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HomeReviewEngel – Raven Kings

Engel – Raven Kings

Engel - Raven Kings

 

 

 

 

 

Wertung:

3.0/7

Info:

VÖ: 28. November 2014

Label: Gain Music

Spielzeit: 00:38:00

Line-Up:

Mikael Sehlin – Vocals
Niclas Engelin – Guitar
Marcus Sunesson – Guitar
Steve Drennan – Bass
Oscar Nilsson – Drums

Tracklist:

01. Salvation
02. Your Shadow Haunts You
03. Denial
04. Fading Light
05. My Dark Path
06. I Am The Answer
07. When The Earth Burns
08. End Of Days
09. Sanctuary
10. Broken Pieces
11. Hollow Soul

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„Steht ein Rabe in Flammen…“

Die schwedischen Modern bzw. Melodic Death Metaller von ENGEL melden sich mit ihrem mittlerweile vierten Album, “Raven Kings”, nunmehr via Gain Music zurück.

Zwar hatte ich ENGEL nach ihrem „Absolute Design“-Debüt anno 2007 etwas aus den Augen und Ohren verloren, obschon Mainman/Namensgeber Niclas Engelin sich ja seit nunmehr bereits vier Jahren bei den Kollegen von IN FLAMES als Gitarrist verdingt, aber – bis auf einige Veränderungen im Line-Up [neuer Sänger, Basser, Drummer] – hat sich nicht sonderlich viel geändert im ENGEL-Sounduniversum, regiert doch nach wie vor Gevatter Modern Metal mit Melodic Death Metal-Referenz [schließlich kommt man ja aus Göteborg] und Pop-Appeal.
„Salvation“ legt zwar recht zackig los, Frontmann Mikael Sehlin brüllt auch erst ganz ordentlich dazu, bevor das aber zu hart zu werden droht, pappt man zügig bemüht melodischen Klargesang und Keyboardläufe [RAUNCHY nicht unähnlich] obendruff. Dasselbe Schicksal erleidet auch das folgende „Your Shadow Haunts You“, denn auch hier kommt der Pop-Singalong so früh, dass jegliches Bemühen, dem Song metallische Härte unterzujubeln, zum Scheitern verurteilt ist. Der Rest von „Raven Kings” bzw. das Kompositionsschema/Erfolgsrezept von ENGEL ist damit schnell abgehandelt, denn von wenigen Ausnahmen abgesehen [„Denial“ ist z.B. erfreulich ARCH ENEMY-affin geraten] hat hier mehr oder weniger jeder Song nach dem gleichen 08/15-Prinzip [„When The Earth Burns“] und in konsumentenfreundlicher Drei-Minuten-Länge zu funktionieren. Das ist natürlich insgesamt nichts Verwerfliches, denn wer sich einfach einmal von dem an und für sich verpflichtenden, beengenden Stempel/Stigma „Melodic Death Metal“ lösen kann bzw. sich sowieso eher zu den neuen IN FLAMES, SONIC SYNDICATE oder auch DEAD BY APRIL hingezogen fühlt, dem wird vermutlich auch „Raven Kings“ richtig gut gefallen können.
Nichtsdestotrotz ist „I Am The Answer“ eine missglückt düstere, saumselige und eigentlich ziemlich überflüssige Halbballade und wissen belanglose Songs wie „End Of Days“ oder „Sanctuary“ [Doublebass macht nicht automatisch Metal!], „Hollow Soul“ [Nomen est omen!] oder „Broken Pieces“ zu Recht nicht so recht, wohin mit sich und verkleben mit gekünstelten, lustlosen Harmonien die Gehörgänge, die man doch eigentlich viel lieber mit satten Twingitarren freigepustet hätte.
Die Produktion hat Mainman Engelin höchstselbst übernommen, der transparent-fette, aber eben auch ziemlich leblose Mix stammt von Jacob Hansen [u.a. VOLBEAT], so dass auch hier keinerlei böse Überraschungen drohen.

„Raven Kings” ist ein durchkomponiertes, durchgestyltes, durch und durch beliebiges Album für all‘ jene geworden, die sich von der Mehrzahl o.g. Bands gut unterhalten fühlen und ohnehin nie so recht verstanden haben, was die denn eigentlich alle an „Slaughter Of The Soul“ finden…

Dirk Konz / 20.12.2014

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