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HomeReviewEluveitie – Evocation II – Pantheon

Eluveitie – Evocation II – Pantheon

Eluveitie - Evocation II – Pantheon

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 18. August 2017

Label: Nuclear Blast

Spielzeit: 00:53:06

Line-Up:

Chrigel Glanzmann – Vocals, Whistles, Mandola, Bagpipes, Bodhran
Fabienne Erni – Vocals, Celtic Harp, Mandola
Matteo Sisti – Whistles, Bagpipes, Mandola
Nicole Ansperger – Fiddle
Michalina Malisz – Hurdy Gurdy
Jonas Wolf – Guitars
Rafael Salzmann – Guitars
Kay Brem – Bass
Alain Ackermann – Drums

Tracklist:

01. Dureððu
02. Epona
03. Svcellos II [Sequel]
04. Nantosvelta
05. Tovtatis
06. Lvgvs
07. Grannos
08. Cernvnnos
09. Catvrix
10. Artio
11. Aventia
12. Ogmios
13. Esvs
14. Antvmnos
15. Tarvos II [Sequel]
16. Belenos
17. Taranis
18. Nemeton

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„Und der zweite Streich folgt [sogleich]“

Schlappe acht Jahre haben sich die Schweizer Pagan/Melo-Death/Folk Metaller ELUVEITIE für den zweiten Teil von „Evocation“ Zeit gelassen – und hatten sicherlich schon Löcher im Bauch ob der Fragen, ob und wann es denn nun ein „Evocation II“ geben würde. Mit „Pantheon“ ist es nun jedoch so weit.

Und grundsätzlich schlagen ELUVEITIE auch hier – wie schon auf „The Arcane Dominion“ – wieder rein akustische Töne an und heben sich somit von ihren „regulären“ Metal-Alben deutlich ab, auch wenn dort natürlich die Folk-Instrumente immer fester Bestandteil waren und sind. Unter anderem fällt somit auch der gutturale Gesang von Chrigel nahezu gänzlich weg, da dieser weniger zu den ruhigen Songs passen würde, während die neue Sängerin Fabienne Erni dafür umso mehr zu glänzen weiß und ein Ohrwurm wie „Epona“ wie ihr auf den Leib geschneidert daherkommt. Auffallend und pure Absicht ist übrigens, dass immer wieder Querverweise zu anderen, älteren ELUVEITIE-Songs und natürlich besonders zu „Evocation I“ auftauchen. Dann gibt es solche Songs wie „Antumnos“, in dem das englische Volkslied „Scarborough Fair“ aufgegriffen wird, während auch wieder einige bekannte bretonische Melodien Verwendung finden [z.B. „Son ar chistr“ im schönen „Lvgvs“]. Wie die Songs überhaupt sehr oft nach einem beschwingten keltischen Tanzabend [Ceilidh] klingen und die traditionellen Melodien – die nicht nur aus der Bretagne stammen – einen automatisch mitreißen, während auch für ruhige, düstere Momente genügend Platz bleibt. Und dass ELUVEITIE ihre Hausaufgaben in Sachen Konzept [z.B. tragen alle Songtitel die Namen von keltischen Göttern], ausgefeilter, geradezu perfektionistischer Herangehensweise an die richtige Aussprache der verwendeten gallischen Sprache, Artwork und sehr erdiger und warm klingender Produktion sowieso gemacht haben, dürfte klar sein. Dennoch hat mich „Evocation I“ damals etwas mehr „abgeholt“ und mitgerissen – vielleicht liegt es daran, dass man nun ungefähr wusste, was einen erwartet, oder vielmehr, dass die Songs auf dem ersten Teil schlichtweg stärker gewesen sind.

Insgesamt zeigen ELUVEITIE wieder einmal, dass sie mit viel Gespür und auch mit rundum erneuerter Mannschaft – und so schade es ist, dass Anna Murphy nicht mehr dabei ist: Fabienne Erni macht ihre Sache prima! – neben dem sowieso vorhandenen musikalischem Können ein schönes Paket für ihre Fans geschnürt haben. Wohlgemerkt: Mit einem normalen ELUVEITIE-Album hat das indessen nur bedingt/wenig zu tun, aber für all diejenigen, die die akustische Folk-Facette der Band weiter erkunden wollen oder schon langjährige Fans sind und auf diesen Teil lange gewartet haben, ist „Pantheon“ eine spannende Sache. An Teil 1 [damals mit 6 Punkten bewertet] können die Schweizer jedoch nicht ganz herankommen, und daher gibt es insgesamt verdiente 5,5 Punkte.

Alexander Eitner / 24.08.2017

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