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HomeReviewEvanescence – Synthesis

Evanescence – Synthesis

Evanescence - Synthesis

 

 

 

 

 

Wertung:

5.5/7

Info:

VÖ: 10. November 2017

Label: Sony Music

Spielzeit: 01:02:13

Line-Up:

Amy Lee – Vocals, Piano
Jen Majura – Gitarre
Will Hunt – Drums
Troy McLawhorn – Gitarre
Tim McCord – Bass

Tracklist:

01. Overture
02. Never Go Back
03. Hi-Lo
04. My Heart Is Broken
05. Lacrymosa
06. The End Of The Dream
07. Bring Me To Life
08. Unraveling (Interlude)
09. Imaginary
10. Secret Door
11. Lithium
12. Lost In Paradise
13. Your Star
14. My Immortal
15. The In-Between
16. Imperfection

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„Alte Songs in neuen Kleidern?“

Wenn man an EVANESCENCE denkt, fallen einem automitsch die sehr mächtigen Hits des Debütalbums „Fallen“ ein, wie „Bring Me To Life“, „My Immortal“ oder „Going Under“ ein. Kein Wunder, so sind diese Nummern einfach zeitlos und noch immer hörenswert. Natürlich dürfen auch die beide anderen Alben, „The Open Door“ und schlicht „Evanescence“ betitelten Werke nicht fehlen. Und wer von Amy und ihren Mannen, ähm, und natürlich unserem Exportschlager Jen Majura, nicht genug bekommt, dem sei das neue Album „Synthesis“ wirklich wärmstens zu empfehlen.

Obwohl Jen Majura bei „Synthesis“ wohl gitarrentechnisch nicht so sehr zum Zuge kommen durfte, handelt es sich dennoch im ein vollwertiges Album. Der Clou allerdings: Bis auf „Hi-Lo“ und der Single „Imperfection“, wurden lediglich Stücke der drei Alben in ein orchestrales, synthetisches Gewand gekleidet. Und hier zeigt sich mal wieder die Qualität der Nummern. Und natürlich auch die der Stimme von Amy Lee. Denn obwohl der Sound nicht allzuviel mt Rock oder gar Metal zu tun hat, kann man einfach nicht anders, als sich diese Hörgenüsse mit Freude einzuverleiben. Der eben erwähnte neue Track kann dabei ebenfalls richtig punkten, und spätestens wenn die Violine einsetzt, ist es um einen geschehen. Songpassagen, mit denen Amy unzufrieden war, konnten hier auch bearbeitet werden, wie z.B. der männliche Gesangspart bei „Bring Me To Life“, der ja auch live nicht gesungen wird. Apropos, die alten Hits erscheinen in dem neuen Sound natürlich ganz anders. Die Vertonung gibt ihnen einen frischen Touch und auch wenn man Songs wie „My Heart Is Broken“, „My Immortal“, „Lithium“ oder „Lost In Paradise“ schon sehr oft gehört hat, bleibt man am Ball. Beachtlich ist neben den Arrangements natürlich wie immer die wahnsinnig tolle Stimme von Amy Lee. Es scheint wirklich, dass sie mit den Jahren noch mehr an Volumen hinzugewonnen hat.

Auch wenn die meisten Fans mit Sicherheit ein Rock-Album erwartet hätten, „Synthesis“ ist eine wirklich wundervolle Sache, der man eine, ach was sage ich, hundert Chancen geben sollte. Wenn man die alten Stücke nicht kennt, erhält man hier ganz neue Eindrücke und kann sich demnach doppelt freuen. Gespannt darf man auf die Bühnenumsetzung sein, bei der EVANESCENCE mit Sicherheit die Unterstützung von Orchester und Co. bekommen werden. Klasse Album, das man auch mal seinen Eltern vorstellen kann.

Ingo Nentwig / 17.11.2017

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