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HomeReviewDjevel – Blant Svarte Graner
Das Artwork von Blant Svarte Graner

Djevel – Blant Svarte Graner

Das Artwork von Blant Svarte Graner

Wertung
6/7 Punkten


Info
VÖ: 23.03.2018
Label: Aftermath Music
Spielzeit: 00:54:32


Line-Up
Ciekals – Guitars
Mannevond – Vocals und Bass
Faust – Drums


Tracklist
Saa begynner det
Her er ikke spor af mennesker
I denne gamle falne kirke
Paa vintersti skal hun synge en gravsang som aldrig ender
De danser rundt sopelimet som om den var deres mor
Det svartner paa likbleik hud
Naa er hele livet paa ravnens bord
Banker som doedningeknoker
Alt som her var er naa borte

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Eigentlich dachte ich immer, ich sei einigermaßen informiert, was im norwegischen Black Metal so vor sich geht. DJEVEL sind allerdings vier Alben und neun Jahre an mir vorbeigegangen, und das, obwohl sie alles haben, was ich an dieser Musik liebe: Melodische Riffs, moderate Aggression, Melancholie, Geschmack, Triolen, Akustikgitarren, norwegische Texte, eine wunderschön holzige Produkion, ein hübsches, verwunschenes Cover. Eigentlich braucht man nicht mehr als das, um die Platte zu beschreiben, und zum Glücklichsein auch nicht, wenn man Norwegen liebt. Wem das nicht reicht, der ist vielleicht überzeugt, wenn ich noch in die Waagschale werfe, aus wem die Band besteht: Hauptsongwriter ist Ciekals (ex-LJÅ), Bassist und neuerdings auch Sänger Mannevond von KOLDBRANN und der neue Mann am Drumkit Faust (ex-EMPEROR). Es müsste mit dem Deivel zugehen, wenn damit nicht etwas Denkwürdiges herauskommt – und das ist es dann letztlich auch.

 

„…ein Konzeptalbum über das Wüten der Pest im Europa des 14. Jahrhunderts“

 

„Blant Svarte Graner“ ist, auch wenn man das als des Norwegischen Unkundiger weniger mitbekommen wird, ein Konzeptalbum über das Wüten der Pest in Europa des 14. Jahrhunderts. Angesichts dieses Themas ließe sich ein deutlich grausameres, brutaleres Werk vermuten, als es das fünfte DJEVEL-Album geworden ist. Tatsächlich ist es eher moderat im Tempo, schwelgerisch mitunter, DARKTHRONEsque monoton gelegentlich auch, und manchmal auch folkig in der Melodieführung, aber immerhin schwer ein gedankliches Kind der frühen 90er. Unverhohlene Einflüsse alter TAAKE kann man nicht wegdiskutieren, Parallelen zu LJÅ und älteren KOLDBRANN ebensowenig. Da Hoest zu solchen Stücken wohl aber nicht mehr in der Lage ist und die Bands der beiden Songwriter auch größtenteils abgetaucht sind, muss man „Blant Svarte Graner“ gehört haben, wenn man auch nur eine der genannten Bands schätzt. Zum Reinhören würde ich Ciekals‘ eigenen Liebling „Banker som doedningeknoker“ und meinen Favoriten „Paa vintersti skal hun synge en gravsang som aldrig ender“ empfehlen.

Florian Dammasch / 14.04.2018

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