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HomeReviewElis – Griefshire

Elis – Griefshire

Elis - Griefshire

 

 

 

 

 

Wertung:

7.0/7

Info:

VÖ: 24. November 2006

Label: Napalm Records

Spielzeit: 00:00:00

Line-Up:

Tracklist:

01. Tales From Heaven And Hell
02. Die Stadt
03. Show Me The Way
04. Brothers
05. Seit Dem Anbeginn Der Zeit
06. Remember The Promise
07. Phoenix From The Ashes
08. How Long Reinhören
09. Innocent Hearts
10. Forgotten Love
11. The Burning
12. A New Decade

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„Sabine Duensers Vermächtnis“

Das ist es nun: Das lange erwartete neue Werk der liechtensteiner-schweizerischen Formation ELIS. Schade nur, dass die tragisch verstorbene Sängerin Sabine Duenser die Veröffentlichung nicht mehr erleben konnte. Doch ihr Vermächtnis ist eine wahrhaft großartige Platte. Ich wage mal zu behaupten, dass es sich bei „Griefshire“ um das beste Album des Quintetts handelt. Dabei ist die Platte ein Konzeptalbum über religösen Wahn und daran anschließende Selbstzerstörung geworden. Ein Thema, das in der aktuellen Welt leider sehr präsent ist.

Im Vergleich zum Vorgänger „Dark Clouds In A Perfect Sky“ ist das neue Werk wieder deutlich düsterer und härter ausgefallen. Ein Grund dafür ist die starke Gitarrenarbeit des Duos Pete Streit/Christian Gruber, die den Songs stellenweise unterschwellig fast schon Death/Thrash-Elemente verleihen. Allerdings bleibt die Band schon im Gothic Metal verwurzelt, streckt diesen jedoch aus seinem Korsett und öffnet sich eben auch etwas anderen Einflüssen. Zum Glück kommt „Griefshire auch ohne unnötigen Kitsch aus. Keyboards werden auch allenfalls zur atmosphärischen Untermalund der balladeskeren Songs eingesetzt.

Weiterhin positiv ist das Drumming von Neuzugang Max Näscher zu erwähnen, das den zwölf Tracks durchaus noch mehr Eigenständigkeit verleiht. Der Drummer geht sehr versiert und kreativ zu Werke und verlässt die ausgelutschten Pfade des 08/15-Drummings für manche spektakuläre Wendung, die den Hörer überrascht. Ein weiterer Pluspunkt sind die von Bassist Tom Saxer teilweise eingestreuten Growls, wie etwa bei „The Burning“. Dennoch ist das große Highlight bei ELIS nach wie vor die einzigartige, engelsgleiche, charismatische und variable Stimme von Sabine Duenser, die erhaben über der Musik thront und die Songs veredelt. Auch hier wurde eine weitere Steigerung zu den Vorgängeralben erzielt.

Ob man sich nun dem fulminanten Opener „Tales From Heaven And Hell“, dem stellenweise chanson-artigen „Die Stadt“, dem verspielten „Show Me The Way“, dem balladesken „Seit Dem Anbeginn Der Zeit“ oder dem wuchtig krachenden „The Burning“ widmet: Jeder Song begeistert durch sein Zusammenspiel zwischen Melodie und Härte, Melodien und schönen Hooklines. Einen Ausfall sucht man auf „Griefshire“ vergeblich. Hier agiert die Band in ihrem eigenen Reich und schwingt sich zu höheren Weihen auf. Ein klarar Anwärter auf das Album des Jahres 2007.

Calandryll / 30.11.2006

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