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HomeReviewDissection – Storm Of The Light’s Bane

Dissection – Storm Of The Light’s Bane

Dissection - Storm Of The Light's Bane

 

 

 

 

 

Wertung:

7.0/7

Info:

VÖ: 17. November 1995

Label: Nuclear Blast

Spielzeit: 00:00:00

Line-Up:

Tracklist:

01. At The Fathomless Depths
02. Night’s Blood
03. Unhallowed
04. Where Dead Angels Lie
05. Retribution-Storm Of The Lights Bane
06. Thorns Of Crimson Death
07. Soulreaper
08. No Dreams Breed In Breathless Sleep

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„“

Weiß eine Band während des Entstehungsprozesses eines ihrer Alben eigentlich, dass sie gerade dabei ist, ein Meisterwerk zu schreiben? „Storm Of The Light’s Bane“ zählt wohl unumstritten zu jenen Werken, die als ein Meilenstein in die Metal-Geschichte eingegangen sind. Etwas Vergleichbares gab es davor nicht (als einzige Ausnahme sei vielleicht noch aus eigenem Hause Dissections Erstling „The Somberlain“ genannt) und wird es auch nie wieder geben. Melodische, kalte, sterile, brutale, diabolische, ja zu Teilen sogar schöne Musik bekommt der Hörer innerhalb von 43 Minuten und 18 Sekunden in die Membran gehämmert und man erfährt in dieser Zeit eine Lehrstunde in Sachen Black/Death Metal die so zeitlos ist, dass man glatt vergisst, dass die Platte schon elf Jahre auf dem Buckel hat.

„Storm Of The Light’s Bane“ beginnt mit einem der dunkelsten Intros der Metal-Welt, welches durch seine perfide Melodieführung noch Jahre später nichts von seiner antikosmischen Magie eingebüßt hat (obwohl man in Zeiten von „Lebt denn der alte Holzmichl noch“ augenzwinkernd bemerken muss, dass De Randfichten vielleicht doch das eine oder andere mal „At The Fathomless Depths“ gelauscht haben dürften; das nur so am Rande). Als ersten Song hätte man keinen besseren als „Night’s Blood“ wählen können, der wahrlich das Blut in den Adern gefrieren lässt. Schnelles drumming, die Black Metal-lastige Gitarrenführung und Jons düsterer Pressgesang prägen diese Göttergabe, bevor es mit „Unhollowed“ nicht minder stürmisch weiter geht. Ganz klares Highlight dieses Songs ist bei Zähler 3:27 die Leadgitarre, die einem durch ihre pure Wucht einfach nur die Freudentränen in die Augen schießen lässt; Melodie und Härte liegen oft näher beieinander als man es vielleicht im Metal (und vor allem im Dunkelheimer-Bereich) wahrhaben möchte. Über „Where Dead Angels Lie“ braucht man keine Worte mehr zu verlieren, gehört dieser Song in jedes Kleine Einmaleins eines Metalheads und wurde auf unzähligen Compilations als Referenzstück von Dissection angepriesen, da dieser sämtliche Trademarks der Band inne hat. Mit „Retribution – Storm Of The Light’s Bane“ tropft der Titeltrack schwärzer als das schwärzeste Schwarz aus den Boxen. Hasserfüllte Vocals verkünden prophetisch das drohende Ende und lassen einmal mehr die Todesglocke für all diejenigen läuten, die die Platte noch immer nicht als eine Offenbarung sehen. Harmonisch und düster wird „Thorns Of Crimson Death“ durch einen cleanen Gitarrenlauf angestimmt, der schon fast eine klassische Metal-Attitüde vorzuweisen hat, so unkonventionell klingt dieses Lied auf den ersten Blick und der oft verschmähte und verhasste Bass im Black Metal bekommt hier (auch wenn es nur wenige Augenblicke sind) seinen Tribut durch ein kurzes Solo gezollt. Der ausufernde Mittelteil könnte glatt einer Jam-Session entsprungen sein, bevor das Hauptthema am Ende wieder im vollen Glanz erstrahlt. Doch genug der Verschnaufpause, prescht „Soulreaper“ ungebremst und zügellos in den nächsten Brückenpfeiler um diesen zu Staub zu zermahlen. Doch wie so jeder andere Song auf dieser Platte, bleibt es nicht beim sturen nach Vorne holzen, sondern Dissection verblüffen auch hier wieder, wie man Melodien gekonnt einsetzt, um das retardierende Moment weiter hinauszuzögern. Als Abschlusstrack wurde die Akustik-Ballade „No Dreams Breed In Breathless Sleep“ gewählt, welche nur durch ein Piano gespielt, den perfekten Ausklang des Albums findet. Der Vorhang kann fallen.

Mit „Storm Of The Light’s Bane“ war es Dissection gelungen, den Spagat vom melodischen Death Metal zum Black Metal perfekt zu machen, der noch heute zu zigtausenden seine Anhänger, Nacheiferer und Nachahmer findet. Die Produktion ist (auch heute noch) glasklar und lupenrein, das Songmaterial über jeden Zweifel erhaben und wird auch noch die nächsten Elf Jahre überdauern.

DeoUlf / 04.09.2006

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