drölfter SLAYER-, EXODUS-, oder FORBIDDEN-Klon, denn auf ihrer Debüt-EP eifern die Heidenheimer ohne Zweifel IRON MAIDEN nach. Und während es schon mehr als genug Bands gibt, die das tun, scheint es den Burschen von DEMONS DREAM vor allem die Zeit ab „Brave New World“ angetan zu haben und so orientiert sich die Mannschaft in den vier hier gebotenen Songs nebst Intro in erster Linie am Schaffen von Bruce Dickinson und Co. aus den letzten 15 Jahren. Und das machen sie auch noch verdammt gut – schon im nachgerade mitreißenden Opener „Live Hard Die Free“ zeigen DEMONS DREAM, dass sich die Herangehensweise der eisernen Jungfrauen an melodieschwangeres Songwriting vollends verstanden und verinnerlicht haben und so punkten die Herren hier mit Gänsehaut-verdächtigen Gitarrenläufen und viel Abwechslung durch gekonnt platzierte Tempowechsel – gleiches gilt für das abschließende Epos „Demons Dream“. Wie sich das für waschechte IRON MAIDEN-Jünger gehört, spielt der Bass im Sound von DEMONS DREAM eine entscheidende Rolle und Bassist Andre scheint ganz offensichtlich erfolgreich die Steve Harris-Schule besucht zu haben, denn nicht zuletzt dank einer Produktion, die überraschend nahe an Alben wie „Brave New World“ oder „Dance Of Death“ rankommt, machen Songs wie etwa „Restless Dead“ sofort deutlich, wo DEMONS DREAM musikalisch herkommen. Jedoch sind die Baden-Württemberger keine bloße IRON MAIDEN-Epigone. In Songs wie dem Titeltrack lässt die Truppe auch punkige Einflüsse zu und Sänger Steini punktet mit kraftvollen Screams – das schaffen nur wenige semi-professionelle Musiker. Dieser Gesangsstil steht dem Mann vielleicht sogar eine Ecke besser zu Gesicht, denn während Steini den Dickinson mit sehr viel Überzeugung gibt, liegt er hier und da doch noch daneben. Wer die Band in letzter Zeit live gesehen hat, weiß jedoch, dass dieses Manko inzwischen ausgeglichen wurde.

Mit „Nuclear Attack“ legen DEMONS DREAM ein verdammt starkes erstes Werk vor, das musikalisch locker vor den letzten Outputs von Bands wie METAL LAW liegt und gesanglich immer noch mithalten kann. Mit ihrem Mix aus der Theatralik neuerer IRON MAIDEN-Alben, klassischem NWOBHM-Drive und dezenten Punk-Anflügen heben sich DEMONS DREAM von der breiten Masse aktuell aktiver Retro-Bands ab und beweisen ein großes Talent für filigranes Songwriting. Weiter so!

Thomas Meyns / 07.09.2017

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