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[vc_row][vc_column width="1/4"][vc_single_image image="41165" img_size="medium"][vc_column_text] Wertung 4,5/7 Punkten Info VÖ: 10.07.2020 Label: Metal Unlimited Line-Up Torsten Pfundt(Apex Cordis) –Vocals Thomas Mielke (Ceyx) - Guitar Max Engel (Stultus Obscuram) - Guitar Marc Kirchhof (Aries) - Bass Lucas Zacharias(Saggitarius) - Drums Tracklist 1.Addicted 2.Ectopia Cordis 3.Breathing 4.Drowning 5.Hurriyya 6.Code ofSilence 7.Wrath 8.Delusion 9.Fate 10.Digital Cannibals 11.Socialution 12.Egolog 13.Power to My Words [feat. Cohiba Boyzz] [/vc_column_text][vc_empty_space][/vc_column][vc_column width="3/4"][vc_column_text]Berlin ist schon immer anders gewesen. Auch die kulturelle

HomeInterviewsDirge – Stéphane L. & Alain B.

Dirge – Stéphane L. & Alain B.

DIRGE aus dem benachbarten Frankreich tummeln sich bereits seit zehn Jahren in der Postcore-Szene, sodass zwar der direkte Vergleich mit Szenegrößen wie NEUROSIS oder CULT OF LUNA verlockend nahe liegt, aber im Endeffekt eine allzu leichte Lösung offenbart. Dafür ist das Quintett in der Zwischenzeit schlichtweg zu eigenständig geworden und hat sich einen eigenen Stil erspielen können, den die Musiker nicht nur bereits mit dem exzellenten letzten Werk „And Shall The Sky Descend“ unter Beweis stellten, sondern auch auf dem nicht minder experimentell-sperrigen neuen Opus „Wings Of Lead Over Dormant Seas“ weiter vorantreiben. Grund genug also, DIRGE etwas genauer auf den Zahn zu fühlen, woraufhin sich Gitarrist Stéphane L und Schlagzeuger Alain B zu Wort meldeten.

Hallo Stéphane, hallo Alain! Wie ist der Stand der Dinge bei DIRGE in Paris? Wie geht es euch?

Alain B: Prima, danke sehr.

Anfang September wurde euer neues Album „Wings Of Lead Over Dormant Seas“ veröffentlicht. Wie sehen die Reaktionen und Kritiken zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus? Inwiefern seid ihr nun, mit etwas Abstand, mit der Scheibe zufrieden?

Alain B: Die Rezensionen sind sehr gut und wir sind natürlich sehr zufrieden aufgrund dieser Rückmeldungen; besonders wenn man sich ansieht, welche Anstrengungen wir für dieses Album auf uns genommen haben. Nun hoffe ich, dass die Hörer da draußen es auch mögen werden.

Erläutert doch mal ein wenig den Titel des Albums und die dazugehörigen Texte. Was hat euch letztlich zu diesem Titel geführt und was wollt ihr damit vermitteln? Oder sollte das eurer Meinung nach einzig Aufgabe des Hörers sein?

Stéphane L: Ich mag es nicht besonders, über die Texte und über die Titel zu sprechen, da ich es vorziehe, dass die Hörer zu ihrer eigenen Interpretation gelangen. Ich kann aber sagen, dass die Texte sehr oft von solchen Motiven wie Leere, Verlassenheit und weiten, großen Flächen beeinflusst werden. Außerdem versuchen die Wörter so präzise wie möglich die unmenschliche Dimension der Natur darzustellen, ihre Kraft, ihre Fähigkeit, etwas zu zerstören und zu erschaffen. Und… ja, diese unglaubliche Kraft, vor der Menschen und Götter so schwach wirken. Auf eine gewisse Weise verkörpert DIRGE diese riesigen Wellen, Vulkane, Erdbeben, Lawinen, Sturmfluten… Auf der anderen Seite ist DIRGE die Wüste, eine polare Landschaft, das Nordlicht, ein ruhender Ozean, ein vereister Baum. Beide Aspekte, Bewegung und Trägheit, Kraft und Nachsinnen, Schrei und Stille verkörpern die untrennbare Dualität innerhalb der Texte der Band.

Ihr habt in der Tat eine Neigung dazu, sehr düstere und stimmungsvolle Albumtitel auszuwählen, sei es nun „And Shall The Sky Descend“ oder „Wings Of Lead Over Dormant Seas“…

Stéphane L: Ja, aber das passiert nicht wirklich absichtlich. Wir sagen nicht „Hey, wir haben jetzt schon über ‚die Sonne’, ‚den Himmel’ und ‚das Meer’ in dem vorherigen Albumtitel geredet, also könnten wir doch jetzt über ‚Schnee’ oder ‚Regen’ oder ‚Donner’ auf dem nächsten sprechen“, hehe, weißt du? Auf der anderen Seite kommt der Titel der CD ganz natürlich durch das Album selbst, durch seine Atmosphäre, durch seine Stimmung. Letztlich ist dies der Grund dafür, dass wir diese Art stimmungsvoller Albumtitel verwenden.

Der Vorgänger klingt ein wenig wie der Soundtrack zur Apokalypse, während der neue Titel eher einen müden Reisenden beschreiben könnte, der den weiten Ozean überquert…

Stéphane L: Weißt du, in Frankreich gibt es die Redewendung „méfiez vous de l’eau qui dort“. Dies bedeutet „misstraue dem ruhigen, schläfrigen Wasser“: Hinter jeder ruhigen und friedvollen Sache lauert etwas sehr viel Gefährlicheres, Verschlagenes, sogar Tödliches. Das ist eine Interpretation des Titelstücks, aber es gibt etliche andere Erläuterungen.

Wie lange habt ihr für das Schreiben der neuen Songs denn gebraucht? „And Shall The Sky Descend“ wurde vor drei Jahren veröffentlicht und auch noch einmal als Re-Release Anfang diesen Jahres. Wie wirkten sich diese drei Jahre auf die Band aus, was beeinflusste euch und wann habt ihr mit dem Komponieren des neuen Materials begonnen?

Alain B: Wir haben Ende 2005 mit den Arbeiten zu „Wings Of Lead Over Dormant Seas“ begonnen. Ingesamt hat es ungefähr eineinhalb Jahre gedauert.
Wir haben eine sehr präzise Arbeitsweise. Im Normalfall beginnen wir damit, mehrere Monate die Gitarrenspuren und die Schlagzeugparts in Marc Ts [Anmerk. d. Verf.: Gitarrist und Sänger von DIRGE] eigenem Studio auszuarbeiten. Dort formen wir das Grundgerüst der Songs und erst danach spielen wir den Song in unserem Proberaum mit dem Rest der Band.

Stéphane L: Die Lautstärke offenbart, verrät oder bestätigt gewisse Dinge und hilft bei der Entfaltung des Musikstücks – manchmal dann sogar ganz weit weg von der ursprünglichen Version entfernt. Und unter diesen Live-Bedingungen beginnen wir, die Lieder auszudehnen und zu experimentieren. Das Schaffen hört nicht auf der Türschwelle des Proberaum-Studios auf. Aber wie du dir vorstellen kannst, dauert der gesamte Schaffensprozess von den ersten Schritten bis zu dem Endergebnis eine sehr lange Zeit, und wir müssen vollständig darauf konzentriert sein. Das ist der Grund dafür, dass wir uns zeitweilig dazu entschlossen, keine Konzerte mehr im Jahr 2006 zu spielen.

Alain B: Und wir haben während dieser drei Jahre auch noch die Promotion-Arbeit für „And Shall The Sky Descend“ gemacht, also Konzerte und Proben.

Auf der neuen Veröffentlichung präsentiert ihr eine große Vielfalt an Songs, mit längeren instrumentalen Stücken zwischen den Gesangsabschnitten. Einiges davon klingt beinahe improvisiert, sodass dem Material mehr Raum ermöglicht wird und einzelne Abschnitte vielleicht länger ausgereizt werden können. Habt ihr nun wirklich improvisiert oder, um es anders auszudrücken, wie viel des Materials war schon in trockenen Tüchern, bevor ihr ins Studio gegangen seid?

Stéphane L: Wir lassen zwar tatsächlich einige Teile ohne völlig feste Struktur, aber der Hauptteil unserer Lieder ist sehr akribisch komponiert, wenn wir für die Aufnahmen ins Studio gehen. Unsere Musik ist natürlich sehr organisch und bewegend, mit einem großen Spektrum sphärischer Parts, denn sie ist primär mit dem Hintergedanken, sie live zu spielen, geschrieben worden. Trotzdem brauchen wir ein solides Fundament für das beste Aufnahmeergebnis und einen besseren Fluss zwischen den einzelnen Instrumenten. Doch ja, wir lassen genügend Freiraum für Improvisationen, kleinere Änderungen, Variationen – besonders im Hinblick auf Konzerte.

Wie verliefen denn die Aufnahmen? Ihr habt die Songs ja im Studio Mécanique in Chaux de Fond in der Schweiz eingespielt. Warum habt ihr euch für dieses Studio entschieden und inwiefern seid ihr mit dieser Wahl zufrieden? War es hilfreich, fernab von eurer gewohnten Umgebung zu sein?

Stéphane L: Wir haben uns wieder für die Schweiz entschieden, da wir die Arbeitsweise der Leute dort mögen. Das Studio Mécanique in Chaux de Fond war nicht unsere erste Wahl, aber nach einigen Terminproblemen haben wir uns dann dafür entschieden und bereuen es auch nicht. Julien, der Aufnahmetechniker, hat bezüglich der Aufnahmen sehr gute Arbeit geleistet. Der Gesang, die Trompete und die Violinen wurden alle in Marcs Heimstudio aufgenommen und auch das Abmischen und Mastern wurde dort vorgenommen.
Um deine Frage zu beantworten: Aufnahmen weit weg von Zuhause und an einem Ort, wo es rein gar nichts zu tun gibt, waren eine gute Sache für eine Band wie uns. Es erlaubt uns, in einer ständigen Arbeitsstimmung zu bleiben, in einer eingegrenzten Atmosphäre. Man ist nicht der Versuchung ausgesetzt, einfach rumzuhängen, sich zu betrinken oder dann morgens ins Bett zu gehen. Wir sind nur fünf Musiker mit ein bis zwei Typen hinter der Konsole und sechs Songs, die aufgenommen werden müssen. Mehr ist es nicht. Das ist perfekt (auch wenn es manchmal langweilig ist…).

Auf dem neuen Album habt ihr zwei Gastsänger am Start, nämlich Nicolas von KILL THE THRILL und Hichem Allaouchiche von KANAAN. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande, wessen Idee war es, warum fiel eure Wahl ausgerechnet auf diese beiden und wer war für die Texte zuständig – nur ihr oder auch diese beiden? Auf welchen Liedern treten sie in Erscheinung?

Stéphane L: Hichem ist unser ehemaliger Bassist von 2004/2005 und ein sehr guter Freund. Er ist eine sehr begabte Person mit einer identischen Einstellung wie wir. Daher war sein Beitrag zu der CD ziemlich logisch. Er kommt auf „Nulle Part“ vor, für das er die Texte schrieb, sang und einige Keyboard-Spuren hinzufügte. Der andere Sänger, Nicolas, singt auf „Epicentre“ und auf dem gesamten Stück „Wings Of Lead Over Dormant Seas“. Wir trafen ihn, als wir 2006 einige Konzerte mit KILL THE THRILL spielten, und die Verbindung zwischen den beiden Bands war von Anfang an gut. Da wir die Arbeit von KILL THE THRILL sehr mögen, besonders ich, dachten wir, dass es eine gute Idee sei, ihn um seinen gesanglichen Beitrag auf „Epicentre“ zu bitten. Und das Ergebnis war so gut, dass wir ihn noch baten, auch auf „Wings Of Lead Over Dormant Seas“ zu singen. Er zeichnete seine Gesangsparts auf eine sehr spontane Weise in seinem eigenen Studio in Marseille auf, was seiner Stimme diesen emotionalen Aspekt verleiht. Ihn betreffend ist es erstaunlich, dass er die von mir verfassten Texte auf eine sehr natürliche Art vermitteln konnte, indem er seine eigene Persönlichkeit in unser Universums abtauchen ließ. Das war klasse!

Ebenso wie eure Albumtitel ist das Artwork meistens sehr düster und minimalistisch gehalten, mit viel farblichem Kontrast: Was ist auf dem Cover zu sehen? Auf der Rückseite wird es mit dem Titel „Rust“, also Rost, ein Zeichen des Verfalls, betitelt, das von Axël Kriloff erschaffen wurde. Was hat euch bewegt, dieses Cover erstellen zu lassen?

Stéphane L: Genau wie unsere Texte und die Bühnenvideos spiegeln die Cover unserer Alben exakt die gleichen Ideen und die Atmosphäre unserer Musik wider. Seit unserer zweiten CD „Blight And Vision Below A Faded Sun“ [2000] wird das Artwork von einem anderen engen Freund von uns, Axël Kriloff, der Gitarrist bei der Avantgarde/Metal Band PROTON BURST ist, angefertigt. Wir mögen seine Arbeit, die auf Rost und Zersetzung basiert, sehr, seine Art, mit Dunkelheit und Helligkeit zu spielen, diese schwarzweißen Farben, apokalyptische Klarheit/Verschwommenheit. Das passt perfekt zu unserer Musik. Und da Axël unseren künstlerischen Ansatz vollends versteht, lassen wir ihm völlige Freiheit, das umzusetzen, was er durch unsere Musik fühlt. Genau wie bei den Texten finde ich auch diesbezüglich, dass jeder seinen eigenen Standpunkt bezüglich des Artworks haben kann.

Die limitierte Ausgabe der neuen CD enthält außerdem einen zweiten Silberling mit dem bereits erwähnten eigentlichen Titelstück des Albums. Dieser dauert genau eine Stunde und taucht tief in atmosphärische Klanglandschaften und harsche Noise-Loops ab, während auf der anderen Seite vermehrt klassische Instrumente wie Klavier, Trompete und Violine eingesetzt werden. Wann entstand die Idee für dieses Lied und wie entwickelte sie sich? Wie seid ihr bei der Komposition vorgegangen? Sicherlich war dies anders als bei einem normalen Song von DIRGE, auch wenn diese stets recht lang sind. Der Gesang erscheint ebenfalls eher reduziert, fast wie eine Art Anrufung oder Beschwörung, da keine Shouts vorkommen. Seht ihr das Lied lediglich als Experiment?

Stéphane L: Natürlich war dieses lange Stück ein gutes „Laboratorium” für Experimente, aber das war nicht der eigentliche Grund, solch einen langen Song aufzunehmen. Und du hast Recht, die Vorgehensweise beim Schreiben dieses Liedes wich sehr von der bei einem „normalen“ DIRGE-Song ab. Während des Komponierens für das Album, also die Lieder auf der ersten CD, arbeitete Marc an einigen einzelnen Teilen, die sich aus Riffs, Loops oder Sample-Sounds zusammensetzten. Dann, Stück für Stück, entwickelten sich diese Abschnitte und begannen sich zu überlappen, bis ein sehr langer Song von dreißig Minuten Spielzeit entstand. Das Ergebnis war interessant und wir entschlossen uns, das Stück mit auf das Album zu nehmen. Und da wir aber keins der anderen neuen Lieder dafür zurücknehmen wollten, gewann die Idee einer Doppel-CD schnell immer mehr Bedeutung. Wir wussten, dass die zweite CD allein „Wings Of Lead Over Dormant Seas“ gewidmet wäre, sodass wir dann in der Lage waren, den Song immer weiter und weiter auszudehnen und völlig frei zu experimentieren. Was den Gesang betrifft, so wollten wir etwas „Spezielles“, was selbst recht „speziell“ ist, mit „speziellen“ Texten. Also versuchte Nicolas etwas anderes mit seiner Stimme, das weit von seinem Gesang bei KILL THE THRILL entfernt war. Ich finde, dass seine sehr tiefe Stimme im ersten Teil des Liedes diesen Eindruck einer „Anrufung“ oder einer „Beschwörung“ bewirkt.

Die neue Veröffentlichung und auch die Wiederveröffentlichung erschienen über Equilibre Music und nicht mehr über Blight Records. Haben euch Equilibre einen guten Vertrag angeboten und wie entstand der Gedanke, „And Shall The Sky Descend“ noch einmal zu veröffentlichen? Wie seid ihr mit der Arbeit von Equilibre zufrieden?

Stéphane L: Zuerst einmal muss man wissen, dass Blight Records unser eigenes Label war und ist. Das bedeutete natürlich einen Haufen Arbeit für uns, und vor allem für Alain, der das Label leitete, und dann jede Menge Geld, das in die Produktionen gesteckt wurde, und auch sehr viel Zeit, die für den Kontakt mit Auftrittsmöglichkeiten und der Presse nötig war… Der Vertrag mit Equilibre war also eine Art Segen, denn nun können wir uns vollkommen auf die kreative Seite der Band konzentrieren. Und um ehrlich zu sein, sind wir zufrieden mit der Arbeit von Equilibre. Offensichtlich erfahren die zwei Alben einen viel besseren Vertrieb und haben somit eine bessere Wirkung als unsere vorherigen Tonträger, und die Plattenfirma hat ein recht neuartiges Netzwerk innerhalb der Rockmedien entwickelt, was ziemlich neu für uns ist.

Wurdet ihr bisher eigentlich jemals kontaktiert oder darum gebeten, einen Soundtrack für einen Film zu schreiben? Einige Abschnitte der zweiten CD würden sicherlich gut zu solchen Filmen wie „Sunshine“ oder „28 Weeks Later“ und ähnlichen Filmen passen, die epische Szenen und weiträumige Landschaften einsetzen. Würdet ihr gerne mal so etwas in Angriff nehmen?

Stéphane L: Ja, jemand hat uns vor zwei Jahren mal angesprochen, um einen unserer Songs für einen Soundtrack zu verwenden, aber es wurde dann letztlich nichts daraus. Aber klar, diese Idee hört sich für mich richtig gut an, ich würde gerne mal mit so einer Sache experimentieren. Vielleicht ergibt sich das eines Tages mal…

Gibt es schon Pläne für eine Tour, um das neue Album angemessen bewerben zu können? Werdet ihr auch Konzerte in Deutschland geben? Gibt es vielleicht schon konkrete Details, die du uns mitteilen kannst? Wie es wäre denn zum Beispiel mit einer gemeinsamen Tour mit ZATOKREV, mit denen ihr ja auch schon gespielt habt? Welche Band wäre denn deine bevorzugte Wahl für eine Tour? Würdest du lieber mehrere Musikstile vermischen oder eher ähnliche Bands mit auf Tour nehmen wollen?

Stéphane L: Momentan gibt es keine Pläne für eine Tour, aber ich denke mal, dass es Anfang 2008 einige Konzerte geben wird. Wir würden wahnsinnig gerne in Deutschland spielen, außerdem wäre es auch das erste Mal. Eine Tour mit ZATOKREV… Ja, das wäre eine gute Sache; das sind coole, sehr humorvolle und freundliche Leute. Natürlich würde ich auch gerne wieder mit KILL THE THRILL touren, ebenso wie eine Tour mit unterschiedlichen Bands wie FIELDS OF THE NEPHILIM, MY DYING BRIDE, ANATHEMA, JESU, CELTIC FROST oder sogar ANGELS OF LIGHT eine tolle Sache wäre.

Wie bewertest du denn die heutige Post-Rock/Postcore-Szene? Seid ihr mit dem Slogan zufrieden, der DIRGE oft aufgedrückt wird, der meistens auf einen Aufkleber mit dem Aufdruck „Klingt wie ISIS, CULT OF LUNA, NEUROSIS“ hinaus läuft? Findet ihr das limitierend oder eher das Gegenteil? Mittlerweile seid ihr ja bereits zehn Jahre auf der Bildfläche, während der ihr einen Stil entwickelt habt, der eindeutig DIRGE ist, auch wenn leider nur wenige von euch gehört zu haben scheinen… Seht ihr euch als Teil dieser Szene, findet ihr Kategorisierungen sinnvoll und wie würdet ihr denn eure Musik selbst beschreiben? Gibt es vielleicht unbekanntere Bands, die ihr in diesem Zusammenhang empfehlen könnt?

Stéphane L: Ich werde keine technischen Beschreibungen aufstellen, um unsere Musik zu beschreiben, da es uns nicht interessiert, genauso wenig wie es uns interessiert, ein Teil dieser Post-Irgendwas-Szene zu sein. Was diese Kategorisierungen betrifft, nun ja, es war bis jetzt immer so, und als ein Leser der Musikpresse finde ich diese Schubladen gelegentlich praktisch. Was aber die Band betrifft, so waren wir manchmal davon genervt, ständig mit NEUROSIS verglichen zu werden. Heutzutage ist es uns einfach egal. Wir mögen NEUROSIS, aber sie machen ihre eigene Sache – und wir machen unsere. Und wenn sie mal in der Vergangenheit einen riesengroßen Einfluss auf uns hatten, denke ich doch, dass wir jetzt unseren eigenen Weg gehen, mit unserem eigenen Stil. ISIS und CULT OF LUNA sind da auf der gleichen Schiene, aber es sind keine Franzosen: Denn wenn man eine französische Band ist, dann ist man den Leuten automatisch suspekt, haha! Leider ist es ziemlich limitierend, aber auf der anderen Seite ist es okay, wenn es uns dabei hilft, mehr Leute, andere Leute zu erreichen. Weißt du, hier in Frankreich haben wir einige echt begabte Bands wie OVERMARS, YEAR OF NO LIGHT, TIME TO BURN, MONARCH, MEMBRANE… Ich hoffe, dass sie mehr Leute erreichen könnten, als sie es heute tun, da sie es wirklich verdienen.

Klingt nach einem guten Schlusswort. Damit wären wir nämlich auch am Ende meines Fragenkatalogs angelangt. Vielen Dank an euch beide für das Interview und viel Erfolg mit dem neuen Album und auch für die Zukunft. Die letzten Worte gehören natürlich euch!

Stéphane L:
„Die neuen Tempel haben schon Risse
Künftige Ruinen
Einst wächst Gras auch über diese Stadt
Über ihrer letzten Schicht”
[Anmerk. d. Verf.: stammt aus „Die Befindlichkeit des Landes“ von den EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN]

Vielen Dank für das Interesse!

soulsatzero / 29.09.2007

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